Schade um das schöne Auto...

AW: Schade um das schöne Auto...

Nein, habe ich nicht. Aber auch nicht die Statistik der über 80-jährigen. Du?


Jein! Eine Statistik nur für über 80jährige gibt es nun mal nicht, aber hier nur mal die Zahlen aus den Jahren 2002-2006:

18-24: 1600-1250 Unfälle
25-64: 450-400 Unfälle
65 und älter: 200-250 Unfälle

Das sind Unfälle mit Personenschaden und schweren Sachschäden über 100.000 Euro, jeweils schuldhaft als Fahrzeugführer verursacht. Quelle: Allianz Zentrum für Technik
Die Tendenz dürfte heute wohl ähnlich sein.

Andreas
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Naja andreas deine zahlen sind nicht wirklich aussagekräftig. Da müssten schon prozentzahlen kommen damit man es vergleichen kann oder? ich meine es fahren bestimmt auch viel mehr jugendliche als leute über 65 jahre.... Aber ich bin auch der meinung das man im alter noch ein prüfung ablegen sollte.
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Jein! Eine Statistik nur für über 80jährige gibt es nun mal nicht, aber hier nur mal die Zahlen aus den Jahren 2002-2006:

18-24: 1600-1250 Unfälle
25-64: 450-400 Unfälle
65 und älter: 200-250 Unfälle

Das sind Unfälle mit Personenschaden und schweren Sachschäden über 100.000 Euro, jeweils schuldhaft als Fahrzeugführer verursacht. Quelle: Allianz Zentrum für Technik
Die Tendenz dürfte heute wohl ähnlich sein.

Andreas

Tja, will noch mal auf meinen Fall zurück kommen, dient meine ich als gutes Beispiel warum die Statistik hier "lügt":

Personenschäden: 0, weil Geschwindigkeit zu gering, Sachschaden ca 1500.-Euro. Geschwindikeit war auch daher so gering, weil die Dame eben unsicher fuhr.

Was nichts dran ändert dass mein Neuwagen nun als Unfallwagen gilt...DAS ist dann ein anderes Kapitel die in dieser Statistik eben nicht einbezogen wird :#
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Jein! Eine Statistik nur für über 80jährige gibt es nun mal nicht, aber hier nur mal die Zahlen aus den Jahren 2002-2006:

18-24: 1600-1250 Unfälle
25-64: 450-400 Unfälle
65 und älter: 200-250 Unfälle

Das sind Unfälle mit Personenschaden und schweren Sachschäden über 100.000 Euro, jeweils schuldhaft als Fahrzeugführer verursacht. Quelle: Allianz Zentrum für Technik
Die Tendenz dürfte heute wohl ähnlich sein.

Andreas


Keine ahnuung ob das hochgerechnete oder repräsentative Zahlen sind. Fakt ist dass hier keiner nen 65- jährigen (der noch zwei Jahre bis zur Rente hat) sondern die die das Ding als zu schnellen Rollstuhl missbrauchen. Die sind nunmal eher bei 80+ zu finden, und ich denke wenn man da die gefahrenen Kilometer zur Unfallhäufigkeit hochrechnet würde man auf verblüffende Ergebnisse kommen.

Kaft ist aber auch, dass die Gruppe der Rentner und Greise in Deutschland mittlerweile so hoch ist, dass sich jede PArtei (bis auf die Linken und die Piraten) die nächste Wahl komplett zerschießen würden mit so nem Vorschlag. Deshalb wäre sowas zwar sinnvoll, aber in unserem politischen System nicht durchsetzbar.

Grüße.
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Jein! Eine Statistik nur für über 80jährige gibt es nun mal nicht, aber hier nur mal die Zahlen aus den Jahren 2002-2006:

18-24: 1600-1250 Unfälle
25-64: 450-400 Unfälle
65 und älter: 200-250 Unfälle

Das sind Unfälle mit Personenschaden und schweren Sachschäden über 100.000 Euro, jeweils schuldhaft als Fahrzeugführer verursacht. Quelle: Allianz Zentrum für Technik
Die Tendenz dürfte heute wohl ähnlich sein.

Andreas


Keine ahnuung ob das hochgerechnete oder repräsentative Zahlen sind. Fakt ist dass hier keiner nen 65- jährigen (der noch zwei Jahre bis zur Rente hat) sondern die die das Ding als zu schnellen Rollstuhl missbrauchen. Die sind nunmal eher bei 80+ zu finden, und ich denke wenn man da die gefahrenen Kilometer zur Unfallhäufigkeit hochrechnet würde man auf verblüffende Ergebnisse kommen.

