Negative Seiten der PKV

Private Zusatzversicherung: Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung bei stationärem Krankenhausaufenthalt, ungefähr 30,- Euro/Monat

Ich war aktuell 2 Tage im Januar und 10 Tage nach meiner OP im März/April im Krankenhaus.
Ich habe heute erst die letzte Rechnung vom 24.1.2015 erhalten!
Langsam wird´s wirklich unübersichtlich mit dem ganzen Papierkram (wie in einem Beitrag zuvor schon geschrieben) von verschiedensten Ärzten.
Ich muss das dann alles sortieren und an meine Krankenversicherung schicken.
Eine wurde seit Wochen nicht bezahlt und ich erhalte Mahnungen von den Ärzten...

Normalversicherte wurden im Krankenhaus definitiv nicht schlechter behandelt als ich und ohnehin gibt es im hiesigen Krankenhaus nur noch Zweibettzimmer, wobei ich aber eine Erstattung erhalten habe, weil Zweibettzimmer nicht gesondert berechnet werden.
Ich habe mir übrigens ein Einbettzimmer für zusätzlich 37,- / Tag gegönnt!
Ich musste aber bei Arztterminen nie warten und kam sofort dran.

Warum erhälst du Mahnungen von den Ärzten? Hast du die Rechnung nicht bezahlt?
 
Oder du solltest mal zu Fielmann :D :D


Du tust ihm Unrecht, das stand doch da!

Meine KV war ein bischen langsam und hatte nicht überwiesen.
Als ich diesen Beitrag hier geschrieben hatte, war das aktuell und als mir dann meine :K die Post brachte, noch während ich am PC saß, war ein Brief dabei "Wir haben jetzt überwiesen!"
Also Fielmann verdient dieses Mal nichts - sorry!
 
Bin auch freiwillig gesetzlich versichert. Bezüglich Terminvergabe habe ich weniger Probleme, weil ich sehr gerne zu Notdienstpraxen oder zur Krankenhausaufnahme (am besten mit Zentrum für das jeweilige Wehwehchen) gehe. Da kann man dann auch mal um 20 Uhr auftauchen, ohne daß man vor verschlossenen Türen steht und man wird am gleichen Tag noch vom Facharzt behandelt. Manchmal lasse ich das dann noch von anderen Ärzten gegenchecken. Kosten ? Mir egal. Zahlt ja die Versicherung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bin auch freiwillig gesetzlich versichert. Bezüglich Terminvergabe habe ich weniger Probleme, weil ich sehr gerne zu Notdienstpraxen oder zur Krankenhausaufnahme (am besten mit Zentrum für das jeweilige Wehwehchen) gehe. Da kann man dann auch mal um 20 Uhr auftauchen, ohne daß man vor verschlossenen Türen steht und man wird am gleichen Tag noch vom Facharzt behandelt. Manchmal lasse ich das dann noch von anderen Ärzten gegenchecken. Kosten ? Mir egal. Zahlt ja die Versicherung.

Lieber OLO,
wir kennen uns nicht persönlich und ich möchte Dir wegen eines einzelnen Forenpostings auch nicht öffentlich ans Bein pinkeln, aber wenn ich so etwas lese, schwillt mir dermaßen der Kamm ...
Schon mal überlegt, wie ein Klinikarzt das findet, wenn Leute sich wegen Beschwerden, die schon seit 3 Wochen bestehen, nachts um 23:00 Uhr untersuchen lassen? Die Kollegen arbeiten ganze Nächte durch, weil die Notaufnahmen überquellen. Sie vergeuden ihre Energie und Aufmerksamkeit mit Lappalien, die eigentlich nicht ins Krankenhaus gehören und sind dann beim nächsten Herzinfarkt oder Schlaganfall übernächtigt oder unaufmerksam. Bezahlt werden die Kollegen als "Bereitschaftsdienst", de facto arbeiten sie oft die ganze Nacht, werden aber bezahlt, als hätten sie zumindest die halbe Nacht geschlafen. In vielen Häusern müsste wegen der Arbeitsbelastung für die Notaufnahme eigentlich ein Schichtdienst eingerichtet werden. Dies können sich aber die meisten Krankenhäuser (ca. 50% schreiben rote Zahlen!) nicht leisten.
Und die Kosten sind Dir egal! Klar, zahlt ja die Versicherung! Aber auch Dir ist klar, dass das Geld nicht vom Himmel fällt. Wir alle rechnen mit steigenden Kassenbeiträgen. lch denke, wir geben die gerne aus, wenn die medizinische Versorgung dadurch besser wird. Aber für einzelne, die "das System mißbrauchen"? Danke, da fallen mir sinnvollere Verwendungsmöglichkeiten ein. "Alle denken an sich nur ich denke an mich" ist die Denkweise, die auch das beste Sozialsystem zum kippen bringt. Deshalb ist die von Dir propagierte Vorgehensweise im wörtlichen und ursprünglichen Sinne (sorry!) asozial!

