SPD-Abgeordneter fordert Wahlpflicht - 50 € Strafe

AW: SPD-Abgeordneter fordert Wahlpflicht - 50 € Strafe

Hi Zusammen,

nach meiner Meinung müssten wir in Deutschland WIRKLICH eine WAHLPFLICHT einführen (ich finde nämlich, dass wählen nicht nur ein Bürgerrecht, sondern wirklich eine demokratische Bürger-Pflicht ist) !! :t

ABER (und genau da beginnt es interessant zu werden), dann müsste zwingend auf dem Wahlzettel auch der Punkt "Stimmenthaltung, da KEINE der zu wählenden Parteien für mich in Frage kommt" enthalten sein - GENAU DAS WOLLEN DIE POLITIKER JA NICHT WIRKLICH HÖREN/WISSEN.

Dann könnten die werten Politiker sich nicht immer darauf herausreden, dass sie "...ihre Wähler nicht motivieren konnten..." oder einfach das Wetter zu schön war. Wenn eine Wahlpflicht mit Erfassung der Stimmenthaltungen bestünde, würde dies die aktuelle Politikverdrossenheit der mündigen Bevölkerung ziemlich deutlich zeigen (denn ich bin sicher, dass viele einfach nur nicht zur Wahl gehen, weil es nichts vernünftiges zu wählen gibt). Damit würde der Politik ein Spiegel vorgehalten werden... :b :X
 
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Also bei der Auswählbarkeit einer Stimmenthaltung würde ich auch wählen gehen.

Denn mal im Ernst, den Leuten wird bei jedem Wahlkampf das Blaue vom Himmel versprochen, und eingehalten wird (fast) nix. Und ich gebe meine Stimme auf Basis falscher Versprechungen ab, und wenn in der Amtsperiode mal auf die Idee kommt gelb statt wie vorher beworben blau zu sagen, kann ich nix daran ändern. Das hat für mich nichts mit Demokratie zu tun. Alleine schon das diese Kompetenzsimulanten Ihre eigene Diäten festsetzen kotzt mich an. Als wenn sich ne Mehrheit fnden würde sich selbst das Geld zu kürzen :g
Soll sich mal ein Politiker über die Managergehälter aufregen von wegen Raffgier... 2 Jahre im Bundestag und Du kriegst Dein Leben lang 2.000 € Rente... *RAAAAAAAAAAHHHHHHHH gleich reg ich mich auf... :furious2:
 
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Also bei der Auswählbarkeit einer Stimmenthaltung würde ich auch wählen gehen.

Die gibt es doch schon: Wahlzettel ungültig machen, durch "leer abgeben" oder "mehrere Kreuze".

Das Ergebnis muss veröffentlicht werden. Wird bei nur 10 ungültigen Stimmen im Wahlkreis natürlich nicht gemacht, aber wenn 25% ungültig sind, wird es mit Sicherheit veröffentlich. Bestimmt bereits schon bei mehr als 3%

Die Auszählungen der einzelnen Wahllokale und deren Veröffentlichung mit der Anzahl der Stimmen, führt auch die "ungültigen/Enthaltungen" exakt mit auf!
 
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Gezwungene Demokratie, in Frankreich und ich glaub Norwegen musste auch Strafe zahlen, ausserdem hat man immer noch die Möglichkeit den Stimmzettel ungültig zu machen!

Leider muss ich dir da widersprechen: weder in Frankreich noch in Norwegen gibt es eine Wahlpflicht;
in Europa sind die wichtigsten Staaten mit Wahlpflicht Italien und Griechenland.

Witzig hierbei sind auch die Strafen bzw. deren Durchsetzung. In vielen Ländern sind die Strafen nur formal, durchgesetzt werden sie eigentlich nicht mehr. Diese können jedoch relativ drakonisch ausfallen und reichen von einer geringen Geldstrafe über das Verbot der Erteilung eines Reisepasses, die Streichung aus den Wahllisten, bis man formal darlegt, warum man wieder wählen will, bis hin zu Freiheitsstrafen.

