Winterreifen Wechsel Achse

Matze9672

Fahrer
Registriert
19 Oktober 2009
Wagen
BMW Z4 e89 sDrive35i
Moin zusammen,

ich hab gestern im Reifenzentrum von BMW die Winterreifen aufziehen lassen. Vorne waren sie weniger abgefahren als hinten. Hab dann gefragt ob sie die Reifen umsetzen. Der Berater meinte dann nein es wäre besser die besseren Reifen vorne zu haben wegen Lenkung und Bremsen. Ich hab dann nachgefragt aber er war da total von überzeugt. Nun hab ich im Internet geschaut und bekomme immer mehr Zweifel ob es so richtig ist.

Was meint ihr?

Danke Matze
 
Laut den Informationen, die man auf den Fahrsicherheitstrainings (z.B. ADAC) bekommt, soll man die besseren Reifen hinten aufziehen. Vorne hat man Einfluss auf das Fahrverhalten durch die Lenkung. Hinten braucht man die Stabilität, die eben durch die besseren Reifen eher gewährleistet wird.
 
Das hab ich auch gelesen und bin deshalb verunsichert. Aber wenn BMW so ein Zentrum hat sollte man doch auch meinen, dass die wissen was sie tun.
 
Die Fahrstabilität kommt von hinten ;) also die „Besseren“ Reifen nach hinten.

So etwas macht man, wenn überhaupt beim Kleinwagen wenn es rund um den Kirchturm geht :)
 
Moin Moin

Die Besseren immer hinten,
wird auch auf jeden Fahrsicherheitstraining gesagt.

gruß
Karsten
 
Ich stell mir gerade vor wenn ich meine Winterbereifung von hinten nach vorne tausche. Also vorne 285er und hinten die 235er :rolleyes2 "Aber Herr Wachtmeister, Frau Werwolf meint des gehört so"
 
ich mach die besseren Reifen auch vorne und zwar aus dem Grund dass ich schon 20 Jahre Hecktriebler fahre und wenn ich hinten den Grip verliere schockiert mich das nicht besonders da ich immer noch die Moeglichkeit habe was zu unternehmen aber wenns vorne rutscht gehts nur noch geradeaus.
 
Sowohl für "die Besseren nach vorne" als auch für "Die Besseren nach hinten" gibt es zahlreiche gute Gründe.

Ohne genau zu wissen "wie arg" die Reifen abgefahren sind, sind Empfehlungen überhaupt nicht machbar.

Bei jedem Hecktriebler ist die Entscheidung jedoch sehr einfach: Die besseren Reifen hinten, weil dort mehr Verschleiß ist - nur so lässt es sich erreichen, dass sich alle vier Reifen ähnlich schnell abnutzen.

Bei einem Fronttriebler würde ich aus demselben Grund die besseren Reifen vorne montieren.

Und von der Fahrstabilität her ... ja, nun ... na logich beeinflusst die Hinterachse die Spurtreue. Wenn hinten Glatzen montiert sind und vorne gebremst wird, dreht sich das Auto ein und man muss gegenlenken - sollte JEDER von uns schonmal im Fahrsicherheitszentrum geübt haben udn im Winter immer mal wieder auf rutschiger Straße testen und verinnerlichen.

Montiert man jedoch vorne die schlechten Reifen, dann bleibt das Auto zwar in der Spur beim Bremsen, aber schlechte Reifen bremsen auch schlechter ... ganz schön blöd, wenn man deshalb dann frontal in's Heck des Vordermanns knallt obwohl man eigentlcih noch hätte quer zum Stehen kommen können.

Besonders blöd ist, wenn die vorderen Reifen kaum noch Seitenführungskräfte aufbauen, da isses dann egal ob das Auto quer kommt oder nciht - ohne Seitenführungskräfte vorne ist kein Drift der Welt abfangbar.

