Welchen ökologischen Sinn macht die Wärmewende aktuell?

Hallo. Na ja @dwz8: Das ist vielleicht doch ein wenig zu einfach gedacht. Die wenigsten können sich die von dir angesprochenen Massnahmen umsetzten, oder leisten. Das Problem ist nicht eine kaputte Heizung über ein paar Tage, sondern dass du heute Wochen- oder monatelang auf den Handwerker warten müsstest.
Gruss
Es ist eine Frage, wofür man sich entscheidet (oder entscheiden kann):
- gehe ich das Risiko ein, das mit einem überlangen Stromausfall einhergeht?
- falls nein, sichere ich mich durch Kamin oder ähnliches ab (löst kein Frostproblem)
- lasse ich die WP sein, weil mir das Risiko zu hoch erscheint.

Bei uns in der Gegend bekomme ich im Notfall sehr schnell einen Handwerker, nämlich den, der die WP installiert hat und mit dem ich einen Wartungsvertrag abgeschlossen habe. Den würde ich auch bei Frost ansprechen.
Genau deshalb habe ich - mit Ausnahme der Pflegegebäude - keine großen Absicherungen installiert.
 
…dann hoffe ich mal für dich, dass dein Handwerker nicht viele Kunden hat. Wenn doch und bei einem Notfall, denn alle betreffen, ist er sonst wahrscheinlich ziemlich überfordert und kann sich nicht zerreissen.

Gruss
 
P.S. Wäre interessant zu wissen, ob man so etwas versichern kann.

Laut Versicherung ist die WP noch in der Deckung, ohne Aufpreis mitversichert.
Aussage meines alten Herrn: "Die Wohngebäudeversicherung deckt Feuer, Leitungswasser, Hagel, Sturm und Elementarschäden (wenn extra angegeben bzw. beauftragt) ab.
Frost steht nicht extra dabei, sollte aber in der Elementarversicherung mit dabei sein."

Ist ein EFH mit Einliegerwohnung, zusammen ca. 190m²
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist eine Frage, wofür man sich entscheidet (oder entscheiden kann):
- gehe ich das Risiko ein, das mit einem überlangen Stromausfall einhergeht?
- falls nein, sichere ich mich durch Kamin oder ähnliches ab (löst kein Frostproblem)
- lasse ich die WP sein, weil mir das Risiko zu hoch erscheint.

Bei uns in der Gegend bekomme ich im Notfall sehr schnell einen Handwerker, nämlich den, der die WP installiert hat und mit dem ich einen Wartungsvertrag abgeschlossen habe. Den würde ich auch bei Frost ansprechen.
Genau deshalb habe ich - mit Ausnahme der Pflegegebäude - keine großen Absicherungen installiert.
Das dein Handwerker kommt bei einem Wartungsvertrag setz ich mal vorraus.

Ich hatte schon mehrmals Fälle wo der Handwerker nicht weiter kam und der Werkskundendienst kommen mußte.

Diese stehen nicht mal eben auf der Matte das dauert schon einige Tage.

Dann gibt es auch Ersatzteile welche bei Wärmepumpen nicht sofort verfügbar sind.

2 Kunden mußten dann 4 Wochen mit dem Heizstab heizen,war zum Glück noch ein Garantiefall und der Hersteller hat die Stromkosten übernommen.

Ein anderer Kunde ,mit älteren Haus und beide Rentner ,hat vor 2 Wochen die Gastherme wieder angeschmissen.

Die WP schafte es nicht und der Heizstab lief permanent,was für ihn ein finanzielles Fiasko geworden wäre.

Für viele mit geringen Einkommen welche sich trotzdem ein Haus vom Munde abgespart haben werden noch harte Zeiten kommen.
 
Keinen! Sie ist korporatischtischer Bullshit von Medien und Politik zu Lasten der Verbraucher. So wie es die Energiewende mit Wind, Solar und Wasserstoff ist. Kann man aber auch anders sehen!
 
