MITTELALTER... Das wäre meine Zeit gewesen...

AW: MITTELALTER... Das wäre meine Zeit gewesen...

Eine Freundin von mir organisiert Mittelalter-Märkte und Feste - mein Ding wär´ das aber nicht.
Wem´s gefällt, warum nicht?

Andreas
 
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Meins ist es auch nicht, aber als Besucher doch ganz nett und unterhaltsam :t.
 
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Hallo Andreas & Viktor,

da gehts euch beiden wie 99,9% der Bevölkerung. Und das ist auch vollkommen in Ordnung so!:t

Diejenigen die sich für solch ein Hobby entschieden haben, können meist auch nur wenige male im Jahr "gewandet" auf Veranstalltungen gehen, (zumindest ist es bei mir so) da die Entfernungen zum Veranstaltungsort und die eigene Arbeit einem oft einen Strich durch die Rechnung machen. (vom wiederspänstigen Weibsvolk erst gar nicht zu sprechen:d)

Die Hauptbeschäftigung in diesem Hobby ist das permantente studieren von Fachliteratur in Büchern und Fachforen zu Schlachten, Waffenkunde usw., das vervollständigen der eigenen Ausrüstung und Waffenkammer und evtl. die Schwertkampfschule...

Die wenigen Veranstalltungen die man besuchen kann, sind ein "Höhepunkt" auf den man als "Fan" lange hinfiebert.
 
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Hallo Stefan,

ja das ist im wahrsten Sinne "Sport"! Die Rüstung wiegt runde 23kg. Dazu kommt noch das Zubehör wie Schwert usw... Man(n) muss wirklich fit sein um in ihr zu Kämpfen oder sich mit ihr einfach nur zu bewegen (z.B. einen Burgberg hinauf).

Besseres "Fitnesstraining" gibt es nicht!

desswegen gabs für mich erst mal nur ein kettenhemd mit zweihänder..

in regensburg gibt es öfter mal veranstaltungen und auch eine kneipe, in die fast nur leute in mittelalter kleidung, dann aber eher alltagskleidung, gehen.
 
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Hi Thomas, ich hab letztens im Fernsehen das hier gesehen:
http://www.guedelon.fr/index.php?lg=de

Da wird in Frankreich in der Bourgogne eine Burg gebaut, nur mit Material und Wissen aus dem Mittelalter. Find ich sensationnel. Zumal die wirklich bis ins kleinste Detail probieren historisch korrekt zu arbeiten.

Die Uebersetzung der Site ist zwar mangelhaft, aber die Bilder sagen ja schon einiges aus.

Ich hab jetzt nicht geschaut wo du herkommst, aber vielleicht kennst du ja auch eines der drei Mittelalterfeste die in unserem kleinen Luxemburg stattfinden. Das "Butschebuerger Mettelalterfest" ist wohl das bekannteste, da treten auch jedes Jahr ne Menge deutsche Schausteller, ehm sorry Edelherren, Minnesänger und Gesindel auf. (oder wie ihr euch auch nennt. :))

Gruss

BaLu
 
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Tja, da waer ich lieber Magier. Nen schoenen, einsamen Turm, keine Ruestungsplage und Feuerbaelle. Was brauch man mehr?
 
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Und der Z4 steht wohlbehütet in der Turmgarage. :b
 
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Latürnich!
 
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Hi Thomas, ich hab letztens im Fernsehen das hier gesehen:
http://www.guedelon.fr/index.php?lg=de

Da wird in Frankreich in der Bourgogne eine Burg gebaut, nur mit Material und Wissen aus dem Mittelalter. Find ich sensationnel. Zumal die wirklich bis ins kleinste Detail probieren historisch korrekt zu arbeiten.

Die Uebersetzung der Site ist zwar mangelhaft, aber die Bilder sagen ja schon einiges aus.

Ich hab jetzt nicht geschaut wo du herkommst, aber vielleicht kennst du ja auch eines der drei Mittelalterfeste die in unserem kleinen Luxemburg stattfinden. Das "Butschebuerger Mettelalterfest" ist wohl das bekannteste, da treten auch jedes Jahr ne Menge deutsche Schausteller, ehm sorry Edelherren, Minnesänger und Gesindel auf. (oder wie ihr euch auch nennt. :))

Gruss

BaLu

WOW:t , dass war mir noch nicht bekannt!

Spitzen Sache... Da haben die Herrschaften sich ja was vorgenommen...

Danke dir für den link.:t

p.s. luxemburg ist leider zu weit weg... Da komme ich so schnell wohl nicht hin.
 
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Hi Thomas, ich hab letztens im Fernsehen das hier gesehen:
http://www.guedelon.fr/index.php?lg=de

Da wird in Frankreich in der Bourgogne eine Burg gebaut, nur mit Material und Wissen aus dem Mittelalter. Find ich sensationnel. Zumal die wirklich bis ins kleinste Detail probieren historisch korrekt zu arbeiten.


