Rechtsschutzversicherung

Viridans

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10 Mai 2010
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Moin,

ich suche aktuell eine Rechtsschutzversicherung... hauptsächlich um als Arbeitnehmer abgesichert zu sein.

Hat jemand Erfahrungen mit
Rechtsschutzversicherungen? Empfehlungen?

Gruß
Hendrik
 
Ich bin in der IG Metall, da ist ein Rechtschutz für Arbeitsrecht integriert.

Schau doch mal ob Du vielleicht schon in der Gewerkschaft bist und ob ein Rechtschutz dabei ist. Ansonsten könnte ein Eintritt in eine Gewerkschaft sinnvoll sein. Bei mir ist auch eine Freizeit-Unfallversicherung mit dabei.

Allerdings mit einem Prozent vom Brutto ist der Beitrag recht hoch (wird vom Brutto berechnet und vom Netto abgezogen).
 
Ja, Gewerkschaft wäre durch die Beitragsregelung deutlich zu teuer. Für mich würde sich eine reguläre Rechtsschutzversicherung mehr lohnen.
 
Hallo,

das Thema war dieses Jahr mal irgendwann in der Stiftung Finanztest Thema. Es sollte also den entsprechenden Artikel zum Download geben. Ich meine die WGV hat da recht gut abgeschnitten.

Grüße,

Jörg
 
Ich greife das Thema auf und bin auch gerade auf der Suche nach einer empfehlenswerten Rechtsschutzversicherung.
Mein Bruder empfahl mir die ARAG mit der er bisher gute Erfahrungen gemacht hatte.
Ich habe dort bereits ein Angebot angefordert und auch schon vorliegen.
Es gibt ein „Komfort“ und ein „ Premium“ Paket.
 
Hab vor ein paar Monaten meine Verkehrsrechtschutz auf ein Komplettpaket (Privat, Berufs, Verkehr) umgestellt bei der Allianz. Hab aber auch alle anderen Versicherungen usw. bei denen, weshalb das immer eine gute Verhandlungsgrundlage ist.
Haben bis jetzt in der Familie keine größeren Probleme mit denen gehabt.
 
Meines Wissens zahlen Rechtsschutzversichrungen lediglich wenn man unschuldig ist,zumindest bei Verkehrsrechtsschutz.
Finde ich daher nur so semi sinnig.
 
Es gibt auch viele Zeitgenossen die meinen Recht zu haben und pieseln einen gerne an - getreu dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung".

Uns zuletzt mit einem Zahnarzt passiert. Sein Behandlungsfehler wurde erst vor Gericht via Gutachten bewiesen. Uns ging es nur uns Recht und ohne die Rechtsschutz wäre das nie gegangen. Das erstreitete Geld haben wir einem Kinderhilfswerk gestiftet.

Ach ja, noch ein Fall... Darlehenswiderruf... ging nur mit Hilfe der Rechtsschutz und hat mir soviel Geld gespart, dass ich mich anschließend mit meinem Z4 belohnen konnte :)
 
Es ging mir auch hauptsächlich darum den obengenannten Sachverhalt aufzuzeigen,mir war er bis vor kurzem unbekannt.
 
@CityCobra
Die ARAG RSV ist durchaus akzeptabel. Letztlich kommt es ohnehin darauf an, was man alles genau abgesichert wissen will. Früher konnte man das wirklich einzeln angeben, heute scheint es dafür wohl "Pakete" zu geben. Die telefonische Auskunft war jedenfalls bemüht. Mit wirklich "gravierenden" Fälle habe ich dort aber noch keine Erfahrung gemacht.

Bei der Allianz kenne ich es, dass kleine Angelegenheiten rasch "bewilligt" werden. Bei kostspieligeren Verfahren (z.B. selbstständige Beweisverfahren mit Sachverständigen, Vermögens-/Anlageangelegenheiten) kann es aber durchaus etwas "Überzeugungsarbeit" bedürfen. Allerdings kam danach auch jeweils die Deckungszusage.

Meines Wissens zahlen Rechtsschutzversichrungen lediglich wenn man unschuldig ist,zumindest bei Verkehrsrechtsschutz.
Finde ich daher nur so semi sinnig.