Möglicherweise ist mein Post mißverstanden worden. Mein Anliegen war es, aus einer langjährigen Erfahrung in der Nutzung von WP einen Hinweis darauf zu geben, dass es auch bei einem Betrieb von über 10 Jahren in der Regel zu keinen der Extremszenarien gekommen ist, die hier beschrieben werden.

Ausschließen kann man natürlich nichts, aber hier wird ein Desaster auf dem anderen aufgetürmt:
Erst fällt der Strom länger aus als üblich, so das das Haus auskühlt und man sich unwohl fühlt.
Gleichzeitig sind die Temperaturen so niedrig, dass eine Gefahr des Einfrierens bei bestimmten WP-Typen besteht.
Gleichzeitig ist dann kein Handwerker zur Stelle, der die WP vor Einfrieren sichern kann.
Gleichzeitig fehlt es - wenn dann doch ein Handwerker zur Verfügung stehen sollte - an den nötigen Ersatzteilen (die bei einem reinen Stromausfall gar nicht gebraucht werden).

Es werden also systematisch alle Möglichkeiten der Abhilfe in einer Weise miteinander verknüpft, die völlig unrealistisch ist.
In einem Haus kann auch die Gas- oder Ölheizung ausfallen. Kommen dann die Handwerker schneller? Haben die dann noch die Ersatzteile für eine Heizung, die über 10 Jahre alt ist (typische Grenze auch bei Gasheizungen)?
Was ist, wenn die Heizung irreparabel ausfällt, gibt es dann ein Modell, was sich über Nacht in das bestehende System einbinden lässt? Will man das dann überhaupt?

Nochmals, mir ist es gleich, wie sich jemand entscheidet. Wenn man sich nicht wohl fühlt bei etwas, dann lässt man es eben. Man sollte keine Argumente gegen eine WP aufführen, die bei einer Gasheizung und besonders bei einer antiquierten Ölheizung genauso gelten.
Alles was ich sage, basiert auf den umfangreichen Erfahrungen, die ich persönlich gemacht habe. Hinzu kommen noch über zwei Jahrzehnte mit Gasheizungen.
Im Übrigen decken moderne Hausversicherungen Schäden an WP mit ab.
 
Fernwärme ist in meinen Augen ein Monopol, gehört verboten, wenn bei Neubauten als alleiniges Heizmedium Fernwärme vorgeschrieben wird. Es muss dem Verbraucher eine 2. oder 3. Heizquelle offen stehen.
Es ist eine Forderung des Bebauungsplans, und der wird von der Kommune festgelegt.
Wir haben bei uns hier im Abstand von 200 m drei unterschiedliche Bebauungsphasen mit sehr unterschiedlichen Vorgaben.
 
Es ist eine Forderung des Bebauungsplans, und der wird von der Kommune festgelegt.
Hintergrund meines Bedenkens eines einzigen Heizmodels. (H-P hat ja das Thema Fernwärme ins Spiel gebracht)
Wenn mir also die Möglichkeit einer alternativen Heizquelle (ein Heizlüfter ist das in meinen Augen nicht) genommen wird, dann kommt im schlimmsten Fall auch mal sowas bei raus.

 
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Hintergrund meines Bedenkens eines einzigen Heizmodels. (H-P hat ja das Thema Fernwärme ins Spiel gebracht)
Wenn mir also die Möglichkeit einer alternativen Heizquelle (ein Heizlüfter ist das in meinen Augen nicht) genommen wird, dann kommt im schlimmsten Fall auch mal sowas bei raus.

Dann musst Du Dich vorher entscheiden, wo Du baust. Nachträglich wird das niemandem aufgezwungen.
 
