Mercedes - erkennt Gefahren bevor sie entstehen...

Ausgezeichnet mit einem Filmpreis

Die Jury des Nachwuchsfilmpreises First Steps Award fand den Clip gut.
Und so durfte sich der Regisseur ... in Berlin die mit 10000 Euro dotierte Auszeichnung für den besten Werbefilm abholen.
Der an die Grenzen gehende Werbespot war schon vorab Gesprächsthema.... Der Autohersteller Mercedes, ein Unterstützer des Filmpreises hatte sich von dem Clip distanziert.
...
Der Zuschauer werde durch den Spot förmlich gezwungen, sich eine Meinung zu bilden.
Noch nie habe die Jury so kontrovers diskutiert.

( Rheinzeitung, 18.9.)
 
http://www.firststeps.de/presse/new...-preistraeger-und-jurybegruendungen-hier.html



"
Werbefilm

MCP
Werbefilm, 77''. Regie: Tobias Haase, Filmakademie Baden-Württemberg Ludwigsburg
"MCP" hat das, was heutigen Werbespots oftmals fehlt: Wirkung. Dieser Spot versendet sich nicht. Als Zuschauer wird man förmlich dazu gezwungen, sich eine Meinung zu bilden. Darf ein fiktiver Spot eine real existierende Marke zum obersten Richter über Leben und Tod machen? Darf Werbung das Thema Nationalsozialismus überhaupt aufgreifen? Noch nie hat die Jury so kontrovers diskutiert. Am Ende lautet unsere Antwort „Ja“. Trotz offizieller Distanzierung des Kunden zu dem Spot und mit Aussicht auf kritische Stimmen bleibt der Regisseur Tobias Haase seinen künstlerischen Idealen treu. Solche Ideen-Verfechter braucht die Kreativbranch
"
 
Kann man so oder so oder so oder so ..... sehen.

Da in dem Film nur zu vermuten ist, dass Kleinadolf totgefahren wurde, der Mercedesfahrer immerhin Fahrerflucht begeht, könnte man diese Story weiterspinnen:

Adolf ist nicht tot, hat aber durch den Unfall ein schwerwiegendes Trauma des Gehirns erlitten, welches die Empathie, das Wachstum usw. nachhaltig störte.

Immerhin wird zum Zeitpunkt des Unfalls Adolfs erwachsene Fratze ganz kurz eingeblendet, also "wäre er so geworden oder wird er durch den Unfall so" ?

Ist weit hergeholt, ich weiß.

Da waren die Werbeanzeigen von Bennetton in den 90er zum Thema Kosovokrieg eindeutiger, blutiger und direkter und vorallem real.
 
Klein Adolf hat den Unfall überlebt, deutlich sichtbar an den beiden Reifenspurenabdrücke, die er Zeitlebens unter seiner Nase trug.
Die Zeitmaschine wurde im Mai des Jahres 2014, direkt nach dem Unfall, zerlegt und die Teile samt Plänen in einem Essener Hochofen verwertet. Was mit dem Unfallfahrzeug und seinem Fahrer passierte, wird wohl immer im Dunklen bleiben.
Dass der Film auch telepatiert wurde, sollte eigentlich erst am 17.03.2017 an die Öffentlichkeit gelangen. Scheinbar war die Software fehlerhaft.
 
Warum sollten Studenten aus Jux und Dollerei einen Werbespot mit so tiefem schwarzen Humor in einer so hohen Qualität drehen und dermaßen viel Arbeit reinstecken? Da wäre ich als Student nicht mal ansatzweise auf die Idee gekommen, einem Automobilhersteller so viel gratis Werbung durch Publicity zu schenken ohne selber meine Handschrift dort reinzubringen um mich selbst dafür zu bewerben wie gut ich doch bin.

... ich will Mercedes nun nicht unterstellen, dass der PR-Abteilung ein ganz toller Geniestreich gelungen wäre ... aber mit etwas weniger Professionalität könnte ich das dann doch etwas mehr glauben, dass es einfach nur aus Jux und Dollerei von Studenten erstellt wurde :X


hatte ich auch erst vermutet, weil der spot sehr sehr profihaft gemacht ist.wer hat schon als student zeit und lust sowas zu machen...
 
Man muss sich das einmal bewusst machen: Unter Hitler wurden Millionen von Menschen bestialisch ermordet, und nun kommt allen Ernstes jemand daher und packt zu einem experimentellen Werbespot die Moralkeule der Kindestötung aus. Das ist doch wohl ein schlechter Witz!

So oder so ist der Spot offensichtlich erfolgreich: Er hat gewonnen und steht in der allgemeinen Aufmerksamkeit. Der relevante Adressatenkreis wird es zu würdigen wissen. :) :-)
 
Spätestens seit Schtonk! darf man Gott-sei-Dank sich dem Thema auch satirisch nähern.

Was meines Erachtens zu denken gibt: ausgerechnet die Lieblingsmarke des Führers wird für diesen Spot benutzt. Spätestens an der Stelle hat Mercedes sich da auszuklinken.
 
Spätestens seit Schtonk! darf man Gott-sei-Dank sich dem Thema auch satirisch nähern.

Was meines Erachtens zu denken gibt: ausgerechnet die Lieblingsmarke des Führers wird für diesen Spot benutzt. Spätestens an der Stelle hat Mercedes sich da auszuklinken.

"Melde gehorsamst: Er brennt nicht, Herr Obersturmbannführer!" - "Was? Wer brennt nicht?" - "Der Führer, Herr Obersturmbannführer. Und die Frau Braun, die Frau Führer auch nicht, Herr Obersturmbannführer!" :D
 
Das Hitler Millionen Menschen bestialisch ermorden lies, deutsche Bevölkerung denuztierte,was ging, sollte hinreichend bekannt sein, mir jedenfalls ist es seit meiner frühesten Kindheit durch meine Familie bekannt (nicht durch Schulwissen). Die Greueltaten, welche für viele in den Vernichtungslagern endeten, habe ich lange vor dem Dokumentarfilm "Mein Kampf" aus erster Hand geschildert und erzählt bekommen, bzw. habe immer gefragt.
Ich war in dieser Zeit noch nicht geboren und bin froh darüber, das Alles weder erlebt haben zu müssen noch eine Entschiedung treffen zu müssen, ob ich mein Leben für andere riskieren.


Einen Spot, welcher niemals im Fernsehen landet wird als Werbung (das sollte wohl jedem klar sein), in solch einem moralischem Kontext (Kind/Hitler/Moral) zu setzten halte ich für falsch.

Es kann nur positiv sein, sich mit solchen Dingen humoristisch auseinander zu setzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, dass es bei diesem Spot vorerst als Rezensionen der Zuschauer nur "0 oder 1" gibt.

Zumindest r e g e n gegensätzlich Meinungen Diskussionen an, die meines Erachtens für alle Beteiligten wertvoll sind :) :-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben Unten