BAYERN - NEIN zur Studiengebühr

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15 Mai 2012
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An alle die in Bayern leben, macht mit, der Gleichberechtigung wegen in unserem vereinten Land.
Auch wenn es nicht jeden betrifft ...

http://volksbegehren-studiengebuehren.d ... bschaffen/

VOLKSBEGEHREN gegen die Studiengebühren in Bayern!
VOM 17.01.2013 bis 30.01.2013 ...
in allen Rathäusern, Gemeinde- und Bürgerbüros
940 000 Stimmen sind nötig, motiviert alles was 2 Beine hat, einen Stift führen kann und mitmachen darf!
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Wir Bayern sind die einzigen (neben Niedersachsen) die noch Studiengebühren abdrücken.
In jedem Rathaus/Bürgerbüro/Gemeindeamt ist es möglich gegen diese Gebühr abzustimmen.
Es geht nicht nur darum die Studiengebühren komplett abzuschaffen, sondern auch darum, dass die Studiengebühren gerecht für alle Beteiligten gehändelt werden.
GUT und weniger BETUCHTE junge Leute, sollen das Recht auf ein Studium haben.
Im ganzen Land!
In Bayern sind es teils weit über 500 Euro. Bei unseren Nachbarn im "schöne Hesseland" gibt es beispielsweise nur einen "Semester/Verwaltungsbeitrag" von ca. 270 Euro.
Was ja ok ist, nichts dagegen spricht.
Profitieren von den in Bayern gezahlten Studiengebühren tun alle in Deutschland, denke das ist Betroffenen bekannt und auch denen die Gerechtigkeit mit anstreben.

ALSO ihr BAYERN im Forum - runter von dat (Muttis) COUCH, TUT ETWAS für unsere ZUKUNFT und deren angehenden, besser verdienenden Arbeitnehmern ... dann wird die Rente zukünftig vllt. doch wieder ein wenig sicherer
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- FÜR ALLE Deutschländer Würstchen
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!
 
Ich bin für Studiengebühren. Was nichts (den eigenen Geldbeutel) kostet, hat für die meisten Menschen keinen Wert. Universitäten und was dazu gehört, sind für den Staat resp. Steuerzahler ein erheblicher Aufwand. Das rechnet sich nur, wenn die dort erzielten Abschlüsse anschließend zu Beschäftigungsverhältnissen führen, die wiederum zum Steueraufkommen beitragen. Langzeit/-Hobbystudenten gehen zu Lasten der Gesellschaft ohne Aussicht auf adäquate Rückflüsse.
Natürlich soll jedem, der das Zeug dazu hat, ein Studium ermöglicht werden. Entsprechende Darlehen sind da ein gutes Regulativ. Wer in einer üblichen Regelstudienzeit fertig wird und/oder durch gute Ergebnisse glänzt, sollte duch Forderungsverzicht belohnt werden. Auch alle anderen, die einen beruflich "verwertbaren" Abschluss erreichen, erzielen damit i.d.R. Einkommen, die über denen von Nichtakademikern liegen. Die Darlehenrückzahlung ist da durchaus zumutbar. Wer sich in einem Studium ohne Berufsziel selbst verwirklichen möchte, darf gerne für sein Hobby bezahlen. Das müssen Angler, Modellbauer und Z4-Fahrer auch.
Richtig ist natürlich, dass die deutsche Kleinstaaterei mit unterschiedlichen Bedingungen in den Bundesländern nicht mehr in die heutige Zeit und den europäischen Wettbewerb passt.
 
Dem möchte ich entgegen halten, daß es im Interesse des Staates ist, jedem Mitglied der Gesellschaft eine möglichst gute Ausbildung, wozu auch ein Studim zählt, zu ermöglichen.
Die erste Ausbildung sollte immer kostenlos sein, allein schon um potentielle Studenten mit finanziell schwierigerem Hintergrund nicht abzuschrecken.
Wobei man nach gewisser Zeit auch durchaus Gebühren dafür erheben darf/soll/muß.

...Auch alle anderen, die einen beruflich "verwertbaren" Abschluss erreichen...

Hey, auch aus Geisteswissenschaftlern können produktive Mitglieder der Gesellschaft werden. :b

Gruß,

Björn

p.s. Ob Studiengebühren potentielle Studienanfäger abschrecken, ist nicht unstrittig. Studien darüber kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.
 
Hey, auch aus Geisteswissenschaftlern können produktive Mitglieder der Gesellschaft werden.