Hallo @dwz8: Auch ich habe lediglich auf Grund meine bisherigen Erfahrungen nachgehakt: Wir haben eine Wärmepumpe! Einen Termin für eine normale Wartung zu bekommen dauert Wochen/Monate. Nach bereits drei Jahren hatte eine Schweissnaht den Geist aufgegeben, das Ding lief nur noch im Notmodus, aber lief. Der Servicetechniker kam nach geschlagenen 4 Wochen. Keinerlei Kulanz, keinerlei Eile. Das Ganze hat dann noch mit knapp 2000 CHF zu Buche geschlagen. Wie gesagt das Ding war 3 Jahre alt…. Der Brenner der Gastherme davor hat nach 14 Jahren an einem Samstagmorgen den Geist aufgegeben. Hatte auch 3000 CHF gekostet, aber immerhin lief das Ding um 14 Uhr wieder…
Klar, hängt sicher auch vom Produkt, Lieferanten und Handwerker ab und kann bei beiden Systemen passieren. Was mich aber, im Nachhinein an der WP stört, dass man auf die Problematik bei der Übergabe, oder besser noch der Planung, nicht hingewiesen wird und man eigentlich kaum eine Möglichkeit hat als Laie zu reagieren. Habe ich den falschen Planer und Handwerker gewählt? Möglich! Aber keiner meiner Bekannten und Nachbarn wurde darauf hingewiesen, oder hat die Möglichkeit „einfach“ etwas abzulassen.

Gruss
 
@dwz8 Dieter,
Zeiten ändern sich und längere Stromausfällen sind inzwischen kein unmögliches Ereignis mehr. Zum Glück war das in der Vergangenheit bei Dir und Deinen Bekannten offensichtlich noch nicht der Fall. :t
Nach meiner Meinung sollte man auf solche außergewöhnlichen Fälle vorbereitet sein oder bei Vermietungsobjekten einen entsprechend ausgebildeten Hausmeister haben.
Man kann es auch Fremd vergeben, muss aber mit dem Risiko leben, dass im Ernstfall die Hilfe nicht rechtzeitig zur Verfügung steht.

Die beste Möglichkeit ist jedoch bei Frost und Stromausfall die automatische Entleerung des mit Wasser betriebenen Wärmetauschers. Das ist technisch problemlos möglich und wird von den meisten Herstellern auch angeboten. :) :-)
 
Hallo @dwz8: Auch ich habe lediglich auf Grund meine bisherigen Erfahrungen nachgehakt: Wir haben eine Wärmepumpe! Einen Termin für eine normale Wartung zu bekommen dauert Wochen/Monate. Nach bereits drei Jahren hatte eine Schweissnaht den Geist aufgegeben, das Ding lief nur noch im Notmodus, aber lief. Der Servicetechniker kam nach geschlagenen 4 Wochen. Keinerlei Kulanz, keinerlei Eile. Das Ganze hat dann noch mit knapp 2000 CHF zu Buche geschlagen.
Genau das ist das Problem bei WP, die meisten laufen zwar problemlos, aber wenn tatsächlich mal was kaputt geht, dann dauert die Reparatur meist länger.
Bei einem Bekannten ist Ende November am Aussengerät was kaputt gegangen, konnte vor Ort aber nicht repariert werden und wurde deswegen ins Werk gebracht. Seitdem heizt er mit Heizstab.
 
Zeiten ändern sich und längere Stromausfällen sind inzwischen kein unmögliches Ereignis mehr
Stimmt. Alleine 2025 bei uns im ländlichen Gebiet mindestens 5mal Stromausfall. Zwischen 5 und maximal 2 Stunden war der Strom weg.
Das ist noch erträglich, aber die Stadtwerke sagten auch, dass sich das Problem die nächsten Jahre noch verschlimmern könnte. Hier bei uns liegen Kabel, stellenweiße älter 70 Jahre.
Bei mir 2 bekannten Fällen hat der Stromausfall, oder besser der wieder vorhandene Strom 2 eklektische Geräte gehimmelt. Nix lebenswichtiges, könnte aber auch mal was anderes sein.
Und klar, dagegen ist man versichert, es kommt nicht täglich vor, aber es passiert halt immer öfter und gefühlt auch immer länger, dass der Strom weg ist.
 