Eine Wahlpflicht in Deutschland halte ich vor allem deshalb für bedenklich, weil wir eine anders gelagerte schon mal in der DDR hatten. Leute wurden zur Wahl "abgeholt" und wurden indirekt gezwungen, für das System abzustimmen. Das brauchen wir wirklich nicht mehr. Ein freies Bürgerrecht ist es, auch nicht wählen zu gehen.
 
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Die gibt es doch schon: Wahlzettel ungültig machen, durch "leer abgeben" oder "mehrere Kreuze".

Das Ergebnis muss veröffentlicht werden. Wird bei nur 10 ungültigen Stimmen im Wahlkreis natürlich nicht gemacht, aber wenn 25% ungültig sind, wird es mit Sicherheit veröffentlich. Bestimmt bereits schon bei mehr als 3%

Die Auszählungen der einzelnen Wahllokale und deren Veröffentlichung mit der Anzahl der Stimmen, führt auch die "ungültigen/Enthaltungen" exakt mit auf!

exakt dass wäre aber nicht das Selbe - denn dann wäre immer noch eine Grauzone vorhanden, wer einfach nur zu doof war richtig zu wählen und wer BEWUSST KEINE STIMME abgegeben hat.:w
 
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Eine Wahlpflicht in Deutschland halte ich vor allem deshalb für bedenklich, weil wir eine anders gelagerte schon mal in der DDR hatten. Leute wurden zur Wahl "abgeholt" und wurden indirekt gezwungen, für das System abzustimmen. Das brauchen wir wirklich nicht mehr. Ein freies Bürgerrecht ist es, auch nicht wählen zu gehen.

...sorry, DASS sehe ich anders - nicht wählen zu gehen bedeutet auch danach nicht zu motzen... :w :X

Ich halte eine WAHLPFLICHT schon für sinnvoll und die Variante, welche mal in der DDR gegolten hat ist selbstverständlich mehr als bedenklich und intolerabel. Aber es ist schon ein Unterschied, wenn ich die PFLICHT habe, wählen zu gehen und mich FREI für einen "Volksvertreter" oder der Stimmenthaltung entscheiden darf, oder wie bei der von Dir geschilderten Variante des Wahlzwangs mit vorheriger Vorgabe !!
 
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exakt dass wäre aber nicht das Selbe - denn dann wäre immer noch eine Grauzone vorhanden, wer einfach nur zu doof war richtig zu wählen und wer BEWUSST KEINE STIMME abgegeben hat.:w

Wäre schon schön wenn es das geben würde mit Deiner Alternative. Gibt es aber nicht, also geht es nur mit "ungültig" machen.

Und wenn sich dann heraus stellt, dass 25% "zu blöde" (weil Wahlzettel ungültig) sind, sollte das auch zu denken geben;);)
 
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Wäre bei so einer Aktion sofort dabei, wenn ich wüsste, dass genug mitmachen..... Aber das ist wie mit "Shell" boykottieren, da wird auch nur geredet und keiner macht mit.

Wir in Deutschland, im Gegensatz zu den Franzosen, nutzen das Machtpotential des Volkes einfach nicht, wir gehen wie die Lämmer zur Schlachtbank.... Schade eigentlich
 
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wählen ist keine pflicht,
sondern ein privileg!

kann es überhaupt nicht verstehen und schon gar nicht entschuldigen, wenn leute nicht wählen.

und obwohl ich kein spd anhänger bin, find ich die idee irgendwie interessant...
stösst sie zumindest die diskussion an.

und was soll das immer: "die sollen sich mal gedanken machen warum die leute nicht wählen..."
DIE interessiert das nämlich überhaupt nicht, sonder UNS hat das zu interessieren.

