Passt die Energiewende mit der Elektromobilität zusammen?

Passt die Energiewende mit der Elektromobilität zusammen?

  • Wir schaffen das

    Stimmen: 11 17,7%
  • Ich glaube nicht

    Stimmen: 15 24,2%
  • Ganz sicher nicht

    Stimmen: 30 48,4%
  • Mir fehlen die Zahlen

    Stimmen: 6 9,7%

  • Umfrageteilnehmer
    62
Ich frage mich, wo immer noch dieser Irrglaube herkommt? Das ist schlicht nicht der Fall!
Vater war früher mal AKW Fahrer, daher. :D Ich würde behaupten die Technik der Großkraftwerke hat sich in den letzten 30 Jahren nicht groß geändert, zu mal ja kaum welche neu gebaut wurden und einen ganzen Generator austauschen ohne Defekt? Eher nicht. Und da die Grafik nur in 1h auflöst, sagt das über die schnelle Regelbarkeit wenig aus. Mag sein, dass man sie durchaus mal zurück fährt, aber dynamisch wie ein Gaskraftwerk o.Ä. sind sie nicht. Können sie auch gar nicht sein.
 
Vater war früher mal AKW Fahrer, daher. :D Ich würde behaupten die Technik der Großkraftwerke hat sich in den letzten 30 Jahren nicht groß geändert...

Wirf bitte nicht Kernkraftwerke mit anderen großen Kraftwerken in einen Topf.
Kernkraftwerke beteiligen sich anders an Reservehaltung für Störungen als andere Kraftwerke.
 
Ich hab doch explizit geschrieben, dass ich AKW mit eingeschlossen habe. ;) Sicherlich, sind die noch ein bisschen Träger, als andere Kraftwerkstypen, durch die Besonderheiten der Kernspaltung als Energiequelle. Die Turbinen und Generatoren, sind dann ja sehr ähnlich. Trotzdem unterstelle ich, dass ein Kohlekraftwerk bei weitem nicht auf eine Stufe zu stellen ist, mit einem Gaskraftwerk. Das ist ja pauschal erstmal ein objektive Eigenschaft, die es optimal zu nutzen gilt. Ich hoffe ich erzähle hier Niemandem etwas neues, wenn ich sage, dass die Kraftwerksbetreiber ein großes (politisches) Interesse daran haben ihre Kraftwerke möglichst lange und mit einer möglichst hohen Leistung laufen zu lassen.
 
Naja, auch ein Kraftwerk unterliegt einem Verschleiß. Um so größer um so mehr Verschleiß bei dynamischer Last. So ein Kessel unterliegt schon ordentlichen Wärmespannungen. Risse möchte man nicht unbedingt provozieren.
Richtig, und auch das liegt im Interesse des Betreibers. Ich mache ihnen das ja auch nicht zum Vorwurf, jeder wirtschaftlich denkende Mensch will den maximalen Profit aus seinem Investment ziehen. Dafür, dass das im Ganzen betrachtet zukünftig besser wird, sind Andere zuständig, die da Regeln schaffen. Die systembedingten Mängel kann man sicherlich erstmal vorschieben als Begründung, aber langfristig kann das ja nicht nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Ergo müssen Alternativen her. Eine Gasturbine ist da womöglich auch nicht die Endlösung, aber die ist halt schon da und macht ihre Sache für heute nicht so schlecht.
Ich bin einfach kein Freund davon etwas so zu lassen wie es ist, einfach weil es bequem ist, obwohl es besser ginge. Nur wer nichts macht, macht nichts falsch, von daher verfolge ich die Entwicklung zuversichtlich.
 
Ich hab doch explizit geschrieben, dass ich AKW mit eingeschlossen habe. ;) Sicherlich, sind die noch ein bisschen Träger, als andere Kraftwerkstypen, durch die Besonderheiten der Kernspaltung als Energiequelle. Die Turbinen und Generatoren, sind dann ja sehr ähnlich. Trotzdem unterstelle ich, dass ein Kohlekraftwerk bei weitem nicht auf eine Stufe zu stellen ist, mit einem Gaskraftwerk. Das ist ja pauschal erstmal ein objektive Eigenschaft, die es optimal zu nutzen gilt. Ich hoffe ich erzähle hier Niemandem etwas neues, wenn ich sage, dass die Kraftwerksbetreiber ein großes (politisches) Interesse daran haben ihre Kraftwerke möglichst lange und mit einer möglichst hohen Leistung laufen zu lassen.

