Petitionen für Polanski

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Aber wäre es nicht so, dass in Deinem geschilderten Fall jeder irgendwie einen "Freischuß" (sorry, ein anderer Begriff fällt mir dazu nicht ein!) hätte, wenn er sich danach nur lange genug den Strafvervolgungsbehörden durch Flucht entzieht und ein straffreies Leben führt? &:

Das wäre ganz, ganz gefährlich.......

Mhm, ich verstehe was Du meinst. Es wäre da eher die Frage, ob so eine "legale" Flucht überhaupt möglich sein sollte (wie sie ja offenbar war). Das Damoklesschwert schwebt ja immer über einem. Es ist halt auch ein wenig sonderbar, dass eine Gesellschaft auf der einen Seite sein Lebenswerk kürt und ihn auf der anderen Seite unüblicherweise ausliefert (die Tat war in der Schweiz verjährt).
Für mich zählt hier die Aussage der Frau sehr viel! SIE muss geschützt und respektiert werden. Sie möchte den Fall nicht (mehr) vor Gericht zerren. Würde sie das wollen, dann wäre ich komplett dafür.
 
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Um es nochmal zu präzisieren:
was macht es für einen Sinn einen Vergewaltiger 30 Jahre rumlaufen zu lassen (er war ja nicht verschwunden!), um ihn dann bei Lebenswerkverleihung einzusperren? Das ist einfach absurd. Von daher kann ich die Diskussion (!) verstehen, nicht die Petition.
 
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Um es nochmal zu präzisieren:
was macht es für einen Sinn einen Vergewaltiger 30 Jahre rumlaufen zu lassen (er war ja nicht verschwunden!), um ihn dann bei Lebenswerkverleihung einzusperren? Das ist einfach absurd.

Nein, das ist die Anwendung von geltendem Recht, die leider vorher leider nicht möglich war.
 
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Würde sie das wollen, dann wäre ich komplett dafür.

Das würde meiner Meinung nach fundamentale Rechtsprinzipien berühren, nach denen die Verfolgung eines Verbrechens, die Rechtsprechung und Verurteilung vom Opfer abhängig gemacht würde. Allein die Vorstellung, wie viele Wege es gibt, das Opfer dazu zu bringen, eine Verfolgung abzulehnen, finde ich bedenklich.

Es ist keine Zivilklage, wo es von mir abhängt, ob ich jemandem was anhängen möchte oder nicht. Es ist ein nach absoluten Maßstäben beurteiltes Gewaltverbrechen begangen worden, da ist eine Verfolgung zwingend notwendig.

Die Abwägung, ob der Opferschutz höher einzustufen ist als der Wert der Strafverfolgung, ist sicherlich eine Überlegung wert. Auf jeden Fall ist aber die 30-jährige Praxis des Ausweichens und Fliehens inakzeptabel. Polanski hat sich bewußt immer und immer wieder vor der Justiz gedrückt.

Dem Argument, daß er ja 30 Jahre lang "gelitten" hätte, stelle ich entgegen, daß die Frau 30 Jahre lang zusehen mußte, wie ihr Vergewaltiger in Saus und Braus und noch dazu hochgeehrt leben durfte, während sie mit ihrem Schicksal fertig werden mußte. Sie konnte nirgendwohin ausweichen.
 
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Dem Argument, daß er ja 30 Jahre lang "gelitten" hätte, stelle ich entgegen, daß die Frau 30 Jahre lang zusehen mußte, wie ihr Vergewaltiger in Saus und Braus und noch dazu hochgeehrt leben durfte, während sie mit ihrem Schicksal fertig werden mußte. Sie konnte nirgendwohin ausweichen.

genauso ist es ...

ich bedauere Niemanden, der solche Taten macht ... b:b:b:

das ist keine Krankheit, sondern pervers ...
 
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Ich möchte Dieter wieder ausdrücklich zustimmen...

Dabei gehtes mir gar nicht darum den Herrn Polanski für viele Jahre wegzusperren, sondern vielmehr darum zunächst das offene verfahren zum Ende zu bringen, dem er sich seinerzeit entzogen hat.

