AW: Opel
Noch! Mal abwarten, wie´s nächstes Jahr aussieht.
Dann haben fast alle neue Autos dank der Abwrack-, eh falsch, Umweltprämie und die Werkstätten auch nichts mehr zu tun, weil neue Autos nun mal seltener in die Werkstatt müssen.
Angebot und Nachfrage, das ist soziale Marktwirtschaft.
... und vor allem sind 2010 ja auch die Wahlen durch und den Politikern die arbeitslosen Opel-Wähler für die nächsten 4 1/2 Jahre scheißegal!
Andreas
hey, vergiss nicht: es handelt sich hierbei um
OPEL!!!
Nein, im Ernst: ich selbst würde mir zwar wohl so leicht keinen Opel kaufen (zumindest nicht neu - höchstens billigst-gebraucht als Winter-Schlampe), trotzdem finde ich Opel (und v.a. die Arbeitsplätze dort) erhaltenswert.
Opel ist einfach ein über 100 Jahre altes Stück Industrie-Geschichte.
Aktuell denke ich, macht Opel (nicht GM) auch durchaus einiges richtig und weit besser als noch vor 10 Jahren (Produkt-Palette, Produkt-Qualität, etc. - nur beim Marketing hapert es noch etwas: der Ruf ist immer noch mies).
Und beim GT könnte ich fast schwach werden. Die Form ist echt sexy! Nur der Motor... dem fehlt der Reiz. Leistung hat er ja... aber nur 4 Zylinder ... und der Sound? Das Design sieht nach mind. 3l Hubraum und mind. 6 Zyl. aus. So ist es eben wieder mehr Schein als sein.
Und der "Kofferraum" ist der Witz (ok, ist beim E89 viel anders...).
Aber trotzdem: für den Preis ein fairer Deal!
Der Insignia soll auch echt i.O. sein, auch wenn er mir nicht sooooo gefällt.
Und die Palette darunter ist im Vergleich zum Wettbewerb auch nicht so schlecht.
Wenn das Konzept einer Übernahme stimmt, kommt es allemal der Gesellschaft "günstiger", die Arbeitsplätze (samt derer bei den Zulieferern) zu erhalten (wenn auch mit Steuermitteln --> Subventions-Milliarden), als im nachhinein zigtausende mehr Arbeitsloser zu füttern, mit Umschulungen etc. und was sonst noch so dazu kommt.
Könnt auf dauer für unseren Staat eine "lohnende Investition" sein.
Aber dazu gilt es in der Tat sicherzustellen, dass nicht irgendein dahergelaufener Heuschrecken-Fuzzi mal eben ein paar Milliarden abgreift und Opel dann trotzdem an die Wand fahren lässt.
Insofern halte ich es sogar für die verdammte PFLICHT unserer Regierung, dort sehr genau hinzusehen, wofür unser Geld (und das unserer Kunder...) hin geht.
Bei Karstadt sehe ich es auch eher kritisch: das Konzept sieht aktuell nicht mehr tragfähig aus und auch -nach heutigem Wissensstand- nicht für die Zukunft.
Daran sind wir überigens alle mit schuld: jeder, der möglichst billig beim Discounter, Kaffee-Röster oder im web einkauft, sorgt dafür, dass den grossen Warenhäusern mit entsprechndem Personal (und den damit verbundenen Kosten), die Kundenbasis wegbricht.
Mir tut es ein bisschen leid - auch wegen der Leute, die den Job verlieren. Aber nicht nur.
Auch Karstadt, Hertie etc. sind ein Stück unserer Geschichte und ein Stück Lebensqualität. Kauft doch mal die Klamotten, Parfüms, etc. etc. übers web. Ohne vernünftige persönliche Beratung, ohne Anprobe bzw. Duftprobe, etc. Das ist nicht das Gleiche!
Ob man deshalb Karstadt & Co. mit weiteren Milliarden Steuergeldern am Leben halten sollte? Ich habe keine passende Antwort. Vermutlich aber eher nein.
Aber was """" wir uns jetzt auf? Weil "Krise" ist?
Hat sich schon mal jemand ausgerechnet, was wir -inflationsbereinigt- schon alles an Subventionen für Kohle (aktuell sind's angeblich immer noch EUR 9.000,-- PRO MINUTE!!! Je Arbeitsplatz im Kohle-Bergbau pro Jahr mit 70.000,-- EUR subventioniert!!!), Schiffsbau, usw. bezahlt haben und noch zahlen???
Da höre ich aktuell nichts...
Nur mal so als Denkanstöße
Grüsse,
Rudi