@dwz8 Dieter,
Zeiten ändern sich und längere Stromausfällen sind inzwischen kein unmögliches Ereignis mehr. Zum Glück war das in der Vergangenheit bei Dir und Deinen Bekannten offensichtlich noch nicht der Fall. :t
Nach meiner Meinung sollte man auf solche außergewöhnlichen Fälle vorbereitet sein oder bei Vermietungsobjekten einen entsprechend ausgebildeten Hausmeister haben.
Man kann es auch Fremd vergeben, muss aber mit dem Risiko leben, dass im Ernstfall die Hilfe nicht rechtzeitig zur Verfügung steht.

Die beste Möglichkeit ist jedoch bei Frost und Stromausfall die automatische Entleerung des mit Wasser betriebenen Wärmetauschers. Das ist technisch problemlos möglich und wird von den meisten Herstellern auch angeboten. :) :-)
Es wird hier von 2 bis 5 Stunden geredet, dann wieder auf Berlin mit einem mehrtägigen Ausfall verwiesen.
Wie gesagt, da muss dann genau in der Zeit, in der der Strom ausfällt, auch noch die Temperatur in einem kritischen Bereich sein, so dass sellbst bei so kurzen Ausfallzeiten ein Einfrieren möglich wäre.

Einfrieren lässt sich durch Verwendung von Propan eliminieren. Das muss bei der Planung mit einfließen, weil es da besondere Positionierungsvorgaben gibt.

Alle genannten Probleme bei Handwerkern kenne ich sowohl von der Gas- wie auch von der WP-Seite. Das hängt nicht vom System ab.
In einem der Häuser fiel eine Gasheizung aus, rund 10 Jahre nach Neubau. Dann hieß es, es gäbe keine Ersatzteile mehr. Es stellte sich heraus, dass der Sani in den Neubau ein Gerät vom Lager eingebaut hatte, dass schon einige Jahre da herum stand. Kann eben überall passieren.

Nichts spricht dagegen, sich gegen realistische Ausfälle abzusichern. Man sollte aber die Kirche im Dorf lassen und keine Horrorszenarien heraufbeschwören, die kaum mal auftreten.
Es fängt schon damit an, dass zu jeder Art von Heizung ein Wartungsvertrag gehört, da schon bei der Gasheizung die jährliche Überprüfung Pflicht ist.

Zum Thema falscher Planer:
Viele Heizungsbaubetriebe sind immer noch überfordert mit WP. Nach Jahrzehnten der Montage von überdimensionierten Gasheizungen folgen sie oft dem gleichen Schema beim Einbau einer WP. Ist die Leistung der WP zu hoch, dann kommt sie ins Takten, d.h. sie schaltet sich oft ein und aus. Das führt sehr leicht dazu, dass die WP nach zwei bis drei Jahren hinüber ist. Besser ist es, die Dimensionierung an einem höheren Bivalenzpunkt auszurichten, damit die WP durchlaufen kann. Die wenigen Male, bei denen diese Temperatur dann unterschritten wird, wird dann der Heizstab zugeschaltet.
Es muss ein fähiger Energieberater her, der erst einmal den Bedarf errechnet. Dann kann das in Absprache mit dem Heizungsbauer auf eine WP-Leistung abgebildet werden.

Ich will hier nichts vereinfachen, aber ich denke, dass ich eine ganze Menge Erfahrung habe im Betrieb von WP unterschiedlicher Bauarten. Es wird so schnell ein Problem in den Raum gestellt, wenn man die Praxis nicht kennt, und dann hochgeschaukelt. Gerade angesichts der noch verfügbaren Fördergelder gibt es kaum eine Frage, ob man umsteigen soll oder nicht. Die Finanzen dafür müssen vorhanden sein, keine Frage. Aber der Systemvergleich ist müßig. Eine einfache Luftwärmepumpe ohne PV-Unterstützung lohnt sich da schon, mit PV-Unterstützung ist es noch besser.