Ihm mag damals ein unfaires Verfahren gemacht worden sein und er mag sich in der späteren Vergangenheit in dieser Hinsicht nichts mehr zuschulden kommen lassen haben und meinetwegen mag man ihm noch dreißig Jahre mit eingeschränkter Reisemöglichkeit zugute halten...

..das alles kann bei der Strafbemessung berücksichtigt werden, aber das Verfahren sollte abgeschlossen werden, zumal er möglicherweise ohnhein nicht mehr viel zu befürchten hätte.

Aber er soll dazu stehen.

Nur meine Meinung!

Holger
 
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Sind die "Petitionslisten" eigentlich öffentlich?

Würde mich mal interessieren wer sich da alles für einsetzt!

Könnte sein, daß ich meine Meinung über so manchen überdenken müßte!

Ansonsten kann ich mich der mehrheitlichen Meinung hier nur anschließen:
an den Eiern zum Gericht zerren und dann aber ein faires Verfahren,
so wie es sich für einen Rechtsstaat gehört!
 
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Im Großen und Ganzen schließe ich mich der vorherrschenden Meinung hier an, ich möchte aber noch 2 Sachen anmerken:

Wenn man ihn laufen ließe, dann entstünde in der Öffentlichkeit der Eindruck,

  • ... dass die Flucht vor der Justiz durch Absetzung ins Ausland ein legitimes und probates Mittel ist
  • ... dass die Vergewaltigung eines Kindes ein minderschweres Verbrechen darstellt bei dem es sich nicht lohnt auf Strafvollzug zu bestehen
  • ... dass Prominente sowieso immer besser davonkommen (selbst wenn dies nicht stimmen sollte, würde der Eindruck bei vielen bestehen)
Deshalb so schnell wie möglich in die USA mit ihm :s
 
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"Polanski hat von Anfang an gestanden, lebt einen großen Teil seines Lebens (über 30 Jahre) "auf der Flucht", "
Eine angenehme Flucht, Filme gedreht, Geld verdient, mit Preisen geehrt, da kann man schon alles verdrängen.
Wer gesteht sollte zu seinen Taten stehen. Davon ist nichts zu merken, selbst kurz nach der Tat nicht, und auch 30 Jahre später nicht.
 
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Sind die "Petitionslisten" eigentlich öffentlich?

Würde mich mal interessieren wer sich da alles für einsetzt!

Könnte sein, daß ich meine Meinung über so manchen überdenken müßte!

"Spiegel online" aktuell

Mehrere Schweizer Filmschaffende zeigten sich empört von der Festnahme. Das Vorgehen der Behörden sei nicht nur eine "groteske Justizposse, sondern auch ein ungeheurer Kulturskandal", schrieb der Verband der Regisseure.
Die Verhaftung werde der Schweiz weltweit Schaden zufügen, kritisierte der Verband Filmregie und Drehbuch. Das Festival verschob die geplante Ehrung Polanskis "auf einen unbestimmten Zeitpunkt", wollte ihm aber wie geplant mit einer großen "Tribute to Roman Polanski"-Retrospektive würdigen.
Auch polnische Filmemacher machten gegen die Verhaftung von Roman Polanski mobil. In einem Schreiben an die Regierung hätten sie um eine "schnelle Intervention" gebeten, sagte der Chef der polnischen Filmemachervereinigung, Jacek Bromski.

....

Namen bis auf den Polen, werden nicht genannt ... ;),

Ich denke mal, dass der Spiegel die Zitate 1:1 wiedergibt.

Das erste was ich dabei denken musste war, dass es sich bei dieser Wortwahl um hypertrophe Menschen mit Realitätsverlust handelt :j, die mit redundanten Floskeln hausieren gehen.

