Mit Tempo "230" in die Leitplanke gedonnert!

Aljubo

macht Rennlizenz
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25 Oktober 2009
Hallo

So stand es heute in unserer Lokalzeitung. Was die Ursache war, stand leider nicht im Artikel. War es ein Fahrfehler, oder ein langsames Fahrzeug das rauszog und der Schnellfahrer nicht mehr abbremsen konnte und somit in die Leitplanke krachte. Tatsache ist, das der Fahrer schwerst verletzt wurde und das Auto Totalschaden. Wer die A 3 kennt, gerade der Bereich zwischen Regensburg und Passau ist erstens sehr stark frequentiert und durch Fahrbahnschäden zum Teil bis auf 80 km/h beschränkt.

Ich bin auch offt und viel unterwegs, erst am Sonntag war ich wieder fast 500km auf der BAB und Landtrassen unterwegs. Ich fuhr bei wenig Verkehr so im Bereich 180 - 200Km/h mit dieser Geschwindigkeit (auf der Bahn) kommt man zügig voran und ich denke die Gefahr ist doch um einiges geringer als wenn ich mit 230 oder mehr über die BAB jage.

Da ich diese Strecke (A3) gut kenne, würde ich es nicht wagen an einem normalen Werktag hier mit über 200 km /h zu fahren, zu groß ist die Gefahr das ein Langsamer rauszieht, auch LKw machen das, obwohl LKW Überholverbot besteht.

Die Beherrschbarkeit eines Fahrzeuges bei über 200 km/h ist trotz vieler elektronischer Helfer, sehr schwierig und die Physik lässt sich nicht überlisten.

So das war mein Kommentar zu diesen Unfallbericht, wie es der Einzelnen macht, bleibt jeden selbst überlassen, ich hoffe nur, wenn es dann durch "Unvernuft" zum Unfall kommt, das kein Anderer beteilgt ist und es nur bei Blechschaden bleibt.
 

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das stimmt bei 230km/h sieht das auto aus als ob nix gewesen wäre, im verhältnis, allerdings hiess es ja der fahrer hat schwerste verletzungen...
 
Ich kann den Text aus dieser Zeitungsanzeige leider nicht lesen und stelle mir die Frage, woher die Angabe 230 km/h stammt?
Ich unterstelle mal hier, dieses Tempo wurde von der Polizei geschätzt!?
 
So wie sich der Artikel liest, musste einfach die Seite voll werden. Oder welchen Informations- und Mehrwert hat die Angabe, welche Personen vor Ort waren.
Ist halt mal wieder eine typische, reißerische Schlagzeile und in der Substanz wird es mau, weil die Glaskugel doch sehr trüb war. Deswegen sollten sich eigentlich alle Spekulationen erübrigen. :rolleyes:

Ich fahre auch gerne mal schnell. Früher war es eigentlich sogar mein Tagesgeschäft. Dank vorausschauender und auch (für andere) mitdenkender Fahrweise gab es keine ernsthafte Probleme, selbst wenn mal in die Eisen steigen oder einen Schlenker machen von Nöten war.

Allerdings bin ich mir auch bei jeder Fahrt bewusst, dass es auch die Letzte sein könnte. Dabei ist es vollkommen egal ob ich selbst 250 fahre, mir jemand bei 30 die Vorfahrt nimmt oder Whats-App-Nachrichten tippend mich auf dem Fußgängerüberweg zu Matsch fährt. Es kann halt immer und überall etwas passieren. Und genau deswegen gilt die Teilnahme am Straßenverkehr als bewusste Selbstgefährdung.
 
Ich kann aus eigener erfahrung sagen das zeitungen, was das anbelangt oft / fast immer lügen.

Als ich damals meinen Unfall hatte war es ähnlich.
Da hieß es mehr oder weniger das ein rücksichtsloser junger raser wohl alle umbringen wollte..
War damals mit knapp 200/220km/h unterwegs.
Das es aber daran lag das jemand einen Doppeltenspurwechsel gemacht hat, und das über zwei durchgezogene linien hatte man einfach weg gelassen..