Wer aber mögliche Problemsituationen stärker bewertet, darf dann eben keine WP einbauen, oder aber er sorgt für ein mehrstufiges Sicherheitskonzept jenachdem ob die WP oder der Strom oder beides und dann noch die Temperatur ausfällt.
 
Es wird hier von 2 bis 5 Stunden geredet, dann wieder auf Berlin mit einem mehrtägigen Ausfall verwiesen.
Wie gesagt, da muss dann genau in der Zeit, in der der Strom ausfällt, auch noch die Temperatur in einem kritischen Bereich sein, so dass sellbst bei so kurzen Ausfallzeiten ein Einfrieren möglich wäre.

Einfrieren lässt sich durch Verwendung von Propan eliminieren. Das muss bei der Planung mit einfließen, weil es da besondere Positionierungsvorgaben gibt.

Alle genannten Probleme bei Handwerkern kenne ich sowohl von der Gas- wie auch von der WP-Seite. Das hängt nicht vom System ab.
In einem der Häuser fiel eine Gasheizung aus, rund 10 Jahre nach Neubau. Dann hieß es, es gäbe keine Ersatzteile mehr. Es stellte sich heraus, dass der Sani in den Neubau ein Gerät vom Lager eingebaut hatte, dass schon einige Jahre da herum stand. Kann eben überall passieren.

Nichts spricht dagegen, sich gegen realistische Ausfälle abzusichern. Man sollte aber die Kirche im Dorf lassen und keine Horrorszenarien heraufbeschwören, die kaum mal auftreten.
Es fängt schon damit an, dass zu jeder Art von Heizung ein Wartungsvertrag gehört, da schon bei der Gasheizung die jährliche Überprüfung Pflicht ist.

Zum Thema falscher Planer:
Viele Heizungsbaubetriebe sind immer noch überfordert mit WP. Nach Jahrzehnten der Montage von überdimensionierten Gasheizungen folgen sie oft dem gleichen Schema beim Einbau einer WP. Ist die Leistung der WP zu hoch, dann kommt sie ins Takten, d.h. sie schaltet sich oft ein und aus. Das führt sehr leicht dazu, dass die WP nach zwei bis drei Jahren hinüber ist. Besser ist es, die Dimensionierung an einem höheren Bivalenzpunkt auszurichten, damit die WP durchlaufen kann. Die wenigen Male, bei denen diese Temperatur dann unterschritten wird, wird dann der Heizstab zugeschaltet.
Es muss ein fähiger Energieberater her, der erst einmal den Bedarf errechnet. Dann kann das in Absprache mit dem Heizungsbauer auf eine WP-Leistung abgebildet werden.

Ich will hier nichts vereinfachen, aber ich denke, dass ich eine ganze Menge Erfahrung habe im Betrieb von WP unterschiedlicher Bauarten. Es wird so schnell ein Problem in den Raum gestellt, wenn man die Praxis nicht kennt, und dann hochgeschaukelt. Gerade angesichts der noch verfügbaren Fördergelder gibt es kaum eine Frage, ob man umsteigen soll oder nicht. Die Finanzen dafür müssen vorhanden sein, keine Frage. Aber der Systemvergleich ist müßig. Eine einfache Luftwärmepumpe ohne PV-Unterstützung lohnt sich da schon, mit PV-Unterstützung ist es noch besser.

Wer aber mögliche Problemsituationen stärker bewertet, darf dann eben keine WP einbauen, oder aber er sorgt für ein mehrstufiges Sicherheitskonzept jenachdem ob die WP oder der Strom oder beides und dann noch die Temperatur ausfällt.