und wer das nicht begreift soll von mir aus hingehen wo der pfeffer wächst,
da kann man dann zwischen kalaschnikow und machete mal ausprobieren, wie es ohne wahl so läuft...:+
Interessanter Gedankenansatz...
Gezwungene Demokratie, in Frankreich und ich glaub Norwegen musste auch Strafe zahlen, ausserdem hat man immer noch die Möglichkeit den Stimmzettel ungültig zu machen!
jaja.. auch interessant, so kann man a) Demokratie aktiv zerstören, und b) natürlich bei entsprechend hoher Quote demonstrieren, wie blöd das Volk zu sein scheint

Wäre bei so einer Aktion sofort dabei, wenn ich wüsste, dass genug mitmachen..... Aber das ist wie mit "Shell" boykottieren, da wird auch nur geredet und keiner macht mit.

Wir in Deutschland, im Gegensatz zu den Franzosen, nutzen das Machtpotential des Volkes einfach nicht, wir gehen wie die Lämmer zur Schlachtbank.... Schade eigentlich
Stimmt auffallend, die Nachbarn sind da an der Basis weitaus streitbarer.
Natürlich polarisiert so ein Beitrag oder so ein Statement, aber ich finde schon, dass Wählen tatsächlich Bürgerpflicht ist. Wer nicht wählt (und das oft aufgrund der Tatsache, dass das Wetter eher für andere Aktivitäten einläd), der sollte auch nichts von der Allgemeinheit an Zuwendungen zu erwarten haben.
Politikverdrossenheit: jaja, könn wa stunden drüber diskutieren und da bin ich auch dabei, aber wenn ich nicht-wähle, mache ich es auch nicht besser, leiste kleinen Splitterperteien (leider oft aus den Ecken, die wir alle nicht mehr haben wollen) Vorschub, und wer nix bestimmt, sollte hinterher auch nicht meckern . Er hat ja nichts dazu beigetragen.
Ganz einfach.
 
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Wenn erstmal die Wahlcomputer flächendeckend eingeführt werden entscheidet eh ein Zufallsgenerator, wessen Stimme zählt und wessen nicht :B
 
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...sorry, DASS sehe ich anders - nicht wählen zu gehen bedeutet auch danach nicht zu motzen... :w :X

Ich halte eine WAHLPFLICHT schon für sinnvoll und die Variante, welche mal in der DDR gegolten hat ist selbstverständlich mehr als bedenklich und intolerabel. Aber es ist schon ein Unterschied, wenn ich die PFLICHT habe, wählen zu gehen und mich FREI für einen "Volksvertreter" oder der Stimmenthaltung entscheiden darf, oder wie bei der von Dir geschilderten Variante des Wahlzwangs mit vorheriger Vorgabe !!

Ja Rainer, ich habe dich auch so verstanden, dass du nicht die DDR-Wahlpflicht wieder einführen willst :w

Ersteres sehe ich aber ganz genauso :t
Das regt mich wirklich auf, Leute, die die ganze Zeit rumstänkern, egal wer an der Macht ist und egal was gemacht wird, alles ist schlecht.

Denen sag ich nur: Entweder

1) wenigstens wählen gehen
2) selbst Politik machen und versuchen, die Sachen zu verändern
3) auswandern
 