Achja ich war "eigentlich" tot laut Zeitung.. Hatte aber nix, auser eine dicke Wange vom Airbag ^^

Ich muss mal gucken ob ich die Zeitungsberichte noch hab, glaub aber das ich nur noch einen habe.

Nach dem Unfall habe ich Anzeige gegen die Zeitung erstattet... Da war dann ganz schnell am náchsten Tag n neuer Bericht drin :cool::D
 
Ich kenn weder die Strecke noch die genauen Bedingungen zum Unfallhergang. Dennoch glaube ich auch, dass hier mal wieder ein Unfall zur Meinungsmache gegen die bösen Raser missbraucht wird.
Es gibt genügend Autobahenabschnitte, auf denen man absolut problemlos und sicher 250 (oder mehr) zu bestimmten Tagen und Uhrzeiten fahren kann.

Selbstverständlich ist eine Geschwindigkeit zwischen 180-200 wirtschaftlicher und vernünftiger. Aber gerade deshalb macht es doch soviel Spaß, auch mal unvernünftig schnell unterwegs zu sein :-)
 
... Interessant, dass der Fahrer schwer verletzt ist, weil so schlimm sieht der Wagen garnicht aus.

Ich bin zwar kein Mediziner, aber auf die "Klassifizierung" schwer verletzt würde ich auch nicht allzu viel legen. Mit Kratzern macht man keine Auflage und die Polizei stuft nur ein, ob jemand ins Krankenhaus verbracht wird. Ob der da wieder zusammengeflickt wird oder sich nur eine Impfauffrischung wegen zwei Kratzern (als Überspitzung) holt, ist da erst einmal egal. Letztlich können dafür also auch innere Schäden Grund genug sein (z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall), die losgelöst vom Unfall bestehen.

Und wenn die Feuerwehr, vorausgesetzt dem kann man überhaupt Glauben schenken, ohne technische Geräte den eingeklemmten Fahrer befreien konnte, dürfte es sich auch hierbei um eher weniger ernste Gefahrenlage handeln.

... Selbstverständlich ist eine Geschwindigkeit zwischen 180-200 wirtschaftlicher und vernünftiger. Aber gerade deshalb macht es doch soviel Spaß, auch mal unvernünftig schnell unterwegs zu sein :-)

Selbst diese Pauschalbehauptung kann man widerlegen.

Was bringt eine Sprit- und Verschleißersparnis von max. 10-12l/100km (also selbst bei Super+ keine 20€) Differenz zwischen max. 130km/h und wenn möglich Vollgas, wenn man deswegen am Tag ein, zwei Termine nicht wahrnehmen kann, die aber mindestens das Doppelte der (Sprit-) Ersparnis einbringen?
Da sieht es dann sehr mau aus mit der Wirtschaftlichkeitsrechnung. Und es gibt sehr viele Außendienstler und Vertreter da draußen, denen es genau so ergeht.

Zudem ist dauerhaft max. 130 km/h auch derart ermüdend und monoton, dass die Konzentration arg darunter leidet. Mal abgesehen davon, dass die Wenigsten sich dabei bloß aufs Fahren konzentrieren. Da wird dann schnell mal die Landschaft ausgiebig betrachtet, etwas gegessen, telefoniert, im Navi gespielt usw.
Bei 180, 200 und noch mehr kommt kaum jemand auf solche Gedanken.

Daher ist es absoluter Stuss, jeden der etwas zügiger fährt als gefährlichen Raser abzustempeln. Es verkauft sich halt nur so gut.

Das erinnert mich jedes Mal an das Intro der Fake-Sendung "Schneller als die Polizei" erlaubt. Da wurde lange Zeit gezeigt, wie der "Polizist" auf den vergessenen Gurt hinweisen möchte, dabei aber freihändig fährt.
facepalm.gif
 
an dem auto ist nichts eingedrückt.
Die rechte Fahrzeugseite könnte deformiert sein. Ist nicht gut zu erkennen. Und das Heck hat was abgekriegt. hat sich vermutlich nach der ersten Kollision mit der Leitplanke um die eigene Achse gedreht und dann über eine längere Strecke die Energie langsam abgebaut. Die Airbags sind auf jeden Fall ausgelöst worden. Schwerstverletzt kommt mir auch etwas übertrieben vor....aber das können wohl nur die vor Ort beteiligten wissen. Der Zeitungsartikel ist schlecht geschrieben

Hier ist eine Meldung aus dem Web: klick mich, die sagt etwas anderes aus.

