Tempolimit Diskussion - Weniger Tote & CO2 ??

@3.0ti jop, wer Unfalltote vermeiden will, sollte Tempo 80 auf Landstraßen fordern, statt 130 auf Autobahnen :p :P :

Andererseits wäre die Frage bei wieviel Prozent der Unfälle
- ohnehin schon bspw. Tempo 70 galt bzw. 80 oder weniger gefahren wurde
oder
- ohnehin die 100 km/h dermaßen überschritten wurden, dass eine Begrenzung auf 80 km/h keinen Unterschied gemacht hätte.

Nicht falsch verstehen, ich bin auch gegen Tempo 80 auf Landstraßen, aber wer mit Unfallzahlen argumentiert, sollte nicht beim kleinsten Verursacher anfangen...

Am besten fahren eh alle, welche sich im Individualverkehr unsicher fühlen und ihn daher einschränken wollen, mit dem ÖPNV/der Bahn! Dann sind sowohl dieser Personenkreis, also auch die Straßen ein Stück sicherer! ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Am besten fahren eh alle, welche sich im Individualverkehr unsicher fühlen und ihn daher einschränken wollen, mit dem ÖPNV/der Bahn! Dann sind sowohl dieser Personenkreis, also auch die Straßen ein Stück sicherer! ;)
Diesen Absatz unterschreibe ich mit Ausrufezeichen!

Was man hier auf dem Land tagein tagaus im Berufsverkehr erleben muss, ist nicht zu beschreiben. Hier müssen ja die meisten mit dem eigenen Auto fahren weil der ÖPNV nicht vernünftig ausgebaut und an dem Bedarf der Menschen vorbei geplant ist. Da fahren Leute auf der Straße rum, denen mag man noch nicht mal zu Fuß begegnen. Die daraus hervorgehenden Überholmanöver geraten regelmäßig zu Abenteuern und entwickeln sich nicht selten zu richtigen Gefahrensituationen.

Daran wird aber leider nichts zu ändern sein. Würde zwar sicherlich mehr bringen als ein Limit auf Autobahnen aber so etwas lässt sich eben besser verkaufen.
 
ich bin leider hauptsächlich nur hier in meiner Ecke unterwegs. Wenn man von Nürnberg in Richtung München fährt ist
es fast unmöglich "frei" zu fahren. Entweder wegen Geschwindigkeitsbegrenzungen, oder wegen starkem Verkehr.

Wenn ich aber von Nürnberg in Richtung Tschechischer Grenze fahre. Bin ich, je nach Wochentag, fast alleine auf
der Autobahn. Und auf der Gegenfahrbahn ist auch nix los. Da lass ich es dann auch gerne mal etwas krachen.
Und das ganze geht dann auch mal für mehr als 5km.

Bin ich dann z. B. in CZ, halte ich mich annähernd and die 130kmh. Komischerweise werde ich dann
sehr oft von diversen Autos überholt. Hauptsächlich Porsche, Ami-Kisten, AMG´s, Audi´s. Aus welchem
Land kommen die meist. Und will jetzt nicht pauschal diese Leute verteufeln. Meist sind das Autos
mit Schweizer, oder Österreichischer Zulassung. Paar Niederländer sind auch oft dabei.

Da denke ich mir oft, gerade DIE, bei denen es in Ihrem Land für nur geringfügige Überschreitungen
drastische Strafen gibt. Führen sich im Ausland auf als ob es kein morgen gibt.

Und das in einem Land, in dem fast jeder Tscheche, sich nahezu an die Höchstgeschwindigkeit hält.
Klar fahren die auch mal 150. Aber die schauen oftmals, vor dem Ausscheren, nicht mal in den Rückspiegel, weil sie es nicht
gewohnt sind dass von hinten einer mit über 200 kommt.

Habe da schon so einige brenzlige Situationen erlebt.
 
@ bumbum und Bidio

Nein, nein:

Wer sich unsicher fühlt, darf nicht nur langsam fahren, der muss es sogar! Denn nach § 3 Abs. 1 Satz 2 StVO muss man die Geschwindigkeit u.a. nach den persönlichen Fähigkeiten wählen. Und wir anderen, die selbstverständlich alles besser können, müssen darauf Rücksicht nehmen, § 1 Abs. 1 StVO.

Irgendwie hat der Gesetzgeber das Ganze nicht verstanden. Der glaubt doch tatsächlich, dass im Straßenverkehr nicht der Schnellere das Sagen hat. Unverschämtheit!
 
Diesen Absatz unterschreibe ich mit Ausrufezeichen!

Was man hier auf dem Land tagein tagaus im Berufsverkehr erleben muss, ist nicht zu beschreiben. Hier müssen ja die meisten mit dem eigenen Auto fahren weil der ÖPNV nicht vernünftig ausgebaut und an dem Bedarf der Menschen vorbei geplant ist. Da fahren Leute auf der Straße rum, denen mag man noch nicht mal zu Fuß begegnen. Die daraus hervorgehenden Überholmanöver geraten regelmäßig zu Abenteuern und entwickeln sich nicht selten zu richtigen Gefahrensituationen.

Daran wird aber leider nichts zu ändern sein. Würde zwar sicherlich mehr bringen als ein Limit auf Autobahnen aber so etwas lässt sich eben besser verkaufen.
Hier in meinem ebenfalls ehr ländlichen Umkreis wurde vor knapp 20 Jahren die A73 zwischen Lichtenfels nach Suhl gebaut. (Die ist übrigens immer mit ü130 befahrbar, wenn nicht gerade mal wieder irgendwo der "neue" Belag erneuert werden muss, dann "endlose" 80.) Die Meisten haben diese Autbahn willkommen geheißen, auch ich - ich wohne genau dazwischen und hatte früher einige km bis ich überhaupt mal in Reichweite einer zweispurigen Autobahn war. Im selben Zuge sind viele großspurige Zubringer und Umgehungen entstanden, es ist alles mit dem Auto sehr viel durchgängiger, manche Bauprojekte dazu sind praktisch jetzt erst fertig geworden, den typischen von Dir beschriebnen Pendelverkehr haben wir aber auch.
Jetzt meckern die Bürger hier das die Bus- & Bahnverbindung schlecht und keine Alternative ist. Tatsächlich manche Haltestellen wurden über die Jahre sogar komplett gestrichen. Die Zugfahrt nach Lichtenfels dauert heute von meiner Kleinstadt sogar Länger als 2003. (Auto hingegen früher >40 min, heute ~25 min).
Nur ich glaube kaum, das damals - irgendjemand - gejubelt hätte wenn einer mit der "weitsichtigen" Idee gekommen wäre. "Lasst mal den Fokus auf den Straßenbau, wir sollten uns besser auch mal auf den ÖPNV konzentrieren", letzterer ist hier bis heute praktisch nur formweise existent oder nennt sich Taxi - nur (was mein Gebiet hier angeht) sich darüber zu eschoffieren wäre mir selber unehrlich. Man erntet was man säht...und damit meine ich nicht die Entscheider, mit denen ich echt nicht tauschen wollte, sondern uns alle.
 
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