Ich habe fertig - Ende des deutschen Motorbaus in Deutschland

Schmuddel-kind

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3 Februar 2006
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Was soll man dazu sagen, am besten nichts. Ganz ehrlich für mich hat BMW damit alle Strahlkraft vollends verloren, auch wenn es natürlich wirtschaftliche Gründe für diesen Weg gibt. Aber alle Verbrenner zukünftig ausgerechnet in England und Österreich zu bauen............................................:end:

"München Der BMW-Konzern stellt sein Produktionsnetzwerk neu auf. Bis 2024 soll die Fertigung von Diesel- und Verbrennungsmotoren aus dem Stammwerk München abgezogen werden. Große Motoren werden auf das britische Werk Hams Hall verlagert, die kleineren Antriebe werden künftig komplett im österreichischen Steyr gebaut.

Die rund 1400 Beschäftigten des Motorenbaus in München sollen umgeschult oder auf andere Standorte verteilt werden, erklärte Produktionsvorstand Milan Nedelkjovic am Mittwoch.

BMW will in Europa bis 2025 jedes dritte Auto mit Hybrid- oder Elektroantrieb ausliefern. „Je mehr Elektrifizierung wir haben, desto größer wird der Kostendruck“, sagte Nedelkjovic. Mit immer kleineren Stückzahlen lassen sich drei Werke für Verbrennungsmotoren in Europa nicht mehr auslasten. Insgesamt will der Konzern bis Ende 2021 rund 500 Millionen Euro im Produktionsnetzwerk einsparen.

BMW stellt seine deutschen Werke immer weiter auf Elektromobilität um. Bereits 2022 sollen die Standorte in München, Leipzig, Regensburg und Dingolfing jeweils mindestens ein elektrisch angetriebenes Modell bauen. Verbrenner und Elektroantriebe laufen auf dem gleichen Band parallel."

Quelle Handelsblatt

Und Mercedes macht es auch nicht besser, lagert die Verbrenner nach China aus...............:4oops::protest:
 
Naja - die Motoren, die ich mit BMW verbinde, gibt es ja kaum noch im Angebot (Reihen 6er). Gibt ja fast nur noch 4-Zylinder-Variationen. Bin ja erst seit kurzer Zeit Besitzer eines N52 betriebnen Z4 Coupes - und die Zeiten solcher Autos sind halt leider vorbei.

Wo jetzt die Motoren her kommen, ist mir eigentlich egal. Autos haben ja eh internationale Zuliefererkette. Und Verbrenner werden wohl auch bald nicht mehr produziert.

Erfreuen wir uns einfach an unseren Autos. :D
 
... und wo ist jetzt das Problem?


Nirgends, außer das dafür tausende von Arbeitsplätzen gestrichen werden (nein werden natürlich alle umgeschult:roflmao:) und dafür neue Arbeitsplätze in China, England und Österreich entstehen und dass in München zukünftig nur noch E-Motoren entstehen, die sich von anderen E-Motoren vermuttlich nicht besonders unterscheiden und damit jeglicher Kaufanreiz für so ein Produkt verlorengeht.
Aber wenn für dich alles o.K ist, dann kauf fleißig weitere völlig überteuerte BMW´s, dann halt aus England. Ich finde das Signal halt scheiße, du kannst es gerne normal finden:confused:
 
Nirgends, außer das dafür tausende von Arbeitsplätzen gestrichen werden (nein werden natürlich alle umgeschult:roflmao:) und dafür neue Arbeitsplätze in China, England und Österreich entstehen und dass in München zukünftig nur noch E-Motoren entstehen, die sich von anderen E-Motoren vermuttlich nicht besonders unterscheiden und damit jeglicher Kaufanreiz für so ein Produkt verlorengeht.
Aber wenn für dich alles o.K ist, dann kauf fleißig weitere völlig überteuerte BMW´s, dann halt aus England. Ich finde das Signal halt scheiße, du kannst es gerne normal finden:confused:
...sagen wir, die die US-Motoren mit Leidenschaft gekauft haben...;)
 
Wo sind eigentlich die M54 und N52 fürn E85 hergestellt worden? Sind die einmal ohne Auto nach Amerika und dann mit Auto wieder zurückgeschippert worden oder kommen die gleich aus US-Fertigung? 🤔
 
... und wo ist jetzt das Problem?


Nirgends, außer das dafür tausende von Arbeitsplätzen gestrichen werden (nein werden natürlich alle umgeschult:roflmao:) und dafür neue Arbeitsplätze in China, England und Österreich entstehen und dass in München zukünftig nur noch E-Motoren entstehen, die sich von anderen E-Motoren vermuttlich nicht besonders unterscheiden und damit jeglicher Kaufanreiz für so ein Produkt verlorengeht.
Aber wenn für dich alles o.K ist, dann kauf fleißig weitere völlig überteuerte BMW´s, dann halt aus England. Ich finde das Signal halt scheiße, du kannst es gerne normal finden:confused:

Also es ist ja nicht so, dass BMW jetzt Massenentlassungen in Deutschland plant, um dafür in China Leute einzustellen...
BMW ist nunmal ein global agierendes Unternehmen und produziert ja auch weltweit. Mein E85 kam aus den USA, mich hats nicht gestört, ebenso die X-Modelle, der G29 wird in Österreich zusammengebaut.

