Ultra-Langstecke fahren oder nicht?

Habe lange in Portugal gelebt und bin oft nach Deutschland gependelt. Eine Übernachtung Hälfte der Strecke ist ist ein must have. Bin die Strecke in 21 Std mit dem Motorrad gefahren, als es einen Todesfall in der Familie gab. Nie wieder eine solche Aktion...war da einfach zu jung und naiv.
 
Wir fahren regelmäßig nach Südfrankreich mit dem Auto…das sind ca. 1.300 km eine Strecke.
Selbst das fahren wir nie ohne min. eine Zwischenübernachtung. Für uns ist die Fahrt schon ein Teil vom Urlaub….ganz gemütlich mit regelmäßigen Pausen. Dann Nachmittags ganz entspannt in ein Hotel und schön am Ort was essen gehen und noch ein wenig die Beine vertreten. Am nächsten Morgen dann gaaaaanz entspannt weiterfahren, bis wir Nachmittags am Urlaubsort angekommen sind. 😎👍
 
Also mir haben die 2 x 400 km in den letzten 6 Tagen nach Südtirol (Kaltern an der Weinstraße) vollkommen gereicht. Mit an Board die 2 jährige Tochter ^^ die zwar sehr brav war aber doch gelegentlich etwas unleidlich...

Mehr hätte ich definitiv nicht mehr fahren wollen bzw. können weil ich bei Ankunft komplett fix und fertig war.

Für die Hinfahrt (Abfahrt 06:30 und Ankunft 16:45) und für die Rückfahrt (Abfahrt 10:30 und Ankunft 16:00) Die angepeilte Fahrtzeit laut Routenplaner haben wir nicht mal annähernd getroffen... x__x
 
Gute 900km nach Südfrankreich waren mir genug. Das war als Nachtfahrt ab 20Uhr zwar quasi eine Alleinfahrt über die französische Autobahn, aber ich muss es trotz damals sehr komfortablem Fahrzeug (S211) nicht mehr haben.
Ähnliche Touren nur noch mit Zwischenhalt. Ob der Z4 als komfortabler Reisewagen einzustufen ist, mag individuell verschieden sein; in meinem e85 niemals.
Übernachten kann in Frankreich so günstig sein (<45€ für zwei Personen im Doppelzimmer ohne Frühstück), oft sogar inkl. Parkplatz; die typischen F1-Hotels haben sich echt gemacht.
 
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Ich würde es machen, und nicht mal eine Übernachtung einplanen.
Morgens um 3 Uhr los, da bist du schon schnell aus DE und dem Berufsverkehr raus und danach gehts mit Richtgeschwindigkeit - entspannt - weiter.
Allerdings würde ich einen langen Stop zur Mittagsrast und nochmal gegen 16 Uhr machen. Danach würde ich entscheiden ob ich mir per App ein Hotel suche oder weiter fahre.
Kommt aber immer drauf an wie einem das Autofahren liegt, wieviel Leistung es einem abverlangt und wie Fit man selbst ist. Pauschalieren lässt sich das nicht und es soll um Himmels willen keine Empfehlung sein.

Den Tonfall hier habe ich übrigens besser in Erinnerung.
 
Ich finde den Ton hier immer noch okay. 2.200km ist einfach eine Strecke welche „normale“ Urlaubsstrecken übersteigt. Keiner von uns kann die Konstitution von Cali einschätzen, wie erfahren er ist, auch das Alter ist ein Faktor.

Ich bin viele Jahre im Durchschnitt 50-70tkm/Jahr gefahren, teilweise Strecken über 1.000km bis maximal 1.400km am Tag am Stück. 2.200km hätte ich mir persönlich auch zu besten Zeiten nicht zugetraut.

Heutzutage merke ich mit fast 55j, daß mich gerade Fahrten in der Nacht wesentlich mehr anstrengen, gefühlt hat die Lichtempfindlichkeit der Augen sehr zugenommen. Bei mir steht aktuell die Verlängerung des Führerschein Klasse 2 an und da denke ich schon wieder an die Herausforderung der augenärztlichen Untersuchung.

Zu guter letzt sollte man nicht vergessen, daß man nicht alleine im Straßenverkehr ist und im Falle persönlicher Selbstüberschätzung auch andere gefährden könnte, ich sage nur Sekundenschlaf,… Ich habe schon mal in Spanien mit damals 23j völlig übermüdet in einem 40to LKW auf der Autobahn an einer roten Ampel 🚦 eine Vollbremsung hingelegt. Anschließend habe ich mir dann den dringend nötigen Parkplatz gesucht 🙄.