Kaft ist aber auch, dass die Gruppe der Rentner und Greise in Deutschland mittlerweile so hoch ist, dass sich jede PArtei (bis auf die Linken und die Piraten) die nächste Wahl komplett zerschießen würden mit so nem Vorschlag. Deshalb wäre sowas zwar sinnvoll, aber in unserem politischen System nicht durchsetzbar.

Grüße.
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Hier ist doch gar keine Statistik, nur ein paar absolute Zahlen frei von Aussagekraft.

Alexis, Dein Einzelfall tut den paar Zahlen weder Abbruch, noch Zuspruch. Ich habe zB in den ersten Monaten am Steuer (mit 18) 3 unfallfreie Fahrzeuge anderer Verkehrsteilnehmer entjungfert. Auch kein Personenschaden, weil Geschwindigkeit zu gering, weil Bremsung zu voll. Sachschaden natürlich unter 100k, aber stets vierstellig. An mir haben sie jedenfalls keinen Gewinn gemacht... Was sagt uns das? Nichts.

Soviel nur zu solchen Dingen, die (zumindest bei diesen Zahlen) nicht erfaßt werden.
Echte Statistiken gibt es hierzu freilich, denn darauf basiert das Risikomanagement von Versicherungen. Ich denke, man kann davon ausgehen, daß Gruppen (welcher Art auch immer), die für mehr Unfälle mit Personenschäden oder hohen Sachschäden sorgen, auch proportional mehr glimpfliche Unfälle verursachen, wo sie eben trotz Unfähigkeit (welcher Art auch immer) glücklich davonkommen.
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Dass die jungen Autofahrer die meisten Punkte in Flensburg und die meisten Unfälle auf der Straße haben, ist reiner Zufall und wohl nur deshalb, weil die Alten in dieser Zeit schon vor dem Fernseher sitzen und Volksmusik anschauen ... man(n) oh man, seid ihr schlau. :s:d:d:d
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Alt und jung gegeneinander auszuspielen macht sowas von gar keinen Sinn :s

Wenn man sich alleine schon die Unfallursachen anschaut, wird man zu dem Schluss kommen (müssen), dass man hier von zwei ganz unterschiedlichen Rastern sprechen kann. Bei jungen Fahrern finden sich meist Ursachen, die sich mit Zunahme der Fahrpraxis und der persönlichen Reife selbst erledigen werden, während gerade bei sehr alten Fahrern gesundheitliche, insbesondere altersbedingte Erscheinungen ausschlaggebend sind. Insofern würde es keinen Sinn ergeben - von der Praxisferne ganz abgesehen - jungen Fahrern kollektiv die Fahrerlaubnis zu entziehen. Außerdem haben wir mit dem System der Probezeit samt Möglichkeit der Nachschulung schon eine verhältnismäßig strenge - und teure - Reglung für Fahranfänger ;)
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Dass die jungen Autofahrer die meisten Punkte in Flensburg und die meisten Unfälle auf der Straße haben, ist reiner Zufall und wohl nur deshalb, weil die Alten in dieser Zeit schon vor dem Fernseher sitzen und Volksmusik anschauen ... man(n) oh man, seid ihr schlau. :s:d:d:d

Schön gesagt!
Jedenfalls bemüht mein 70jähriger Vater nicht das Z-Forum und macht sich Gedanken darüber, wie man DSC dauerhaft deaktivieren kann, weil das Fahren ohne mehr Spass macht und in Kurven mindestens 3km/h mehr Endgeschwindigkeit bringt.

Andreas
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Insofern würde es keinen Sinn ergeben - von der Praxisferne ganz abgesehen - jungen Fahrern kollektiv die Fahrerlaubnis zu entziehen.

Das heißt andersrum, bei den Alten sollte man das tun?
So war das doch wohl hoffentlich nicht gemeint oder?
Ich wäre übrigens für verpflichtende Fahr- und Gesundheitstests für alle Gruppen und zwar in dem Alter entsprechenden Zeitabständen.

