schumi raus aus der Formel 1

Weiss schon, dass es nicht so ernst gemeint war. :)

Beide Fahrer sind über einen Vergleich erhaben, sie haben in ihren jeweiligen Kategorien mehr erreicht, als fast alle anderen.
Naja, sicher der Walter hat viel erreicht... Aber bei der Köln/Ahrweiler hat er arg versagt und nen RSR geschrottet... War wohl zu viel für das Rallye-Ego. Aber statt mit gehobenen Haupt zu gehen, erstmal schön die Rallye als "Gefährlich" abstufen. Damit hat er viele Sympathien verloren...
 
von "Versagen" würde ich sprechen, wenn ein Wohnzimmer-Racer hier aus dem Forum so ein Auto schrottet :s (da ist oftmals der Wunsch Vater des Gedanken)

Ich muss einen Rennfahrer nicht leiden mögen, um trotzdem seinem Können Respekt zu zollen :)

Irgendwas müssen die schon können, sonst würde man denen nicht soviel Material zum Verbrennen in die Hand drücken.
 
Michael Schuhmacher ist praktisch nie auf der Nordschleife gefahren, im Rennen schon gar nicht. Und das wird verglichen mit Walter Röhrl, der für jede Rekordrunde auf der Nordschleife herangezogen wird.
Hält eigentlich Stefan Bellof noch den absoluten Rekord auf der Nordschleife oder ist der mittlerweile eingestellt?
Zum Thema: durch Schumacher ist der Motorsport hierzulande auf ein ganz anderes Niveau gehoben worden. 5 deutsche Formel 1 Fahrer wären früher undenkbar gewesen,da gab es ja ewige Zeiten völlig ohne deutschen Fahrer.
Angesichts vollalkoholisierter proletenhafter Renneventbesucher weiss ich allerdings nicht ob es früher nicht doch netter war.;)
 
Zum Thema: durch Schumacher ist der Motorsport hierzulande auf ein ganz anderes Niveau gehoben worden. 5 deutsche Formel 1 Fahrer wären früher undenkbar gewesen,da gab es ja ewige Zeiten völlig ohne deutschen Fahrer.

Ob man MS nun leiden mag oder nicht, das ist die eine Sache, aber dass er auch noch dafür "verantwortlich" ist, dass 4 weitere deutsche Fahrer in der F1 sind, ist doch nun etwas sehr weit hergeholt! ;)
 
Hält eigentlich Stefan Bellof noch den absoluten Rekord auf der Nordschleife oder ist der mittlerweile eingestellt?
Zum Thema: durch Schumacher ist der Motorsport hierzulande auf ein ganz anderes Niveau gehoben worden. 5 deutsche Formel 1 Fahrer wären früher undenkbar gewesen,da gab es ja ewige Zeiten völlig ohne deutschen Fahrer.
Angesichts vollalkoholisierter proletenhafter Renneventbesucher weiss ich allerdings nicht ob es früher nicht doch netter war.;)

Nun, ob es früher netter war oder nicht, würde ich daran nicht festmachen wollen.....zumindest sind mir diesbezüglich noch nie Ausschreitungen aufgefallen, wie zum Bsp. beim Fußball.
Allerdings hatte ich vor Jahren hierzu mal ein "tolles" Erlebnis: Formel1 in Monza...Haupttribühne (ca 350.-€).....ein total Besoffener ein paar Plätze weiter...hat den Start und das ganze Rennen verpennt:rolleyes::j .....ansonsten war er brav:M

Mir persönlich wird Schumacher fehlen....die oft angesprochene Arroganz seiner Person ist bei mir nie so wirklich angekommen. Aus Neid und Missgunst werden schnell einmal eine falsche Auslegung:a
Es gab sicher das ein oder andere Fahrmanöver von ihm, das ich so auch nicht gut fand. Andererseits ist es auch recht einfach von aussen negativ zu urteilen, ohne jeweils sich selbst in der Position zu befinden. Hier entscheiden der Moment und die Reaktion. Hier ist der Impuls gefragt und nicht langes und planvolles Vorgehen.
Mag dieser Impuls auch falsch oder richtig sein. Aber den richtigen Impuls zu haben und auch zu gewinnen, unterscheidet eben einen Weltklassefahrer vom Rest.