Gruss
Sebastian

PS: Das Problem löst sich übrigens an vielen Orten von selbst: Die Notaufnahmen sind oft so voll, dass sich Wartezeiten von 3-4 Stunden ergeben - da ist der Praxistermin oft komfortabler. Ich wünsche meinem Vorposter jedenfalls nicht, dass er einmal mit einem DRINGENDEN medizinischen Problem in einem Krankenhaus 3 Stunden warten muß, weil 5 Leute mit Lappalien, die keine Lust hatten einen Praxistermin auszumachen, vor ihm dran sind.
 
Lieber OLO,
wir kennen uns nicht persönlich und ich möchte Dir wegen eines einzelnen Forenpostings auch nicht öffentlich ans Bein pinkeln, aber wenn ich so etwas lese, schwillt mir dermaßen der Kamm ...
Schon mal überlegt, wie ein Klinikarzt das findet, wenn Leute sich wegen Beschwerden, die schon seit 3 Wochen bestehen, nachts um 23:00 Uhr untersuchen lassen? Die Kollegen arbeiten ganze Nächte durch, weil die Notaufnahmen überquellen. Sie vergeuden ihre Energie und Aufmerksamkeit mit Lappalien, die eigentlich nicht ins Krankenhaus gehören und sind dann beim nächsten Herzinfarkt oder Schlaganfall übernächtigt oder unaufmerksam. Bezahlt werden die Kollegen als "Bereitschaftsdienst", de facto arbeiten sie oft die ganze Nacht, werden aber bezahlt, als hätten sie zumindest die halbe Nacht geschlafen. In vielen Häusern müsste wegen der Arbeitsbelastung für die Notaufnahme eigentlich ein Schichtdienst eingerichtet werden. Dies können sich aber die meisten Krankenhäuser (ca. 50% schreiben rote Zahlen!) nicht leisten.
Und die Kosten sind Dir egal! Klar, zahlt ja die Versicherung! Aber auch Dir ist klar, dass das Geld nicht vom Himmel fällt. Wir alle rechnen mit steigenden Kassenbeiträgen. lch denke, wir geben die gerne aus, wenn die medizinische Versorgung dadurch besser wird. Aber für einzelne, die "das System mißbrauchen"? Danke, da fallen mir sinnvollere Verwendungsmöglichkeiten ein. "Alle denken an sich nur ich denke an mich" ist die Denkweise, die auch das beste Sozialsystem zum kippen bringt. Deshalb ist die von Dir propagierte Vorgehensweise im wörtlichen und ursprünglichen Sinne (sorry!) asozial!

Gruss
Sebastian

PS: Das Problem löst sich übrigens an vielen Orten von selbst: Die Notaufnahmen sind oft so voll, dass sich Wartezeiten von 3-4 Stunden ergeben - da ist der Praxistermin oft komfortabler. Ich wünsche meinem Vorposter jedenfalls nicht, dass er einmal mit einem DRINGENDEN medizinischen Problem in einem Krankenhaus 3 Stunden warten muß, weil 5 Leute mit Lappalien, die keine Lust hatten einen Praxistermin auszumachen, vor ihm dran sind.
Bist du Klinikarzt? Ich verstehe nämlich nicht, wieso die Notaufnahmen diese ganzen Kranken mit Lapalien nicht einfach "aussortieren" und wieder nach Hause bzw. zum normalen Arzt schicken. Es wird zwar wg. Überlastung der Notaufnahmen und deren Ärzte wg. diesen Leuten immer gejammert, aber solche Maßnahmen werden komischerweise nicht ergriffen. Aber genau das würde doch helfen.
 