Andreas
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Alt und jung gegeneinander auszuspielen macht sowas von gar keinen Sinn :s

Wenn man sich alleine schon die Unfallursachen anschaut, wird man zu dem Schluss kommen (müssen), dass man hier von zwei ganz unterschiedlichen Rastern sprechen kann. Bei jungen Fahrern finden sich meist Ursachen, die sich mit Zunahme der Fahrpraxis und der persönlichen Reife selbst erledigen werden, während gerade bei sehr alten Fahrern gesundheitliche, insbesondere altersbedingte Erscheinungen ausschlaggebend sind. Insofern würde es keinen Sinn ergeben - von der Praxisferne ganz abgesehen - jungen Fahrern kollektiv die Fahrerlaubnis zu entziehen. Außerdem haben wir mit dem System der Probezeit samt Möglichkeit der Nachschulung schon eine verhältnismäßig strenge - und teure - Reglung für Fahranfänger ;)


Richtig, Chris, es macht keinen Sinn, Alt und Jung gegeneinander auszuspielen! Da sind wir uns einig. Stattdessen ist eine Art Gleichbehandlung notwendig.

Und da gibt es nun zwei Möglichkeiten: Enteder ich teste alle (so, wie ich es in meinem ersten Posting hier auch schon geschrieben habe) oder wir testen niemand.
Das Argument, bei den jungen Fahrern werde sich die Reife ja dann so nach und nach einstellen ist zwar schon richtig, bei den meisten jedenfalls setzt der Vernunftprozess irgendwann ein, aber im Grunde ist der Sinn solcher Tests ja, derbe Unfälle zu vermeiden, indem man die potentiellen Kandidaten/Auslöser schon vorher absiebt. Das Thema Probezeit ist für den einen oder anderen Fahrer vielleicht ein Grund, etwas dezenter zu fahren, aber ab Ende der Probezeit gehts dann vorwärts für Grosse, weil man ja dann die Probe bestanden hat.
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Richtig, Chris, es macht keinen Sinn, Alt und Jung gegeneinander auszuspielen! Da sind wir uns einig. Stattdessen ist eine Art Gleichbehandlung notwendig.

Und da gibt es nun zwei Möglichkeiten: Enteder ich teste alle (so, wie ich es in meinem ersten Posting hier auch schon geschrieben habe) oder wir testen niemand.
Das Argument, bei den jungen Fahrern werde sich die Reife ja dann so nach und nach einstellen ist zwar schon richtig, bei den meisten jedenfalls setzt der Vernunftprozess irgendwann ein, aber im Grunde ist der Sinn solcher Tests ja, derbe Unfälle zu vermeiden, indem man die potentiellen Kandidaten/Auslöser schon vorher absiebt. Das Thema Probezeit ist für den einen oder anderen Fahrer vielleicht ein Grund, etwas dezenter zu fahren, aber ab Ende der Probezeit gehts dann vorwärts für Grosse, weil man ja dann die Probe bestanden hat.

Hier widerrum hast du meine volle Zustimmung in allen Punkten! ;-)

Schönen Sonnentag an alle,

Grüsse,
Tobi
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Das heißt andersrum, bei den Alten sollte man das tun?
So war das doch wohl hoffentlich nicht gemeint oder?
Ich wäre übrigens für verpflichtende Fahr- und Gesundheitstests für alle Gruppen und zwar in dem Alter entsprechenden Zeitabständen.

Andreas

Nein Andreas, das meinte ich nicht so. Mir gehts es um einen vernünftigen und gesellschaftlich akzeptierten Test, der keine unmenschlichen Anforderungen stellt.
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Richtig, Chris, es macht keinen Sinn, Alt und Jung gegeneinander auszuspielen! Da sind wir uns einig. Stattdessen ist eine Art Gleichbehandlung notwendig.

Und da gibt es nun zwei Möglichkeiten: Enteder ich teste alle (so, wie ich es in meinem ersten Posting hier auch schon geschrieben habe) oder wir testen niemand.
Das Argument, bei den jungen Fahrern werde sich die Reife ja dann so nach und nach einstellen ist zwar schon richtig, bei den meisten jedenfalls setzt der Vernunftprozess irgendwann ein, aber im Grunde ist der Sinn solcher Tests ja, derbe Unfälle zu vermeiden, indem man die potentiellen Kandidaten/Auslöser schon vorher absiebt. Das Thema Probezeit ist für den einen oder anderen Fahrer vielleicht ein Grund, etwas dezenter zu fahren, aber ab Ende der Probezeit gehts dann vorwärts für Grosse, weil man ja dann die Probe bestanden hat.

Ja Tom, das mag moralisch gesehen durchaus richtig und verständlich sein.
Allerdings würde der von mir vorgeschlagene Test nichts anderes bedeuten, als geltendes Verwaltungsrecht zu überprüfen.