Vollkommen richtig, natürlich gibt es noch flexiblere Kraftwerke als Kern- oder Kohlekraftwerke. Zum Teil müssen die in den nächsten Jahren auch noch gebaut werden damit wir in D die Stromversorgung absichern können.
Im Weg stehen die konventionellen den Erneuerbaren aber nicht. Das ist eine Mär.
 
Darauf kann man sich einigen. ;)
Tangiert dich das Thema des Netzmanagement eigentlich direkt? Würde mich mal interessieren in wie weit Schaltnetzteile und solche Sachen Probleme machen. Bei manchen (Billig)produkten sieht man ja mit bloßem Auge, dass die dem Netz zusetzen. :eek: :o
 
Richtig, und auch das liegt im Interesse des Betreibers. Ich mache ihnen das ja auch nicht zum Vorwurf, jeder wirtschaftlich denkende Mensch will den maximalen Profit aus seinem Investment ziehen. Dafür, dass das im Ganzen betrachtet zukünftig besser wird, sind Andere zuständig, die da Regeln schaffen. Die systembedingten Mängel kann man sicherlich erstmal vorschieben als Begründung, aber langfristig kann das ja nicht nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Ergo müssen Alternativen her. Eine Gasturbine ist da womöglich auch nicht die Endlösung, aber die ist halt schon da und macht ihre Sache für heute nicht so schlecht.
Ich bin einfach kein Freund davon etwas so zu lassen wie es ist, einfach weil es bequem ist, obwohl es besser ginge. Nur wer nichts macht, macht nichts falsch, von daher verfolge ich die Entwicklung zuversichtlich.

.... Deiner Logik folgend solltest Du Dein aktuelles Auto auf den heute üblichen technischen Standard bringen, stilllegen oder austauschen und nicht nur dafür plädieren, dass andere Ihre Uralttechnik kostenintensiv modernisieren oder verschrotten. :b :s :X
 
Sollte ich, ja. Kanns mir aber leider nicht leisten. Von daher muss das noch warten. Gegen Sponsoren hab ich nichts einzuwenden, falls du das Kleingeld übrig hast.:+
Wobei ich ja nur zwei harmlose Benziner und einen vernünftigen Euro 6 Diesel fahre. :5jesterz: Deswegen kann ich noch ganz gut schlafen. :11sleepin
Weiß nicht wo du was davon gelesen hast, dass ich dafür plädiere Uralttechnik zu modernisieren oder verschrotten. :laugh:
 
Zuletzt bearbeitet:
Herr Professor Sinn wird und wurde ja gerne zitiert. Gestern gab es eine genau zum Thema passende Diskussion bei Phoenix.
Er glänzte nicht so wirklich, eine junge kompetente Frau der Grünen hat den ein oder anderen Punkt gemacht.
Ich hatte den Eindruck es geht um alte Argumente contra neue Erkenntnissen und Ideen, denen sich Herr Sinn komplett verschloss.
 

Finde ich richtig innovativ für die Energiewirtschaft eines energieintensiven Unternehmens 👍 (von Frau Nestle erwähnt)

Zur Diskussion:

Ich fand Herrn Sinn zwar etwas "bockig" aber die ökonomische Sichtweise und Argumente der Marktwirtschaft nachvollziehbar (EEG, EU-Emissionshandel, globaler Handel von Rohstoffen).