Bist du Klinikarzt? Ich verstehe nämlich nicht, wieso die Notaufnahmen diese ganzen Kranken mit Lapalien nicht einfach "aussortieren" und wieder nach Hause bzw. zum normalen Arzt schicken. Es wird zwar wg. Überlastung der Notaufnahmen und deren Ärzte wg. diesen Leuten immer gejammert, aber solche Maßnahmen werden komischerweise nicht ergriffen. Aber genau das würde doch helfen.

Weil diese Ärzte ohnehin schon mit einem Bein im Knast stehen!
Wenn die nun nur einem einzigen Patienten nicht behandeln würden, sondern nach Hause schicken.
Da wäre der Vorwurf der unterlassen Hilfeleistung sicher nicht weit?
 
..... und stell Dir mal vor der Hilfesuchende ist nicht so ein Schmarotzer und der Arzt erkennt das nicht. Kommt dann Jemand zu Schaden wirst Du das gleich, wie schon des öfteren, groß aufgemacht in der Presse lesen.
 
Lieber OLO,
wir kennen uns nicht persönlich und ich möchte Dir wegen eines einzelnen Forenpostings auch nicht öffentlich ans Bein pinkeln, aber wenn ich so etwas lese, schwillt mir dermaßen der Kamm ...
Schon mal überlegt, wie ein Klinikarzt das findet, wenn Leute sich wegen Beschwerden, die schon seit 3 Wochen bestehen, nachts um 23:00 Uhr untersuchen lassen? Die Kollegen arbeiten ganze Nächte durch, weil die Notaufnahmen überquellen. Sie vergeuden ihre Energie und Aufmerksamkeit mit Lappalien, die eigentlich nicht ins Krankenhaus gehören und sind dann beim nächsten Herzinfarkt oder Schlaganfall übernächtigt oder unaufmerksam. Bezahlt werden die Kollegen als "Bereitschaftsdienst", de facto arbeiten sie oft die ganze Nacht, werden aber bezahlt, als hätten sie zumindest die halbe Nacht geschlafen. In vielen Häusern müsste wegen der Arbeitsbelastung für die Notaufnahme eigentlich ein Schichtdienst eingerichtet werden. Dies können sich aber die meisten Krankenhäuser (ca. 50% schreiben rote Zahlen!) nicht leisten.
Und die Kosten sind Dir egal! Klar, zahlt ja die Versicherung! Aber auch Dir ist klar, dass das Geld nicht vom Himmel fällt. Wir alle rechnen mit steigenden Kassenbeiträgen. lch denke, wir geben die gerne aus, wenn die medizinische Versorgung dadurch besser wird. Aber für einzelne, die "das System mißbrauchen"? Danke, da fallen mir sinnvollere Verwendungsmöglichkeiten ein. "Alle denken an sich nur ich denke an mich" ist die Denkweise, die auch das beste Sozialsystem zum kippen bringt. Deshalb ist die von Dir propagierte Vorgehensweise im wörtlichen und ursprünglichen Sinne (sorry!) asozial!

Gruss
Sebastian

PS: Das Problem löst sich übrigens an vielen Orten von selbst: Die Notaufnahmen sind oft so voll, dass sich Wartezeiten von 3-4 Stunden ergeben - da ist der Praxistermin oft komfortabler. Ich wünsche meinem Vorposter jedenfalls nicht, dass er einmal mit einem DRINGENDEN medizinischen Problem in einem Krankenhaus 3 Stunden warten muß, weil 5 Leute mit Lappalien, die keine Lust hatten einen Praxistermin auszumachen, vor ihm dran sind.


