Heißt anders nur Kennfeldoptimierung und Edelstahl-Kats ist keine sinnige Option, sondern nur als ein Teil eines Gesamtpakets mit Nockenwellen und Airbox und dann eben mit den angesprochenen Nachteilen!?
Betrachte es einfach mal so:
BMW hat im Z4 GTR den P54B32 verbaut, also die Rennversion des S54. Der leistet dort 420 bis 440 PS. Das ist ein reinrassiger Rennmotor mit anderem Kurbeltrieb incl. Kolben und hochgradiger Bearbeitung. Dazu kommen wichtige Dinge wie die Trockensumpfschmierung und anderes. Es handelt sich dabei um einen Revisionsmotor, d.h. nach ca. 40 bis 60 Betriebsstunden wird der Motor ausgebaut, zerlegt und revidiert (neue Lager, neue Kolben, anders nach Bedarf).
Wenn also BMW einen solchen Aufwand bei so kurzer Einsatzdauer betreibt, um auf 420 PS zu kommen, kann man sich vorstellen, wo die Grenzen für moderates oder umfangreiches Tuning liegen, nämlich weit unterhalb dessen, was BMW beim Rennmotor betreibt. Dabei ist eine typische Möglichkeit der Leistungssteigerung, nämlich das Anheben der Drehzahl, bei diesem Motor nicht unkritisch, denn bei 8.200 1/min fallen schon fast 25 m/s Kolbengeschwindigkeit an. Da das Layout des Motors mit Blick auf die Zylinderabstände gleich geblieben ist, hat BMW den Hubraum über den Hub auf 3,2L vergrößert und damit die Kolbengeschwindigkeiten erheblich angehoben.
Berücksichtigt man diese Grenzwerte, dann bewegt sich die sinnvoll erreichbare Leistung für einen S54 irgendwo zwischen 343 PS und vielleicht 380 PS, wenn man keine größeren Risiken und verringerte Standfestigkeit in Kauf nehmen will.
Schaut man sich nun den E46CSL an, dann hat BMW schon dort mit anderen Nockenwellen gearbeitet bei gleicher Auspuffanlage. Es ist also davon auszugehen, dass man über die Leistung, die mit gutem Chiptuning zu erreichen ist, nur durch Verbesserung des gesamten Durchsatzes hinauskommt, also Einlaßseite, Nockenwellen und Auslaßseite. Ausgehend von der Leistung, die sich mit dem Chiptuning erreichen läßt, bleiben also ca. 15 bis 20 PS übrig, die sich durch andere Massnahmen erreichen lassen. Wohlgemerkt: bei entsprechender Risikobereitschaft geht es auch an die 400 PS, aber das ist dann kein Motor mehr für das normale Fahren.
Entfallen auf die Airbox an sich 5 bis 6 PS bei entsprechenden Kosten, so verringert sich das, was über andere Massnahmen erreicht werden kann, noch mehr. Da kann sich jeder ausrechnen, ob sich so etwas lohnt oder nicht.
Es gibt nun mal die progressive Kurve, die die Kosten pro PS angibt, und sie wird immer steiler, je höher die Leistung getrieben wird.
PS: Metallkats machen an sich mehr Sinn, wenn der Motor oft getreten wird. Die Serienkats halten das nicht lange aus.
super ich bin auch ein Patient hab "wegen euch"

mir ne anlage ab fächer besort mit mit 200er Kats, jetzt macht mir die Motorleuchte probleme (lambdasonden). Ich würd gerne bei euch vorbeisehen und mir das Auto optiemieren lassen.
Das ist sicherlich kein Problem.
das möchte ich nicht gelesen haben