Selbstverständlich. Es macht aber einen Unterschied, ob jemand erstmal ziellos drauflosstudiert (oder sich nur wegen der billigen Monatskarte und Krankenversicherung einschreibt) oder den geisteswissenschaftlichen Abschluss als Basis eines Berufsziels anstrebt.
 
Selbstverständlich. Es macht aber einen Unterschied, ob jemand erstmal ziellos drauflosstudiert (oder sich nur wegen der billigen Monatskarte und Krankenversicherung einschreibt) oder den geisteswissenschaftlichen Abschluss als Basis eines Berufsziels anstrebt.

Schon klar, ich fühlte mich durch deinen Kommentar nur persönlich angesprochen. Ich gehe mit deiner Meinung ja auch durchaus konform, sobald die Regelstudienzeit signifikant überschritten ist.

Gruß,

Björn

Edith: Meine Wortwahl war ein bisschen missverständlich und wurde durch den Smilie nicht unbedingt besser.
 
Ich bin für Studiengebühren. ... Universitäten und was dazu gehört, sind für den Staat resp. Steuerzahler ein erheblicher Aufwand. Das rechnet sich nur, wenn die dort erzielten Abschlüsse anschließend zu Beschäftigungsverhältnissen führen, die wiederum zum Steueraufkommen beitragen. Langzeit/-Hobbystudenten gehen zu Lasten der Gesellschaft ohne Aussicht auf adäquate Rückflüsse.
Natürlich soll jedem, der das Zeug dazu hat, ein Studium ermöglicht werden. Entsprechende Darlehen sind da ein gute Regulativ. Wer in einer üblichen Regelstudienzeit fertig wird und/oder durch gute Ergebnisse glänzt, sollte duch Forderungsverzicht belohnt werden. Auch alle anderen, die einen beruflich "verwertbaren" Abschluss erreichen, erzielen damit i.d.R. Einkommen, die über denen von Nichtakademikern liegen. Die Darlehenrückzahlung ist da durchaus zumutbar. Wer sich in einem Studium ohne Berufsziel selbst verwirklichen möchte, darf gerne für sein Hobby bezahlen. Das müssen Angler, Modellbauer und Z4-Fahrer auch. ....

:t :t :t
 
Ich bin für Studiengebühren. Was nichts (den eigenen Geldbeutel) kostet, hat für die meisten Menschen keinen Wert.
Sehr plakativ. So ein Studium ist kein Zuckerschlecken, wenn man es denn erfolgreich abschließen will. Es kostet Mühren, Zeit und ist sehr aufwendig -- mal abgesehen davon, dass man über mindestens drei Jahre auf ein Einkommen verzichtet und die Studienzeit einer Sauren-Gurken-Zeit gleicht, wenn man nicht gerade mit dem goldenen Löffel geboren ist. Und dann soll der erworbene Abschluss ohne Wert sein, nur weil der Papa keine Studiengebühren abdrücken musste? Sehr wahrscheinlich!

Universitäten und was dazu gehört, sind für den Staat resp. Steuerzahler ein erheblicher Aufwand. Das rechnet sich nur, wenn die dort erzielten Abschlüsse anschließend zu Beschäftigungsverhältnissen führen, die wiederum zum Steueraufkommen beitragen. Langzeit/-Hobbystudenten gehen zu Lasten der Gesellschaft ohne Aussicht auf adäquate Rückflüsse.
Aha, das tun die Steuermillionen, die als Entwicklungshilfe an China gehen, auch. Ich sehe den Unterhalt von Hochschulen als Investition in den Hochtechnologiestandort Deutschland. Diese Investitionen bringen uns etwas im Gegensatz zu längst überflüssig gewordenen Entwicklungshilfen für China, einem Wirtschaftsriesen, der über so viel Geld verfügt, dass er ja schon den Euro stützen und als Hauptgläubiger der USA auftreten kann.

Sicherlich ist jeder Student, der später keinen Job findet, aus welchen Gründen auch immer, ein Kostenfaktor für den Staat. Das ist das große Heer an Billiglöhnern, die auf Hatz-IV-Niveau aufstocken müssen aber auch. Desweiteren ist (Aus)Bildung der Bürger, wie der Unterhalt von Bildungseinrichtungen, eine Investition wieder einmal in den Hochtechnologiestandort Deutschland. Die Industrie jammert ja schon lange über den Mangel an Fachkräften. Und gerade als Land ohne Bodenschätze (Kohle kann und will man ja nicht mehr fördern) sind Bildung und Qualifikation die einzige Resource.