Oder aber auch die Aktion, als er damals David Coulthard eine klatschen wollte, als der Schumacher im """" auflaufen liess.War sicher nicht korrekt.
Andererseits macht ihn das auch gleichzeitig wieder menschlich, es zeigt das Feuer und die Leidenschaft für den Rennsport, die in ihm steckt.:t

Ich würde es sehr begrüßen, wenn er den Weg in die Formel 1 wieder findet. Er hat mir viele schöne Stunden bereitet und ja ich war ein großer Fan von ihm:t
 
Ob man MS nun leiden mag oder nicht, das ist die eine Sache, aber dass er auch noch dafür "verantwortlich" ist, dass 4 weitere deutsche Fahrer in der F1 sind, ist doch nun etwas sehr weit hergeholt! ;)
Und wie erklärst du dir dann,dass vor Schumacher max. 1-2 Deutsche,wenn überhaupt und meist recht erfolglos,in der Formel 1 fuhren,die Vorkriegsjahre lassen wir jetzt mal aussen vor.
Natürlich gab es auch schon kurz vor Schumacher Förderprogramme des ADAC und diverser Autofirmen,Schumacher ist ja selber dadurch gefördert worden,so richtig los ging es aber erst nach ihm.
 
Hält eigentlich Stefan Bellof noch den absoluten Rekord auf der Nordschleife oder ist der mittlerweile eingestellt?
der wird ewige Gültigkeit besitzen, weil es auf der Nordschleife keine Rennen mehr gibt, in denen Autos fahren, die den angreifen könnten.
Die letzte Rennserie ist die RCN, und da haben wir Fahrersprecher es durchgesetzt, dass alle, die schneller als 7:15 fahren, die schwarze Flagge bekommen, um Neulinge nicht zu überfordern. Die VLN und das 24h-Rennen fahren ja keine reine Nordschleife, sondern auch die GP-Strecke zum Teil oder ganz mit.

Zum Thema: durch Schumacher ist der Motorsport hierzulande auf ein ganz anderes Niveau gehoben worden. 5 deutsche Formel 1 Fahrer wären früher undenkbar gewesen,da gab es ja ewige Zeiten völlig ohne deutschen Fahrer.
Angesichts vollalkoholisierter proletenhafter Renneventbesucher weiss ich allerdings nicht ob es früher nicht doch netter war.;)
Das ist ähnlich wie seinerzeit mit Boris Becker, der noch viel stärker polarisiert hat. Aber jeder hat mit ihm gelitten und gezittert, und alle haben schnell einen Tenniskurs gebucht... :rolleyes:

Ein Walter Röhrl hat auf seinem Sektor extreme Erfolge gehabt, und das über lange Jahre hinweg mit Autos, die teilweise katastrophal zu fahren waren (S1 Audi z.B.).
Michael Schumacher war nach Graf Berghe von Trips (gestorben 1961) und dem Deutsch-Österreicher Jochen Rindt (Weltmeister und Tod 1970) der erste ernstzunehmende deutsche F1-Fahrer nach langen Jahren. Daran ändern auch ein Maass, Stuck oder andere Einzelstarter nichts. Schumacher hat sich gegen alle Widerstände durchgesetzt und einen Titel nach dem anderen eingefahren. Man schaue sich an, wo HH Frenzen gelandet ist in seiner Karriere, der zugleich mit ihm gestartet ist. Gleiches gilt für Ralf Schumacher, der ohne seinen Bruder wohl nie in die F1 gekommen wäre (wäre wohl auch besser für die F1 gewesen).
Schumacher hat sofort den Wettbewerb aufgenommen mit den Top-Piloten der Zeit, darunter auch Senna. Ich bedauere es heute noch, dass wir das Duell zwischen Senna und Schumacher nur so kurz beobachten durften. Wo sind denn die ganzen anderen Superstars der Zeit geblieben? Hill, Villeneuve, Montoya, Häkkinen, Coulthard, Berger....
Wie viele haben es in ihrer ganzen Karriere nur auf den einen oder anderen Sieg gebracht? Patrese, Barricello, Irvine und viele andere sind jahrelang nur mitgefahren.