Dieter,
da Du mich zitierst, ich kann in meinem Beitrag nirgendwo erkennen, dass ich irgendwelche Zeiträume genannt, noch über Berlin geschrieben habe.
Ich habe lediglich sachlich ein problematisches Szenario für eine außen aufgestellte wasserführende Wärmepumpe beschrieben und auch Lösungsvorschläge dafür genannt. Von einem Horrorszenario war dabei keine Rede. Zu berücksichtigen ist dabei noch, dass viele Hersteller in Ihrer vorgeschriebenen Risikobeurteilung, explizit solche Risiken beschreiben und dafür auch technische Lösungen anbieten bzw. auf Maßnahmen zur Schadensverhinderung in den Dokumentationen hinweisen.
Das Du andere Erfahrungen mit Stromausfällen hast hatte ich in meinen Ausführungen berücksichtigt. Wobei auch langjährige Erfahrungen, bei veränderten äußeren Umständen, sich nicht immer 1 zu 1 auf die Gegenwart und Zukunft übertragen lassen.

Über die Zuverlässigkeit sowie Auslegung von Wärmepumpen oder Gasheizungen habe ich überhaupt keinen Kommentar abgegeben. Da habe ich persönlich nur positive Erfahrungen.
Es wäre sicherlich sinnvoll für diese Diskussion beim Zitieren von Beiträgen die tatsächlichen Aussagen zu betrachten, um keine Missverständnisse entstehen zu lassen.
 
Dieter,
da Du mich zitierst, ich kann in meinem Beitrag nirgendwo erkennen, dass ich irgendwelche Zeiträume genannt, noch über Berlin geschrieben habe.
Ich habe lediglich sachlich ein problematisches Szenario für eine außen aufgestellte wasserführende Wärmepumpe beschrieben und auch Lösungsvorschläge dafür genannt. Von einem Horrorszenario war dabei keine Rede. Zu berücksichtigen ist dabei noch, dass viele Hersteller in Ihrer vorgeschriebenen Risikobeurteilung, explizit solche Risiken beschreiben und dafür auch technische Lösungen anbieten bzw. auf Maßnahmen zur Schadensverhinderung in den Dokumentationen hinweisen.
Das Du andere Erfahrungen mit Stromausfällen hast hatte ich in meinen Ausführungen berücksichtigt. Wobei auch langjährige Erfahrungen, bei veränderten äußeren Umständen, sich nicht immer 1 zu 1 auf die Gegenwart und Zukunft übertragen lassen.

Über die Zuverlässigkeit sowie Auslegung von Wärmepumpen oder Gasheizungen habe ich überhaupt keinen Kommentar abgegeben. Da habe ich persönlich nur positive Erfahrungen.
Es wäre sicherlich sinnvoll für diese Diskussion beim Zitieren von Beiträgen die tatsächlichen Aussagen zu betrachten, um keine Missverständnisse entstehen zu lassen.
Sorry, ich hätte klarstellen sollen, dass sich meine Äußerungen nicht nur auf Deinen Post bezogen.

Ich bezog mich mehr auf die Diskussion insgesamt. Alle genannten Risiken sind nachvollziehbar. Hier werden aber über Posts von verschiedenen Usern Risiken, die nichts miteinander zu tun haben, dem Anschein nach miteinander verknüpft, und das ist unrealistisch.