Natürlich soll jedem, der das Zeug dazu hat, ein Studium ermöglicht werden. Entsprechende Darlehen sind da ein gute Regulativ. Wer in einer üblichen Regelstudienzeit fertig wird und/oder durch gute Ergebnisse glänzt, sollte duch Forderungsverzicht belohnt werden.
Und wer sollte da auf seine Forderungen verzichten? Der Staat oder der private Finanzier?

Auch alle anderen, die einen beruflich "verwertbaren" Abschluss erreichen, erzielen damit i.d.R. Einkommen, die über denen von Nichtakademikern liegen. Die Darlehenrückzahlung ist da durchaus zumutbar. Wer sich in einem Studium ohne Berufsziel selbst verwirklichen möchte, darf gerne für sein Hobby bezahlen. Das müssen Angler, Modellbauer und Z4-Fahrer auch.
Richtig ist natürlich, dass die deutsche Kleinstaaterei mit unterschiedlichen Bedingungen in den Bundesländern nicht mehr in die heutige Zeit und den europäischen Wettbewerb passt.
Dann sind die meisten akademischen Abschlüsse wohl nicht "beruflich verwertbar", einschließlich den naturwissenschaftlichen Disziplinen. Denn die wenigsten Physiker und Mathematiker beispielsweise finden innerhalb ihres Themengebiets eine Anstellung und arbeiten als Quereinsteiger in vollkommen fachfremden Berufen.
Wie du schon sagtest, wäre eine Darlehensrückzahlung vollkommen zumutbar, wenn das erzielte Einkommen passt. Frag mal einen heutigen Studienabsolventen, ob er sein Darlehen von seinen Praktikumsbezügen zurückzahlen kann. Sehr viele werden nämlich von Praktikum zu Praktikum geschickt. Deswegen werden die jüngsten Absolventenjahrgänge als "Generation Praktikum" bezeichnet. Anscheinend ist das für die Industrie lukrativer.

Noch befremdlicher finde ich es allerdings, wenn Hochschulabsolventen älteren Semesters, die einen lukrativen Job erhalten haben, laut nach Studiengebühren rufen, wenn sie selbst noch in den Genuss von darlehensfreien BaFög und einem gebührenfreien Studium gekommen sind.
 
Sehr viele werden nämlich von Praktikum zu Praktikum geschickt. Deswegen werden die jüngsten Absolventenjahrgänge als "Generation Praktikum" bezeichnet.


Warum studiert man dann etwas, wenn man weiß, dass man damit nahezu keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat?
Im Übrigen finde ich das mit den Praktika richtig, jedoch nicht als kostenlose Arbeitskraft!
Wenn ich eins nicht leiden kann, dann sind das studierte Persönlichkeiten frisch von der Uni, die Leuten, die z.T. seit Jahrzehnten im Handwerk tätig sind, erzählen wollen, wie diese zu arbeiten haben, aber selbst noch nie einen Hammer oder eine Schlagbohrmaschine in der Hand gehabt haben.
Jetzt sagt nicht, das sind Einzelfälle, ich sehe das nahezu auf jeder etwas größeren Baustelle - und ich sehe viele... Studierte und Baustellen!
Meine sicher nicht repräsentative Meinung!
 
meiner meinung anch sind die studiengenühren von maximal 500€ und die ebenfalls von der hochschule festzusetzenden verwaltungsbeiträge, für absolut vertretbar. es gibt genügend beispiele, die ohne unterstützung, ihr studium selber finanzieren. es ist auch anzumerken, dass nicht alle hochschulen in bayern studiengebühren verlangen und jeder seinen studienort rellativ frei wählen kann. es ist nun mal nicht allen möglich in regensburg oder münchen zu studieren, wo die lebenshaltungskosten extrem hoch sind, dann muss man ebeen, wie einieg bekannte bespielsweise nach passau ausweichen. wenn man studieren will, dann findet man einen weg und wenn man keinen weg findet, dann wird man auch ohne studiengebühren, im studium, keinen erfolg haben.
 
Universitäten und was dazu gehört, sind für den Staat resp. Steuerzahler ein erheblicher Aufwand.

Schulen, Polizei, Feuewehr, Infrastruktur ebenfalls. Wenn man so argumentiert, soll man konsquenterweise die Schulkinder an den Kosten für Schulen, Verbrecher an den Kosten für Polizeieinsätze usw. beteiligen, und zwar zu 10-20% der tatsächlichen Gesamtkosten (analog Studiengebühren)?