Fangio wird heute noch verehrt als Ausnahmetalent mit 5 Titeln in einer Zeit, in der er die F1 nach Belieben dominieren konnte. Als typischen Deutschen fällt uns dagegen nichts Besseres ein, als von "Schummel-Schumi" zu reden, als ob es möglich gewesen wäre, diese unvergleichliche Siegesserie manipulieren zu können.

Mir tut es leid, dass er seine Energie in den falschen Rennstall gesteckt hat. Wäre das damals nach dem Unfall von Massa ein bißchen anders gelaufen (Stichwort eigener Motorradunfall), dann hätte er wieder im Ferrari gesessen und wäre nie zu Mercedes gegangen. Das hätte ich gerne gesehen, Schumi in einem wettbewerbsfähigen Auto gegen Vettel, Hamilton & Co. Aber nicht in so einer Gurke, in der auch ein Rosberg permanent genauso schlecht aussah wie Schumi.

Leicht fällt ihm der Rücktritt jetzt nicht, weil er realisiert, dass er seine letzten Jahre verschleudert hat. Fast alle anderen Autos im Feld wären besser gewesen als der Mercedes, auch der vielgeschmähte Lotus oder gar der überhaupt nicht laufende Williams. DAS wird er sich sagen und dazu noch, dass er jetzt besser keinen Versuch mehr anstellt, der dann tatsächlich seinen Ruf ankratzt.
 
1.Nun, ob es früher netter war oder nicht, würde ich daran nicht festmachen wollen....
2.die oft angesprochene Arroganz seiner Person ist bei mir nie so wirklich angekommen.
1. Durch Schumacher sind halt extrem viele neue Formel 1 Fans dazugekommen,es wurde eine Massenbewegung und jede Massenbewegung hat auch ihre unschönen Seiten.
2. Ich denke die oft bemängelte Arroganz von Schumacher war nichts weiter als ein Schutzmechanismus. Man muss sich das ja mal vorstellen,vor kurzer Zeit ist er noch mit abgefahrenen Reifen gefahren und plötzlich wird er von der ganzen Welt angehimmelt. Damit muss man erst klar kommen und soll dann noch "normal" bleiben.
 
der wird ewige Gültigkeit besitzen, weil es auf der Nordschleife keine Rennen mehr gibt, in denen Autos fahren, die den angreifen könnten.
Die letzte Rennserie ist die RCN, und da haben wir Fahrersprecher es durchgesetzt, dass alle, die schneller als 7:15 fahren, die schwarze Flagge bekommen, um Neulinge nicht zu überfordern. Die VLN und das 24h-Rennen fahren ja keine reine Nordschleife, sondern auch die GP-Strecke zum Teil oder ganz mit.

Gilt dies auch für Trackdays?;):d:d:d....:X

Spaß beiseite:M .....mir ist vorhin nur nicht der Namen von Damon Hill eingefallen. Mal ganz ehrlich (ohne sein Fahrvermögen an sich anzweifeln zu wollen),
In dem Jahr als er Weltmeister wurde, war der Williams allen anderen Fahrezeugen haushoch überlegen. Danach hat man von ihm nie wirklich wieder was gehört.
Es ist auch ein Unterschied, wenn ein Fahrer in der Lage ist mit einem "minderwertigen" Fahrzeug zu gewinnen und zusammen mit seiner Hilfe das Team auf Platz 1 zu bringen. Auch das hat ein Schumacher mehrfach bewiesen.:t

Ich denke, wenn jemand nur annähernd in der Lage ist, so etwas auf die Beine zu stellen, dann kann er auch berechtigt kritisieren.
Ansonsten gilt: Weiter brav vor dem Fernseher sitzen und unqualifiziert Komentare von sich geben, während man zur Chipstüte greift;)
 
Ich kenne einen Michael Schumacher weder persönlich, noch habe ich 10 Minuten mit ihm gesprochen (in denen man wohl keinen Menschen einschätzen kann)

So wie er sich verkauft hat, konnte man ihn lediglich auf das reduzieren was er kann: Autofahren. Seine Privatsphäre hat er stets nie aktiv nach außen gebracht (im Gegensatz zu seinem Bruder und dessen Cora)

Ich konnte nie feststellen, dass er abhebt und sich dröge nach außen gibt. Er ist halt weder glamourös, noch geschwätzig. Ich halte das eher für erwachsen.