Leben eben in Ihrer eigenen Welt, aber da kennt man sie :s

Wie sagte hier mal ein User "geschwollenes Gequatsche" ... hat er Recht
 
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Na es wurden da schon Namen genannt, große Namen wie etwa Woody Allen, Wim Wenders und Martin Scorsese! Sie nun alle unter Realitätsverlust einzustufen macht die Sache ein wenig zu einfach, finde ich. Wie gesagt, die Groteske ist das Zusammenspiel des geltenden Rechts und der Meinungsmache. Politik wird nicht mehr von den Parteien gemacht, sondern von den Medien. Und Recht wird für die Öffentlichkeit (!) nicht mehr von (pseudo-)unabhängigen Gerichten gesprochen, sondern von den Medien. Ich erinnere mich da nur sehr bitter an den Fall Schweinle im Daimler-Chrysler Prozess. Jahrelang wurde Schweinle als Hauptverantwortlicher inhaftiert und von den Medien gesteinigt. Die Aufhebung durch den BGH, welche das Stuttgarter Gericht gehörig abgewatscht hatte, wurde kaum veröffentlicht.
Vergewaltigung ist krankhaft, und Brumm hat vollkommen recht, es geht nicht um Entschuldigung, sondern darum was in diesen Menschen vorgeht aber VOR ALLEM, was man mit solchen Menschen in einer Gesellschaft machen sollte. SICHER nicht 30 Jahre laufen lassen und dann in Anerkennung seiner Filmdienste einkasteln, wenn selbst das Opfer damit abgeschlossen hat. Damit ist NIEMANDEM geholfen. Vor 30 Jahren hätte er eingesperrt gehört! Aber wer weiß schon, ob Einsperren bei Sexualtätern zum gewünschten Langzeiterfolg führt - bei Polanski hat die Flucht offenbar keine weiteren Taten motiviert. Aber wie viele Sexualtäter werden nach dem Gefängnis rückfällig? Damit möchte ich sagen: es ist eine komplexe Diskussion. Es interessiert allein die Frage, was das "Beste" für die Gesellschaft ist.
Und nur am Rande: Vergewaltigungen nachzuweisen ist ein unheimlich schweres Unterfangen. Den Verdacht einer fälschlich behaupteten Vergewaltigung abzuweisen aber noch weitaus schwerer für den Mann. Ein sehr sensibles Thema also. (off topic zu Polanski)
 
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Und apropos unabhängige Gerichte: das Opfer selbst erbat nach eigenen Aussagen die Einstellung des Verfahrens wegen "Fehlverhaltens des Richters und der Strafverfolgungsbehörden". Da krankt nicht nur ein Mensch (Polanski), sondern auch das Rechtssystem. Und wer auf Recht pocht, sollte auch gleiches Recht gelten lassen.
 
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Man lese gerne mal auf wikipedia nach, wieso er nicht vorher an die USA ausgeliefert wurde; Und auch, dass er sexuelles Interesse an Minderjährigen zugegeben habe.
 
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Und apropos unabhängige Gerichte: das Opfer selbst erbat nach eigenen Aussagen die Einstellung des Verfahrens wegen "Fehlverhaltens des Richters und der Strafverfolgungsbehörden". Da krankt nicht nur ein Mensch (Polanski), sondern auch das Rechtssystem. Und wer auf Recht pocht, sollte auch gleiches Recht gelten lassen.

nun ja, ein wenig hört sich das jetzt schon nach Rechtfertigung einer "Gnade vor Recht"-Entscheidung an.

Für mich zählt in der Hauptsache:
- die Tat ist unstrittig
- er hat die Tat zugegeben (schon vor 30 Jahren)
- der Rechtstaat hat - zumindest meiner Meinung nach - die Verpflichtung, Recht zu sprechen, also P in einem Gerichtsverfahren zu verurteilen, wenn denn die Beweislage entsprechend ist.

Allein das Strafmaß könnte somit diskutiert werden, will man nicht die Grundfesten unserer Rechtsprechung (die im Wesentlichen auch die amerikanischen sind) aus den Angeln heben.