Und hier noch ein artikel

Ein dritter: klick mich
 
Soweit ich weiß teilt die Polizei Verletzungen in Stufen von „leicht „bis „schwerst verletzt“ ein, das richtet sich danach, wie lange derjenige im Krankenhaus bleiben muss. „Schwerst verletzt“ heisst i.d.R. mindestens einen Monat. "Schwer" verletzt kann schon ein einfacher Knochenbruch bedeuten.
Im öffentlichen Zeitungsartikel wird aus Datenschutz- und Schweigepflichtsgründen da sicher nichts Genaueres stehen, nur diese erste Einschätzung...
Solche Zeitungsartikel sind ja öfter so geschrieben, dass sie hervorragend zum „Raser“-Bashing taugen.

Sollten es wirklich über 200 gewesen sein, hat die Karosse doch gut gehalten...
 
Zuletzt bearbeitet:
Solche Zeitungsartikel sind ja öfter so geschrieben, dass sie hervorragend zum „Raser“-Bashing taugen.
Naja, der Artikel ist sicherlich nicht gut geschrieben. Aber wenn es stimmt, was in den anderen von Burns verlinkten Artikeln steht, dass nämlich der Fahrer mit über 200 Km/h rechts auf dem Pannenstreifen überholt hat, dann war da imho ein Vollidiot unterwegs :M
 
Soweit ich weiß teilt die Polizei Verletzungen in Stufen von „leicht „bis „schwerst verletzt“ ein, das richtet sich danach, wie lange derjenige im Krankenhaus bleiben muss. „Schwerst verletzt“ heisst i.d.R. mindestens einen Monat.
Nun, das wird die Polizei oder auch ein Notarzt vor Ort sicher schwer abschätzen können ohne genaue Untersuchungen. &:
 
Genauere Untersuchungen sind schon erfolgt, wenn der Zeitungsartikel erscheint.
Und zwischen leicht, schwer verletzt, schwerst verletzt und tot kann man i.d.R. aus Erfahrung heraus sicher schon am Unfallort eine erste Einschätzung geben. Wenn der Notarzt z.B. noch dort wiederbeleben muss, ist der Verletzt-Status deutlich...
 
Ich kenne die Stelle sehr sehr gut.
Nur ist genau das passiert. Damals hat ein LKW den ich in diesem Moment überholte auf meine Fahrbahn gewechselt. Mit Tempo 120 hab ich meinen Wagen damals an der Stelle in die Leitplanke gelegt.
So wie der ausschaut glaube ich das er über 200drauf hatte.
Ich habe meinen Wagen damals gefangen und hatte nur die Fahrerseite verschrammt.
Lediglich meine Beifahrerin hatte einen Schock. Sie hatte in dem Moment geschlafen.

Alles in allem eine sehr unschöne Situation.



Grüßle Seb!
 
Der Status wäre dann aber lebensbedrohlich, @Frau Zett . Das "schwerst verletzt" dürfte eine reine Presse-Begrifflichkeit sein. Ist aber letztlich auch egal. Denn so etwas ist eigentlich für Dritte vollkommen unbedeutend, da sie keinen Mehrwert aus dieser Information schöpfen können (außer vllt. das erhabene Gefühl).

Schlimm ist halt - vollkommen losgelöst von diesem Vorfall! -, dass ein paar wenige Deppen gleich zig anderen gleich mit brandmarken. Ich bin gespannt, wann die ersten potenzielle Mörder sind, weil sie zum Stullenschmieren ein Messer benutzen nachdem zuvor durch Messerstiche irgendjemand verletzt oder gar getötet wurde.
Irgendeine Sau muss schließlich immer durchs Dorf gejagt werden. :rolleyes: :g
 
Die Einstufung, die ich oben beschrieben habe, ist die der Polizei. Die Notärzte haben eine eigene, differenziertere, nach der sich die Erstmaßnahmen ableiten. Und die genaueren Verletzungen gehen eben die Öffentlichkeit einfach nichts an. Daher wird im Polizeibericht, auf den sich die Presse beruft, nur erstere vermerkt.