Sebastian, vielen herzlichen Dank, dass Du das Wort dazu ergriffen hast!
Wobei Dir ja nun möglicherweise auch wieder Unfairness und Lobbyismus unterstellt werden wird...
Ich habe mich bisher zurückgehalten, weil ich in meinem Ärger sicher wieder nur Worte gefunden hätte, die hier als Provokation aufgefasst worden wären und Streit verursacht hätten.
Nachdem ich mich nun einige Zeit zurückgehalten habe, lässt sich meine Antwort sicher auch sachlicher formulieren, ich will´s wenigstens versuchen.
Als ich diesen Beitrag von OLO gelesen habe, war ich vor Wut am "Qualmen".
Ich würde nun nicht so weit gehen wollen, dieses Verhalten als "assozial" zu bezeichnen, aber es ist zumindestens an Unverschämtheit nicht zu überbieten.
Ich möchte Deinen Beitrag und Deine Beweggründe gerne mal mit mir als "Fallbeispiel" untermauern:

Ich wollte eigentlich nicht in diesem Forum damit haussieren gehen, es erscheint mir nun in diesem Zusammenhang aber doch sinnvoll, um einigen unter uns mal die Augen zu öffnen:
Ich hatte im März eine Not-OP, bei der mir die linke Niere entfernt werden musste.
Wegen kaum noch zu ertragender Bauchschmerzen war ich nachts in die Notdienst-Zentrale gekommen.
Das muss man sich mal vorstellen, ich sitze da mit einem Putzeimer auf den Knien, weil ich mich vor lauter Schmerzen übergebe und sehe dabei als erstes die Assistentin des diensthabenden Arztes, wie diese die Kotze (sorry) eines Betrunkenen aufwischen muss, desinfizieren und was weiß ich nicht alles, weil man sich so nicht auf die Liege legen kann.
Vor mir war da noch jemand, der seit Tagen Zahnschmerzen hatte, aber diese jetzt nicht mehr aushielt und als Dankeschön noch den Notarzt beleidigte.
Außerdem saß da noch ein weiterer besoffener Vollpfosten, der sich an den Scherben seiner Bierflasche geschnitten hatte und mit einem kleinen Pflaster nach Hause ging.
Da saßen noch Mitbürger mit Migrationshintergrund (Verständigung mit dem Arzt kaum möglich!) mit einem Kind, dass offenbar seit Tagen Bauchschmerzen hatte.
Die 5 (!!) Geschwister schrien mehr als der kleine Patient.
Der Notarzt war komplett übernächtigt und zeigte sich mir gegenüber dennoch als freundlicher Helfer, der aber mit meinen Beschwerden zugegebenermaßen völlig überfordert war und in den letzten 16 Stunden nicht mal zusammenhängend eine viertel Stunde geschlafen hatte. Ich habe nur noch gedacht, was passiert dem armen Kerl, wenn der völlig genervt mal einen schwerwiegenden Fehler macht?
Das war ein völlig übernächtigter Allgemeinarzt, der mich dann glücklicherweise nach einer Wartezeit von gefühlt 3 Stunden, im Krankenhaus zur weiteren Behandlung behalten wollte.
Dort lief dann innerhalb kürzester Zeit der gesamte medizinische Apparat an, den unser Sozialsystem nur bieten kann. Überall nur freundliches hilfsbereites Personal, Ultraschall, CT, Labor, usw.
Ergebnis war dann eine durch eine mächtige Zyste abgequetsche Niere mit Rückstau und ebenso abgequetschten Blutgefässen, wodurch diese bereits am Absterben war!

Ich muss zugeben, hätte ich zuvor auf die Signale meines Körpers deutlicher reagiert und nicht alles ignoriert, hätten Besuche beim Hausarzt diese Eskalation möglicherweise verhindern können, dennoch fühle ich mich jetzt nicht so, als dass ich unser soziales System missbraucht hätte - aber genau darüber sollte sich OLO eventuell mal ernsthafte Gedanken machen.
Meine bessere Hälfte wollte eigentlich die 112 wählen, aber ich habe noch gesagt, da liegt vlt. jemand mit Herzinfarkt, der sterben muss, weil sich der Notarzt um mich kümmert und nachher ist alles harmlos.
Ich frage mich nun aber langsam ernsthaft, warum ich mir über so etwas Gedanken mache, so lange es Leute wie OLO gibt!