Mein Chef hat da in der Nähe einen Freund wohnen und die haben sich die "Baustelle" schon mal angesehen. Ich habe seine Fotos gesehen - einfach geil!

Andreas
 
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"Haste keine Mittel, Alter, machste einen auf Mittelalter" - mehr kann ich zu dem Thema nicht beisteuern ;).

Aber ist doch spannend wie unterschiedlich die Hobbies sind! Ich würde da nicht gleich etwas Sexuelles hinein interpretieren - es ging ja nicht um nen eisernen Keuschheitsgürtel ;).
 
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@crake: Naja, da gibt es durchaus "günstigere" Hobbys... ;)

@firemad: Da komm ich glatt ins "Schwärmen":t
 
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Mein großer Sohnemann, fast 4, geht dieses Jahr im Fasching als Ritter und ich denke, da Kaltenberg bei uns ums Eck ist, schleppe ich ihn da mal mit hin:

Momentan interessiert ihn das sehr - wie viele Kinder in dem Alter :) Alles muss er aber nicht sehen ...

Ich persönlich fürchte, wer sich mir der Zeit nicht beschäftigt hat, macht sich da oft etwas vor: schließlich gab es reichlich Armut, Seuchen, Totschlag, etc.

Respekt vor Deinem Hobby!

Tim
 
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Hallo Tim,

Kaltenberg ist eines der TOP 5 Events in Deutschland :t Die machen dort wirklich "großes Kino" und haben sehr viele gute Darsteller und bands zu bieten.

Alles ist für Kinder wirklich nicht zu empfehlen... außer man will nachts im Elterlichen Schlafzimmer dann noch einen "Angsthasen" in der Bettritze liegen haben der vor Albträumen nicht schlafen kann:)

Manche Bücher und gerade die Filmindustrie übertreiben zwar oft in der Kriegerdarstellung und in der "Grausamkeit" der Schlachten ein wenig, aber Mann gegen Mann ging es da schon ziemlich "derb" zur Sache...

Ich beschäftige mich sehr interessiert mit den damaligen Hieb/Stoß und Fernwaffen und ihrer "Wirkung im Ziel" und werde demnächst mal einige meiner "Einsatzfähigen Replikate" hier vorstellen.:t Die Kerle haben sich damals schon wirklich ganz schön "wiederliches Werkzeug" einfallen lassen um dem Gegner den größtmöglichen Schaden zuzufügen.:b
 
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:5jokerz: Buhhh... Da es nun doch wieder kälter wird, muss ich wohl doch nochmal die Winterhandschuhe rausholen... :5jokerz:
 
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Nette Rüssi, das wären sicher ein paar nette Alufelgen samt Schuhen geworden.
Aber ich bevorzuge auch eher die 400 Jahre vorher, das Kettenhemd und der Normannenhelm sind dann deutlich leichter und man kann besser atmen.
Aber was ich bisher gelesen habe sind die so gerüsteten Kämpfer selten zu Fuß unterwegs gewesen sondern haben so auf Pferden gekämpft, oder halt auf ihrer eigenen Burg(im Verteidigungsfall). Der Kampf zu Fuß war eher für den "Volkssturm" (Bauerntrott), oder aus der Not wenn der Klepper tot umgefallen ist :D
 
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Servus,

auch hier muss man wieder etwas in die Tiefe gehen.

Grundsätzlich wurde gern und oft "Ritterlich vom Pferde aus" gekämpft. Allerdings musste sich der Feldherr (wie in der Neuzeit auch) auf die Gegebenheiten vor Ort einstellen.

Die Heere der damaligen Zeit bestanden je nach finanziellen Möglichkeiten des "Auftraggebers" meist oft aus Infantrie (+Bogenschützen) & Kavallerie in in gleichen Teilen.

Wenn der "geharnischten Kavallerie" eine Infantrieeinheit mit sogenannten "Langspießen" etc. in geschlossener Formation gegenüber stand, war da nicht viel mit "eh, wir reiten mal in die Menge und hauen alles kurz & Klein"...

Das Schlachtfeld war (wenn die Zeit zum Vorbereiten blieb) überseht mit tausenden "Kähenfüßen" die sich in die Hufe der Pferde bohrten und sie zu Fall brachten. Diejenigen die durchkamen blieben in den Spießen hängen die zum Teil über vier Meter lang waren und dicht an dicht standen...

Desweiteren wurden dann weniger die "Reiter", sondern die Pferde von der Infantrie "bearbeitet"... Wenn das Pferd durch einen der häufig eingesetzten sogenannten "Roßschinder" mit zertrennten Sehnen zu Boden gingen, schlug der "Panzerreiter mit seiner schweren Rüstung ungebremst auf den Boden und wurde umgehend getötet.