Übrigens ist die Bremswirkung auf einer Schneedecke "quer" besser als "längs", da der Reifenlatsch (in Abhängigkeit von der Reifenbreite) länglich ist und man quer mehr Schnee vor sich herschieben kann :s

Dennoch sind auch bei mir die besseren Reifen hinten (aus Verschleißgründen) - meine Reifen haben jedoch insgesamt noch sehr viel Profil. :M
 
Wir reden hier ja von Winterreifen unter winterlichen Bedingungen und nicht von einer Hotlap auf der NOS.Klar ist,dass Glatzen weder vorne noch hinten sinnvoll sind.
Mit dem besseren Profil vorne steigt die Bremswirkung,lenkt das Fahrzeug besser ein,verringert sich die Aquaplaningsituation,folgt dem Lenkeinschlag besser.Mit dem schlechteren Profil hinten vermindert sich die Traktion und das Heck wird instabiler,wird aber durch die Elektronik bis zu einem gewissen Grad unter Kontrolle gehalten.Ich denke unter winterlichen Bedingungen,also Schleichfahrt meistens,macht das Ganze mit Winterreifen durchaus Sinn.
 
wie frank schon geschrieben hat, die besseren reifen auf der antriebsachse montieren um einen gleichmäßigen reifeverschleiß zu erreichen, was besonders im winter wichtig ist. das grippniveau von älteren reifen und neureifen ist sehr unterschiedlich und bei wiedrigen bedingungen kann es dann passiern, dass die einfach keinen grip mehr aufbaun können, obwohl noch genügend profil vorhanden ist.
 
Ein "Glück", dass ich Mischbereifung fahre... ;)

Viele Grüße,
Oliver
 
Ich bin einer der jenigen die vorne lieber die besseren Schlappen fahren.
Der Grund ist ganz einfach: Bremsen im Winter!
Was bringt es mir wenn die gute Reifen hinten drauf sind? Ich komme vom fleck, kann aber nicht bremsen. Aus rein sicherheitstechnischer Sicht ist es also IMHO die einzig wahre Lösung die guten Dinger vorne drauf zu haben.
In Zeiten von ESP, DSC und was auch immer ist die Fahrstabilität nicht mehr soo enorm wichtig. Ich habs jedenfalls seit längerem nicht mehr geschafft mich mit aktiviertem ESP im Winter zu drehen.

Ganz interessant finde ich übrigens diejenigen Fronttriebler, die seit 10 Jahren die Winterräder nicht achsweise getauscht haben. Vorne werden alle 2 Jahre neue Pneus gebraucht, aber auf der Hinterachse ist seit 10 Jahren der gleiche Reifen drauf, der mittlerweile so ausgehärtet ist, dass man sich in jedem Kreisverkehr dreht.
Autsch.
 
Ganz klar und ohne wenn und aber ist das bessere Profil IMMER hinten, von der Fahrphysik. Unter ökonomischen Gesichtspunkten kann man den Besseren auch auf der Antriebsachse runterschrubben, aber nur unter dem Aspekt.
 
Ich bin einer der jenigen die vorne lieber die besseren Schlappen fahren.
Der Grund ist ganz einfach: Bremsen im Winter!
Was bringt es mir wenn die gute Reifen hinten drauf sind? Ich komme vom fleck, kann aber nicht bremsen. Aus rein sicherheitstechnischer Sicht ist es also IMHO die einzig wahre Lösung die guten Dinger vorne drauf zu haben.

Sorry aber das ist Quatsch. Beim Bremsen wird die HA eh entlastet, dann noch weniger Profil, dann neigt das Heck zum Ausbrechen. Die Führung des Fahrzeugs kommt beim bremsen von hinten.

Klar, und da hast Du recht, gibt es tausende von Helferlein die die Karre vorm Dreher bewahren, aber das ist auch alles.
 
Ich bin mal mit "guten hinten" u. "schlechten vorne" derbst aus der Kurve im Graben gelandet. Macht Ihr ruhig hinten die guten drauf, ich werde seitdem immer vorne für ausreichend Profil sorgen. Der Zetti schiebt eh schon vorne über, da ist mir hinten nicht so wichtig. Es mag Ausnahmetage bei starkem Schneefall geben, in denen mir dadurch ein Nachteil entsteht. An diesen Tagen fahre ich aber eh angemessen!
 
ich halte es da wi DaTaXi.

Ich habe die guten vorne und die mit weniger profil hinten.

Vor allem bei kurvenfahrten und bremsen sind mir die argumente mit dem grip an der vorderachse logischer..
 
Die ganzen elektronischen Helferlein kommen relativ schnell an ihre Grenzen, wenn der Schluppen die Kräfte (Brems-, Lenk-, Was-auch-immer-für-Kräfte) nicht mehr auf die Straße bringt. Es wurde schon geschrieben, dass die Fahrsicherheitstrainer raten, das bessere Profil nach hinten zu sortieren. Deren Begründung ist, dass die Hinterachse für die Richtungsstabilität des Fahrzeugs sorgt.