Deshalb noch einmal, völlig losgelöst von Deiner Person oder Deinen Äußerungen:
Es gibt zwei Hauptgründe, aus denen eine WP ausfällt: Stromausfall oder Defekt der WP bzw. Installation selbst.
Gegen einen Stromausfall kann man sich durch ein manuell zuschaltbares Dieselaggregat oder eine USV schützen. Die kann die Heizung entweder so lange im Minimalbetrieb halten, bis es wieder Strom gibt. Bei hohen Minusgraden bleibt auf jeden Fall genug Zeit, um die Anlage zu entleeren. Ob man diesen Aufwand treiben will oder nicht, muss jeder selbst wissen. In einem Gebiet mit hohem Frostanteil pro Jahr würde ich es sicher auch machen.
Gegen einen Defekt der WP-Installation kann man sich nicht absichern, da ist dann eine Reparatur erforderlich. Wie lange man braucht, um einen Handwerker mit passenden Ersatzteilen heranzuschaffen, ist nicht planbar.
Will man hier absichern, dann geht das nur über eine zusätzliche Heizquelle (Kamin, Heizlüfter, Gastherme etc). Auch dieses Problem ist also lösbar, solange man Platz für einen Heizlüfter hat. Weiterhin wurde bereits die Verwendung von Propan oder die Beimischung von Glykol erwähnt, um dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Es bleibt dann eben noch die Kombination aus allem: Strom weg, gleichzeitig sind die Temperaturen so niedrig, dass umgehend die mit reinem Wasser betriebene WP einfriert und defekt wird. Die Chance, dass das passiert, ist nur da, wenn in einem frostträchtigen Gebiet keine Absicherung vorgesehen ist. Das muss eben jeder selbst entscheiden.

Alles was ich hier schreibe, basiert wie bereits erwähnt auf langen Jahren Erfahrung mit verschiedenen WP-Typen. Und hier möchte ich noch kurz auf Deine Bemerkung eingehen:
Wobei auch langjährige Erfahrungen, bei veränderten äußeren Umständen, sich nicht immer 1 zu 1 auf die Gegenwart und Zukunft übertragen lassen.
Meine Erfahrungen sind live. Das ist nicht etwas aus der Vergangenheit, sondern alle erwähnten Installationen laufen jetzt im Moment, so wie sie das jeden Tag tun. Zumindest traue ich mir unter diesen Umständen zu, etwas zur Gegenwart zu sagen, und das sind die einzig belastbaren Fakten. Dazu gehören die Umstände bei der Planung (die letzten beiden WP wurden im Dez 24 in Betrieb genommen, bei einem Freund erlebe ich die Planung gerade wieder neu mit), die Erfahrungen mit der Behebung von Defekten und Wartung, mit Wartungsverträgen, mit dem Umgang mit Ausfällen. Für die Zukunft können wir über die Entwicklung von Gas- und Strompreisen spekulieren, mehr aber auch nicht.

Jetzt wieder ohne Bezug auf Deinen Satz:
Auf der Basis meiner Erfahrung schreibe ich hier. Ich bin kein Missionar für WPs oder ideologisch unterwegs. Ich glaube aber zu erkennen, dass mehrere User, die hier posten, selbst wenig oder keine Erfahrung mit WPs und damit Schwierigkeiten haben dürften, die genannten Risiken realistisch abzuschätzen. Daher halte ich meine Äußerungen durchaus für sinnvoll, dränge sie aber niemandem auf. Jeder muss seine Entscheidungen selbst treffen.
 
Weiterhin wurde bereits die Verwendung von Propan oder die Beimischung von Glykol erwähnt, um dieses Problem in den Griff zu bekommen.
NUr weil du das jetzt zum zweiten Mal erwähnst. Der Hydraulische Teil eines Monoblocks kann - wenn all die genannten Eventualitäten auf einmal auftreten - einfrieren. Propan (R290), ist das Kältemittel im Kältekreislauf, der friert sowieso nicht ein, egal welches Kältemittel da drin ist.

Unabhängig davon würde ich heute auch zur R290 WP raten, nicht nur weil es ein natürliches, umweltverträgliches Kältemittel ist, sondern weil die Effizienz etwas besser ist, und besonders wenn man höhere Temperaturen braucht diese weniger stark absinkt.
 