Frau Nestle hat einige wichtige Punkte gesagt, hier auch die Energiewirtschaft der Aluhütte Trimet herausgestellt.
Die virtuellen Energiespeicher fand ich auch sinnvoll.
Ich habe das so verstanden, dass zb eine PV oder Windrad Energie an ein Pumpwerkabgibt, diese Energie dann wenn gebraucht über die Turbine - > Stausee abgibt (PC-Energie nutzbar, um Wasser hochzupumpen, Abgabe von Energie durch Wasserablauf/Turbine)

Allerdings erläutert sie nicht, wieviel Pumpspeicher benötigt werden, um entsprechend Energie zu liefern.
Und: große Stausseen sind immer ein Eingriff in das Mikroklima der jeweiligen Gebiete u. U. mit einer Kettenreaktion.

Was von beiden nicht erwähnt wird:
Windräder, bzw deren Lee-Seite (Wechselwirkung Warm-Kaltluft Tag /Nacht) , sind in Masse aufgestellt nicht förderlich, um die Temperaturen zu senken (hat allerdings nix mit CO2 Ausstoß zu tun)
Man sollte auch nicht so tun als ob die generierten Schallwellen so gesund sind (betrifft nicht nur Menschen)
 
Ich hatte den Eindruck es geht um alte Argumente contra neue Erkenntnissen und Ideen, denen sich Herr Sinn komplett verschloss.
Welche neuen Erkenntnisse sollen das denn bitte schön sein?
an bezahlbare Speicher haben die "Grünen" auch schon vor 10 Jahren geglaubt und tun das noch heute.
Es gibt sie aber nicht!
auch wenn ich das schon oft geschrieben habe: Grüne Ideologien ersetzen keine Gesetze der Physik.
Von denen geht Prof. Sinn aber aus und stützt darauf seine Berechnungen, die im übrigen alle nachvollziehbar sind.
Ob da nun jemand in einer Talkshow rhetorisch besser drauf ist ändert an Tatsachen nun auch nichts.
Gleich zu Anfang sagt die "Grüne" etwas ganz wichtiges: Die Menschen wären bereit mehr zu zahlen, wenn sie wüßten dass etwas dabei herauskommt.
Genau das tut es aber bis jetzt nicht. Das hat selbst der Bundesrechnungshof schon moniert.
Zweite (unsinniges) Statement, sie sagt: "wenn wir Klimaschutz hinbekommen." Was soll das heißen?
Deutschland ändert am Klima der Erde rein gar nichts. Tut es bis jetzt nicht und kann es auch in Zukunft nicht. Letztes Jahr ist wieder mehr CO2 ausgestossen worden.
Man sollte da auf dem Boden der Tatsachen bleiben und den Menschen nicht etwas vorgauckeln.
Nach 5 Minuten habe ich den Vortrag der "Grünen" abgeschaltet. sie sagt hdinterher haben die Armen mehr Geld in der Tasche als vor der Energiewende.
Mal ehrlich, wer glaubt denn so etwas? Schon jetzt haben wir den höchsten Strompreis in Europa und es geschafft Dänemark zu überflügeln.
Deutschland rettet die Welt - ich kann es nicht mehr hören.
Könnte sich mal bitte jemand mit realen Zahlen auseinander setzen?
Allerdings erläutert sie nicht, wieviel Pumpspeicher benötigt werden, um entsprechend Energie zu liefern.
Exakt. Die Zahlen sind gigantisch. Für eine Dunkelflaute (real) in 2017 habe ich das mal nach gerechnet:
 
Nee, es geht mir nicht um die Dunkelflaute, sondern um reine Zahlen.
Benötigte Energie und lieferbare Energie zum Zeitpunkt X.
Ich habe keine Ahnung, ob Pumpwerke eine benötigte Menge X liefern können.

Ich gehe da meinem laienhaften Gedankengänge nach:

Da nicht sämtliche Betriebe Spät- oder Nachtschicht fahren,

Menschen (private Haushalte) nachts doch eher schlafen, also wenig verbrauchen,

Die Solaranlage nachts nix produzieren kann

Nachts trotzdem (kann, kann aber auch nicht) Wind herrscht (allerdings nicht immer - da lokal abhängig vom Zusammenspiel Warm- und Kaltluft)

Müsste man doch eine inetwa Menge berechnen können, die bereitgehalten werden kann... 🤔

Natürlich auch unter Einbeziehung der voranschreitenden Digitalisierung, die ja nicht unerheblich Strom benötigt.

