Passt M54B30 Ansaugbrücke auf M52B28TÜ ?

Frage dazu: sind das auf dem Prüfstand verwendete Messequipment (z.B. Breitbandlambda, Auswertesoftware etc.) und das Motorsteuergerät in der Lage das extrem schnelle Hochdrehen (=Beschleunigen) auf der Rolle umzusetzen? In wie weit berücksichtigt der Prüfstand z.B. die Strömungsbedingungen (u.a. Staudruck an der Ansaugöffnung, Temperaturen, die das Steuergerät verarbeitet)? Und das sind nur die Sachen, die sich ein technisch Interessierter wie ich selber fragen kann. Bei den Details bin ich leider überfragt, daher gehe ich zu einem Spezialisten.

Mein Motor hatte ebenfalls eine Prüfstandsabstimmung eines namhaften Tuners für Nockenwellen, Ansaugbrücke und ESD bekommen. Bei der folgenden Abstimmung von Sven Gawrisch mittels Breitbandlambda im realen Betrieb kam dann heraus, dass er z.B bei 2800 U/min die Einspritzmengen um 9% (!) angehoben werden musste. Eine Eigenheit meines Motors und meiner sonstigen Bedingungen, die dann bei der individuellen Abstimmung berücksichtigt wurde. Der Prüfstandstuner konnte das gar nicht feststellen, da der Motor auf der Rolle viel zu schnell durch diesen Bereich fährt. Die Abstimmung bei Sven hat ca. 10h gedauert und wir sind insgesamt 160km in unterschiedlichsten Lastzuständen gefahren, beim Prüfstandstuner war die Sache nach 3h erledigt, Resultat entsprechend. Zudem wurde bei mir auf 102 Oktan abgestimmt (mit Reserven, damit der Motor nicht direkt auf das 95 Oktan Kennfeld springt, wobei die Kennfelder für niedrigoktanigeren Sprit ebenfalls entsprechend angepasst wurden, bis auf das Notlaufprogramm).

Wobei man dazu sagen muss, dass der namhafte Tuner auch mit Zahlenwerte wie zb. 7 bei eigentlich binären Werten agiert hat, denke das sagt alles....das die Adaptionswerte bereits auf Anschlag waren auch.

Ich möchte jetzt ausdrücklich nichts schlecht reden, was mir der Sven aber zumindest schlüssig erklären konnte und die gefahrenen Ergebnisse haben mich überzeugt, dass ich sicherlich kein Benziner mehr auf einem Prüfstand werde abstimmen lassen...Diesel ist wieder was anderes, solange er keinen Partikelfilter hat.
 
Sorry, aber wenn ich sowas lese....fast 17% Drehmomentsteigerung
bei einem Saugmotor, nur durch die wundersamen Zaubereien des Chiptunings.
Scheinbar alles Vollpfeifen bei BMW.

Es ist unbestritten, daß die M50 und M52 Motoren sehr gut auf die Optimierung
reagieren, dies macht sich aber vor allem in sehr gutem und bissigem
Ansprechverhalten und mehr Drehfreuede bemerkbar, bei moderater
Leistungs- und Drehmomentsteigerung. Vielleicht fünf, evtl. acht Prozent.
Genau das habe ich zB. bei einem M50B25TÜ erreicht und war/bin damit sehr
zufrieden.

Die hier angebenenen Werte hätte ich zu gerne mal andernorts mitsamt
einem serienbelassenen Referenzfahrzeug überprüft...nicht daß ich
dem TE die Messwerte nicht gönnen möchte, aber ich glaube es einfach nicht
(bzw. ich glaube der Tuner hat hier etwas nachgeholfen) und die Daten sind auch
physikalisch nicht plausibel.

Wie sollen bei bei 7% Mehrleistung 17% mehr Drehmoment generiert werden, ohne den
Mitteldruck deutlich zu erhöhen? Man erkläre mir das bitte.

Ein Wort noch zum M: Der S50 geht btw. auch von unten raus kräftiger zu Werke als die
M52 und M54 Motoren, es fühlt sich nur relativ unspektakulär an aufgrund
der Motorcharakteristik. Der Bumms ab 3.500 bis 4.000/min lässt halt alles
darunter recht zahm erscheinen. Auf der Uhr als auch im direkten Vergleich ist der M
immer schneller, egal ob von 80-120 im fünften oder volles Programm.
 
Sorry, aber wenn ich sowas lese....fast 17% Drehmomentsteigerung
bei einem Saugmotor, nur durch die wundersamen Zaubereien des Chiptunings.
Scheinbar alles Vollpfeifen bei BMW.

Naja, so würde ich das nicht nennen, aber sie haben halt andere Vorgaben: Gewährleistung, Laufruhe, Fertigungsschwankungen, Spritqualitäten, Temperaturen, Abgas, Geräusch, Laufleistung, etc.

Ein Tuner in D hat bis auf die Laufruhe kein einziges dieser Probleme ernsthaft....und das manch einer mit fingierten oder schlicht nicht sauber gemessenen Werten operiert, steht wohl auch außer Frage...
 
Absolut korrekt, und eben dieses Delta von der Größenordnung 5-8% kann der Tuner noch aktivieren.

Sollten bei der Einhaltung der von Dir genannten Herstellervorgaben aber tatsächlich 17% Drehmoment
ungenutzt liegen geblieben sein, hätten die Motorentwicklung einen verdammt schlechten Job gemacht.
Und das will ich nicht glauben. Ich denke eher die M50 und M52-Generation gehört mit zum Besten,
was das Werk je verlassen hat.
 
Ich werde jetzt nach dem Umbau von Nockenwellen und Fächerkrümmer nochmals zur Abstimmung fahren und die Messauswertung gerne mal hochladen.

Gruß
 
Was vergleichen wir eigentlich? Vorher: Herstellerangaben oder Messung zu Nachher: Messung?

Wenn "Vorher" Herstellerangaben sind, dann sind die 17% eher erklärbar, wobei ich mich bei Benzinern in Sachen Mitteldrücken quasi gar nicht auskenne, welche Steigerungen da realistisch sind...nur aus der Literatur.

Bei meinem 320d ist das Drehmoment locker um 20% gestiegen nach dem Chippen zu den Herstellerangaben, Vorher zu Nacher war natürlich nicht so extrem, aber immerhin noch ca. 10%
 
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