Unschöne Seiten einer Massenbewegung kann ich lediglich bei Mannschaftssportarten feststellen, welche aufgrund von billigen Stehplätzen schon ein gewisses Publikum anziehen. Da herrschen oftmals kriegsähnliche Zustände :j
 
Dann kaufe doch ein beschissenen Dreizylinder... Am besten noch mit Frontantrieb ;) BMW knallt ja immer weiter den Vogel ab ;) Bin Ich froh das Ich noch einen Sauger hab :)

Habe mir schon überlegt ein paar Aufkleber ins Handschuhfach zu legen. Sollte ich so eine Verstümmelung mit Propellerwappen sehen, wird ein dickes "FÄLSCHUNG" daneben gepappt. :d

Schumi vermisse ich. Ohne ihn fehlt in meinen Augen was.

Gruß,
Phil
 
von "Versagen" würde ich sprechen, wenn ein Wohnzimmer-Racer hier aus dem Forum so ein Auto schrottet :s (da ist oftmals der Wunsch Vater des Gedanken)
Fakt ist, dieser Mann braucht sich nix zu beweisen, der ist ein Vollprofi. Um so schlimmer, wenn man nicht eingestehen kann das man einfach nicht gut genug war. Es gibt immer Krack's wie Berlandy und Co. die ihre Fahrzeuge auswendig kennen und die Strecke blind fahren können. Das ist der Unterschied zu Schumi... Er gab schon oft genug das Statement, das manche Situationen grenzwertig waren. Motorsport hat immer mit Emotionen zu tun, da es aber eher um eine Amateurveranstaltung geht finde Ich es schade, das solche "Größen" im Motorsport nicht ihr Gesicht wahren können
 
Eine "vermeintliche" Maske wird ihm ja nun von Anderen heruntergerissen ;)

In einer Einzelsportart hat man leider keinen Mitspieler, der das eigene Missgeschick ausbügelt. Ist eben anders als in Mannschaften :s, wo das schon mal untergeht.

Ich würde keinem Leistungssportler unterstellen, er solle doch bitte mit Würde abtreten. Das "Platzmachen" kommt irgendwann von alleine, wenn man nicht mehr mit anderen mithalten kann, dann wird es evt. peinlich.

Und bei einem Schumacher sehe ich im Moment nur, dass er zwar willig ist, nur das Material schwach.

Edith: ich zolle jedem Sportler meinen Respekt :)
 
Wer etwas Zeit hat (wenn im TV nichts kommt, die Frau ihre Tage hat, oder die Couch wieder einmal magnetisch auf den eigenen Hintern wirkt :M), kann sich ja einmal die Sendung ansehen. Einige Spekulationen aus diesem Thread hier finden darin eine Antwort - auch wenn zu diesem Zeitpunkt - zumindest offiziell - noch nicht fest stand, dass MSC seine Karriere beenden wird.

 
Das "Platzmachen" kommt irgendwann von alleine, wenn man nicht mehr mit anderen mithalten kann, dann wird es evt. peinlich.

:t

Heute habe ich auf unserer Firma gehört, MS wolle/solle für irgendeinen Sender im nächsten Jahr die Rennen kommentieren!? Da ist es ja gut, dass ich den Vorteil habe, unter mehreren Sport-Sendern auswählen zu können!
 
Warum ist es eigentlich so wichtig, stetig zu betonen, dass man bestimmte prominente Personen nicht mag?

Würde ich das tun, müsste ich wohl eine lange Aufstellung machen, stetig aktualisieren und jede neue Fassung veröffentlichen. Das wäre mir aber herzlich zuviel Arbeit, und dann würde mir irgendwann wohl auch auffallen, dass das alles nicht sehr schlau ist, weil ich diese Menschen ganz überwiegend nicht persönlich kenne.

Lasst Herrn Schumacher doch einfach in Ruhe sein Leben leben. Er macht das umgekehrt mit euch doch genau so. :)
 
Warum ist es eigentlich so wichtig, stetig zu betonen, dass man bestimmte prominente Personen nicht mag?