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Ich halte mich aus kontroversen Themen ja meist raus. Aber hier muß ich schon feststellen das viele nicht wirklich begreifen welch hohes Gut es ist das wir hier wählen dürfen und das die Wahl wirklich frei und unbeeinflusst ist.
Wer die annehmlichkeiten unserer Demokratie in Anspruch nimmt (und die sind so schlecht nicht wie viele erzählen) der sollte auch das bischen Ehrgeiz aufbringen sich mal eine einzige Stunde mit den Wahlprogrammen der Parteien auseinanderzusezten und dann wählen zu gehen.
Wer nicht wählen geht verzerrt das eigentliche Ergebnis schon dadurch das die linken und rechten Gruppierungen (dadurch das diese es schaffen Ihre Klientel besser zu motivieren) viel mehr Gewicht erhalten als es Ihrem Bevölkerungsanteil entspricht.
Würden alle, oder doch die meisten Wähler auch wählen gehen könnten Politiker auch konsequenter Ihre Linie durchziehen mit dem Hintergrund das sie deswegen ja gewählt wurden und bei beibehaltung auch wieder gewählt werden.
Ich kann nur sagen da jeder der nicht wählen geht dann hinterher auch nicht über die Politik die gemacht wird meckern sollte/darf.
Und Politik ist nun auch einmal die Kunst Kompromisse auf einem gemeinsamen Nenner zu finden wenn man keine Alleinstellung hat.
Zum Argument der Wahlwerbung: Ihr kauft doch hoffentlich im Supermarkt auch nicht das beworbene Produkt nur weil die nackte Frau so schön grinst auf dem Plakat!
 
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Und nach der Wahl?? &:&:

„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“

adenauer-konrad.jpg


Dann doch lieber die Option

"Stimmenenthaltung"

Die dann auch veröffentlicht werden muß.
 
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Hi,

ich denke für volksentscheide wie in der Schweiz ist das Deutsche Volk einfach zu unfähig. Was da für Sachen bei rauskommen würden... Nicht auszudenken.

Stichwort Wahlpflicht: Hoffentlich kommt sowas nie in Deutschland. Will nicht wissen wie das Wahlergebnis aussehen würde, wenn plötzlich die Öliver Geissen Kundschaft in der Wahlkabine steht und ein Kreuzchen machen muss.
"NPD? Hab ich schonmal gehört. Wobei... PDS hört sich doch auch nett an"

Darüberhinaus: Jeder der keine Stimme abgibt, sorgt dafür dass meine mehr zählt. Von mir aus können zur Bundestagswahl nochmal deutlich weniger Leute hingehen.

Grüße,
Malte.
 
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Hi,

ich denke für volksentscheide wie in der Schweiz ist das Deutsche Volk einfach zu unfähig. Was da für Sachen bei rauskommen würden... Nicht auszudenken.

Stichwort Wahlpflicht: Hoffentlich kommt sowas nie in Deutschland. Will nicht wissen wie das Wahlergebnis aussehen würde, wenn plötzlich die Öliver Geissen Kundschaft in der Wahlkabine steht und ein Kreuzchen machen muss.

Grüße,
Malte.

Ging mir auch mal durch den Kopf.
Selbst Otto-Normalwähler hat doch im Grunde kaum Hintergrundwissen von Politik im speziellen. Es wird, nicht zu verdenken, an eigene Vorteile gedacht.
Wunschdenken, bezw. Wunschvorstellungen sind in Sachen Politik ungeeignet. Man muß immer die Gegenseite dazu in Betracht ziehen.
Die Hausfrau und Mutter auf der Straße angesprochen in Sachen Familienpolitik, gibt den Rundumschlag als Antwort: "MAN müßte mehr für Familien tun".
Auf die Gegenfrage wie und was, ist dann "hängen im Schacht."
So wäre es bei allen Fragen!
Sollen Subvensionen für Winzer abgeschafft werden? Antwort: Ja klar. (Über deren direkten und besonders indirekten Folgen werden sich keine Gedanken gemacht).
Die 10- € Praxisgebühr sieht jeder direkt vor Augen, dass aber "meine eigene" Partei im stillen Kämmerlein seinerzeit beschlossen hat, dass derjenige der vorzeitig wegen Krankheit aus dem Berufsleben ausscheiden muß 10,8% von der Rente/Pension zeitlebens abgezogen bekommt ist nicht bekannt, oder nicht von Interesse, da es ja einen (noch) nicht betrifft, bezw. in weiter Ferne liegt.
Der "kleine" Mann sagt: Man müßte es von den Reichen nehmen. Auf die Gegenfrage wie und mit welchen gesetzeskonformen Mitteln kann dann nicht beantwortet werden.
Beispiele aus allen Bereichen könnten hier folgen. Die Politik wird von Menschen gemacht, die sich mit dem Metier auskennen. Da kann sich jeder überzeugen. Man besuche eine Stadtratssitzung in Essen, eine Landtagsdebatte in Rheinland-Pfalz oder eine Bundesratssitzung in Berlin.
Auf Politiker der Ersten Reihe, die in den Medien Ansichten ihres Lagers darlegen, ist bei anderer Meinung vorschnell von Unfähigkeit die Rede.
Ich behaupte: 95% der nicht in der Politik stehenden Menschen haben keine wirkliche Ahnung vom Metier Politik.(Dazu zähle auch ich).
Wenn ich vom Wähler auf der Straße höre: Der XY hat doch keine Ausstrahlung, oder die YZ ist mir unsympatisch, oder der XZ ist mir zu eitel, kann man nur mit dem Kopf schütteln.
Aber irgendwer muß doch nun wählen. &: Denke die natürliche Auslese, sprich: Der/Die mit genügend Verantwortungsbewusstsein kommt diesem auch nach. Und gottlob bleibt die o.zitierte O-Geissen-Kundschaft des wahlsonntags auf der Couch liegen. :X
 