Die RSV soll halt nicht dazu dienen, dass man sich hinterher "reinwaschen" kann. Daher werden bspw. Vorsatztaten nicht gedeckt (bzw. Regress vorgesehen) und auch bei Verkehrsordnungswidrigkeiten des Öfteren ein Riegel vorgeschoben. Schließlich bleibt hier die Versicherung in aller Regel auf den Verfahrenskosten sitzen, da die Verfahren meist nur noch eingestellt werden. Dies hat zur Folge, dass der Beschuldigte (bzw. dessen RSV) seine Kosten trägt.
 
Kosten für den Versicherungsschutz, der im Zusammenhang mit dem Berufsleben steht können steuerlich geltend gemacht werden.
Ein kleines Trostpflaster. ;)

Das ist allerdings nur ein geringer Teil, den du als Werbungskosten gelten machen kannst. Davon würde ich die Entscheidung des Für und Wider ohnehin nicht abhängig machen.
 
Wenn ein Rechtsstreit absehbar ist, dann definitiv mit niedriger/ohne SB. :whistle:

Ansonsten hilft nur durchrechnen und das eigene Risiko versuchen zu kalkulieren.
 
Meines Wissens zahlen Rechtsschutzversichrungen lediglich wenn man unschuldig ist,zumindest bei Verkehrsrechtsschutz.
Finde ich daher nur so semi sinnig.

Hast du eine Quelle? Ich kenne es so, dass vorsätzlich begangene Taten nicht abgedeckt werden. Aber "vorsätzlich" ist ja auch wieder so ein juristisch flexibler Begriff, oder? :D
 
Meines Wissens zahlen Rechtsschutzversichrungen lediglich wenn man unschuldig ist,zumindest bei Verkehrsrechtsschutz.
Finde ich daher nur so semi sinnig.


Ein Ex-Arbeitskollege hatte vor, gegen die Deutsche Rentenversicherung zu klagen, wobei seine RSV eine Deckungszusage abgelehnt hat!
Ähnlich erging es mir vor etwa 20 Jahren, als ich gegen die Gemeindeverwaltung wegen Verletzung ihrer Streupflicht klagen wollte!
Ich hatte übrigens immer eine SB in Höhe von 200 Euro und da gab´s es gar keine Alternative.

Da ich mit meiner Lebensgefährdin in einem gemeinsamen Haushalt lebe, hat mich deren RSV vor einigen Jahren mit aufgenommen.
Da diese Versicherung seit Jahrzehnten besteht, gibt es auch keine SB.
Meine eigene RSV wollte meine Kündigung nicht akzeptieren, hat aber letzlich doch klein beigegeben, weil der Gesetzgeber diese Möglichleit ausdrücklich vorsieht.
 
Ich kenne es so, dass die RVS bei Unfall immer zahlt, es geht ja um Schadenminderung und Wahrung der Rechte des Versicherungsnehmers.
Bei meinem letzten Fall, wurde ich von der Polizei vor Ort als Alleinschuldiger ausgemacht, vor Gericht bekam ich zu 80% Recht.
 
... Aber "vorsätzlich" ist ja auch wieder so ein juristisch flexibler Begriff, oder? :D
Nee, eher nicht - die Grenzen zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit sind recht eng gezogen. Frag‘ mal einen, der wegen vorsätzlicher Tatbegehung auf Jahre im Gefängnis sitzt, während er bei Fahrlässigkeit straffrei geblieben wäre. :D Die Problematik liegt, einfach gesagt, eher in der Nachweisbarkeit als in der Abgrenzung.

Rechtsschutzversicherungen kosten doch eh kaum etwas, daher sollte man m. E. schlicht nach Umfang und Qualität der Versicherungsleistungen (einschl. Umfang des Versicherungsschutzes) aussuchen. Ich bin bei der DEURAG.

Aber nicht vergessen: Rechtsschutzversicherungen bezahlen in aller Regel nur die gesetzlichen Anwaltsgebühren. Dafür stehen viele Anwälte morgens nicht einmal auf. :X Je nach Art und Inhalt der Angelegenheit ist mithin nicht sicher, ob man mit einer Rechtsschutzversicherung in eigener Sache leicht einen ordentlichen Rechtsbeistand findet.
 
Update:
Versicherung ist abgeschlossen mit €150,00 SB und freier Wahl des Anwalts.
Mein Ansprechpartner sitzt mit seinem Büro quasi bei mir um die Ecke.
Einige „Bausteine“ ruhen noch für 3 Monate, aber wenn uns etwas Unvorhergesehenes zustoßen sollte wie z.B. ein Verkehrsunfall, ist der Schutz bereits schon jetzt aktiv.
 
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