Weil das hier ein Thread zu dem Thema und insbesondere zu einer bestimmten Person ist ;)

Würde ich das tun, müsste ich wohl eine lange Aufstellung machen, stetig aktualisieren und jede neue Fassung veröffentlichen. Das wäre mir aber herzlich zuviel Arbeit, und dann würde mir irgendwann wohl auch auffallen, dass das alles nicht sehr schlau ist, weil ich diese Menschen ganz überwiegend nicht persönlich kenne.

Richtig! Die könnte wohl jeder hier machen. Aber es ist für die Beurteilung einer Person nicht unbedingt wichtig sie persönlich zu kennen. Menschen des öffentlichen Lebens werden eben anhand ihrer Wirkung in der Öffentlichkeit gemessen. Wie intensiv muss man denn; Deiner Meinung nach, Jemanden kennen, um sich ein Urteil bilden zu dürfen?

Lasst Herrn Schumacher doch einfach in Ruhe sein Leben leben. Er macht das umgekehrt mit euch doch genau so. :)

Macht er erst, wenn er wieder aus der Öffentlichkeit verschwunden ist :w

Und zum Abschluss noch eine Gegenfrage: Wieso ist es Dir so wichtig, dass bestimmte prominente Personen wie eine heilige Kuh behandelt werden?
Gruß,
Thomas
 
Und zum Abschluss noch eine Gegenfrage: Wieso ist es Dir so wichtig, dass bestimmte prominente Personen wie eine heilige Kuh behandelt werden?

Es ist mir überhaupt nicht wichtig. Nur halte ich es ganz grundsätzlich für wenig opportun, über abwesende Personen, die man zudem nicht persönlich kennt, unsachlich herzuziehen. Insofern geht auch dein "Argument" fehl, dass das hier ein Schumi-Fred sei. Sachliche Kritik ist - selbstredend - immer in Ordnung. Substanzlose Polemik hilft dagegen eher selten weiter. Allein um Letztere geht es mir hier. Sogar bei einem Herrn Schumacher, der mich - wie der ganze Rennsport überhaupt - herzlich wenig interessiert.

Ich widerspreche dir auch grundsätzlich darin, dass man eine prominente Person zu ihrer "Beurteilung" nicht persönlich kennen muss. Ich hatte mich bereits um eine Erläuterung des Umstandes bemüht, dass (a) man in der Öffentlichkeit oft deutlich anders wahrgenommen wird, als man tatsächlich ist, und (b) die Öffentlichkeitswirkung Prominenter durch deren Berater häufig stark drittbestimmt ist. Natürlich kann man sich ein gewisses Urteil über das Handeln eines "Promis" häufig anhand der Presseberichterstattung bilden: Wenn ein Prominenter etwas tut und darüber berichtet wird, darf man diese Handlung natürlich auch hinterfragen, kommentieren, kritisieren etc.. In diesem Fred kamen aber wiederholt einfach nur unsachliche Unterstellungen hinsichtlich einer Charakter- bzw. Verhaltenseigenschaft - hier: (vermeintliche) Arroganz - des Herrn Schumacher bzw. Aussagen in Richtung "den mag ich nicht, da schalt ich um". Da sind wir dann aber genau bei den oben unter lit. (a) und (b) genannten Bedenken.

Womöglich erschließen sich derartige Bedenken auch nicht ohne Weiteres. Bist du schon mal bei einem öffentlichen Auftritt - z. B. bei einem von dir gehaltenen Vortrag - gefilmt worden und hast dich später darüber gewundert, wie "anders" du dich selbst wahrnimmst, als du im Internet oder TV rüberkommst? Hast du schon einmal ein Interview für eine Zeitschrift gegeben und dich später gewundert, wie anders deine Aussagen durch die Darstellung des Redakteurs wirken? Spätestens wer das mal erlebt hat der versteht, wie schwierig die mediale Selbstdarstellung sein kann.