Wenn es denn unbedingt die Fahrt mit dem Auto sein soll, würde ich persönlich einen Schlafstopp von 6-8h mit angenehmer Dusche empfehlen. In Bezug auf Gesamtzeit und Kosten fällt solch ein Stop nur unwesentlich ins Gewicht, aber stellt ein deutliches Sicherheitsplus dar.
 
Also ich finde es auch mehr als grenzwertig.

Wir fahren seit einigen Jahren einmal pro Jahr für eine gute Woche nach Italien, und einmal nach Kroatien.

Jeweils ca. 1000km Fahrtstrecke.

Hinfahrt machen wir immer in einem Rutsch. Und dass schaff ich auch noch mit Anfang 50.
Fahren dann immer schon nachts los, machen ausreichend Pausen, ein gutes Mittagessen
darf dabei auch nicht fehlen.

Rückreise immer mit Zwischenstopp. Denn kein Vermieter eines Ferienhauses kommt in der
Früh um 5 zur Schlüsselübergabe.

Dort buche ich schon immer vorher eine Pension, Hotel, etc. Bei unserem Urlaub heuer im Mai
in Umbrien habe ich bei der Rückreise zwei Nächte in Valdobbiadene in einem kleinen
Agritourismo drangehängt. War wunderschön, sind halt dann erst am Montag nachhause
gekommen. Aber das war´s wert.
 
Morgens um 3 Uhr los….
„Morgens“??? Das ist mitten in der Nacht zur eigentlichen „Tiefschlafzeit“…!
Nie im Leben würde ich eine lange Strecke Nachts fahren, wo die Gefahr viel größer ist, das einem die
Augen zufallen, weil man nicht ausgeschlafen ist. Besonders, weil ja auch viel weniger Verkehr ist….das ist zusätzlich einschläfernd… Ich finde das sehr gefährlich. 🤷🏻‍♂️
 
„Morgens“??? Das ist mitten in der Nacht zur eigentlichen „Tiefschlafzeit“…!
Nie im Leben würde ich eine lange Strecke Nachts fahren, wo die Gefahr viel größer ist, das einem die
Augen zufallen, weil man nicht ausgeschlafen ist. Besonders, weil ja auch viel weniger Verkehr ist….das ist zusätzlich einschläfernd… Ich finde das sehr gefährlich. 🤷🏻‍♂️
Doch eben schon, du glaubst nicht was du dabei Strecke machen kannst.
Wir sind früher, wenns nach Italien ging auch immer schon um 4 Uhr los als die Münchner noch schliefen 🤓
 
@F1Schumi ….früher vielleicht aber…aktuell könnte ich mir das nicht mehr vorstellen.
Wobei wir sowas selbst „früher“ nie gemacht haben….erstmal ausschlafen, Frühstück….und dann los.
Mit (fast) Mitte 50 fahre ich bei Dunkelheit nicht mehr gerne, weil mir alles irgend zu viel blendet.
Und „un-ausgeschlafen“ und müde schonmal garnicht. Ich bin halt „alt“, da muss man sich mit abfinden. 🤷🏻‍♂️🤣
 
Also wir fahren seit vielen Jahren nach Kroatien - für uns ca. 700-800 km.... Und selbst da ist es extrem abhängig vom Tageszustand des Fahrers....

Runter ( also noch nicht erholt) würde ich dir Strecke niemals an Stück schaffen - da fallen mir die Augen spätestens zu der Zeit wo man sonst Abends auf der Couch einschläft - zu.....

Zurück nach Hause.... Nach 14 Tagen Urlaub und tiefenentspannt kann das anderst ausschauen - da hab es Heimfahrten an denen ich top fit war und dann einfach durchgefahren bin.... Aber es gab auch da schon Fahrten wo ich nach 400-500 km ein gemütliches Nickerchen oder einen Übernachtungsstopp eingelegt habe - nachdem ich meine Schlafmöglichkeit dabei habe entscheiden ich das einfach völlig spontan...

Was ich sagen will - es gibt keine pauschale Aussage ob man das schafft oder nicht.... Das ist einfach von so vielen Faktoren abhängig - aber alles was über 700-800 km hinausgeht halte ich für extrem leichtsinnig..... Der Mensch ist keine Maschine... Und auch wenn man es selber nicht wahrhaben will - Autofahren und Konzentration strengt an und der Mensch braucht Pausen... Sonst extrem leichtsinnig und unverantwortlich.
 
@F1Schumi ….früher vielleicht aber…aktuell könnte ich mir das nicht mehr vorstellen.
Wobei wir sowas selbst „früher“ nie gemacht haben….erstmal ausschlafen, Frühstück….und dann los.
Mit (fast) Mitte 50 fahre ich bei Dunkelheit nicht mehr gerne, weil mir alles irgend zu viel blendet.
Und „un-ausgeschlafen“ und müde schonmal garnicht. Ich bin halt „alt“, da muss man sich mit abfinden. 🤷🏻‍♂️🤣
Aber… wenn Mann und Frau früh ins Bett gehen, sind sie auch um 4:00 ausgeschlafen.
 