Wir sollten uns schon etwas von den Stammtischen deutscher Kuhdörfer abheben und sowohl genannte Vorteile (weniger Langzeitstundenten) als auch Nachteile (Finanzierung des Studiums) berücksichtigen. Ein Student der Sozialwissenschaften ist als Beamtenkind weniger von den Studiengebühren betroffen als ein Student der Natuwissenschaften (erwiesenermaßen typische Aufsteigerfächer).

Einem Überangebot an Studienanfänger in Geschichte, Linguistik kann man doch effektiver mit Quoten/NC entgegenwirken, anstatt einer pauschalen Gebühr für alle (!) Studierenden.
 
ach noch etwas:

ich bin FÜR Studiengebühren ab einem bestimmten Semester (14?). die Höhe von 500 Euro finde ich auch vertretbar.
 
...
Aha, das tun die Steuermillionen, die als Entwicklungshilfe an China gehen, auch. ...
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Sicherlich ist jeder Student, der später keinen Job findet, aus welchen Gründen auch immer, ein Kostenfaktor für den Staat. Das ist das große Heer an Billiglöhnern, die auf Hatz-IV-Niveau aufstocken müssen aber auch. ...

Nur kurz dazu: Es ist eine häufig verwendete, gleichwohl untaugliche "Argumentation", das eine Übel mit dem Vorhandensein eines anderen Übels entschuldigen zu wollen. Vorliegend hat weder China etwas mit hiesigen Studiengebühren zu tun, noch das "Heer an Billiglöhnern".

... Noch befremdlicher finde ich es allerdings, wenn Hochschulabsolventen älteren Semesters, die einen lukrativen Job erhalten haben, laut nach Studiengebühren rufen, wenn sie selbst noch in den Genuss von darlehensfreien BaFög und einem gebührenfreien Studium gekommen sind.

Ebenfalls ein untaugliches Argument, dessen Konsequenz es wäre, dass Maßnahmen trotz sich ändernder Umstände nicht ihrerseits angepasst werden dürfen. Müssen Autos heutzutage im Durchschnitt 50 PS haben, weil das vor vielen Jahren mal so war?

Sollte dir der Vergleich mit der Studienzeit der "älteren Semester" fehlen, so sei der Hinweis erlaubt, dass in vielen Studiengängen vor einigen Jahren noch deutlich mehr Studienplätze vorhanden waren, mithin engagierte junge Menschen nicht befürchten mussten, dass ihr Studienplatz durch einen eher minder fleißigen Gemütlich-Studenten blockiert wird. Darüber hinaus dürfte der eine oder andere "ältere Semester" bei einem Blick auf den akademischen Nachwuchs den nicht sonderlich erfreulichen Eindruck erhalten, dass zu seinen eigenen Zeiten vielfach noch deutlich disziplinierter studiert wurde, als es derzeit nicht selten der Fall ist. Dass es auch heutzutage erheblich engagierte Studenten gibt, ist freilich unbenommen.

Man kann es auch durchaus konkreter ausdrücken: Wenn ich den heutigen Nachwuchs in meiner Branche betrachte - was ich aufgrund zahlreicher Bewerbungen und Neueinstellungen doch recht weitreichend tue -, dann hat sich im Laufe der letzten Jahre der Eindruck vertieft, dass unter den Absolventen eine zunehmend große Anzahl von Personen ist, die den Anforderungen unseres Berufes nicht gewachsen sind und/oder denen es schlicht an entsprechendem Engagement fehlt - was sich oftmals auch bereits im (auch universitären) Lebenslauf andeutet. Das war, jedenfalls in meiner Branche, zu Zeiten der "älteren Semester" deutlich anders. Von der stetig wachsenden Anzahl der Studienabbrecher möchte ich gar nicht sprechen. Die "Generation Y" ist jedenfalls eine Erscheidung, die zu Zeiten der "älteren Semester" noch eher kein Thema war.
 
Wenn ich den heutigen Nachwuchs in meiner Branche betrachte - was ich aufgrund zahlreicher Bewerbungen und Neueinstellungen doch recht weitreichend tue -, dann hat sich im Laufe der letzten Jahre der Eindruck vertieft, dass unter den Absolventen eine zunehmend große Anzahl von Personen ist, die den Anforderungen unseres Berufes nicht gewachsen sind und/oder denen es schlicht an entsprechendem Engagement fehlt - was sich oftmals auch bereits im (auch universitären) Lebenslauf andeutet.