Wenn so jemand andere gefährdet, finde ich das auch äußerst böse. Ansonsten ist meine Meinung dazu: nominiert für den Darwin-Award, Strafe muss sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
wer mal einen auffahrunfall mit 30 oder 40 gesehen hat weiß, dass das schon schlimmer aussieht als die fahrzeugseite. :cautious:

das ist aber auch alles völlig egal.
heute im radio wurde auch wieder von der "erschreckenden horrorzahl" von 3300 verkehrstoten geschwafelt, "davon die meisten wegen überhöhter geschwindigkeit".
abgesehen davon, dass jeder tote einer zuviel ist, ist das erschreckend wenig - vor allem, wenn man bedenkt, WAS da draußen alles rumfährt. :notworthy:
 
@Frau Zett
Das war keinesfalls persönlich gemeint.

Letztlich bin ich der Auffassung, dass Bein Unfällen vor Abschluss der Ermittlungen keine Auskünfte erfolgen sollten. Die Mediengeilheit und Sensationsgier ist schlichtweg deplatziert und führt sowieso erst mal zu vorschnellen Schlüssen und Mutmaßungen. Das muss nicht wirklich sein.

@spaRTan
Die Zahl ist in Relation zu den zurückgelegten Kilometern verschwindend gering - auch wenn jeder Tote einer zu viel ist. Aber absolute Sicherheit wird es sowieso NIE geben.

Und überhöhte Geschwindigkeit wird man wohl in 90% der Unfälle anzunehmen sein. Denn die Geschwindigkeit sollte schließlich immer so gewählt werden, dass man gefahrlos anhalten kann. Von daher ist diese Statistik leider regelmäßig unbrauchbar im Hinblick auf echte Raserei (also rücksichtsloses Schnellfahren). Aber für die Meinungs- und Stimmungsmache taugt es halt ganz gut.
 
Hab ich gar nicht so aufgefasst, keine Sorge! Im Netz nehme ich eh nichts persönlich :) :-) Habe nur ganz sachlich, also ohne Smileys, a bisserl klug ge... :D
 
Und überhöhte Geschwindigkeit wird man wohl in 90% der Unfälle anzunehmen sein.
Habe heute gehört, dass die Quote niedriger liegen soll. Vorfahrtmissachtung, Unachtsamkeit, falsches Überholen, Alkohol u.ä., Ablenkung durch elektronische Geräte haben auch einen Anteil am Unfallgeschehen.

Guckst du hier

Bei Unfällen mit Personenschäden ist nicht angepasste Geschwindigkeit in rund 50.000 von 350.000 Fällen ursächlich. Also etwa 15 %
 
Da hast du Recht, Gerd.

Mir ging es eher um die grds. Möglichkeit. Denn auch zu wenig Abstand korreliert mit unangepasster Geschwindigkeit. Letztlich trifft das auch bei Rauschfahrten zu. Solange sich ein Fahrzeug bewegt und es zum Unfall kommt, könnte man unangepasste Geschwindigkeit als Ursache anführen.

Denn gerade diese statistische "Angabe" wird immer als Grund für die Einführung eines allgemeinen Tempolimits und gegen die bösen Raser angeführt. Aber genau das sagt es gerade nicht aus. Nur ein verschwindend geringer Anteil dieser Unfälle passierte auf unlimitierten Streckenabschnitten mit Geschwindigkeiten oberhalb der Richtgeschwindigkeit.

Darum ging es mir letztlich. ;)
 
am wochenende ist bei uns am ortsausgang einer in einer minimalen kurve von der straße gefahren und hat den ca. 5m weiter auf der wiese stehenden baum umgefahren. dabei ist er in ner 70er zone ca. 50 gefahren.
noch fragen? :whistle:
 
Die Unfallursache "Zu daemlich, ein kfz verantwortlich zu bewegen" wird aus Gründen der politischen Korrektheit und finanziellen Konsequenzen für die oeffentlichen Kassen sicherlich niemals in Betracht gezogen werden...

LG,
Ralf
 
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