Dass unsere Fläche an Staat absolut nichts am Weltklima ändert (Deutschland hat nicht einmal die Fläche Texas), sollte jedem klar sein.

Nur zeigt doch gerade das Beispiel der Aluhütterei, wie effizient Energie genutzt werden kann.
In diesem Unternehmen wahrscheinlich aus einer Not heraus und hier sogar mit wirklich gutem unternehmerischen Geist, physikalische Prozesse zu optimieren und nebenbei auch qualitativ hochwertige deutsche Produkte herzustellen 👍
(Maschine und Produkt)
 
Und weil die Dimensionen so gigantisch sind, Speicher in nennenswerter Größenordnung noch lange nicht in Sicht sind (wer möchte z.B. 100 neue Pumpspeicherkraftwerke?), Ausgleichsmaßnahmen wie variable Großabnehmer nur einen kleinen Teil kompensieren können, Power to X (z.B. Methanisierung oder H2) mit hohen Verlusten behaftet ist und unsere Nachbarländer genau die gleichen Herausforderungen haben geht es auf längere Sicht nicht ohne Backupkraftwerke. Das heißt wir unterhalten einen gigantischen erneuerbaren Park und zusätzlich noch auf lange Sicht nahezu die komplette bisherige Kapazität an Kraftwerken als Backup für genau diese (seltenen) Dunkelflauten. Und da wir aus Kernkraft und Kohle aussteigen wollen müssen dann auch neue Gaskraftwerke gebaut werden. Immerhin können die später mal auf H2 umgerüstet werden...

Die Dimensionen sind einfach irre und es täte den Grünen mal gut, mit realen, physikalischen Zahlen zu sprechen. Immerhin muss das jeder von uns auch alles bezahlen! Am Ende bin ich schon davon überzeugt, dass wir aus den fossilen aussteigen müssen. Nur der Weg muss effizient und intelligent beschritten werden. Da hat sich bisher leider keine der Regierungen der letzten 20 Jahre mit Ruhm bekleckert.

Mein Kredo:

- Komplette Technologieoffenheit
- CO2 Bepreisung in allen Sektoren in der EU über Handelssystem mit jährlich verknappender CO2 Menge (entsprechend der Klimaziele)
- CO2 Zollsystem in der EU, um Importe aus Ländern, die am CO2 System nicht mitmachen entsprechend zu bepreisen
- Keine selektiven Einzeleingriffe auf Technologien, denn alles wird sich über den CO2 Markt von allein abbilden (wer sich mit dem CO2 Handelssystem aktuell beschäftigt wird sehen, dass dieses im Energiesektor schon funktioniert).
- Sozialausgleich über CO2 Bemessungsgröße für jeden Bürger.

Zusätzlich muss die EU außerhalb endlich großes Anpacken wie:

- Energieerzeugung in den sonnenreichen Nordafrikastaaten
- Verhindern von Regenwaldabholzungen und dergleichen
 
Zuletzt bearbeitet:
Nee, es geht mir nicht um die Dunkelflaute, sondern um reine Zahlen.
Benötigte Energie und lieferbare Energie zum Zeitpunkt X.
Ich habe keine Ahnung, ob Pumpwerke eine benötigte Menge X liefern können.

Ich gehe da meinem laienhaften Gedankengänge nach:

Da nicht sämtliche Betriebe Spät- oder Nachtschicht fahren,

Menschen (private Haushalte) nachts doch eher schlafen, also wenig verbrauchen,

Die Solaranlage nachts nix produzieren kann

Nachts trotzdem (kann, kann aber auch nicht) Wind herrscht (allerdings nicht immer - da lokal abhängig vom Zusammenspiel Warm- und Kaltluft)

Müsste man doch eine inetwa Menge berechnen können, die bereitgehalten werden kann... 🤔

Natürlich auch unter Einbeziehung der voranschreitenden Digitalisierung, die ja nicht unerheblich Strom benötigt.