Dort heißt es nämlich in § 2 Abs. 4 StVG: „Geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen ist, wer die notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllt und nicht erheblich oder nicht wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder gegen Strafgesetze verstoßen hat.“

Wikipedia (ja ich weiss, aber ich bin kein Jurist und mir kommen die dortigen Angaben plausibel vor) führt als etwaige Beispiele hierfür unter anderem schwere Depressionen, häufige und schwere epileptische Anfälle, verschiedene Geisteskrankheiten sowie charakterliche Ungeeignetheit an, alles Symptome, die bei jungen und alten Fahrern gleichermaßen auftreten können. Ferner wird aber eben auch von unausgleichbarer Sehschwäche sowie nicht kombensierbarem Altersabbau gesprochen, also Phänomene, die sich altersbedingt bei einer Vielzahl von Menschen einstellen und eben nur für diese Gruppe relevant sind.

Ich denke einfach, dass ein vernünftiger und relativ einfacher Test für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen würde, ohne die Gruppe der älteren Fahrer systematisch unter Generalverdacht zu stellen. Die Messung der Sehstärke sowie der Reaktionsfähigkeit wird in vielen Berufen verlangt, warum sollte man dann im Straßenverkehr eine Ausnahme machen?
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Ja, da sind wir doch im Grunde einer Meinung: testen wir entweder alle nach den o.g. in der Tat plausibel kingenden Massstäben, oder aber eben keinen unter dem Argument, dass der grössere Teil beider Risikogruppen vernünftig genug ist, die Grenzen zu erkennen und es sich beideseits um Einzelfälle handelt.

Was ich persönlich aber für ungleich halten würde, wäre es, bei den Alten zu testen, ob sie noch "fit" genug sind (wiewohl das sicher beim einen oder anderen Senior kein Fehler wäre, mal genauer hinzuschauen), die jungen Fahrer, deren geistiger Reifegrad (ebenfalls nicht bei allen, aber bei Einzelfällen durchaus) im Grunde noch gegen das Führen ein Fahrzeugs spricht, "davonkommen" zu lassen unter der Annahme, dass die Jungs ja mit der Zeit reifer und vernünftiger werden.

Wie das mit der Prüfung der Fahrtauglichkeit heute gehandhabt wird, ist ja auch allseits bekannt: MPU.
Das ist dem Vernehmen nach ein recht harter Test und vor man es sich, wie hierzulande ja oftmals üblich, einfach macht und diese MPU irgendwann allgemeinverbindlich wird, gehe ich persönlich lieber noch das Risiko ein, dass mir ab und zu ein Senior über den Weg fährt, für den ich eben ein bisschen mitdenken muss, denn wir sollten nicht vergessen, dass es hier immer noch um Einzelfälle geht, die halt von den Medien gepusht werden.
Wäre ein 42-jähriger AD-Mitarbeiter im Terminstress oder eine Mutter, die den Parkplatz verkehrt herum angesteuert hat, weil der Sprössling dringend kotzen musste dem Rolls vor den Kühler gefahren, hätte es diese Diskussion hier überhaupt nicht gegeben...
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Ich wäre übrigens für verpflichtende Fahr- und Gesundheitstests für alle Gruppen und zwar in dem Alter entsprechenden Zeitabständen.

Andreas


Dann sind wir da ja einer Meinung. Aber wie schon von mir dargelegt wird so eine Prüfung nicht durchsetzbar sein. Da kommt als erstes der ADAC und gleich hinterher die Rentnergewerkschaft...
 
AW: Schade um das schöne Auto...

warum ist das Mindestalter für die Erlangung der Fahrerlaubnis festgelegt
Vielleicht wegen der dann vorhandenen Volljährigkeit oder uneingeschränkten Geschäftsfähigkeit (Verantwortung und Haftung für das eigene Handeln)

und nicht das Höchstalter der Inhaberschaft derselben ?
Weil die Geschäftsfähig auch nicht mit einem bestimmten Alter erlischt. Mit einer Entmündigung ist auch die Fahrerlaubnis weg.



