MITTELALTER... Das wäre meine Zeit gewesen...

Also die Kutte hätteste auch in Amiland bestellen können und dann einfach von weiß auf schwarz färben können, das kkk wär dann ebstimmt auch nicht mehr zu sehen gewesen:d
Das Beil würd ich mir gern mal ausleihen, würde es gerne hier und da bestimmungsgemäß gebrauchen :2behead2z
 
Ja, dass hätte ich machen können:d.

Mit der Axt jemandem auf den Leib zu rücken ist doch viel zu "auffällig". Da gäbe es doch viel bessere "modernere" Möglichkeiten das unaufälliger zu gestalten:w.

Ich würde das (natürlich nur fiktiv) ganz entspannt aus der Entfernung regeln... :rifle:
 
Ich würde das (natürlich nur fiktiv) ganz entspannt aus der Entfernung regeln... :rifle:

nee da kann man anhand der projektilspuren wieder rausfinden welche waffe es war, findet auf den "observerpunkt", findet dort vielleicht noch weitere hinweise usw....

da is ein im vorbeigehn verlorener kopf bestimmt "sicherer" :D
 
Beides sehr sehr schicke Teile!!!:t Hast du dein neues Schild selbst gebaut? Wenn nicht, wo hast du es bezogen?

mfg,
 
Danke :M

Das hab ich von Thorsson Viking Design machen lassen.
kontaktmöglichkeiten findest du bei mir unter meinen Links und näheres dazu unter dem darüber aufgeführten Link
 
Ja, die "Verwandschaft" ist nicht zu leugnen...echt schönes Teil.

Früher wurde die "auf den Punkt" gebündelte Energie genutzt um Ketten- und Plattenrüstungen zu durchschlagen oder stark zu deformieren, damit der Träger verletzt oder seine Bewegung eingeschrängt wurde und heutzutage wird Gestein bearbeitet oder er findet bei Feuerwehr und Zimmerleuten (natürlich abgewandelt) Verwendung.
 
Hallo,

hab aus "Industrieabfall" (mit dem Weißen Stoff waren 2t schwere Papierrollen eingewickelt), mal etwas "Mittelalterlich-Ziviles" gefertigt.

Hierbei handelt es sich um den Habit (Ordenstracht = Lateinisch: "habitus" bedeutet "Haltung, Gestalt") eines "Prämonstratensers".

Die "Prämonstratenser" (römisch-katholischer Orden) wurden 1120 von Norbert von Xanten in Frankreich gegründet. Sie trugen ausschließlich weiße Gewänder.

Der "Habit" besteht aus:

- "Tunika" (Untergewand das direkt auf dem Körper getragen wird),
- "Skapulier" (Schulterkleid, Überwurf über die Tunika, wurde u.a. zum Arbeiten getragen)
- "Gugel" (Kaputzenartige Kopfbedeckung die auch die Schultern bedeckt)
- "Zingulum" (Gürtel aus einfachem Strick oder Leder)

Desweiteren hab ich noch ein kleines, schlichtes Holzkreuz geschnitzt...

Eine schöne Gewandung wenn man nicht viel Platz im Auto hat (also Roadster geeignet), aber auf der Reise mal ein Mittelalter - Event besuchen möchte.

Bügeln müsste ich es nochmal...
 
Wow, das sind wirklich schöne Stücke! Dein Paket ist übrigens bei mir angkommen:t.

Hab auch "Scharfe" Neuigkeiten. Auch wenn immer noch lange nicht alles fertig ist, aber für einen ersten Eindruck reicht es schon.
 
So heute hab ich mal was für den gewönlichen Alltag in meinem Hobby.
Es ist zwar diesmal eigentlich nichts besonderes nur wenn man weiß welche Arbeit und Zeitaufwand dahinter steht wird es für einen doch schon mal zu einem ausergewöhnlichen Stück.

Also es ist..........

eine gewöhnliche Decke :M

Aber diese wunderschöne Decke ist 100% Handarbeit,

die Schurwolle stammt von Bergschafen und wurde nur im Quellwasser gewaschen um das wertvolle Lanolin (Fett bzw. Wollfett) zu erhalten. Dies sorgt für eine optimale Wärme- und Nässeisolierung. Danach wurde die Wolle von Hand gesponnen und auf einem alten Holzwebstuhl handgewebt. Die decke besteht aus mehreren Einzelstücken und wurde zum Schluss, natürlich auch von Hand, zusammengenäht. Beim gesammten Herstellungsprozess wurden keinerlei mechanische Hilfsmittel verwendet.

