AW: Mit dem Zett nach Paris
Interessanter Bericht, der jedoch an verschiedenen Ecken nicht ganz meinen Erfahrungen entspricht... eigentlich hat Tom in seinem Post schon alles wichtige gesagt, aber ich möchte noch ein paar Sachen anmerken:
Paris mit dem Auto ist ein Abenteuer, das man meiner Ansicht nach eigentlich nur eingehen sollte, wenn man außer Paris noch andere Orte besuchen möchte. Sonst ist die Anreise per ICE bzw. mit Air France/Lufthansa wesentlich günstiger, schneller und vor allem stressfreier. Allein der Preis für die Péage auf der Autobahn ist schon so hoch, dass die Fahrt mit dem eigenen PKW nicht mehr wirtschaftlich ist. Dazu kommen dann unverschämt hohe Preise für Parkhäuser bzw. Hoteltiefgaragen. Außer vielleicht Versailles gibt es auch kein touristisches Ziel in oder direkt um Paris herum, bei dem es sich lohnen würde, ein eigenes Auto zu haben.
Deine Eindrücke über das "Image" von Deutschen in Frankreich kann ich so ganz und gar nicht bestätigen. Im Normalfall wird ist man als Deutscher in Frankreich gut angesehen, vor allem im Tourismus sind die Deutschen beliebt, denn sie gelten als ordentlich, ruhig und wohlhabend und sind deshalb der perfekte Gast in jedem Hotel. Paris ist hier als touristenverwöhnte Stadt leider generell - nationalitätenunabhängig - eine Ausnahme. Nicht umsonst gilt "Parisien" im Rest Frankreichs als Schimpfwort und das "Paris Syndrom" als vorübergehende psychische Störung bei japanischen Touristen, die Paris als Stadt der Liebe verklärt haben und vor Ort dann bitterböse enttäuscht werden (kein Witz... ).
Vielleicht konnten sie bei dir aber auch schon ahnen, wie du ihren schönen Sacré-Cœur verschriftlichen würdest und waren deshalb eine Spur unfreundlicher als sie es normal sowieso sind.
Was Autos angeht, so sind deutsche Fabrikate in Frankreich sehr beliebt- vorausgesetzt man kann (und will) sie sich dort leisten. Tom hat zurecht angemerkt, dass die meisten Franzosen eben andere Prioritäten setzen. Und wer in Paris teure Autos sehen will, der braucht nur ins 1. Arrondissement zu gehen und die klassische "Hotelroute" abzulaufen, angefangen an der Oper, dann die Rue de la Paix bis zum Hotel Ritz an der Place Vendôme, weiter in die Rue de Castiglione bis zum Hotel Meurice, dann die Rue de Rivoli in Richtung Place de la Concorde zum Hotel de Crillon, wo überall schöne und teure Autos direkt vor der Tür parken dürfen. Das laufe ich bei jedem meiner Besuche mindestens einmal ab