Warum ist z.B. ab einem bestimmten Alter
(zumindest) ein Sehtest in gewissen Abständen nicht zwingend vorgeschrieben ?
Reaktionsgeschwindigkeit und Sehvermögen lassen im Alter nach, und das merkt man
schon mit 50...
Ist es doch

a) ab 50 bei Bus und LKW, ggf. auch früher bei "jüngeren" Fahrerlaubnissen.

b) ab (spätestens) 19.Januar 2013 für alle, weil die Fahrerlaubnis (jede Fahrerlaubnis) dann grundsätzlich nur noch 10 Jahre Gültigkeit hat und ggf. per Gesundheitsnachweis verlängert werden muss. Findet sich in der 3. EU-Führerscheinrichtlinie vom 20.12.2006, Übergangsfrist zur "freiwilligen" Übernahme in nationales Recht läuft bis zum 19.1.2013, ab dann ist es ohnehin verpflichtend, so oder so.

Artikel 7 Abs. 2a:

"Ab dem 19. Januar 2013 haben die von den Mitgliedstaaten
ausgestellten Führerscheine der Klassen AM, A1, A2,
A, B, B1 und BE eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren."

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2006:403:0018:0060:DE:PDF


Kommt doch alles wunschgemäß, existiert schon seit weit über 3 Jahren. Aber sicherlich wird der ADAC demnächst eine Aktion zur Einführung einer derartigen Pflicht lostreten, um dann wieder feiern zu können, dass nur durch sie endlich mehr Sicherheit ...
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Artikel 7 Abs. 2a:

"Ab dem 19. Januar 2013 haben die von den Mitgliedstaaten
ausgestellten Führerscheine der Klassen AM, A1, A2,
A, B, B1 und BE eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren."

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2006:403:0018:0060:DE:PDF


Nicht so schnell, es geht um EU-RiLis ;) . Hast Du auch Ziffer 5 der Begründung gelesen?

"Vor dem Beginn der Anwendung dieser RiLi erteilte order erworbene Fahrerlaubnisse sollten unberührt bleiben".

Sonst gäbe es auch gewaltige Kollissionen mit der Besitzstandswahrung, welche hierzulande eine grosse Rolle spielt. Man könnte jetzt polemisch kommentieren, es trifft mal wieder nur die Jungen. Die hier diskutierten "Altlasten" - und auch die Diskutierenden in ein paar Jahren - sind außen vor. Außerdem mal abwarten, ob die EU bis dahin überhaupt noch eine Richtlinienkompetenz für DE hat. Ich wäre da momentan skeptisch.
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Jein! Eine Statistik nur für über 80jährige gibt es nun mal nicht, aber hier nur mal die Zahlen aus den Jahren 2002-2006:

18-24: 1600-1250 Unfälle
25-64: 450-400 Unfälle
65 und älter: 200-250 Unfälle

Das sind Unfälle mit Personenschaden und schweren Sachschäden über 100.000 Euro, jeweils schuldhaft als Fahrzeugführer verursacht. Quelle: Allianz Zentrum für Technik
Die Tendenz dürfte heute wohl ähnlich sein.

Andreas

Also diese Statistik sagt tatsächlich garnichts. Es handelt sich um absolute Zahlen. Beachtet man, dass es viel weniger autofahrende "alte" gibt, als junge (1. weil es weniger alte Leute gibt und 2. weil alte Leute deutlich weniger Fahren) erscheint eine Statistik Unfälle pro Kilometer deutlich sinnvoller. Und da, denke ich, schneiden die älteren nicht mehr so gut ab...
 
AW: Schade um das schöne Auto...

"Vor dem Beginn der Anwendung dieser RiLi erteilte order erworbene Fahrerlaubnisse sollten unberührt bleiben".

Sonst gäbe es auch gewaltige Kollissionen mit der Besitzstandswahrung, welche hierzulande eine grosse Rolle spielt.
Die Feinheiten der Rili beachtet, nicht Fahrerlaubnis und Führerschein verwürfeln ;)

Lies mal oben die Einleitung Absatz (3) und (4), erste Seite gleich rechts oben. Nach den zugehörigen Durchführungsbestimmungen existieren 10 Jahre, um aktuelle Führerscheine in den dann kommenden, neuen Führerschein umzutauschen. Und nach Artikel 7 ist der Führerschein befristet.

Nicht Deine Fahrerlaubnis mit Besitzstandsrechten ist befristet, sondern Dein Führerschein und der ist ohne Besitzstandsrechte.

War doch schon letzten, wo ab 50 für die "schweren" Klassen LKW/Bus auch ohne Gesundheitsnachweis die Berechtigung weg war, "trotz" Besitzstandsrechte hat das auch völlig problemlos, nämlich genauso, geklappt.
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Das heißt andersrum, bei den Alten sollte man das tun?
So war das doch wohl hoffentlich nicht gemeint oder?
Ich wäre übrigens für verpflichtende Fahr- und Gesundheitstests für alle Gruppen und zwar in dem Alter entsprechenden Zeitabständen.