Sozialschmarotzer, mehr möchte ich wirklich nicht mehr sagen, mir fehlen schlicht die Worte...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich musste den Mist von OLO zweimal lesen, weil ich nicht glauben wollte, was da steht. Unglaublich, ich bin sprachlos.
Danke, das vor mir die passenden und fachlichen Kommentare geschrieben wurden. Ich wäre sonst ausfallend geworden.

Mit schäumenden Gruß

Markus
 
Ich befürchte nur, dass OLO geschrieben hat, was sehr sehr viele denken und praktizieren. Zahlt ja eh die Kasse :rolleyes:

Ich stehe dieses Jahr auch vor der Entscheidung von der PKV in die GK zu wechseln. Und da ich nicht weiss was die Zukunft bringt werde ich wohl wieder Kassenpatient :confused:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen, zum Glück hatte ich meine Wut im Griff und kann jetzt etwas abgeregter schreiben.

Ich war letztens mit meinem Sohn in der Notaufnahme, der er beim Schlichten eines Streits am Bahnhof zwischen die Deppen kam und von einer abgeschlagenen Bierflasche fast den Zeigefinger abgetrennt bekam.

Bis wir drankamen vergingen 4(!) Stunden warten, wobei auch hier ähnliche Fälle wie bei Andreazzz vor uns waren.
Der behandelnde Chirurg baffte uns erst mal ordentlich an, warum wir erst jetzt kämen, da die Wunde bereits wieder am zusammenwachsen war und er sie wieder aufmachen musste... Der Kerl war auch bereits mehr als übermüdet und erschrak förmlich, als wir ihm erzählten, dass wir direkt nach dem Vorfall kamen und seit dem warteten.

Auch er hatte vorher lauter teils völlig "unnötige" Kunden dran...

Ich hoffe, OLO geht noch mal in sich, was seine Aussagen betrifft, glaube aber leider nicht wirklich daran...
 
Ich stehe dieses Jahr auch vor der Entscheidung von der PKV in die GK zu wechseln. Und da ich nicht weiss was die Zukunft bringt werde ich wohl wieder Kassenpatient :confused:
Die Gedanken mache ich mir auch. Aber zuerst zum Thema. Die Vorteile der PKV durfte ich hinreichend kennenlernen. Wärend meine AHB innerhalb von zwei Stunden genehmigt. Bei meinem Freund schaffte die GKV+RV es nicht, die AHB innerhalb von Monaten zu genehmigen. Inzwischen benötigt er sie nicht mehr. Geld gespart oder einfach Unfähigkeit? Einen Termin beim Arzt... kein Problem wenn man eine PKV hat. Behandlungen über das Normale hinaus? Bei einer PKV im Gegensatz zur GKV kein Problem. Soweit zu den Vorteilen. Der Nachteil ist, man zahlt die PKV auch als Rentner und immer als absoluten Betrag. Die GKV zahlt man abhängig vom Einkommen. Allerdings sind die PKKs verpflichtet einen Basistarif vergleichbar zu den GKK anzubieten. Das relativiert die Sache etwas. Im Prinzip ist eine PKV günstiger wenn man jünger ist. Ob ich Ü40 noch einsteigen würde, weiß ich nicht.

Der Wechsel aus der PKV in die GKV ist etwas schwierig. Man muss ein Jahr unter der BBG liegen (derzeit irgendwo um die 50k/Jahr). Bei der Rente ist es noch schwieriger. Man ist zwar sofort zwangsverpflichtet, aber Zahlungen werden erst geleistet wenn man innerhalb der ersten 5 Jahre 36 Monate eingezahlt hat. Passiert etwas in dieser Zeit, hat man zwar fleissig bezahlt, bekommt aber keine Leistungen. z.B. eine Reha zahlt dann niemand da die KV auf die RV verweist, die eigentlich zahlen müsste und diese verweist auf die 5 Jahresfrist. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Ich habe noch nicht entschieden, ob ich in die GKV/GRV zurück gehe. Zum einem machen es die Versicherungen nicht leicht und zum anderen ist es auch mit Einkommensverlust verbunden, da ich meine Selbständigkeit aufgeben würde. Einziger Pluspunkt wäre die Absicherung durch den Arbeitgeber.
 