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ja, so ganz verkehrt liegt Stutzweck nicht...

Und früher ist das auch anders gewesen.... vielleicht sogar besser.

Als kleine und auch wahre Anekdote:

In einem kleinen Dorf bei uns in der Nähe. Die ehemalige Magd eines größeren Hofes, alleinstehend, das "Gnadenbrot" auf dem Hof bekommend und immer dort gelebt, kommt wie bei jeder Wahl ins Wahllokal (und früher sind die Leute, zumindest auf dem Land, alle zur Wahl gegangen, weil sich das "so gehört" und natürlich weil die Wahlhelfer ja jeden kennen....)

Die alte Dame, hoch in den Siebzigern, bekommt den Wahlzettel in die Hand und legt ihn bei den Wahlhelfern wieder hin und sagt: "Ich wähle, was der Bauer wählt!"

Die Herren daraufhin: "Das ist eine geheime Wahl, wir wissen nicht was "der Bauer" wählt"

Die alte Dame: "Das ist mir egal, ich wähle, was der Bauer wählt"

Wie es dann letztlich ausgegangen ist, keine Ahnung.

Aber so wurde früher gewählt auf dem Land.;););)
 
AW: SPD-Abgeordneter fordert Wahlpflicht - 50 € Strafe

ja, so ganz verkehrt liegt Stutzweck nicht...

Und früher ist das auch anders gewesen.... vielleicht sogar besser.

Als kleine und auch wahre Anekdote:

In einem kleinen Dorf bei uns in der Nähe. Die ehemalige Magd eines größeren Hofes, alleinstehend, das "Gnadenbrot" auf dem Hof bekommend und immer dort gelebt, kommt wie bei jeder Wahl ins Wahllokal (und früher sind die Leute, zumindest auf dem Land, alle zur Wahl gegangen, weil sich das "so gehört" und natürlich weil die Wahlhelfer ja jeden kennen....)

Die alte Dame, hoch in den Siebzigern, bekommt den Wahlzettel in die Hand und legt ihn bei den Wahlhelfern wieder hin und sagt: "Ich wähle, was der Bauer wählt!"

Die Herren daraufhin: "Das ist eine geheime Wahl, wir wissen nicht was "der Bauer" wählt"

Die alte Dame: "Das ist mir egal, ich wähle, was der Bauer wählt"

Wie es dann letztlich ausgegangen ist, keine Ahnung.