Natürlich muss man dazu sagen da sie keinen chemischen reinigungsprozess durchgemacht hat ist der Geruch bei der Ausbreitung in geschlossenen räumen was ganz besonderes :2bucktoot

@ sniper0174 : Hoffe du kannst damit was anfangen, viel spass damit
 

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Hallo zusammen,

ich wollte hier mal ein paar Scharfrichterliche Waffen & Werkzeuge aus meinem Bestand zeigen, die so oder ähnlich seit den Anfängen des Strafrechts (und teilweise schon deutlich früher) zur Folter, zur Vollstreckung von Körperstrafen und für Todestrafen benötigt und benutzt wurden.

Beginnen möchte ich mit den Richtbeilen (die euch schon bekannt sein dürften). Diese Beile dienten zum Verstümmeln und Enthaupten von Deliquenten. Sie wurden allerdings für das Abschlagen des Kopfes weit weniger eingesetzt als die meisten denken mögen. Außer in Großbritannien wurden die Enthauptungen (bis zur Erfindung der Guillotine in Frankreich) in den meisten Ländern vorwiegend mit dem Schwert vollstreckt.

Das große Richtbeil wurde vorwiegend zum Enthaupten benutzt. Das kleinere der beiden diente zum Abtrennen von Gliedmaßen bei Körperstrafen oder bei Mehrfachbestrafungen (z.B. wurde dem Deliguenten erst die Hand abgeschlagen, bevor er enthauptet wurde).



Mit diesem kleinen Beil wurden Gelenke, Finger oder Zehen zertrümmert (mit der Rückseite des Blattes), oder z.B. Finger von der Hand abgtrennt.

2lk5xdd.jpg


Mindestens ein scharfes Messer musste sich im Werkzeugbestand befinden. Überliefert ist, dass mit scharfen Messern z.B. Nasen, Ohren oder auch Brüste abgeschnitten wurden. Auch wurde es zum blenden und heraus schneiden der Augen benutzt.

Auch zum Durchbrennen der Wangen und der Zähne nutzte der Scharfrichter oder ein Gehilfe das bis zum Glühen erhitzte Messer.

jaxopu.jpg


Der "Strang" dürfte jedem bekannt sein. An ihm starb das "gewöhnliche Volk" schon wegen Kleinigkeiten. Der Strang wurde aber auch "nur" als Ehrenstrafe verwendet, indem er z.B. dem Delinquenten öffentlich "zur Bloßstellung" um den Hals gelegt wurde.

2eckzh0.jpg


Nicht nur zum Holz machen wurde damals eine große Säge benutzt. Vereinzelt wurde dieses Werkzeug auch zur Vollstreckung von Strafen angewendet. Auch wenn dies nur sehr selten vorkam und unter Wissenschaftlern oft umstritten ist gab es Gegenden wo z.B. Homosexuelle Männer zersägt wurden. Ich fand einen Beleg auf der Augustusburg (Sachsen). In dieser Gegend wurden nachweislich mehrere Homosexuelle Männer so vom Leben zum Tode befördert.



Wie das ganze dann Aussah, seht ihr hier:

http://i55.tinypic.com/2iuf7g6.jpg

Wenn ich was neues im Bestand hab, melde ich mich wieder. Man liest sich....
 
Hallo,

ja ein Wagenrad kommt auf jedenfall auch noch. Allerdings kann ich das 1. im Moment nicht vernünftig unterbringen und 2. wird selten ein Rad in meiner "Wunschgröße" versendet... Aber ich bin ja noch jung und hab noch zeit mir eines zu besorgen...

Als nächstes wird erstmal ein Richtschwert geschmiedet!

In Kriminalmuseum war ich leider noch nicht, dass steht aber auf dem Zettel ganz weit oben! :t

Mir sind eigentlich schon alles Exponate (dank Internet) aus diesem Museum bekannt. die Vorlage für meine Scharfrichtermaske stammt auch aus dem Kriminalmuseum. Sie ist fast fertig geschmiedet, nur die Lederhaube muss noch etwas dunkler gefärbt werden.
 
Hmm einfach mal den nächsten Bauern ansprechen, die haben immer mal ein paar rum liegen, bei uns auf dem Dorf, hat eigentlich jeder irgendwo eins rum liegen, wir haben auch noch irgendwo welche, das liegt aber eher daran das mein Opi Schmied und sein Bruder Wagner wahr.

