wie willst du bei einem 5er GT nach dem kaufverhalten schauen, wenn es keinen vorgänger gegeben hat?

der 5er GT kam, weil daimler und audi entsprechend sowas brachten, aber nicht unbedingt aus eigenem antrieb. BMW M behauptet, dass es in den usa eine handvoll fahraktiver kunden gibt, die den M5/M6 mit handschaltung haben wollen. ich verstehe nicht, weshalb es in einem land mit fantastischen autobahnen und wenig tempolimit-km diese klientel nicht geben soll. damit meine ich D.:)
Naja man schaut sich ja nicht nur das Kaufverhalten der BMW Kunden an, sondern das Kaufverhalten des Marktes... und hier werden eben Panameras, A7 oder sonst was gekauft... also ist dort ein Markt... zudem befragt man Kunden, was sie für Nöte haben bzw. wie sie Produkte benutzen, daraus wird dann geschaut, wo man ein neues Produkt positionieren könnte,... aber natürlich gibt es auch immer mal Reinfälle, da sich der Markt doch anders verhält.
Den 5gt hätte man im Übrigen als 7er GT laufen lassen sollen, den darauf basiert er... wer hinten sitzt und sich Fahren lässt, will eben keinen 5er sondern eher einen 7er... das lief im Marketing meiner Meinung völlig falsch... zudem ist es leider echt nen riesen-kübel...
ich würde es nicht pauschal immer so hinstellen als ginge es um eine handvoll verrückte, die neues nicht akzeptieren. es ist nunmal so, dass BMW die quittung für seine modell-/motorenpolitik bekommen würde, wenn es da draußen echte alternativen gäbe, aber da sich sowohl die motorenkonzepte (diesel- und ottoprinzip verschmelzen mittlerweile beinahe) als auch die auslegung der fahrzeuge nicht unterscheiden, bleibt man halt, wo man ist. ist ja auch nicht soo schlecht. BMW ist nach wie vor nur wegen der baukastenstrategie so erfolgreich, welche mit der einführung des 1,5L Dreizylinders erst so richtig an fahrt gewinnen wird und alles weitere von diesem 1,5er abgeleitet werden wird, aber auch hier tritt die sättigung sehr bald ein.
würde, wenn... aber sie kriegen keine Quittung, da dort eben keine Alternativen sind... warum sind dort keine alternativen? Weil man sie anscheinend nicht gewinnbringend absetzen kann, sonst hätte einer schon diese Alternativen angeboten... So leicht wie Du es denkst ist es nicht Autos zu bauen... Ein Produkt muß wirtschaftlich sein und einen möglichst großen Markt abdecken und das machen eben alle Konkurenten auch, deswegen gibt es die Alternativen nicht.
BMW verwendet kaum Baukastensysteme, sie fangen gerade erst an, dieses zu tun und ohne dem, würden sie weit schlechter da stehen. Das Baukastensystem wird sich in Zukunft noch viel weiter ausbreiten, wie Du ja auch schon mit der Anmerkung zum 1,5l Dreizylinder angemerkt hast... zu soetwas wird es hingehen um weiter konkurenzfähig zu bleiben...
früher hatte man auch das ziel renditen zu erwirtschaften, aber man hat gewisse werte nicht ignoriert. heute ist das anders, heute kriegt ein M3 ein start stopp system verbaut. argumentieren kann man alles. schön wäre es, wenn die volumenstarke basis der AG die speerspitze namens M GmbH finanziell mittragen würde. dann hätten wir ganz andere M fahrzeuge auf der straße, statt übergewichtige alleskönner. allerdings ist gegen geldgeilheit kein argument ausreichend, womit ich ebenfalls zu wagen behaupte, dass ein reithofer mit aktien bezahlt wird. dadurch ist ihm völlig klar, wie er seine tasche voll macht...indem er um jeden preis schaut, wie er den kurs hochtreibt. US-amerikanische verhältnisse........
ich frage mich nur was BMW macht, wenn porsche in seinen ohnehin unerreichbar leichten Cayman's anfängt exzessiv carbon einzusetzen.
Wenn die AG die M-GmbH tragen würde, hätte diese ab dem Zeitpunkt keine Berechtigung mehr, den nur als Imageträger wäre dies ein Supergau. die M-GmbH ist eine eigenständige Tochter, die genau wie jede andere Firma auch, wirtschaftlich arbeiten muß. Geldgeilheit... jede Firma ist halt dazu da Geld zu erwirtschaften, Du machst Deinen Job doch auch nicht aus puren Idealismus, sondern weil Du damit deinen Lebensunterhalt bestreitest.
Als Investor ist es mein Ziel mein Geld möglichst gewinnbringend anzulegen, den damit verdiene ich mein Geld... also investiere ich das Geld in die Unternehmen mit den besten Renditen, da ich so mein Geld am besten vervielfachen kann... nichts anderes.
Wenn Du dein privates Geld anlegst schaust Du doch auch, welche Bank Dir die besten Zinsen gibt, oder welche Anlage (Immobilien, Oldtimer) Dir den besten Gewinn liefert... oder suchst Du Deine Bank nach idealistischen Kriterien aus??? Ich denke nicht!
wenn du 1945 in berlin eine baufirma gegründet hättest, wärst du auch erfolgreich, weil einfach ein gewisser bedarf zu decken war. in china ist es ähnlich und deswegen ist die alleinige präsenz eines westlichen unternehmens in china ein großer teil des erfolgsgeheimnisses. speziell den BMW-erfolg würde ich daher nicht so hoch hängen. wenn man sich zudem die wachstumsrate von china anschaut, dann merkt man selbst jetzt, dass diese nicht mehr in den himmel führt, sondern die dynamik abnimmt.
Eben, Du sagst es... wenn ich 1945 ne Baufirma gegründet hätte und eben nicht geschaut hätte in welche weiteren Märkte ich vorstoßen kann, wäre der Bedarf mittlerweile gedeckt.
Deswegen hätte ich 1945 ne Baufirma gegründet, hätte 10 Jahre später die ersten Baumärkte eröffnet und heute würde ich vielleicht auch noch 150 Schnellrestaurants besitzen... das ist doch genau der Grund, warum man sich auf immer neue und andere Märkte erweitert, möglichst noch bevor die Nachfrage zusammenbricht... so tut es BMW doch nun auch, sie stoßen immer weiter ins "günstige" Segment vor, da andere Segmente vielleicht bald abgefischt sind.
Ein weiterer Vorteil am Hochpreissegment ist aber auch, das hier sehr häufig mit jeder neuen Auflage die Fahrzeuge ausgetauscht werden um eben immer das neue zu haben, weswegen der Bedarf eben nie wirklich gedeckt ist. Beim Billigsegment ist es da schon schwieriger, hier wird ein Auto gekauft und gefahren bis es zusammenfällt (nicht immer aber öfters)...