Bedenklich finde ich aber die Signalwirkung, die durch die Medienpräsenz von diesem Urteil ausgehen wird:
- wird er verurteilt, wird die Strafe wohl nach kurzer Zeit ausgesetzt, da sich unmittelbar - wahrscheinlich schon im Gerichtssaal -, die ersten Anzeichen einer schweren Krankheit zeigen werden
(siehe Parallele zum Posträuber Biggs)
- wird er nicht verurteilt, sendet das ein starkes und unschönes Signal an alle potentiellen und tatsächlichen Täter aus, daß es legitim ist, sich der Strafverfolgung für eine Zeit zu entziehen.

Letzteres darf meiner Meinung nach nicht passieren. Es gehört ein Urteil her, wie auch immer es aussieht. Er muß rechtskräftig schuldig gesprochen werden - wie gesagt, wenn die Lage entsprechend ist - , damit das Verfahren einen korrekten Abschluß nimmt.
 
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@crake

Es geht weniger darum in "einzukasteln"...

Er hat die Tat begangen und er hat sie seinerzeit zugegeben. Vor dem endgütligen Abschluss des Verfahrens und der Festsetzung des Strafmaßes hat er sich bereit erklärt an einer Therapie teilzunehmen und dann nach 42 Tagen, kurz vor der Festsetzung des Strafmaßes, zwischen Therapie und Antritt der Strafe, hat er sich damals abgesetzt, weil er eine lange Haftstrafe befürchtete.

Dazu meine Gedanken:
Die Flucht wurde ihm sicher durch seine Kontakte, seine finanziellen Mittel und vermutlich auch durch eine gewisse "lange Leine" die er als bekannte Persönlichkeit hatte, erst ermöglicht. Jeder andere Beschuldigte hätte die Strafe antreten müssen...

Für mich ist es einfach schwer verdaulich das jemand - aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung und seiner finanziellen Möglichkeiten - für sich diesen Weg ungestraft wählen können soll.

Man hat eine Tat begangen und dann legt man selbst fest, wie weit man sich den Konsequenzen daraus aussetzen möchte...?

Wie man lesen konnte, sind die amerikanischen Behörden erst jetzt konsequent tätig geworden, weil Polanskis Anwälte in der jüngsten Zeit wohl versucht haben, eine Einstellung des Haftbefehls zu erwirken. Die Begründung war, das man ja sowieso nie ernsthaft versucht habe, ihn festzusetzen. Das soll in Übersee ziemlich schlecht angekommen sein...

Grüße, Holger
 
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...
Ich verstehe immer nicht eins:

Warum solche alten Säcke (sorry, aber in nem Alter von 13 Jahren waren für mich schon 19 jährige kurz vor MHD) immer wieder auf Lolita stehen ... mangelndes Selbstbewusstsein gegenüber einer richtigen Frau?

Ich denke das trifft den Kern, der Mann ist recht klein, wenn man dies auf bestimmte Körperteile überträgt, was soll denn eine richtige Frau dazu sagen:
"Meine Güte wie niedlich......"

Es ist erbärmlich, wenn man persönliche (egal ob körperliche oder andere) Defizite dadurch kompensieren möchte, indem man Gewalt an Minderjährigen ausübt (in welcher Form auch immer).

Kern der Demokratie ist, das wir alle gleichem Recht unterliegen. Warum sollen gerade Promi´s hiervon ausgenommen sein b:
 
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Na es wurden da schon Namen genannt, große Namen wie etwa Woody Allen, Wim Wenders und Martin Scorsese!
Sie nun alle unter Realitätsverlust einzustufen macht die Sache ein wenig zu einfach, finde ich.


Wieso, es kann doch auch ein gefeierter Regisseur und genialer Drehbuchautor weltfremd sein.



>sondern darum was in diesen Menschen vorgeht aber VOR ALLEM, was man mit solchen Menschen in einer Gesellschaft machen sollte.<

ich denke dafür gibt es zig Abhandlungen der Psychatrie, insbesondere S. Freud (und gerade dieser Mann hat es ja aus erster Quelle gewusst, hat ja selber seinen Sohn missbraucht ... )



Und nur am Rande: Vergewaltigungen nachzuweisen ist ein unheimlich schweres Unterfangen. Den Verdacht einer fälschlich behaupteten Vergewaltigung abzuweisen aber noch weitaus schwerer für den Mann. Ein sehr sensibles Thema also. (off topic zu Polanski)

Wie dem auch sei, ein Mensch hat etwas getan, hat es zugegeben, das hat rechtliche Auswirkungen und nun muss er die Konsequenzen ziehen ...
 
