Leistungssteigerung beim sdrive30i - welche Sachen machen Sinn?

AW: Leistungssteigerung beim sdrive30i - welche Sachen machen Sinn?

Danke, Dieter!
Ein weiterer Grund ist oft, dass die Hersteller sich auch an Großabnehmern orientieren. Dort gibt es dann z.B. Vorgaben, was die PS-Zahl der Firmenwagen angeht. Nicht selten führt das zu weiteren "Drosselungen" bei uns dem selben Motor. Ein wichtiger, und von Dieter schon angesprochener Punkt: Der Wagen muss in Dubai bei über 40Grad die selbe Leistung erbringen, die der Kunde auch in Sibirien einfordert oder an jedem anderen Ort, an dem eventuell die Benzinqualität nichgt der unsrigen entspricht. Also wählt der Hersteller eine Abstimmung, die dies garantiert und daher sicher nicht dem Maximum entspricht. Hier kann der Tuner sich austoben.

Zudem: wer glaubt denn, dass bei Erscheinen eines Facelifts mit plötzlich 20PS mehr der Hersteller nochmals Geld in die Motorenentwicklung gesteckt hat?

Tim
 
AW: Leistungssteigerung beim sdrive30i - welche Sachen machen Sinn?

Daraus folgt, dass jeder Motor gewisse Sicherheitsreserven haben muss, um in all diesen Szenarien gut überleben zu können. Diese Sicherheitsreserven sind es, die man beim Tunen ausnutzt.
Soweit klar. Ich zielte jedoch darauf ab das die Hersteller genau diese Sicherheitsreserven immer kleiner auslegen bzw. bereits selbst nutzen. Damit wird der Spielraum ohne mechanische Veränderungen für Tuner immer kleiner.
 
AW: Leistungssteigerung beim sdrive30i - welche Sachen machen Sinn?

Soweit klar. Ich zielte jedoch darauf ab das die Hersteller genau diese Sicherheitsreserven immer kleiner auslegen bzw. bereits selbst nutzen. Damit wird der Spielraum ohne mechanische Veränderungen für Tuner immer kleiner.

Tendenziell ist das sicher richtig. Aber gerade neu entwickelte Motoren bieten Spielraum, denn den will ja der Hersteller selber auch noch nutzen im Falle eines FL oder Modellwechsels.
Auch hier mal ein Beispiel mit dem S65, dem Motor des aktuellen M3. Für den GTS wurde schnell noch mal eine Schippe draufgelegt mit 4,4 Litern und 450 PS gegenüber dem 4 Liter des normalen M3 mit 420 PS. Erreicht wurde das durch einen etwas größeren Hub, also im Wesentlichen nur eine andere Kurbelwelle und Pleuel, dazu dann neu abgestimmt. Das sind dann gerade mal 102 PS/l.

Eine Literleistung von 100 PS pro Liter ist bei einem Sportmotor heutzutage Standard, Kolbengeschwindigkeiten über 25 m/s gibt es auch zur Genüge (CSL, Honda etc).
Vergleicht man das dann mal z.B. mit dem aktuellen 3.0 Liter im E89 mit 258 PS, sind wir gerade mal bei 86 PS pro Liter. Auch der E85 3.0si hatte nur 265 PS und damit 88,3 PS/l. Ein E36 M3 GT lag da mit seinen 295 PS aus 3 Litern schon näher an den 100 PS/l. Dieser "Rückschritt" ist ja gewollt, sei es aus grünlichen oder modellpolitischen Gründen.

Wo jeder Tuner gerade mit höheren Drehzahlen vorsichtig ist, das sind die Magnesiummotorblöcke sowie die Valvetronic.
 
AW: Leistungssteigerung beim sdrive30i - welche Sachen machen Sinn?

Jetzt sind wir endlich mal wieder beim Thema!
@ Dieter: Interessant, deine Beiträge zu lesen !

Absolut! :t Es macht einen Riesenspaß, solche "Fachsimpelei" mitzulesen. :)

Grüße
Jan
 
AW: Leistungssteigerung beim sdrive30i - welche Sachen machen Sinn?

Ich finde, dass man in einem Forum mit Nutzern, die Einem selbst nicht sympatisch sind, leben muss. Das ist wie im richtigen Leben.

Das Schlimme an dieser Funktion ist aber, dass es doch den Lesefluss und Zusammenhang der Beiträge zerstört. Wenn ich ein Buch lese, dann reiße ich schliesslich auch nicht einige Seiten raus, weil Diese mir nicht gefallen!?

Das kann schon mal Sinn haben... ich sag nur "seize the day" - dead poets society :)
 
AW: Leistungssteigerung beim sdrive30i - welche Sachen machen Sinn?

Tendenziell ist das sicher richtig. Aber gerade neu entwickelte Motoren bieten Spielraum, denn den will ja der Hersteller selber auch noch nutzen im Falle eines FL oder Modellwechsels.
Auch hier mal ein Beispiel mit dem S65, dem Motor des aktuellen M3. Für den GTS wurde schnell noch mal eine Schippe draufgelegt mit 4,4 Litern und 450 PS gegenüber dem 4 Liter des normalen M3 mit 420 PS. Erreicht wurde das durch einen etwas größeren Hub, also im Wesentlichen nur eine andere Kurbelwelle und Pleuel, dazu dann neu abgestimmt. Das sind dann gerade mal 102 PS/l.

Eine Literleistung von 100 PS pro Liter ist bei einem Sportmotor heutzutage Standard, Kolbengeschwindigkeiten über 25 m/s gibt es auch zur Genüge (CSL, Honda etc).
Vergleicht man das dann mal z.B. mit dem aktuellen 3.0 Liter im E89 mit 258 PS, sind wir gerade mal bei 86 PS pro Liter. Auch der E85 3.0si hatte nur 265 PS und damit 88,3 PS/l. Ein E36 M3 GT lag da mit seinen 295 PS aus 3 Litern schon näher an den 100 PS/l. Dieser "Rückschritt" ist ja gewollt, sei es aus grünlichen oder modellpolitischen Gründen.

Wo jeder Tuner gerade mit höheren Drehzahlen vorsichtig ist, das sind die Magnesiummotorblöcke sowie die Valvetronic.

Ich geb dir da auch Recht, allerdings muss man dazu sagen, dass der S50 natürlich schon Drehzahlen bis knapp 8000U erlaubte und er so noch mehr aus seinen 3 Litern machen konnte. Das ganze ist natürlich mit etwas mehr Belastung für den Motor verbunden... Ich habe aber schon gehört, das einige Tuner auch für den N52 Drehzahlerhöhungen auf ~7200U anbieten, aber ich denke so eine Maßnahme würde wohl keinen Sinn machen, wenn man nicht eine entsprechende Leistungskurve hat. Und dann wäre noch das Haltbarkeitsthema...

Alles in allem würde ich sagen, dass der N52B30 ein toller Motor für Großserienautos ist. Sie sind ja für ihre Standfestigkeit bekannt und das ist im Zweifelsfall dann immernoch besser als gewaltsam das letzte rauszukitzeln und dann nach 100.000km zur Revision zu müssen (was beim S50 ja anzuraten ist...)
 
Zurück
Oben Unten