Schweizer untersuchen BMWs Geschäftspraktiken

AW: Schweizer untersuchen BMWs Geschäftspraktiken

Ich würd mal sagen, die Schweizer machen sich irgendwie sehr schnell sehr unbeliebt.
Fällt mir irgendwie in den letzten Jahren immer öfters auf.
 
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Könnte ja durchaus sein ... warten wir doch die Untersuchungen ab und Urteilen dann über böse Schweizer (bin übrigens auch einer) oder über böse Bajuwaren.

Tim
 
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Vor allem weil es ja eine Entscheidung der bösen Schweizer ist, gell ;)

Mal davon abgesehen gab oder gibt es von nahezu jedem Autohersteller solche Gerüchte.

Gruß
Alex
 
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Was wollen die eigentlich?

Ich finde es im EU-Recht schon ein starkes Stück, dass es Firmen dort vorgeschrieben wird, wie sie ihren Vedrttrieb zu organisieren und durchzuführen haben. Das entspricht nicht im Grunde meinen Vorstellungen einer freien Marktwirtschaft.

Warum soll nicht BMW mit Praktiken, die in keinster Weise eine Person schädigen, eine Preisstabilität umsetzen?
 
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Hallo,
die Schweizer können das Problem, wenn es eines sein sollte, doch ganz einfach lösen: Beitritt in die EU
Dann werden die erst mal richtig zur Kasse gebeten.
Gruß
Uli
 
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...
Warum soll nicht BMW mit Praktiken, die in keinster Weise eine Person schädigen, eine Preisstabilität umsetzen?

Ob das so ist, wird die Untersuchung ergeben. :s Wenn BMW sich rechtens verhält, muss das Verfahren ja Niemanden stören. :w

Ich finde das Begehren der Schweiz völlig legitim und würde mir derartiges Selbstbewusstsein auch von unserer Regierung herzlich wünschen. Natürlich gibt es Wünsche, die nie in Erfüllung gehen werden. :s

Grüße
Jan
 
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Pinzipiell ist das ja verständlich, die Preise werden ja jeweils dem Markt angepasst. Ist ja auch logisch.

Allerdings kann ich auch darüber berichten, dass ich von einem Händler aus Deutschland sehr regelmässig Flyer mit Angeboten extra für Schweizer Kunden (inkl. CHF-Preise, Überführung, Verzollung etc) zugeschickt bekomme. Wenn die die Schweizer Kunden nicht hätten, hätten sie ja auch nur etwas mehr als 50% der jetzigen potentiellen Kunden, rein geographisch...

Allerdings kommt es ja auch für viele Schweizer überhaupt nicht in Frage, ein Auto aus D zu kaufen, die kaufen ja schliesslich auch nicht beim Aldi ein :X:X:X
 
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Ich verstehe das also richtig: Wenn ein Schweizer ein Auto hier in Deutschland kaufen will, soll ihm im Moment, wenn die Behauptungen stimmen, ein deutscher BMW Vertriebspartner diesen nicht verkaufen dürfen.

Na dann:

Nach Gleichstellungsbeauftragten für Frauen, müssen den hier jetzt wohl auch Schweizer bekommen. Das ist dann wohl wie bei den Witzen über Holländer mit Wohnwagen hinter dem Auto eine Form von allgemein akzeptiertem Rassismus... :s

Nun im Ernst: Wenn BMW das macht, halte ich das für ein Unrecht. Nur weil es andere Hersteller vielleicht auch tun, wird es dadurch nicht rechtens und eine Kontrolle wäre in Ordnung.
Ich möchte nicht wissen, was hier los wäre, wenn BMW demnächst BMWs nicht mehr zum gleichen Preis an Nicht-Bayern verkaufen würde, sondern 10% Aufschlag verlangen würde, wegen dem gefährlichen Exportweg durch das Frankenland... :w :d :d :d
 
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Ist halt wieder der Spagat zwischen legal und legitim...

Ich fände (wenn es denn stimmen würde) grenzwertig legitim, wenn auch nicht gutzuheißen. Legal wird es - ohne das jetzt irgendwie nachgelesen zu haben - schon sein - s.o. zur EU.
 
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Naja, wuerd mich jetzt nicht sonderlich erstaunen. Wer die Schweiz etwas kennt, weiss, dass das Thema "Hochpreisinsel" (auch nach lohnbereinigten Zahlen) schon lange ein Politikum ist ... das passt halt einfach thematisch ein bsischen da rein.