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Na es wurden da schon Namen genannt, große Namen wie etwa Woody Allen, Wim Wenders und Martin Scorsese! Sie nun alle unter Realitätsverlust einzustufen macht die Sache ein wenig zu einfach, finde ich...

Zum Thema Woody Allen:

Seine Ehe endete als Mia Farrow von Allen gemachte Nacktfotos der jungen Adoptivtochter Soon-Yi Previn (* 1970) entdeckte und Allen ein Verhältnis mit Soon-Yi eingestand.

Das ist ein toller Fürsprecher :ab:
 
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nun ja, ein wenig hört sich das jetzt schon nach Rechtfertigung einer "Gnade vor Recht"-Entscheidung an.
Auf keinen Fall, so sehe ich das nicht. Ich gebe nur alle Umstände zu bedenken, weil man bei einem solchen Thema schnell voreilig und emotional urteilt (genau das sollte ein Rechtssystem nicht).
- wird er nicht verurteilt, sendet das ein starkes und unschönes Signal an alle potentiellen und tatsächlichen Täter aus, daß es legitim ist, sich der Strafverfolgung für eine Zeit zu entziehen.
Im Gegenteil, die 30jährige Verschleppung bringt dieses unschöne Signal, das hebt auch die jetzige Verhaftung nicht auf. Sie lässt es in einer wahren Satire gipfeln - und in der Doppelmoral der Gesellschaft... wer hat Polanski denn zu dem werden lassen, was er ist? (und damit meine ich seine Filmverdienste)

Letzteres darf meiner Meinung nach nicht passieren. Es gehört ein Urteil her, wie auch immer es aussieht. Er muß rechtskräftig schuldig gesprochen werden - wie gesagt, wenn die Lage entsprechend ist - , damit das Verfahren einen korrekten Abschluß nimmt.

Ein Urteil gehörte schon vor 30 Jahren her. Jetzt sollte es zum Abschluss kommen, damit alle zufrieden sind und ihr Gewissen beruhigt ist. Tjaja, so sind wir.
 
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Zum Thema Woody Allen:

Seine Ehe endete als Mia Farrow von Allen gemachte Nacktfotos der jungen Adoptivtochter Soon-Yi Previn (* 1970) entdeckte und Allen ein Verhältnis mit Soon-Yi eingestand.

Das ist ein toller Fürsprecher :ab:


jepp, musste ich auch denken, als ich den Namen in der Auflistung sah ...

"Woody Allen hofft auf Carla Bruni-Sarkozy für nächsten Film"

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5i48Udg4boZwTQe8hn9s-GY9MTb3g
 
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Hier wurde schon so viel Gutes und Richtiges geschrieben, finde ich. :t

Letztlich wäre schlicht und einfach das Rechtssystem in seiner Glaubwürdigkeit erschüttert, würde man Polanski "davonkommen" lassen.

Wie schon gesagt: mit welchen Argumenten sollte man das tun?

- 30 Jahre sind vergangen? Inakzeptabel, denn die Tat verjährt nicht.
- Polanski hat genug durchgemacht? Nein, das ist eine subjektive Wertung, die das Strafrechtssystem nicht berücksichtigen darf.
- Das Opfer wünscht keine Verfolgung mehr? Auch darauf darf es gemäß der Rechtsordnung nicht ankommen, weil es um ein Offizialdelikt geht.

Ich sehe also keine andere Möglichkeit, als die Strafverfolgung konsequent zu Ende zu führen. Genau das passiert gerade, und das ist gut so. Denn nur so geht das richtige Signal an die Menschen. Nämlich dass der Rechtsstaat Unrecht konsequent verfolgt.

Was dann vor Gericht passiert, ist eine andere Frage. Hier mag es zahlreiche Möglichkeiten geben, die oben genannten Punkte zu berücksichtigen.