Mit der Unterbringung weiß ich was du meinst, ich habe mich deshalb schon für einen Transporter entschieden in nen Kombi passt das alles eh nicht mehr rein ^^
 
Hallo zusammen,

hier zusehen ist eine "Schandgeige" (auch "Halsgeige" genannt), die den meist Weiblichen Delinquntinen um Hals und Hände gelegt wurde.

Dies geschah als sogenannte "Ehrenstrafe" nach Zänkereien, Streitigkeiten unter Frauen oder auch gelegentlich bei leichtem (oder erstmaligem) Diebstahl. Die betreffende Person wurde nach anlegen der Geige durch die Straßen der Stadt geführt oder (teilweise mehrere Tage) am Pranger zur Schau gestellt.

Die Person war nun dem Spott und dem Unmut der Bevölkerung ausgesetzt, was zu einer großen Demütigung der Delinquentin & ihrer Familie führte.
Es ist überliefert, dass die "zur Schau gestellten" mit Urin & Kot überschüttet und beworfen und gelegentlich sogar geschlagen und absichtlich massiv verletzt wurden.

Diese "Halsgeigen" gab es aus Holz und aus Eisen, sowie in einer Version, in die zwei Frauen gleichzeitig (angesicht zu angesicht) eingespannt werden konnten, die sich z.B. gestritten hatten.

Interessant wäre noch zu erwähnen, dass solche "Schandgeigen" im Schweizer Kanton Graubünden und Schwyz bin 1872 bzw. 1888 nachweislich in gebrauch waren. Außerdem war sie in einigen deutschen Fürstentümern bis zur deutschen Einigung 1871 in benutzung.

Das hier gezeigte Stück aus Holz mit Eisenbeschlägen hab ich auf einem Flohmarkt erstanden. Auffällig ist hierbei die (meiner Meinung nach) sehr gelungene Schnitzerei einer "Diebstahlszene".

(Diebstahl wurde allerdings nur in den seltensten Fällen mit einer Ehrenstrafe belegt. Meist viel die Strafe deutlich härter aus.)

29n87t5.jpg


Eine "Kettengeisel", so wie z.B. die unten abgebildete, wurde vom Scharfrichter oder einem seiner Gesellen zum Foltern benutzt.

Mit ihr wurde der Delinquent meist auf den Rücken geschlagen (aber auch an andere Stellen des Körpers) um ihn z.B. zu einem Geständis zu bewegen.

Die Messerscharfen Spitzen & Kanten der quadratischen, Blattförmigen oder auch ovalen Metallschneiden, die meist an mehreren Ketten an einem Holzschaft befestigt waren, führten in kürzester Zeit zu großen Wunden an den bearbeiteten Körperstellen und sorgten (nicht zuletzt durch den damit verbundenen hohen Blutverlust) meist für ein schnelles versterben der Person.



Man liest sich.... bis bald...

Quellen:
-Der Scharfrichter-seine Gestalt-seine Funktion von Helmut Schuhmann, Verlag für Heimatpflege Kempten & Allgäu 1964
-Inquisition & das Verbrechen der Todesstrafe von Robert Held, Swan Buch & Marketing GmbH 1982
-Die Folter in der deutschen Rechtspflege von Rudolf Quanter (Nachdruck von 1900) Weltbild Verlag 1998
-Folter, Pranger, Scheiterhaufen-Rechtssprechung im MA von Wolfang Schild, Bassermann Verlag 2010
 
Hallo zusammen,

hier mal wieder etwas für die "Freunde" des Mittelalters und der frühen Neuzeit.:vanish:

Im Rahmen meines Hobbys, der "gelebten Geschichte", gibts mal wieder etwas neues.

Hier bin ich mal in meiner Scharfrichtergewandung zu sehen. Das neueste "Detail", die Maske, wurde einem Original nachgeschmiedet, dass im Kriminalmuseum Rothenburg o.T. ausgestellt ist.

2192y9x.jpg


Leider war vor vier Wochen das Richtschwert (das ist ja fast der wichtigste "Bestandteil") noch nicht fertig. Aber das hat sich nun auch geändert. Das nächste mal ist das dann auch dabei.:rolleyes2

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So, dass war's erstmal wieder. Man liest sich...
 
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