Stary schrieb:
Ich würd mal sagen, die Schweizer machen sich irgendwie sehr schnell sehr unbeliebt. Fällt mir irgendwie in den letzten Jahren immer öfters auf.

Das haett ich jetzt doch irgendwie noch gerne fundiert erlaeutert.
 
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(wow .. wieder mal das Doppelpostsyndrom, lang ists her :) )
 
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Nun ja, das wird wohl eher Direktive aus München sein, denn die Marge pro verkaufte Einheit dürfte in der Schweiz mitunter die höchste sein, da will man sich den Markt nicht kaputt machen lassen.

Und ich persönlich finde ein solches Verhalten einerseits nachvollziehbar, aber für mich aus der Sicht eines Konsumenten inakzeptabel.

Freie Marktwirtschaft wird hier wohl falsch interpretiert, denn freie Marktwirtschaft wird nicht nur vom Produzenten/Händer o.ä. gelebt, sondern auf der anderen Seite auch vom Konsumenten, und hier versucht BMW den Markt zu beeinflussen, was ich nicht gutheissen kann.

Als Konsument, der ein Produkt dieser Marke erwerben möchte, muss es mir freistehen selbständig zu entscheiden, wo und bei wem ich das Produkt kaufe - EU hin oder her... Als Konsument nehme ich auch selbständig in Kauf, weniger Garantieleistungen und einen fehlenden Servicevertrag zu haben.

Daher: Absolutes NO-GO! b:
 
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Und warum darf Levis in den USA seine Hosen für 30-70 USD verkaufen (umgerechnet ca. 25-60 Euro) und hier aber 120-200 Euro verlangen?
 
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Ich denke auch, es wird in vielen (wenn nicht fast allen) Wirtschaftsbereichen ähnliche Geschäfts-Strategien gibt - wo auch immer ein Unternehmen mehr Profit rausholen kann, wird es das auch tun...
 
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Und warum darf Levis in den USA seine Hosen für 30-70 USD verkaufen (umgerechnet ca. 25-60 Euro) und hier aber 120-200 Euro verlangen?

Die Frage müsste lauten: Und warum kann Levis in den USA seine Hosen für 30-70 USD verkaufen (umgerechnet ca. 25-60 Euro) und hier aber 120-200 Euro verlangen?

Die Antwort: Weil die USA ein ganz anderer Markt sind. Das gleiche gilt ja auch für Autos sogar europäischen Ursprungs. In den USA spürt man einen deutlich höheren Konkurrenzdruck - die Märkte agieren freier, als hier bei uns.

Und einbisschen, aber nur ein ganz kleines bisschen, dürfte es wohl daran liegen, dass der europäische Verbraucher eine andere Mentalität besitzt - um nicht zu sagen, verarscht werden will. :X

So, genug polemisiert. :b
 
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Die Schweiz ist nicht Mitglied der EU und somit auch nicht EU-Wettbewerbsrecht unterworfen. Der Einfluß der Schweizer Wettbewerbskomission endet an der Grenze. Innerhalb der Schweiz liegt doch kein Verstoß vor - aufgrund welcher Rechtsnorm will die Komission dann etwas ermitteln bzw. prüfen? Und es kann ja auch in der Schweiz nicht verwerflich sein, dass etwas im Ausland zu einem anderen Preis verkauft wird - sonst müßten die Schweizer Banken wohl mit ihren Zinsversprechen herunter gehen ;)
 
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Davon, dass die EU-Kommission was macht, war nie die Rede (1. Satz: "BMW ist ins Visier der Schweizer Behörden geraten.")
 
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Die Antwort: Weil die USA ein ganz anderer Markt sind. Das gleiche gilt ja auch für Autos sogar europäischen Ursprungs. In den USA spürt man einen deutlich höheren Konkurrenzdruck - die Märkte agieren freier, als hier bei uns.

Und einbisschen, aber nur ein ganz kleines bisschen, dürfte es wohl daran liegen, dass der europäische Verbraucher eine andere Mentalität besitzt - um nicht zu sagen, verarscht werden will.

Darauf wollte ich hinaus. Das gleiche kann BMW in diesem Fall ja auch sagen: z.B. "die Schweizer sind scheinbar bereit einen höheren preis zu bezahlen". Wobei das noch weniger krass ist - nen Schweizer kann einfacher nach Deutschland und dort seine Autos kaufen als Europäer mal eben in die USA fliegen, um dort Hosen zu kaufen.