Andreas

na das ist doch DIE lösung ! wollte auch nicht ältere leute über einen kamm scheren ... nur sind diese eben auch auf grund der gesundheitlichen folgen des alterns z.t. fahruntüchtig. ebenso gibt es in allen altersklassen personen die auf grund körperl. oder geistiger gebrechen eben nicht mehr in lage sind ein fahrzeug SICHER zu führen (z.b. alkoholabhängig ... usw) ...

von selbst gibt sicher keiner zu, dass er nicht mehr in der lage ist ...
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Ich gebe zu, Fahrerlaubnis und Führerschein verwürfelt zu haben :)

Lesen wir aber genauer:

A. 7 Ziff 2 a): Gültigkeitsdauer 10 Jahre oder 15.

A. 7 Ziff 3: Abhängigkeit der Verlängerung nach a) nicht für die PKW-Klasse B, also keine Vorschrift zur Umsetzung der Tauglichkeitsprüfung. In dem Text unter b) steht dann, dass die Staaten die Tauglichkeitsprüfung für die anderen als in a) genannten Fahrzeugklassen einführen können. D.h. das ist keine Vorschrift und es bleibt abzuwarten, ob das in DE passiert.

Aufgrund der Besitzstandswahrung sehe ich darin ein rechtliches Problem. Ich darf beispielsweise ja auch noch LKWs bis 7,5 t fahren, weil ich meine Fahrerlaubnis damit und vor Einführung des EU-Führerscheins erworben habe.
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Ich darf beispielsweise ja auch noch LKWs bis 7,5 t fahren, weil ich meine Fahrerlaubnis damit und vor Einführung des EU-Führerscheins erworben habe.
Falsch.

Dass Du weiterhin 7,5 Tonnen fahren darfst, liegt nur daran, weil auch ein derartiger Bestandsschutz bei der letzten Änderung beschlossen wurde, aber nicht, weil Du bereits mit der Erteilung der Fahrerlaubnis derartiges erhalten hast. Bestandsschutz ist kein Regelfall sondern immer eine Ausnahme.

Findet sich sogar so im Grundgesetz. Der Gesetzgeber ist verpflichtet Vorgaben zu ändern, wenn eine Änderung oder Anpassung notwendig erscheint. Ein grundsätzlich (grundgesetzlich) existierender Bestandsschutz, auf was auch immer, stünde völlig im Widerspruch zu der im GG definierten Pflichten des Gesetzgebers.

Es gibt keinen pauschalen Bestandsschutz, nur wenn ein Bestandsschutz in einer Übergangsbestimmung (im Anhang eines neuen Gesetzes oder Verordnung) unbegrenzt oder befristet oder unter Einhaltung von Auflagen beschlossen wird, dann und nur dann existiert das auch.

Bitte nicht auf einen Bestandsschutz hinweisen, der nicht existiert. In der Rili stehen die Einführungsfristen, also entsprechend dieser Fristen in den Bundesanzeiger schauen, ob und in welcher Art (Fristen und Auflagen) ein Bestandsschutz überhaupt gewährt wird.

Bei der letzten Änderung hatte die Klasse 2 auch nur einen bis zum 50ten Geburtstag befristeten Bestandsschutz, obwohl man sie ursprünglich "unbegrenzt" erhalten hat.
 
AW: Schade um das schöne Auto...

Dass das kein Pauschalrecht ist ist klar. Im GG steht aber auch der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, wonach jegliches staatliches Handeln in Hinblick auf den verfolgten Zweck geeignet, erforderlich und angemessen sein muss. Das muss also gegeneinander abgewogen werden. Bisher wurden die Aspekte hierzulande aber als wichtig gesehen, und es gibt recht viele Fälle, in denen das Argument erfolgreich herangezogen wurde.

Sei es drum, wir brauchen keine GG-Debatte um festhalten zu können, dass die EU einen "Test" erlaubt, aber nicht fordert. 2009 schrieb der Focus, dass ein solcher nicht vorgesehen sei.

http://www.focus.de/auto/news/fuehr...schein-nur-noch-fuer-15-jahre_aid_363972.html

Wie es der Gesetzgeber dann umsetzt bleibt natürlich abzuwarten, jedenfalls kannst Du aber nicht sagen, dass er auf jeden Fall kommt. Ich würde jedenfalls wetten, dass nicht.
 
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