Wow, das kann ich in meinem beruflichen Umfeld (Finanzbranche, quantitativer Schwerpunkt) überhaupt nicht bestätigen.

Neuer Vorschlag von mir: Studiengebühren dazu Haargel- und Macbookverbot für alle Jura - Studenten :)
 
Wow, das kann ich in meinem beruflichen Umfeld (Finanzbranche, quantitativer Schwerpunkt) überhaupt nicht bestätigen. ...

Da kann sich die Finanzbranche ja freuen - und mit ihr alle deren Freunde, Fans und Befürworter. :y

Für meinen Berufsstand ist das Finden qualifizierter, fähiger und engagierter Berufseinsteiger tatsächlich ein ernstes Thema, und ich kenne ähnliche Schwierigkeiten auch aus anderen Branchen.
 
Da kann sich die Finanzbranche ja freuen - und mit ihr alle deren Freunde, Fans und Befürworter. :y

Es war nicht meine Intention, Freude hervorzurufen. Ich wollte ein Gegengewicht zu der Meinung, früher seien die Absolventen fleißiger, besser ausgebildet und überhaupt schöner und potenter gewesen, bilden. Ich glaube nämlich, dass der Bedarf an Akademikern vor 20 Jahren geringer war und dementsprechend nicht jeder Hans und Franz (eher: Kevin und Justin) an dei Uni gegangen sind, vor allem in die Modefächer BWL und Jura.

Für meinen Berufsstand ist das Finden qualifizierter, fähiger und engagierter Berufseinsteiger tatsächlich ein ernstes Thema, und ich kenne ähnliche Schwierigkeiten auch aus anderen Branchen.

Das glaube ich Dir aus oben genannten Gründen sofort, nur sehe ich partout nicht, wie Studiengebühren für alle Studierenden das Problem beheben sollen. Wenn man nur den Studienanfängern ansehen könnte, dass sie zu doof bzw. faul für ein Studium sind...
 
... Ich glaube nämlich, dass der Bedarf an Akademikern vor 20 Jahren geringer war und dementsprechend nicht jeder Hans und Franz (eher: Kevin und Justin) an dei Uni gegangen sind, vor allem in die Modefächer BWL und Jura. ...

Das dürfte wohl in der Tat so sein. :eek: :o

... nur sehe ich partout nicht, wie Studiengebühren für alle Studierenden das Problem beheben sollen. Wenn man nur den Studienanfängern ansehen könnte, dass sie zu doof bzw. faul für ein Studium sind...

Studiengebühren können sicherlich nicht verhindern, dass der mehr oder minder begabte Sohnemann aus begütertem Hause ein paar gemütliche Semester an der Uni verbringt. Studiengebühren können aber womöglich einige Derjenigen von dem Studium abhalten, die sich in erster Linie deshalb immatrikulieren, weil es so schöne Ermäßigungen gibt, weil es "cool" ist, weil man sich gerne mal als Student betiteln möchte oder weil man schlicht nicht weiß, was man ansonsten tun soll.

Das sind natürlich nur Facetten eines insgesamt viel umfassenderen und komplexen Themas, in dem man das Für und Wider natürlich noch unter weiteren Gesichtspunkten betrachten müsste. Meine Anmerkung betraf ja nur einen kleinen Teilaspekt.
 
Noch befremdlicher finde ich es allerdings, wenn Hochschulabsolventen älteren Semesters, die einen lukrativen Job erhalten haben, laut nach Studiengebühren rufen, wenn sie selbst noch in den Genuss von darlehensfreien BaFög und einem gebührenfreien Studium gekommen sind.

also ich habe die ersten semester ohne studiengebühren und die letzten paar mit studiengebühren studiert. ich kann dir sagen, dass sich in den ersten semestern der studiengebühren sehr viel verbessert hat. es gab in vielen fächern schlagartig übungen, die es vorher nicht gab. man konnte sich in der bib bücher auch wiklich ausleihen, da bei viele büchern, schnell mal, das 5-10 fache an menge angeschafft wurde. ich musste mir verglichen mit vorhergehenden jahrgängen deutlich weniger bücher kaufen, als die älteren semester.
sowas sollte man sich auch mal vor augen halten..
 