...

Der Wechsel aus der PKV in die GKV ist etwas schwierig. Man muss ein Jahr unter der BBG liegen (derzeit irgendwo um die 50k/Jahr). ....

Es reicht z.B. ein einziger Tag Bezug von ALG1. Seit letzem Jahr ist der Wechsel - natürlich unter 55 Jahren - deutlich leichter geworden ;)
 
Es reicht z.B. ein einziger Tag Bezug von ALG1. Seit letzem Jahr ist der Wechsel - natürlich unter 55 Jahren - deutlich leichter geworden ;)
ALG1 ist bei mir keine Option. Auch die restlichen Umstände machen die Abwägung nicht einfacher. Aber die Anhebung auf die 55 Jahre hilft mir aktuell enorm.
 
die PKV kam für mich nicht in Frage, bin in der GKV geblieben, bin da halt altmodisch.
 
Lieber OLO,
wir kennen uns nicht persönlich und ich möchte Dir wegen eines einzelnen Forenpostings auch nicht öffentlich ans Bein pinkeln, aber wenn ich so etwas lese, schwillt mir dermaßen der Kamm ...
Schon mal überlegt, wie ein Klinikarzt das findet, wenn Leute sich wegen Beschwerden, die schon seit 3 Wochen bestehen, nachts um 23:00 Uhr untersuchen lassen? Die Kollegen arbeiten ganze Nächte durch, weil die Notaufnahmen überquellen. Sie vergeuden ihre Energie und Aufmerksamkeit mit Lappalien, die eigentlich nicht ins Krankenhaus gehören und sind dann beim nächsten Herzinfarkt oder Schlaganfall übernächtigt oder unaufmerksam. Bezahlt werden die Kollegen als "Bereitschaftsdienst", de facto arbeiten sie oft die ganze Nacht, werden aber bezahlt, als hätten sie zumindest die halbe Nacht geschlafen. In vielen Häusern müsste wegen der Arbeitsbelastung für die Notaufnahme eigentlich ein Schichtdienst eingerichtet werden. Dies können sich aber die meisten Krankenhäuser (ca. 50% schreiben rote Zahlen!) nicht leisten.
Und die Kosten sind Dir egal! Klar, zahlt ja die Versicherung! Aber auch Dir ist klar, dass das Geld nicht vom Himmel fällt. Wir alle rechnen mit steigenden Kassenbeiträgen. lch denke, wir geben die gerne aus, wenn die medizinische Versorgung dadurch besser wird. Aber für einzelne, die "das System mißbrauchen"? Danke, da fallen mir sinnvollere Verwendungsmöglichkeiten ein. "Alle denken an sich nur ich denke an mich" ist die Denkweise, die auch das beste Sozialsystem zum kippen bringt. Deshalb ist die von Dir propagierte Vorgehensweise im wörtlichen und ursprünglichen Sinne (sorry!) asozial!

Gruss
Sebastian

PS: Das Problem löst sich übrigens an vielen Orten von selbst: Die Notaufnahmen sind oft so voll, dass sich Wartezeiten von 3-4 Stunden ergeben - da ist der Praxistermin oft komfortabler. Ich wünsche meinem Vorposter jedenfalls nicht, dass er einmal mit einem DRINGENDEN medizinischen Problem in einem Krankenhaus 3 Stunden warten muß, weil 5 Leute mit Lappalien, die keine Lust hatten einen Praxistermin auszumachen, vor ihm dran sind.