Was verboten wäre, wenn deutsche Autohäuser angehalten werden, Schweizern keine Autos zu verkaufen, damit diese gezwungen sind, die Autos in der teuereren Schweiz zu verkaufen. Sowas wäre dann wahrscheinlich Diskriminierung.
 
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Die Schweiz ist nicht Mitglied der EU und somit auch nicht EU-Wettbewerbsrecht unterworfen. Der Einfluß der Schweizer Wettbewerbskomission endet an der Grenze. Innerhalb der Schweiz liegt doch kein Verstoß vor - aufgrund welcher Rechtsnorm will die Komission dann etwas ermitteln bzw. prüfen? Und es kann ja auch in der Schweiz nicht verwerflich sein, dass etwas im Ausland zu einem anderen Preis verkauft wird - sonst müßten die Schweizer Banken wohl mit ihren Zinsversprechen herunter gehen ;)

Die WEKO agiert für die Schweizer Konsumenten, und die sind hiervon sehr wohl betroffen. BMW baut Schranken auf und schottet damit künstlich den Schweizer-Markt ab; das ist sehr wohl wettbewerbswidrig. Nochmal: Wir haben die Freiheit, Waren frei ein- und auszuführen. Dies gilt für kommerzielle Händler wie auch private Konsumenten.

Aber lassen wir die WEKO den Fall untersuchen, und schauen dann weiter...

Darauf wollte ich hinaus. Das gleiche kann BMW in diesem Fall ja auch sagen: z.B. "die Schweizer sind scheinbar bereit einen höheren preis zu bezahlen". Wobei das noch weniger krass ist - nen Schweizer kann einfacher nach Deutschland und dort seine Autos kaufen als Europäer mal eben in die USA fliegen, um dort Hosen zu kaufen.

Was verboten wäre, wenn deutsche Autohäuser angehalten werden, Schweizern keine Autos zu verkaufen, damit diese gezwungen sind, die Autos in der teuereren Schweiz zu verkaufen. Sowas wäre dann wahrscheinlich Diskriminierung.

Beispiel Levis: Du kannst deine Hose in einem Levi's-Store in Deutschland kaufen, genau so wie du das über eBay bei einem Levi's-Händler in den USA kannst. Du kannst auf deiner US-Reise eine Levi's Jeans kaufen, ohne dass jemand fragt ob du Resident oder Non-Resident bist.

Beispiel BMW: Du kannst deinen BMW in der Schweiz kaufen. Du wirst aber aufgrund einer Direktive von BMW und damit verbundener Schranken nicht ohne weiteres einen BMW in Deutschland kaufen können.
 
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Du kannst auf deiner US-Reise eine Levi's Jeans kaufen, ohne dass jemand fragt ob du Resident oder Non-Resident bist.

Du kannst sie kaufen, ohne gefragt zu werden, aber Du solltest bei der Ausreise tunlichst die Etiketten abmachen und sie gebraucht aussehen lassen, sonst können se Dich empfindlich bestrafen! (ist allerdings nur Hörensagen von nem Kumpel).
 
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Du kannst sie kaufen, ohne gefragt zu werden, aber Du solltest bei der Ausreise tunlichst die Etiketten abmachen und sie gebraucht aussehen lassen, sonst können se Dich empfindlich bestrafen! (ist allerdings nur Hörensagen von nem Kumpel).

Wir reden hier doch nicht vom Zoll/USt, sondern von Schranken, die Hersteller aufbauen (können). Auch ein Auto, das du einführst, musst du verzollen und entsprechend versteuern.
 
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Wir reden hier doch nicht vom Zoll/USt, sondern von Schranken, die Hersteller aufbauen (können). Auch ein Auto, das du einführst, musst du verzollen und entsprechend versteuern.

Mir ist schon klar, worüber wir reden. Immerhin hab ich den Thread aufgemacht.

Ich meine aber (wie gesagt, nur Hörensagen), dass es dabei nicht nur um Zoll bzw. Versteuerung geht, sondern auch um reale Exportschranken.
 
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Und da steht dann einer von Levis und schaut, ob Etiketten an den Hosen sind und wenn ja, kriegt der Händler Ärger? Die Etiketten macht man ab, damit der Zoll bei der Einfuhr nicht merkt, dass man für über 300CHF im Ausland eingekauft hat, was nämlich zur Folge hätte, dass man 7,6% Steuer (+je nachdem Zoll) bezahlen müsste...

Davon abgesehen ist noch nicht erwiesen, ob BMW so handelt, ich habe wie geschrieben eine andere Erfahrung gemacht...
 
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