Bei dem Training, bei dem ich kürzlich war, hatte der Trainer einen Versuch vorgeführt: Zwei Modellautos, die er nacheinander über den Tisch hinweg anschob und aus-"rollen" ließ: Bei dem einen hatte er die Vorderräder mit Tesafilm zu Glatzen gemacht, bei dem anderen die hinteren. Der mit den abgeklebten Vorderrädern hielt die Richtung recht gut (d. h. hinten Führung), der andere bildete ein Karussell mit unvorhersehbarer Gesamtrichtung (weil Führung nur vorn). Das ist zwar vereinfacht, weil ja nicht gelenkt wird, aber mich hat das überzeugt.

Wenn man übrigens nicht an die gesetzlichen Mindestgrenzen der Profiltiefe heranfährt, sollte es nicht so genau darauf ankommen, wo ich 6 mm habe und wo 4 mm.
 
Wobei gerade bei Kurvenfahrten es auch arg darauf ankommen wie die Kurven gefahren werden ... mit viel Last auf den Vorderrädern kurz vorm Untersteuern? Oder mit Last an den Hinterrädern mit Hang zum Übersteuern. Gerade im Winter kommt das Heck recht fix, da macht's wenig Sinn dort auch noch das Gripniveau weiter herabzusetzen.

... wie aber oben schon geschrieben - man kann sich die Argumente beliebigst zusammenzimmern wie man es gerade braucht ...
 
Bei dem Training, bei dem ich kürzlich war, hatte der Trainer einen Versuch vorgeführt: Zwei Modellautos, die er nacheinander über den Tisch hinweg anschob und aus-"rollen" ließ: Bei dem einen hatte er die Vorderräder mit Tesafilm zu Glatzen gemacht, bei dem anderen die hinteren. Der mit den abgeklebten Vorderrädern hielt die Richtung recht gut (d. h. hinten Führung), der andere bildete ein Karussell mit unvorhersehbarer Gesamtrichtung (weil Führung nur vorn). Das ist zwar vereinfacht, weil ja nicht gelenkt wird, aber mich hat das überzeugt.

Au weia ... solche Fahrtrainer gibt es tatsächlich noch? ... :no:

Er möge den Versuch nochmal mit einer lenkbaren Vorderachse machen, die mit hinreichendem Nachlauf eingestellt ist. Dann kann er hinten die Räder mal blockieren und das Auto bleibt komplett in seiner Spur. Selbst das Abbremsen der Vorderräder bringt das Auto nicht in eine Kreiselbewegung, da der Drehimpuls fehlt.

Und wenn er vorne mit Tesafilm zuklebt möge er bitte auf die Vorderräder eine Bremskraft bringen - einfach die rutschenden Räder blockieren. An der schiefen Ebene wird sich das Auto dann nämlich aufgrund der fehlenden Seitenführungskraft vorne drehen. Der Drehimpuls kommt vom Heck, welches weniger gebremst wird.

... aber auf diese Weise wird der Versuch recht komplex und für einfache Fahrsicherheitsschüler sehr schwer vermittelbar was da eigentlich passiert. :X
 
aber das driften macht doch so'n spass ;) hehe
aber ist es auch vom wetter abhängig? also ich sage mal díe letzten 2 jahre hatten wir extrem viel schnee. und da dachte ich das möglichst viel profil bei den vorderreifen wichtiger sei. das die hinterräder beim beschleunigen durchdrehen kann ja egal sein.
Aber bei """" und blitzeis etc würde ich auch die besseren reifen nach hinten machen..
Aber so wirklichen unterscheid wird es im extremfall wohl nicht geben wenn man plötzlich einen LKW vor sich liegen hat oder ähnliches....
 
Wie wäre es die Reifen gleichzeitig vorne & hinten zu erneuern wenn sie auf einer Achse abgefahren sind. Ist vielleicht doch noch etwas günstiger als den Z in den Graben zu fahren ;) Die standard Winterreifen die viele drauf haben sind eh nicht so teuer. Oder kostet ein Reifen etwa 370€ so dass sich der ganze Rummel hier auch erklären ließe?
 
Nach eingehender Überlegung der Pros und Cons werde ich vorne rechts und hinten links die schlechteren und vorne links und hinten rechts die besseren Reifen montieren. Sollte sich das wider Erwarten nicht bewähren, werde ich die Seiten tauschen :y
Im wirklichen Leben achte ich auch auf eine gleichmäßige Abnutzung, tausche bei erkennbaren Unterschieden zur nächsten Saison achsweise und kaufe rechtzeitig neue Reifen.
 
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