@ Brummm: Viele deiner Argumente sind nicht von der Hand zu weisen, auch was den Mangel an Qualifikation von Studienanfängern im Jura-Bereich angeht. Ein Juraprofessor an der Uni Bielefeld sagte mir mal, er wäre schon froh, wenn seine Erstsemester-Studenten lesen und schreiben könnten.
Auch stimme ich dir zu, dass die Selbstdisziplin mehr und mehr zu wünschen übrig lässt und so manchem Studenten der nötige Schneid fehlt. Dies ist aber ein gesellschaftliches Problem, deren Ursachen komplexerer Natur sind. Dieses Problem lässt sich nur schwerlich über das Portomanaies lösen.
Als bei uns die Studiengebühren eingeführt werden sollten, hörte ich nur einige Komolitonen lapidar sagen: "Na und, das zahlt doch eh mein Alter." Es ist klar, dass bei diesen Studenten die Studiengebühr keinen regulierenden Effekt besitzt.
Und offenbar hat das Erheben von Studiengebühren nichts an der Qualifikation der Absolventen verbessert.

@ Andreazzz: Gegen Praktika während der akademischen Ausbildung habe ich nichts. Ganz im Gegenteil sind sie als Bindeglied zwischen Theorie und Praxis unersätzlich und aus den Lehrplänen nicht wegzudenken. Nach erfolgreichem Abschluss hat es aber genug der Praktika zu sein und eine ordentliche Anstellung zu erfolgen. Die Katze im Sack muss man als Chef auch so nicht kaufen. Denn dafür gibt es die Probezeit, in der das Beschäftigungsverhältnis jederzeit, ohne Angabe von Gründen beiderseits gekündigt werden kann.
Der Mangel an Respekt vor der jahrelangen Berufserfahrung eines gestandenen Handwerkers ist wohl eher Ergebnis nicht vorhandener Empathie und kann wohl schwerlich durch Praktika vermittelt werden.
Nein, es erweckt eher den Eindruck, dass man hier hochqualifizierte Arbeit zum Nulltarif haben möchte.
 
also ich habe die ersten semester ohne studiengebühren und die letzten paar mit studiengebühren studiert. ich kann dir sagen, dass sich in den ersten semestern der studiengebühren sehr viel verbessert hat. es gab in vielen fächern schlagartig übungen, die es vorher nicht gab. man konnte sich in der bib bücher auch wiklich ausleihen, da bei viele büchern, schnell mal, das 5-10 fache an menge angeschafft wurde. ich musste mir verglichen mit vorhergehenden jahrgängen deutlich weniger bücher kaufen, als die älteren semester.
sowas sollte man sich auch mal vor augen halten..
Das ist wohl ein erfreulicher Effekt, der sich an deiner Hochschule eingestellt hat. Leider lässt sich dieser aber nicht verallgemeinern, denn diese Auswirkungen ließ sich an meiner Uni nicht feststellen. Es wurden keine weiteren Professoren eingestellt, das Bibliotheksangebot wurde nicht verbessert und die Leihbücher waren zerfleddert wie eh und je.
Einzig das HRZ (Hochschulrechenzentrum) wurde neu bestückt und umgebaut, was wirklich sehr viel Sinn gemacht hat, in Zeiten, in denen jeder Student über Laptop und PC verfügt.
 
Als bei uns die Studiengebühren eingeführt werden sollten, hörte ich nur einige Komolitonen lapidar sagen: "Na und, das zahlt doch eh mein Alter." Es ist klar, dass bei diesen Studenten die Studiengebühr keinen regulierenden Effekt besitzt..
Wenn der "Alte" den Sohnemann nach einigen Semestern fragt, wofür er eigentlich Studiengebühren so lange zahlt, dann hat das vielleicht schon einen Effekt. Mehr noch, wenn er die Fortzahlung in Frage stellt. Aber hier hast Du wieder Recht: es ist ein gesellschaftliches Problem.

Tim
 
Nur kurz dazu: Es ist eine häufig verwendete, gleichwohl untaugliche "Argumentation", das eine Übel mit dem Vorhandensein eines anderen Übels entschuldigen zu wollen.

Und nicht zu vergessen:
So kommt meines Wissens die Studiengebühr doch auch unmittelbar den Studenten zugute, während beispielsweise die Kfz-Steuer nicht ausschließlich zweckgebunden eingesetzt wird.

Mir kann die Studiengebühr ja eigentlich auch egal sein, ich hatte nie den IQ studieren zu können (bilde ich mir zumindestens ein), noch werde ich mit fast 50 jemals eine Uni von innen sehen!
 
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