Ich würde es für einen Fehler halten, nur diejenigen anzusprechen, die Autos mit viel PS haben. Es ist nämlich ein Trugschluss zu glauben, dass die hohen Unfallzahlen in dieser Altersgruppe ausschließlich von solchen Fahrern produziert werden, die potente Autos besitzen. Man sollte nicht vergessen, dass diejenigen, die mit unter 20 schon mehr als 200 PS haben, die deutliche Minderheit darstellen und wohl im Promillebereich anzusiedeln sind. Die hohen Unfallzahlen sind als Spiegelbild der mangelnden Fahrpraxis anzusehen - mal von unreifen Fahrern wie hier abgesehen - und sollten deshalb nicht auf bestimmte Autos begrenzt werden.
Als ich 18 war, hatte ein Freund von mir, der im gleichen Alter war, auch schon den 7er BMW von den Eltern mit annährend 300 PS, und dort habe ich mich deutlich sicherer gefühlt als im Ford Ka eines anderen Freundes, was nicht unbedingt am Auto, sondern an der Fahrweise beider lag. Selbst wenn wir uns im BMW nicht immer an jede Geschwindigkeitsbeschränkung gehalten haben, so empfand ich doch die subjektive Sicherheit als deutlich höher.
Als Elternteil würde ich meinem Kind ehrlich gesagt - wenn ich es als einigermaßen seriös und verantwortungsbewusst einschätzen würde

- lieber einen Z4 als einen alten Opel Corsa o.ä. hinstellen, denn da weiss ich wenigstens, dass bei einem eventuellen Unfall die Chancen deutlich höher sind, dass er oder sie mit geringen Blessuren wieder aussteigt. Lieber ein potentes Auto, dazu noch ein Fahrsicherheitstraining zum Geburtstag - als eine alte Möhre mit wenig PS und 0 Sicherheitsausstattung
Allen einen guten Rutsch