Dass unsere Fläche an Staat absolut nichts am Weltklima ändert (Deutschland hat nicht einmal die Fläche Texas), sollte jedem klar sein.

Nur zeigt doch gerade das Beispiel der Aluhütterei, wie effizient Energie genutzt werden kann.
In diesem Unternehmen wahrscheinlich aus einer Not heraus und hier sogar mit wirklich gutem unternehmerischen Geist, physikalische Prozesse zu optimieren und nebenbei auch qualitativ hochwertige deutsche Produkte herzustellen 👍
(Maschine und Produkt)

Auf die Schnelle grob überschlagen:

Man muss das von zwei Größen aus betrachten. Der Leistung und der Energie. Die Leistung muss immer bereitgestellt werden wenn sie gebraucht wird, sonst bricht das Stromnetz zusammen. Die Energie sagt aus, wie lange diese Leistung geliefert werden kann.

In D benötigen wir in der Spitze ca. 80 Gigawatt Leistung. Im Mittel über den Tag 40 GW (Leistung)* 24h (Zeit)= 960 GWh (Energie)

Das heißt wir benötigen einen Kraftwerkspark der diese 80 GW in der Spitze abdecken kann und über die Zeit pro Tag 960 GWh liefern kann.

Unsere abrufbaren Pumpspeicher haben ca. 7GW und können diese Leistung für ca. 4-8h bereitstellen, dann sind sie leer. Sind 7 GW * 8h = 56 GWh

Das sind 6 % von unserem Tagesbedarf. Problem ist, die müssen nachdem sie leer sind auch erst wieder gefüllt werden. In einer Dunkelflaute über mehrere Tage ist das aber nicht möglich, da zum füllen ja Strom benötigt wird.

Eine Dunkelflaute heißt, dass die installierten Wind- und Solarkraftwerke nahezu nichts bereitstellen können. Und das hatten wir in 2017 schonmal 10 Tage am Stück im Winter. Von der jetzt schon installierten Kapazität von 60 GW Wind und 43 GW Solar können dann nur ca. 5 GW bereitgestellt werden. Anders augedrückt: Die gesicherte Leistung von Wind und Solar ist < 5 %. Also obwohl wir über 100 GW Wind und Solar installiert haben liefern die zum Teil tagelang nicht mehr als 5 GW. An einem Tag ca. 120 GWh.

Also 80 GW - 5 GW - 7 GW = 68 GW. Jetzt können wir noch Biomasse und Laufwasser KW abziehen. Sind wir bei ca. 60 GW. Dann können wir abschaltbare Lasten wie das Trimet Beispiel abziehen sind wir bei ca. 58 GW. Diese 58 GW müssen irgendwo herkommen. Sicher. Zu jeder Zeit. Dafür brauchen wir die Backupkraftwerke und oder mehr Speicher. Wenn das Speicher abdecken sollten wären das also nochmal 58 / 7 = 8 mal soviel Pumpspeicherleistung wie aktuell. Nur für die Leistung gesprochen. Jetzt kommt der Pferdefuß:

Diese Speicher liefern das ja nur für eine begrenzte Zeit. Wie o.g. die Pumpspeicher bis zu 8h. Abschaltbare Lasten in der Produktion auch nur wenige Stunden. Danach fallen diese aus.
Also braucht man nach ca. einem halben Tag statt 58 GW Backupleistung + 7 GW weggefallene Speicherleistung + 2 GW weggefallene abschaltbare Lasten = 67 GW Backupleistung. Genau dafür muss unser Backupkraftwerkspark ausgelegt sein! Davon stehen natürlich auch nicht 24/7 alle zur Verfügung, manche müssen repariert werden. Also benötigen wir einen Backupkraftwerkspark von ca. > 80 GW. Einen Teil können wir aus dem Ausland beziehen (< 10%) aber in einer Dunkelflaute benötigen unsere Nachbarn diese Leistung selbst. Also essig mit Importen.
Aus Energiesicht benötigen wir für eine Dunkelflaute von 10 Tagen die o.g. 40 GW - 5 GW EE - 8 GW Biomasse und Laufwasser = 27 GW * 24h pro Tag für 10 Tage = 6480 GWh. Geteilt durch die verfügbare Energie aus Pumpspeichern von 56 GWh wären das 115 mal soviel Pumpspeicherkapazitäten wir aktuell! Das wären ca. 1000 neue Pumpspeicher!