Meine Haltung begründet sich darüber hinaus aus dem Umstand, dass ich eine Reihe von Menschen, die man wohl landläufig als "prominent" bezeichnet, persönlich kenne. Überwiegend kommt das durch meine Arbeit, teilweise auch schlicht durch den Umstand, dass ich in Köln lebe, wo sich ein Kontakt mit Prominenten aus dem Medienbereich bisweilen kaum vermeiden lässt. Aus diesen persönlichen Bekanntschaften heraus kann ich sagen, dass die mir bekannten "Prominenten" ganz überwiegend die schlechten Eigenschaften, die ihnen häufig nachgesagt werden, überhaupt nicht erfüllen. Es sind fast alle im Gegenteil sehr nette, bodenständige, bisweilen fast einen Hauch demütige Menschen, die sich des Umstandes bewusst sind, dass ihre Karriere jeden Tag vorbei sein kann.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Das sind besonders die jüngeren "Promis", die erstmal entzückt auf ihrer frischen Erfolgswelle schwimmen und noch nicht gelernt haben, dass diese Welle sehr schnell in sich zusammenfallen kann. Nicht selten folgt dieser Lernprozess dann allerdings recht zügig.

Hinsichtlich einer häufig zu unrecht unterstellten Arroganz kann es übrigens auch umgekehrt laufen: Vor Jahren kam auf einer öffentlichen Veranstaltung direkt nach meinem Vortrag ein bekannter - und ich meine: beliebter - lokalprominenter Politiker. Er war rhetorisch hervorragend, charmant und fing das Publikum sofort ein. Direkt nach dem Vortrag hinter der Bühne wandelte sich seine charmante Art völlig. Sein freundliches Lächlen verschwand und er herrschte die Mitarbeiter des Veranstalters wegen irgendetwas (ich weiß nicht mehr, was es war) an. Mir ist das in Erinnerung geblieben, weil ich damals überrascht war, wie falsch man in der Beurteilung von Menschen liegen kann, von denen man nur das wahrnimmt, was sie in der Öffentlichkeit zeigen.

All das sind die Gründe dafür, warum ich wenig von unsachlichen Despektierlichkeiten hinsichtlich bekannter Persönlichkeiten der Zeitgeschichte halte. Falls du bis hierhin durchgehalten hast, dürfte deine Frage womöglich beantwortet sein. ;)
 
All das sind die Gründe dafür, warum ich wenig von unsachlichen Despektierlichkeiten hinsichtlich bekannter Persönlichkeiten der Zeitgeschichte halte. Falls du bis hierhin durchgehalten hast, dürfte deine Frage womöglich beantwortet sein. ;)

Ich habe durchgehalten und finde auch gut, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, sehr ausführlich zu antworten.
Und ich gehe auch mit Dir daccord, dass man sich in Menschen täuschen kann. Sogar in solchen, mit denen man jahrelang bekannt oder befreundet war. Der wahre Charakter eines Menschen erschließt sich eben nicht in wenigen Worten, Taten oder Gesten. Ich bin auch durchaus in der Lage die Leistung eines Menschen, welchen ich nicht mag zu würdigen!

Nichts desto trotz bleibe ich bei meiner Meinung, dass Menschen des öffentlichen Lebens durchaus anhand ihrer Außenwirkung beurteilt werden dürfen. Ob dies nun ihren tatsächlichen Charakter widerspiegelt oder nicht, ist dabei unerheblich. Beurteilt wird dann eben die nur Außenwirkung und nicht der Charakter. Das ist eben das Schicksal derer, die sich auf der "Bühne" bewegen.

Gestatte mir noch den Vergleich mit einem Politiker, welcher sich zur Wahl stellt. Auch hier muss ich mir ein Bild machen, welches dem Menschen mit Sicherheit nicht in allen Nuancen gerecht wird. Nach diesem Bild urteile ich dann. Wäre auch schwierig zunächst mit jedem Politiker Freundschaft zu schließen, oder? :w
Gruß,
Thomas
 
Was bitte ist daran verwerflich, zu schreiben, dass man einen Prominenten nicht leiden mag. Dazu muss man ihn doch nicht persönlich kennen.
Da kann und will ich Dir, lieber Brumm, nicht folgen.
Und warum ist das kein Schumi-Fred? Verstehe ich was falsch? Die Überschrift lautet "Schumi raus aus der F1"!
MS ist kritikfähig, kann öffentliche Kritik offensichtlich gut vertragen und zieht persönliche Konsequenzen und sucht keine Entschuldigungen!
Sehr lobens- und beneidenswert ist das, wie ich meine. :t
 
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