Aber so wurde früher gewählt auf dem Land.;););)

Auch da ist was was dran. Die alte Dame war in gewisser Hinsicht schlau. Wollte, dass alles so bleibt. Geht es hier in dem Fall dem Bauern gut, geht es auch mir gut. :)
 
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Alle Deutschen, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet hatten, seit mindestens drei Monaten in Deutschland wohnhaft waren und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen waren, durften ihr Kreuzchen machen. Das waren immerhin 64,3 Millionen Menschen, darunter 62,2 Millionen Deutsche und 2,1 Millionen weitere in Deutschland lebende EU-Bürger.
Nun würde es mich interessieren wieviele davon, über die Oliver Geissen Ausbildung verfügen. Wieviele wählen nach einem festgefahrenen Schema, also das wählen, was sie die letzten 30 Jahre gewählt haben. Wonach wählt ein in Deutschland lebender EU-Bürger? Wonach wählen Menschen die erst drei Monate in Deutschland wohnhaft sind.
Zerrt die Leute zu den Urnen und vieleicht bekommt das schönste Werbeplakat die meisten Stimmen.
 
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Was mich in diesem Thread am meisten fasziniert (außer der Tatsache das wir bei Beitrag #45 sind und immer noch sachlich diskutieren ;) ) ist die Menge der Menschen die ernsthaft Glauben mit ihrer Stimme tatsächlich etwas zu bewirken.

Natürlich hat mal die Eine, mal die andere Partei ein paar Prozentpunkte mehr und egal ob mehr oder weniger Punkte, es wird grundsätzlich immer als Sieg gefeiert.

Wie sieht denn die politische Meinungsbildung im Allgemeinen aus?
Seht vereinfacht und verkürzt:
Ich schaue mir die Programme der Parteien an und natürlich auch die Ziele einzelner Politiker und versuche den mir am Besten zusagenden Kompromiss zu finden.

Das Problem bei dieser Vorgehensweise ist, das sich die große Zahl der Politiker nicht mehr auf wirklich verlässliche Aussagen einlässt.

Wenn ich mir zB. solche Gestalten wie Wiefelspütz und deren Fähigkeit zum Kurs halten anschaue, dann graust es mir.

Wenn es Weltmeisterschaften im Rückwärtsrudern gäbe, käme der Mann vor lauter Pokalen nicht mehr in sein Heim.

Unsere Politiker handeln nach dem Grundsatz "Wahlversprechen sind ein Versprechen an die Wähler, aber jeder kann sich mal versprechen."

Es werden blindlings die dämlichsten Gesetzesvorlagen (von gelernten Juristen und nicht etwa Bäckerburschen) auf den Weg gebracht, in der Hoffnung das das BVG unter der schieren Menge zusammenbricht und vielleicht doch manches durchwinkt.

Dann gibt es so Lichtgestalten wie die Familienursel, die glaubt das man mit virtuellen Stoppschildern irgendetwas (sinnvolles) bewirken kann.
Da aber selbst ich nicht glaube das einzelne Menschen derart dämlich sein können, bleibt hier zB. nur eine einzige Schlussfolgerung:
Vordergründige Aktion: KP-Bekämpfung
Wirkliches Ziel: Framework zur unkontrollierbaren Zensur etablieren.

Wir können die Liste der schwachsinnigen Aktionen der letzten Jahre beliebig fortsetzen, ein Ende ist nicht in Sicht.

Leute, wir werden verarscht... und wir haben uns durch artiges Wählen unsere persönlichen Verarscher auch noch ausgesucht.

Wirkliches Umdenken findet bei unseren ferngesteuerten Politikern einfach nicht statt.

Ach ja, nochmal zur Aussage am Anfang:
Statistisch finden sich nach einer Wahl einige im "Gewinnerlager" und einige im "Verliererlager" wieder. An der Politik der nächsten Jahre ändert das nichts, aber es gibt dem einen oder anderen vielleicht ein schönes warmes Gefühl in der Magengegend ;)

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Anhörung zu Kinderporno-Sperren: ein "Strauß verfassungsrechtlicher Probleme"
http://www.heise.de/newsticker/Anhoerung-zu-Kinderporno-Sperren-ein-Strauss-verfassungsrechtlicher-Probleme--/meldung/139475