Wieso sollte es bei den Motoren anders sein?
 
Was soll man dazu sagen, am besten nichts. Ganz ehrlich für mich hat BMW damit alle Strahlkraft vollends verloren, auch wenn es natürlich wirtschaftliche Gründe für diesen Weg gibt. Aber alle Verbrenner zukünftig ausgerechnet in England und Österreich zu bauen............................................:end:

"München Der BMW-Konzern stellt sein Produktionsnetzwerk neu auf. Bis 2024 soll die Fertigung von Diesel- und Verbrennungsmotoren aus dem Stammwerk München abgezogen werden. Große Motoren werden auf das britische Werk Hams Hall verlagert, die kleineren Antriebe werden künftig komplett im österreichischen Steyr gebaut.

Die rund 1400 Beschäftigten des Motorenbaus in München sollen umgeschult oder auf andere Standorte verteilt werden, erklärte Produktionsvorstand Milan Nedelkjovic am Mittwoch.

BMW will in Europa bis 2025 jedes dritte Auto mit Hybrid- oder Elektroantrieb ausliefern. „Je mehr Elektrifizierung wir haben, desto größer wird der Kostendruck“, sagte Nedelkjovic. Mit immer kleineren Stückzahlen lassen sich drei Werke für Verbrennungsmotoren in Europa nicht mehr auslasten. Insgesamt will der Konzern bis Ende 2021 rund 500 Millionen Euro im Produktionsnetzwerk einsparen.

BMW stellt seine deutschen Werke immer weiter auf Elektromobilität um. Bereits 2022 sollen die Standorte in München, Leipzig, Regensburg und Dingolfing jeweils mindestens ein elektrisch angetriebenes Modell bauen. Verbrenner und Elektroantriebe laufen auf dem gleichen Band parallel."

Quelle Handelsblatt

Und Mercedes macht es auch nicht besser, lagert die Verbrenner nach China aus...............:4oops::protest:

Ist das als Käufer eines US-amerikanischen Fahrzeugs nicht etwas heuchlerisch? :p :P

Ich finde es ok, wenn BMW sich dadurch zukunftssicherer aufstellen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

So sieht die Zukunft des Verbrennungsmotors zumindest in der EU aus. Selbst wenn die Vorgaben für die neue Euro 7 Norm noch abgeschwächt werden sollten, das Ende von Benzin und Dieselmotoren scheint politisch beschlossene Sache zu sein, egal ob schon 2025 oder erst 2030. Insofern handelt BMW rational.

Bin gespannf, ob das Experiment Elektoautos (das politisch gewollt und mit aller Macht durchgedrückt wird) langfristig funktioniert...
 
Ist das als Käufer eines US-amerikanischen Fahrzeugs nicht etwas heuchlerisch? :p :P


Was ist daran heuchlerisch, wenn ich mit Sorge den Zustand beschreibe wie es mit dem deutschen Motorbau bzw mit der deutschen Autoindustrie abwärts geht.
Vielleicht liegt es daran, das die deutschen Autobauer viele Jahre fett und selbstherrlich mit ihren Kunden umgegangen sind und sich auf den Lorrbeeren ausgeruht haben.
Vielleicht sehe ich das auch alles falsch:p :P
 
Also es ist ja nicht so, dass BMW jetzt Massenentlassungen in Deutschland plant, um dafür in China Leute einzustellen...
BMW ist nunmal ein global agierendes Unternehmen und produziert ja auch weltweit. Mein E85 kam aus den USA, mich hats nicht gestört, ebenso die X-Modelle, der G29 wird in Österreich zusammengebaut.

Wieso sollte es bei den Motoren anders sein?

Wenn BMW ja schon die Nieren nach chinesischem Geschmack fertigt,
dann könnten die zum Dumpinglohn arbeitenden Chinesen ja auch gleich die 3-Zylinder Moped-Motörchen bauen...
Das wäre nur konsequent, denn die dann umgeschulten (:confused:) Mitarbeiter aus München werden sich auch die nicht mehr leisten können.
 
Ist das als Käufer eines US-amerikanischen Fahrzeugs nicht etwas heuchlerisch? :p :P


Was ist daran heuchleisch wenn ich mit Sorge den Zustand beschreibe wie es mit dem deutschen Motorbau bzw mit der deutschen Autoindustrie abwärts geht.
Vielleicht liegt es daran, das die deutschen Autobauer viele Jahre feutt und selbstherrlich mit ihren Kunden umgegangen sind und sich auf den Lorrbeeren ausgeruht haben.
Vielleicht sehe ich das auch alles falsch:p :P

EU-Röschen will ja schließlich nur unser Bestes und denkt immer nur an unsere Gesundheit.
Die Besten gehen ins EU-Parlament, die anderen bleiben hier.
 
