Ich bekomme eine komplettes Gelenk, Knie TEP, rechts. Also erstmal nix mit Z fahren. Das wird schon wieder, haben die Ärzte gesagt.....
Vielen Dank
Aus doppelter eigener Erfahrung, auch Beobachtung von Leidensgenossen in der REHA (ich habe sie jeweils ambulant absolviert) und den unterschiedlichen Vorgaben ärztlicherseits erlaube ich mir, dir ein paar Tipps zu geben.
Die Physio sollte am Tag nach der OP schon im KH beginnen, ist aber heute Standard.
Abwägen, ob
ambulante oder stationäre REHA für dich besser ist (Versorgung daheim?). Hin- und Rückfahrt bei ambulanter REHA erfolgt durch einen Fahrdienst. Der wurde aus dem KH heraus vom Sozialdienst organisiert und wird von Krankenkasse bezahlt.
Ich habe mir Verordnung für eine
elektrische Bewegungsschiene noch im KH besorgt, um Zeitverlust (Lieferung durch Sanitätshaus, KK hat Liste, mit wem sie in deiner Nähe zusammenarbeiten). Bei KH-Entlassung sollte Beugung von ca. 90 Grad passiv möglich sein.
Um Radfahren zu können, braucht es schon mehr, so 115 Grad aktive Beugung, um rundzukommen. Aber dafür gibt es die Pedalverkürzung an den Ergometern (in der REHA), damit man kurbeln kann bei geringerer Beugung des Knies.
- Verordnung: Der behandelnde Arzt kann die Schiene verordnen, wobei die Kosten bei medizinischer Notwendigkeit meist von der Krankenkasse übernommen werden.
Damit konnte ich die Tage zwischen KH-Entlassung und REHA-Beginn daheim nutzen, dazu die WE, wird aber nur bei ambulanter REHA verordnet, denke ich.
Gehhilfen (Krücken): Hier machen Ärzte unterschiedliche Vorgaben. Meiner bestand darauf, diese insgesamt 4 Wo zu benutzen, um nicht unbewusst auszuweichen und zu hinken, humpeln. Andere haben das lockerer gesehen.
Wenn Gehhilfe, dann beidseitig, ansonsten besteht Gefahr des unbewussten Humpelns.
Wenn doch mal einseitig, dann auf der richtigen Seite, der gesunden, da das gesunde Bein ja angehoben und in dem Moment die Seite gestützt wird. Besser aber sind zwei Stützen.
Später habe ich NordicWalking-Stöcke genommen, um in flüssiger Gehbewegung zu bleiben (nur leicht eingesetzt, nicht wie beim ernsthaften NW, aber so verhinderte ich unbewusstes Hinken).
Meine erste Z-Tour übers WE bin ich 9 Wo nach der
OP im rechten Knie gefahren (NW-Stöcke dabei), vorher nach wenigen Wochen Kurzstrecken. Beim linken Knie konnte ich viel früher wieder fahren, sobald ich das Bein am Türholm vorbei bekommen habe.
Da kann niemand genau einen Zeitpunkt sagen, man muss sich darauf verlassen können, die entsprechenden Bewegungen (Gas/Bremse) ausführen zu können.
Länger dauern die Schwierigkeiten beim Ein- und Aussteigen wegen der eingeschränkten und noch schmerzhaften Kniebeugung. Da entwickelt man komische Techniken.
Und immer so parken, dass kein anderer nah an der Fahrertür parken kann, da kommst du sonst nicht ins Auto
Bis zur Tour im September bist du so beweglich, dass dies kein Problem ist.
Aber insgesamt musst du schon von einem Jahr ausgehen, bis Schwellungen, Verklebungen zurückgegangen sind, es sind ja viele Schichten, Gefässe, Nerven durchschnitten, das muss sich alles neu finden und setzen.
Alles Gute - das wird