Grüne fordern Auskunftsanspruch über gespeicherte Vorratsdaten
http://www.heise.de/newsticker/Gruene-fordern-Auskunftsanspruch-ueber-gespeicherte-Vorratsdaten--/meldung/140200

Bürgerrechtler: Verfassungsgericht bei Vorratsdatenspeicherung gründlicher als die Politik
http://www.heise.de/ct/Buergerrechtler-Verfassungsgericht-bei-Vorratsdatenspeicherung-gruendlicher-als-die-Politik--/news/meldung/137424

Schäuble kritisiert Bundesverfassungsgericht
http://www.heise.de/newsticker/Schaeuble-kritisiert-Bundesverfassungsgericht--/meldung/134394

Wiefelspütz will Internet-Sperren ausweiten
http://www.heise.de/newsticker/Wiefelspuetz-will-Internet-Sperren-ausweiten--/meldung/140008

Wen interessiert schon Fachwissen
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30435/1.html





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Was mich in diesem Thread am meisten fasziniert (außer der Tatsache das wir bei Beitrag #45 sind und immer noch sachlich diskutieren ;) ) ist die Menge der Menschen die ernsthaft Glauben mit ihrer Stimme tatsächlich etwas zu bewirken.

Natürlich hat mal die Eine, mal die andere Partei ein paar Prozentpunkte mehr und egal ob mehr oder weniger Punkte, es wird grundsätzlich immer als Sieg gefeiert.

Wie sieht denn die politische Meinungsbildung im Allgemeinen aus?
Seht vereinfacht und verkürzt:
Ich schaue mir die Programme der Parteien an und natürlich auch die Ziele einzelner Politiker und versuche den mir am Besten zusagenden Kompromiss zu finden.

Das Problem bei dieser Vorgehensweise ist, das sich die große Zahl der Politiker nicht mehr auf wirklich verlässliche Aussagen einlässt.

Wenn ich mir zB. solche Gestalten wie Wiefelspütz und deren Fähigkeit zum Kurs halten anschaue, dann graust es mir.

Wenn es Weltmeisterschaften im Rückwärtsrudern gäbe, käme der Mann vor lauter Pokalen nicht mehr in sein Heim.

Unsere Politiker handeln nach dem Grundsatz "Wahlversprechen sind ein Versprechen an die Wähler, aber jeder kann sich mal versprechen."

Es werden blindlings die dämlichsten Gesetzesvorlagen (von gelernten Juristen und nicht etwa Bäckerburschen) auf den Weg gebracht, in der Hoffnung das das BVG unter der schieren Menge zusammenbricht und vielleicht doch manches durchwinkt.

Dann gibt es so Lichtgestalten wie die Familienursel, die glaubt das man mit virtuellen Stoppschildern irgendetwas (sinnvolles) bewirken kann.
Da aber selbst ich nicht glaube das einzelne Menschen derart dämlich sein können, bleibt hier zB. nur eine einzige Schlussfolgerung:
Vordergründige Aktion: KP-Bekämpfung
Wirkliches Ziel: Framework zur unkontrollierbaren Zensur etablieren.

Wir können die Liste der schwachsinnigen Aktionen der letzten Jahre beliebig fortsetzen, ein Ende ist nicht in Sicht.

Leute, wir werden verarscht... und wir haben uns durch artiges Wählen unsere persönlichen Verarscher auch noch ausgesucht.

Wirkliches Umdenken findet bei unseren ferngesteuerten Politikern einfach nicht statt.