Wenn BMW ja schon die Nieren nach chinesischem Geschmack fertigt,
dann könnten die zum Dumpinglohn arbeitenden Chinesen ja auch gleich die 3-Zylinder Moped-Motörchen bauen...
Das wäre nur konsequent, denn die dann umgeschulten (:confused:) Mitarbeiter aus München werden sich auch die nicht mehr leisten können.
BMW hat aktuell ca. 130.000 Mitarbeiter, davon ca. 90.000 in Deutschland. Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen.
 
Also in einem anderen Artikel wird folgendes zitiert: "bis zu 20.000 Mitarbeiter sind davon betroffen".
Hintergrund sei, dass die ganzen E-Auto Achsen-Motoreinheiten viel weniger Mitarbeiter benötigen würden.
 
die kleineren Antriebe werden künftig komplett im österreichischen Steyr gebaut.
Und dort macht man sich Sorgen, für BMW die alten Motoren (Auslaufmodelle) bauen zu müssen und zu wenig Ressourcen für Zukunftsforschung (E-Antrieb) zu haben.
Gibt also immer zwei Seiten ;)
 
Also in einem anderen Artikel wird folgendes zitiert: "bis zu 20.000 Mitarbeiter sind davon betroffen".
Hintergrund sei, dass die ganzen E-Auto Achsen-Motoreinheiten viel weniger Mitarbeiter benötigen würden.
Das nennt man Produktivitätssteigerung und Fortschritt ;) Nur so kann die deutsche Industrie überleben :M
 
Wo sind eigentlich die M54 und N52 fürn E85 hergestellt worden? Sind die einmal ohne Auto nach Amerika und dann mit Auto wieder zurückgeschippert worden oder kommen die gleich aus US-Fertigung? 🤔
Soweit ich weiß sind alle Motoren in Deutschland (und Österreich?) gefertigt worden und dann über den Teich geschippert worden, um in Spartanburg in unsere schönen Wagen eingebaut zu werden :14yesz:
 
Viel wichtiger als die Massenfertigung eines standardisierten Prozesses ist es doch, dass dies bei uns entwickelt wird...
 
Ja dieses Standortsicherungs blaba.. kommt doch immer als Argument, wenn Betriebe ins Ausland verlagert werden. Es gibt genügend Firmen, die in Deutschland bleiben und genau auch damit werben;)
Ich hatte nur den Zustand des deutschen Maschinenbaus, hier mit dem Zugpferd Automobilbau mit all seinen Facetten, beschrieben bzw aus dem Handelsblatt zitiert. Ich finde diese Botschaften sehr negativ für mich ein Signal des schrittweisen Rückzugs aus der bisherigen Vormachtstellung des deutschen Automobilbaus. Was bedeutet das? Kommt dann der Motor für den M4 aus England oder Österreich? Klar ist sehr überspitzt aber ist für mich als ehemaligen BMW Fan schon abschreckend.
Klar dieser "Niedergang" geschieht schon eine ganze Weile. Aber solche Signale wie jetzt erschrecken mich. Und wenn ich mir so die deutschen Marken anschaue, was da in der Zukunft so alles kommen soll, ist eigentlich nur der Tycan wirklich interessant. Das ist aber nur meine Meinung.
 
Da hier und anderenorts noch ziemlich viel um den Kern des Problems herum geschrieben wird, jetzt nochmal ganz klar "Verbrennungsmotoren sind tot!"
Klar ist das sehr drastisch formuliert, aber es ist so, auch wenn ich das persönlich sehr bedaure. Die Politik in der EU und vielen weiteren westlichen Ländern (in denen nunmal die meisten Autos hergestellt werden) hat im Namen des Klimaschutzes die langfristige Dekarbonisierung der Wirtschaft bzw. Gesellschaft bereits beschlossen, die ein mittelfristiges Verbot von "neuen Autos" mit Verbrennungsmotoren absolut bedingt. Daher jetzt auch der Antritt bei der Abgasnorm Euro 7 (siehe mein Beitrag oben) und dem bereits in vielen Ländern beschlossenen Verbot des Verkaufs von Neuwagen mit Benzin oder Diesel ab 2030.
Wenn dies die deutschen Autohersteller ernst nehmen, dann müssen sie umsteuern, da es nicht mehr wirtschaftlich ist noch für viele Milliarden neue Verbrennungsmotoren bzw. Autos zu entwickeln, die in 4-9 Jahren nicht mehr verkauft werden dürfen.
Daher müssen sie jetzt massiv umsteuern und die ganze Produktion umstrukturieren, in der Hoffnung, dass sie diesen politisch gewollten und ziemlich radikale Paradigmenwechsel überleben und auch in Zukunft noch erfolgreich Autos verkaufen können.
Wir in Deutschland haben bekanntermaßen eine extrem große und starke Automobilindustrie, insofern sind die Auswirkungen und Risiken auch massiv. Mangels großer Unternehmen in den neuen IT-Branchen hängt ein großer Teils des deutschen Wohlstands am Auto- und Maschinenbau, inkl. der rieseigen Zuliefererindustrie.
Hoffen wir also, dass die Politik richtig liegt mit ihrer Festlegung auf Elektromobilität und der Wirtschaft der Umstieg gelingt!

 
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