@F1Schumi ….früher vielleicht aber…aktuell könnte ich mir das nicht mehr vorstellen.
Wobei wir sowas selbst „früher“ nie gemacht haben….erstmal ausschlafen, Frühstück….und dann los.
Mit (fast) Mitte 50 fahre ich bei Dunkelheit nicht mehr gerne, weil mir alles irgend zu viel blendet.
Und „un-ausgeschlafen“ und müde schonmal garnicht. Ich bin halt „alt“, da muss man sich mit abfinden. 🤷🏻‍♂️🤣
Warum schließt du wegen deinem Unvermögen nicht gerne früh aufzustehen und nachts nichts zu sehen pauschal auf Andere?

Mein Vater ist mit 78 Jahren mit ML und geschlossenem PKW Anhänger morgens nach Berlin , hat ein Auto gekauft und war Abends wieder Zuhause. 1000 KM gefahren.

Ich habe 36 Std nicht geschlafen während ich am 24h Rennen teilgenommen habe.

Ich finde es aber extrem grenzwertig hier überhaupt so eine Frage zu stellen - das kann keiner für einen anderen entscheiden. Die einen fahren nicht mal 200 Km ohne Pause (meine Schwiegereltern) und den Anderen macht das gar nix aus.
Was natürlich hilft ist Wohlbefinden im Auto. Ein Roadster ist sicher nicht die erste Wahl.
 
Ich bin früher während dem Studium Nachts Kurier gefahren von 2 Uhr bis 11.
Zumindest bei mir war es so, dass ich mit 2-3 Stunden Schlaf davor absolut fit war die Nacht über. Die Müdigkeit kam so zw. 7 und 8. Da half dann immer 10-15 min anhalten, Sitz zurück, Wecker stellen und dösen. Danach war ich eigentlich immer wieder zu 80% hergestellt bis Mittags. Ich fahre sehr gerne Nachts.
 
2200km…würde ich mit einer Übernachtung fahren.
Wenn man das ohne durchzieht, hat man halt Rücken und verliert auch wieder mindestens einen Urlaubstag um sich von der Fahrt zu erholen ;)

Man gewinnt also nix…
 
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Nein, einfach nein. Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen da man nie weiß wer mitliest, aber ich kannte mal jemanden, der hat durch so eine Aktion einen Teil seiner Familie verloren und mehr.
 
Ich kannte jemanden der ist 3 Km von der Arbeit nach Hause gefahren und hat sein Leben verloren - und jetzt?

…sorry, das ist ein Hinweis, welcher Dir selbst mit etwas Nachdenken als unpassend auffallen müsste. 8-)

Dass eine Strecke von 2.200 km am Stück „runterreißen“ extrem hohes Risiko birgt und mega unvernünftig ist, sollte Fakt sein (und zwar völlig egal, wie jung oder alt, wie erfahren oder nicht, wie fit oder nicht der Fahrer/die Fahrerin ist). Die Aufmerksamkeit und Reaktinsfähigkeit nimmt einfach ab. Punkt. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob man solche Strecken schon selbst abgespult und ohne Problem bewältigt hat. Es ist und bleibt unverantwortlich ‼️

…und ja, ich kann mir auch beim verlassen meines Bettes stolpern und den Hals brechen - also ist Dein 3 km Beispiel Polemik pur.&:

Sorry, meine Meinung - und jetzt kannst Du mich gerne rügen, weil ich mich angeblich „im Ton vergriffen“ habe (was aus meiner Sicht nicht der Fall war). 😉
 
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Nee, das kann ich irgendwie nicht….habe meine festen Zeiten… wie gesagt, bin schon älter! 🤣🤣🤣
Ich bin noch älter und habe damit kein Problem. Ganz im Gegenteil: In den Skiurlaub starten wir sehr gerne morgens zwischen halb drei und halb vier. Meine Frau schläft dann sofort ein und ich kann ganz in Ruhe in den Sonnenaufgang hineinfahren, herrlich!
 
hab mal die Route Grandes Alpes von Stuttgart aus mit 26 Pässen überquert und zurück die Route de Napoleon , waren 2400 km. 3 Tage unterwegs ...Fahrzeiten zwischen 15 und 18 Stunden je Tag (Inkl auch mal stehen bleiben und was anschauen ) ...da es eine äusserst spannende Route ist (Alpenpässe) war der Adrenalinspiegel so hoch dass man nicht müde wurde.
 
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