Jepp, sollte man nicht so leichtfertig abtun, es muss ja kein Stromausfall sein, es kann ja sonst was kaputt gehen und wenn dies über mehrere Tage geht...
Ich bin auch kein prepper, habe keinen Verfolgungswahn..... Aber das Risiko dass zb ein Hackerangriff die lokale Stromversorgung über einen längeren Zeitraum stillegen könnte halte ich in der heutigen Zeit als zunehmend wahrscheinlich....
Ich bin das ganze ziemlich pragmatisch und einfach angegangen....
Da ich eh Camper bin - habe ich einfach meinen Vorrat an Wasseraufbereiter von einer Flasche auf 3 Flaschen erhöht.
Wasser in örtlichen Bach gibt es genug auch ohne Strom..😉
Gasflaschen für die Kocher habe ich immer 3 volle auf Vorrat.
Ein Notstromaggregat habe ich im Keller stehen, natürlich immer ein paar 20 liter Kanister Sprit auf Vorrat - die regelmäßig in Auto vom Junior verbraucht und dann wieder neu gefüllt werden.
Sollte es wirklich einen längeren Stromausfall geben - stecke ich die Stromversorgung der Ölheizung in das Aggregat ein - ganzes Haus warm (so lange Heizöl im Tank ist😉) oder ich stecke die Splitklima vom Wohnzimmer direkt im Aggregat ein - dann ist wenigstens das Wohnzimmer warm.
Wenn alle Schritte reißen - gibt es auch noch einen Kachelofen - der aber seit Installation der Splitklimas nicht mehr aktiv genutzt wird.

Man muss sich halt ein paar Gedanken machen - dann kann man auch mit wenig finanziellen Aufwand zumindest eine Notversorgung aufrecht erhalten.
Hätte ich jetzt eine Monoblock WP - dann würde ich bei der Installation auch gleich eine Steckerlösung vorsehen - dann könnte man auch diese direkt mit dem Notstromaggregat weiter betreiben.... Wohnung warm und keine Frostgefahr...😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss sich halt ein paar Gedanken machen - dann kann man auch mit wenig finanziellen Aufwand zumindest eine Notversorgung aufrecht erhalten.
Hätte ich jetzt eine Monoblock WP - dann würde ich bei der Installation auch gleich eine Steckerlösung vorsehen - dann könnte man auch diese direkt mit dem Nordsteinaggregat weiter betreiben.... Wohnung warm und keine Frostgefahr...😉
Hättest du da eine Bezugsquelle für das Nordsteinaggregat?:D

Spässle, im Übrigen gebe ich dir recht, es spricht nichts dagegen sich vorzubereiten und unabhängig von der WP, hatte ich schon früher ein Notstromaggregat und einen großen Gefrierschrank im Keller, denn wer wie ich in den 80 er Jahren, zu Zeiten des kalten Krieges bei der BW war und noch früher im Osten aufgewachsen ist, der macht sich halt seine Gedanken, aber jeder wie er mag.
 
NUr weil du das jetzt zum zweiten Mal erwähnst. Der Hydraulische Teil eines Monoblocks kann - wenn all die genannten Eventualitäten auf einmal auftreten - einfrieren. Propan (R290), ist das Kältemittel im Kältekreislauf, der friert sowieso nicht ein, egal welches Kältemittel da drin ist.
Das interessiert mich. Ich habe meinen sehr kenntnisreichen Fachmann hierzu befragt, er schrieb mir eben Folgendes (meine Kenntnis reicht nicht bis in diese Details):
Die verbauten Wärmepumpen sind grundsätzlich bis minus 20 Grad im Betrieb nicht gefährdet.
Sollten die Anlagen ausfallen, übernehmen die E-Patronen die Notbeheizung und den Frostschutz.
Die Propan Wärmepumpe wäre nur dann frostgefährdet, wenn der Strom vollständig ausfallen würde.
Hier ist eine oder auch 2-3 Nächte kein Problem, allerdings kann es bei längerem Ausfall zu Frostschäden führen.
Es gibt keine technische Lösung diese Gefahr zu umgehen (außer Notstrom).
Grundsätzlich sind aber Frostschäden bei Stromausfall der Anlage versichert, vorausgesetzt, die Anlage ist in die Gebäudeversicherung aufgenommen und für diesen Fall mitversichert.
Ich denke, damit ist die Sachlage soweit geklärt.
 
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