Ach ja, nochmal zur Aussage am Anfang:
Statistisch finden sich nach einer Wahl einige im "Gewinnerlager" und einige im "Verliererlager" wieder. An der Politik der nächsten Jahre ändert das nichts, aber es gibt dem einen oder anderen vielleicht ein schönes warmes Gefühl in der Magengegend ;)

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Anhörung zu Kinderporno-Sperren: ein "Strauß verfassungsrechtlicher Probleme"
http://www.heise.de/newsticker/Anho...fassungsrechtlicher-Probleme--/meldung/139475

Grüne fordern Auskunftsanspruch über gespeicherte Vorratsdaten
http://www.heise.de/newsticker/Grue...er-gespeicherte-Vorratsdaten--/meldung/140200

Bürgerrechtler: Verfassungsgericht bei Vorratsdatenspeicherung gründlicher als die Politik
http://www.heise.de/ct/Buergerrecht...dlicher-als-die-Politik--/news/meldung/137424

Schäuble kritisiert Bundesverfassungsgericht
http://www.heise.de/newsticker/Schaeuble-kritisiert-Bundesverfassungsgericht--/meldung/134394

Wiefelspütz will Internet-Sperren ausweiten
http://www.heise.de/newsticker/Wiefelspuetz-will-Internet-Sperren-ausweiten--/meldung/140008

Wen interessiert schon Fachwissen
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30435/1.html





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300% Zustimmung !! :t

Eben darum bin ich halt der Meinung, dass eine WAHLPFLICHT zwingend nötig wäre - aber MIT DER MÖGLICHKEIT DER STIMMENTHALTUNG.

Denn nur dann kann sich die Politik nicht mehr herausreden - wenn >50% offiziell durch die Wahl bestätigte Stimmenthaltungen zusammen kommen, dann kann sich auch die Politik nicht mehr herausreden und hat sich dadurch eine deutliche offizielle Watsche eingefangen. Dann gäbe es keine Ausrede auf den angeblich "nicht motivierbaren oder faulen" Wähler mehr...:b
 
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Ich glaube die Möglichkeit online zu wählen würde die Beteiligung schon stark erhöhen.
Man könnte auf die Wahlbenachrichtigungen doch einen Code aufbringen mit dem man sich online einloggen kann.
Das dann vom Zeitpunkt des Zugangs bis zum Wahltag.

Ich denke die Meisten sind einfach zu faul Sonntags zum Wahlbüro zu laufen.
 
AW: SPD-Abgeordneter fordert Wahlpflicht - 50 € Strafe

Ich glaube die Möglichkeit online zu wählen würde die Beteiligung schon stark erhöhen.
Man könnte auf die Wahlbenachrichtigungen doch einen Code aufbringen mit dem man sich online einloggen kann.
Das dann vom Zeitpunkt des Zugangs bis zum Wahltag.

Ich denke die Meisten sind einfach zu faul Sonntags zum Wahlbüro zu laufen.

Das wäre ein riesen Problem. Denke mal an die Seniorenwohnstätten - da gewinnt eine Pflegerin gerne mal ein paar Stimmen dazu... Das ist bereits jetzt vielerorts ein Problem.
 
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Leider muss ich dir da widersprechen: weder in Frankreich noch in Norwegen gibt es eine Wahlpflicht;
in Europa sind die wichtigsten Staaten mit Wahlpflicht Italien und Griechenland.

Witzig hierbei sind auch die Strafen bzw. deren Durchsetzung. In vielen Ländern sind die Strafen nur formal, durchgesetzt werden sie eigentlich nicht mehr. Diese können jedoch relativ drakonisch ausfallen und reichen von einer geringen Geldstrafe über das Verbot der Erteilung eines Reisepasses, die Streichung aus den Wahllisten, bis man formal darlegt, warum man wieder wählen will, bis hin zu Freiheitsstrafen.

Eine Wahlpflicht in Deutschland halte ich vor allem deshalb für bedenklich, weil wir eine anders gelagerte schon mal in der DDR hatten. Leute wurden zur Wahl "abgeholt" und wurden indirekt gezwungen, für das System abzustimmen. Das brauchen wir wirklich nicht mehr. Ein freies Bürgerrecht ist es, auch nicht wählen zu gehen.

oh sorry, mir war so nach Frankreich und Norwegen... Danke für deine Erklärung :)
 
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