Von den Bogenschützen (auch Infantrie) die den Gegner hoch zu Roß zum Schlachtbeginn mit bis zu 12 Pfeilen pro schütze pro Minute eindeckten, wollen wir gar nicht sprechen...

Ein Paar Beispielbilder:

Krähenfuss:

zusammenfassend dargestelltes Schlachtzenario (hier sieht man gut die "Pieken & Spieße"):

Roßschinder (der ganz rechts):
 
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Ich gehöre leider nicht dazu, aber ich denke gerade darüber nach, wie mein Gesicht wohl aussähe, wenn ich einen Z3 überholen würde, und mich jemand in diesem Outfit vom Fahrersitz her anschaute...

:d:d:d Jetzt hab ich Kopfkino...

und passend dazu:

An manchen hohen Feiertagen
bestieg Herr Fips den Zweiradwagen
und rief: "Ihr Rosse, vier und feurig !
Trabt los ! Zu meinem Sieg euch steur' ich !"

Und hui ! Schon flog das Renngespann
mit Peitschenknall und Rittersmann
durch Wald und Wiesen, Feld und Flur,
und alles staunte: "Wie Ben Hur !"
Er traf auch stets als Erster ein -
kein Wunder, er fuhr ja allein !
 
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Geschichte der Kriegskunst

Hier wird die Infanterie als "nicht nenneswert" genannt, im Gegensatz zu den ehemaligen Römischen Legionen, welche richtige Infanterieeinheiten darstellten.

Die alten Kupferstiche sollten nicht zu genau beurteilt werden ;) da gab es auch schon "künstlerische Freiheit"
 
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Geschichte der Kriegskunst

Hier wird die Infanterie als "nicht nenneswert" genannt, im Gegensatz zu den ehemaligen Römischen Legionen, welche richtige Infanterieeinheiten darstellten.

Die alten Kupferstiche sollten nicht zu genau beurteilt werden ;) da gab es auch schon "künstlerische Freiheit"

:M Ich will niemandem zu nahe treten, aber einem Buch (!9,99-!) das auf etwas mehr als "Heftdicke" mehre hundert Jahre "Kriegsgeschichte" oberflächlich abhandelt, sollte man 1. "Abstriche" zugestehen und 2. nicht in den Rang eines "Fachbuches" heben ;)

Dieser Kupferstich diente lediglich dazu die "Pieken & Spieße" zu zeigen und stellt (wie ich schieb) nur eine "Zusammenfassung" dar...

Taktisch macht(e) es z.B. überhaupt keine Sinn (ist auch nicht überliefert) die Bogenschützen VOR die Linienformation der "Pikeniere"zu stellen. Die wären von der Kavallerie "überrannt" worden. Der Künstler hat die Schlacht eben "frei interpretiert" in diesem Werk zusammengefasst dargestellt.
 
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Nochmal ein Nachtrag zu "Infantrie-nicht nennenswert" allein mal nur von der englischen Seite beläuchtet (lese aktuell was zur Englischen Kriegsführung).

zur Gliederung der Armee wird hier folgendes aufgeführt:

"Unter Historikern ist es üblich, das Verhältnis von Bogenschützen zu Berittenen zu besprechen und darauf hinzuweisen, das es sich von etwa 1:1 zur Mitte des 14. Jhrds. zu 3:1, später zu 5:1 und höher verschob."

weiter heist es:

"Die häufig genannte Auflistung ("Teller's Roll") für den Frankreichfeldzug des jahres 1475 weist auf ein Verhältnis von 8:1 hin, was häufig als ein Indiz dafür genommen wird, dass eine Knappheit an Reitern herrschte..."

Dann wird noch zur Kavallerie erwähnt:

"Der Ritter des 15. Jhrds. kämpfte häufig zu Fuß. Er war zwar für den kampf zu Pferd ausgebildet, oft war es aber wirkungsvoller, den Großteil der Reiter absteigen zu lassen und nur eine kleine Reserve zu Pferde in der Hinterhand zu behalten."

weiter heist es:

"Der Ritter zu Pferd verlor seinen Wert in der Schlacht, wenn er damit beschäftigt war sein Pferd unter Kontrolle zu halten, oder wenn er zu Boden stützte, wenn das Tier zusammenbrach..."

Das sind nur wenige Beispiele zur Wichtigkeit der Infantristisch geführten Schlacht aus der Sicht einer Nation... Das Buch ist zwar auch keine "schwere Kost" und sehr günstig ,ist aber von Historikern geschrieben und lässt sich ohne weiteres 100fach aus anderen Werken belegen.

(Quelle: Lanbogenschützen & Englische Ritter 1330-1515, Autor: Clive Bartlett; Christopher Gravett, Illustriert von Gerry Embleton & Graham Turner)
 
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