Ich hoffe das ist lesbar, sonst muss ich die Rechnung nochmal etwas entwirren :)

Vielversprechend sind Power to X, also aus Strom mach Gas Technologien auf lange Sicht. Leider gehen dabei in der Kette ca. 70 % der Energie verloren. Also unsere Erneuerbaren müssten 3 mal soviel Energie produzieren, um die benötigte Speicherenergie herzustellen. Das ist noch ein seeeehr langer Weg. Ohne massive Importe von Wasserstoff aus der Sahara oder Pampa z.B. wird es m.E. für Europa nicht gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@MichBeck

Danke für die detaillierte Ausführung, die für mich mit greifbaren Daten der unterschiedlichen Energieerzeuger (grün) erklärt wurde 👍
(ich habe es schnell begriffen)

Ich war mir nicht bewusst, dass ein Pumpenwerk "so wenig" Output (Menge) hat 😳

Rational ist die Schaffung weiterer erheblicher Stromnehmer (Elektromobilität) und ein kpl "auf Null fahren" von Gas-, Kohle und Atomstrom (dieser ja in 2023.. Oder war es 2022?) ein Irrsinn.

Das Trimet-Beispiel reicht bis zu 48 Std., was ich allerdings trotzallem sehr innovativ finde 👍
 
Passend zum Titel des Threads ein aktueller Artikel zum Thema: Ladelimitierung
Es bleibt immer das gleiche Problem: fehlende Speicher in immenser Größenordnung.
Wenn die Leute im Winter mit Ihren Elektroautos nach Hause kommen ist es dunkel und in den meisten Fällen fehlt der notwendige Wind.
Wie soll da ausreichend mit regenerativer Energie geladen werden?
 
Die drei letzten Atomkraftwerke in Deutschland (Emsland, Isar2 und Neckarwestheim mit insges. 4,2 MW) sollen bis Ende 2022 und die anderen noch laufenden AKWs (Brokdorf, Grohnde und Grundremmningen C mit insges. 4,2 MW ) sollen bis Ende 2021, und Philippsburg2 mit 1,4 MW soll jetzt bis 31.12.2019 abgeschaltet werden.
 
soll jetzt bis 31.12.2019 abgeschaltet werden.
Vor diesem Hintergrund zu fordern die Kohlekraftwerke abzuschalten zeigt das ganze Ausmass an fehlendem Wissen über die Stabilität von elektrischen Netzen.
Wer sich ernsthaft und tiefgreifend mit dem Thema auseinander setzen will sollte sich mal diese Literatur besorgen:
Hans-Werner Sinn, European Economic Review 99, Oktober 2017, S. 130-150 und CESifo Working Paper Nr. 5950, Juni 2016
Friedrich Wagner, Konsequenzen für eine vollständig dekarbonisierte Energieversorgung für Deutschland, atw Vol. 62 (2017) Issue 12
Thomas Linnemann, Guido S. Vallana: Windenergie in Deutschland und Europa Status quo, Potenziale und Herausforderungen in der Grundversorgung mit Elektrizität Teil 1: Entwicklungen in Deutschland seit 2010
Die letzte Studie kam nach der Analyse von Stromeinspeisedaten auf folgende Erkenntnisse:
Wussten Sie, dass
1) ... die Leistungseinspeisungen aller Windenergieanlagen stark fluktuieren?
2) ... die Nennleistung sämtlicher Windenergieanlagen niemals erreicht wird?
3) ... die Minimalwerte seit Jahren fast unverändert kleiner als 150 MW sind?
4) ... Offshore-Windenergie ebenfalls stark schwankende Leistungen liefert?
5) ... die Leistungseinspeisungen aus Windenergie nicht normalverteilt sind?
6) ... die intuitiv vermutete Glättung nur in geringfügigem Maße eintritt?
7) ... Windenergie praktisch nicht zur Versorgungssicherheit beiträgt?
8) ... Windenergie fast 100 % planbare Backup-Technik erfordert?
 