1. gehe ich nicht aus Jux und Dollerei dorthin, sondern weil ich bei einer akut aufgetretenen Erkrankung schnell eine ärztliche Hilfeleistung in Anspruch nehmen wollte
2. Zahle ich viel höhere Kassenbeiträge aufgrund meiner freiwilligen Versicherung als ich je wieder zurückerhalte
3. ist es nach §323c StGB (Unterlassene Hilfeleistung) strafbar meine Krankheit nicht zu behandeln, nur weil Du Dich "unterbezahlt" oder "mies gelaunt" fühlst.
4. war ich vor einer Woche in einer Notdienstpraxis und die war vollkommen leer. Ich war der einzige Patient !
5. ich kein Verständnis für Ärzte habe, die immer und immer wieder über ihre Arbeitsbedingungen klagen. Ich habe heute auch von 6:30 bis 19 Uhr gearbeitet. Ja, und ich arbeite auch im Gesundheitswesen, bekomme dafür auch entsprechend Kohle und beschwere mich deshalb nicht darüber.
Gruß
OLO

...

Sozialschmarotzer, mehr möchte ich wirklich nicht mehr sagen, mir fehlen schlicht die Worte...

Ach ja? Wo denn ? Ich zahle mehr als ich heraus bekomme, Du Birne. Ansonsten kannst Du ja gerne mal fragen, wie häufig in der Notdienstpraxis ein Herzinfarkt behandelt wird. Du hast einfach keine Ahnung. Ansonsten verweise ich auf oben.
 
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Eigentlich wollte ich dazu nichts schreiben, weil ich der Kritik der Vorredner nur hätte zustimmen können. Nur insbesondere das hier ...
... 2. Zahle ich viel höhere Kassenbeiträge aufgrund meiner freiwilligen Versicherung als ich je wieder zurückerhalte
3. ist es nach §323c StGB (Unterlassene Hilfeleistung) strafbar meine Krankheit nicht zu behandeln, nur weil Du Dich "unterbezahlt" oder "mies gelaunt" fühlst. ...
... ist nun weder ein ebenso schäbiger wie untauglicher Versuch einer Rechtfertigung. :thumbsdown: :thumbsdown: :thumbsdown: Und das nicht nur angesichts Andreas' ergreifender Schilderung.
 
Dann hast Du keine Ahnung vom Gesundheitssystem und solltest Dich mit den Zuständigkeiten vertraut machen. Es tut mir leid, daß Andreas so lange warten musste, aber in der Notdienstpraxis war er einfach am falschen Ort. Ich setze mich bei einem Herzinfarkt um 13 Uhr auch nicht erst ins Wartezimmer eines Hausarztes, sondern verständige den Rettungsdienst. Aber gerne hier nochmal zum nachlesen die Zuständigkeiten:
https://www.kvno.de/20patienten/15notfalldienst/20_orga_notdienst/index.html
Der Notdienst wird überwiegend in insgesamt rund 80 zentralen Notdienstpraxen durchgeführt. Davon sind 61 allgemeinärztliche, 20 kinder- und jugendärztliche Notdienstpraxen sowie eine Hals-Nasen-Ohren(HNO)-ärztliche Praxis. Eine Praxis in Düsseldorf bietet die Fachrichtungen Allgemeinmedizin, HNO-, Augen-, und Frauenheilkunde, Chirurgie, Kinder- und Jugendmedizin sowie eine psychologische Fachrichtung an. Zusätzlich gibt es in einigen Kreisen noch augenärztliche, chirurgische, gynäkologische und Hals-Nasen-Ohren-ärztliche Facharztnotdienste. In ländlichen Kreisen wird der Notdienst als Sitzdienst in den Praxen durchgeführt.

Die Neuorganisation und Umstellung des ärztlichen Notfalldienstes auf Zentrale Notdienstpraxen, die in der Regel an Krankenhäusern angegliedert sind, ist in der Bevölkerung gut angenommen worden. Die Wege zum Krankenhaus sind den Bürgern bekannt. Spezielle Untersuchungen wie Röntgen- oder CT-Aufnahmen können im Krankenhaus vorgenommen werden, und – wenn notwendig – kann der Patient stationär aufgenommen werden.
https://www.kvno.de/20patienten/15notfalldienst/index.html
In lebensbedrohlichen Fällen (zum Beispiel Schlaganfall oder Herzinfarkt) sollte sofort der Rettungsdienst unter der Rufnummer 112 alarmiert werden.
 
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