Allseits viele Grüße
Jan
 
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... Letztlich wäre schlicht und einfach das Rechtssystem in seiner Glaubwürdigkeit erschüttert, würde man Polanski "davonkommen" lassen. ...

Das sehe ich auch so. Es ist eigentlich ganz einfach: Tatbestand -> Rechtsfolge. Wofür sonst gibt's Gesetze?

Die Petition finde ich einfach nur widerlich! b:

Gruß

Kai
 
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Im Gegenteil, die 30jährige Verschleppung bringt dieses unschöne Signal, das hebt auch die jetzige Verhaftung nicht auf. Sie lässt es in einer wahren Satire gipfeln - und in der Doppelmoral der Gesellschaft... wer hat Polanski denn zu dem werden lassen, was er ist? (und damit meine ich seine Filmverdienste)
nun ja, ein Vorwurf, der dann an die Schweiz gehen sollte, wo er ja wohl ein Haus hat. Die hätten also schon viel eher zugreifen können.
Die Doppelmoral sehe ich ebenfalls, allerdings sollte die Antwort darauf dann nicht sein, die Grundzüge des Rechtsstaats komplett aufzugeben.

Eigentlich gibt es ja nur 3 Wege vorwärts:
1. Es gibt einen Prozeß und damit dann auch ein Urteil, mit dem die Sache dann abgeschlossen ist.
2. Das Verfahren wird niedergeschlagen, um es zum Ende zu bringen. Damit bliebe er unschuldig, was ich nicht für vertretbar halte. Ich wüßte auch nicht, mit welchen Gründen man ein solches Verfahren niederschlagen könnte (siehe auch Jans Kommentare weiter oben)
3. Man macht gar nichts, läßt ihn laufen, in 10 oder 15 Jahren erledigt sich das Problem von alleine...
Sicherlich auch keine Lösung.

Ich denke, daß nur #1 in Frage kommen kann. Mir fällt außer Verjährung (die hier nicht zutrifft) kein Grund ein, wie ein Rechtsstaat zu einer Lösung gemäß #2 oder #3 kommen könnte. Dabei spielt das tatsächliche Strafmaß eine separate Rolle.

Wahrscheinlich bekomm ich jetzt Haue von Jan, weil ich alles so vereinfacht darstelle, aber IANAL. :w
 
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Mit welcher konkreten Begründung sollte und könnte man denn hier überhaupt auf die Idee kommen, Polanski straffrei davonkommen zu lassen?

da er seine Tat eingestanden hat?...wohl kaum! (das wäre ja für jeden Täter das Paradies)

das er sich 30 Jahre der Strafverfolgung entzogen hat?...wohl kaum, solange diese Tat nicht verjährt!

das das Opfer auf Strafverfolgung verzichtet?...keinesfalls! (Tür und Tor wären vielen Tätern geöffnet und jeder könnte sich freikaufen, noch mehr kriminellen Druck ausüben, etc.)

das er ein in der "Welt" anerkannter Künstler ist?...darf niemals ausschlaggebend sein!

....und von vielen Menschen verehrt wird?...das wurden und werden die meisten "Kriegsverbrecher" auch!

Niemals dürfen solche Erwägungen eine Strafverfolgung verhindern, solange die Tat mit einer Strafe bedroht ist! Allein bei der Strafzumessung werden sicherlich einige der obigen Punkte Berücksichtigung finden, solange das jeweilige Strafrechtssystem dies hergibt...alles andere sollte indiskutabel sein!

LG
Daniel
 
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Letztlich wäre schlicht und einfach das Rechtssystem in seiner Glaubwürdigkeit erschüttert, würde man Polanski "davonkommen" lassen.

Hey Jan,

aber das Rechtssystem ist bereits in seiner SINNhaftigkeit erschüttert durch die lange Verzögerung der Festnahme. Hat hier ein Schutz der Gesellschaft stattgefunden? Nein... Das jetzt noch "durchzuziehen" hilft - wie schon gesagt - im Grunde niemandem mehr. Der Glaube war bei mir vorher schon weg.
 
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