Und da muss ich auch nochmal nachhaken, weil die Lösungen eigentlich schon recht offensichtlich sind, nur für unsere EU scheinbar nicht machbar:

Massive Investitionen in Nordafrika! Solare Wasserstofferzeugung auf breiter Front. Für mich ein Win-Win.

Hiesige Ausrüster hätten Geschäft für Jahrzehnte.
Wir lösen das Energieproblem Europas, denn für unseren Energiehunger (ohne Verhaltensänderung) hat Europa nicht genug Kapazitäten.
Wir nehmen massiv Druck aus der Migrationsfrage. Heerscharen von Arbeitskräften werden benötigt um viele Anlagen zu bauen, instand zu halten, zu bewachen, zu betreiben, etc.
Auch lokale Zulieferer würden dann entstehen. Afrika hätte endlich eine höhere Bedeutung.

Anstatt um eine kleinteilige Regulierung bis zum letzten Kugelschreiber sollte sich die EU um solche Großthemen kümmern! Meine Meinung.
 
Nun ist es auch hier deutlich ausgesprochen worden. Irrsinn statt Innovationen und die Verantwortlichen glauben fest daran, dass es hilft und der Rest der Welt uns folgen wird.
Sollte es tatsächlich zu den möglichen Blackouts und dem daraus folgendem Chaos kommen, wird die Umweltfrage sehr schnell in den Hintergrund rücken und genau das Gegenteil erreicht, was jetzt propagiert wird. :(
 
Aber Deutschland schafft die Energiewende .......&::j:X
fragt sich nur wie ?
Hier in unserem Raum soll auch im Ebersberger Forst ein paar ha abgeholzt werden um fünf Spargel zu pflanzen und das in unserem windarmen Gebiet, aber es regt sich Widerstand, aber ein uneinsichtiger Landrat samt Klimamanger wollen das durchsetzen......
aber wir müssen die Klimawende 2030 schaffen
fragt sich nur wie ?
 
Massive Investitionen in Nordafrika! Solare Wasserstofferzeugung auf breiter Front. Für mich ein Win-Win.
Absolut. Ist ja vor einigen Jahren mal angedacht worden und dann letztendlich verworfen worden weil die in Frage kommenden Länder nicht stabil genug erschienen.
Vielleicht war aber auch die Gewinnmarge für die beteiligten Firmen zu klein. Wer weiß. Aber man macht sich weiter Gedanken.
Diese Win-Win Situation würde auch den Migrationsdruck absenken. Exportgüter verschaffen den Ländern Wohlstand und genau das ist es was die armen Länder der Welt brauchen.
 
ein uneinsichtiger Landrat samt Klimamanger wollen das durchsetzen......
Dieses Poster habe ich bei uns im Dorf aufgehängt:
windpark.JPG
Jeder Verpächter eines Standortes bekommt über die Förderungslaufzeit von 20 Jahren für eine Windenergieanlage der letzten Generation über 1 Million Euro.
Das ist ja der Grund warum so nach Windrädern geschrien wird. Da verdienen nicht nur die Hersteller dran. Ob das funktioniert innerhalb der Energiewende
interessiert von denen keinen. Wir haben es bis jetzt geschafft die Anlage zu verhindern. Letztendlich war die Flugüberwachung das ausschlaggebende Argument.
Das hat nichts zu tun mit nimby. Der jetzige Zubau an volatilen Einspeisern macht keinen Sinn. Wir sind gerade zwischen unseren existierenden Windrädern
durch spaziert. 2 von 11 waren abgeschltet weil die Sonne schien. Jetzt geht die Sonne unter und die beiden stehenden laufen wieder mit. Wenn alle Windräder stehen hilft auch kein weiteres. :(
 
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