Herzliche Ausladung

  • Ersteller Ersteller Andreazzz
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Moin Moin

Auf bestimmte Tätigkeiten/Berufe bezogen hast du recht,ich kenn genügend Menschen welche etwas speziel rumlaufen und trotzdem sehr gut in Ihrem Beruf sind.

Aber in einigen Berufen ist es nun mal geschäftsschädigend.

gruß
Karsten
Dem widerspreche ich entschieden! Ich kenne keinen Beruf indem ein Piercing im Gesicht geschäftsschädigend ist! Aus dem Zeitalter in dem nicht mal ein Bänker ein Piercing haben darf sind wir glaube ich heraus! Auf der Bank wo ich meine Firmenkonten habe, habe ich zum Beispiel einen Mitarbeiter mit Piercing, mittlerweile bin ich nur noch bei dieser Bank wegen diesen Mitarbeiter, da er halt Verdammt gut ist! Er zeigt einen solchen Einsatz, dass sie die Schnitzer die sein Haus schon angerichtet hat wieder weg macht.
Wie gesagt in der Anzeige steht wieder im möchte einen gepflegten Mitarbeiter noch dass er einen Arbeiter mit Arbeitswillen oder einem gewissen Ego haben möchte, es steht dass er niemanden mit Piercing im Gesicht haben möchte was nichts über den Pflegezustand das Auftreten oder sonst irgendetwas über eine Person aussagt!
Gefärbte Haare, ich würde mal behaupten 30-50 % aller Frauen haben gefärbte Haare, also alles arbeitsunwillige Personen ohne ein gewisses Auftretten?Das ist eben der Punkt ist nicht von spezielle rumlaufen in Menschen geredet, nur weil jemand ein Piercing hat ist er noch lange nicht speziell, wenn ein Mensch blond oder braun gefärbte Haare hätte würde er aus dieser Anzeige schon herausfallen trotzdem sieht er nicht speziell aus! So wie die Anzeige geschrieben ist ist es total oberflächlich und kurz gedacht!

Aber traurig dass immer noch so viele Mensch mit Vorurteilen gibt!
 
Dem widerspreche ich entschieden! Ich kenne keinen Beruf indem ein Piercing im Gesicht geschäftsschädigend ist! ...
Entschuldige, Siefke, aber das kannst du nicht ernst meinen. Wie viele Berufe und Positionen, in denen ein Piercing nicht funktionieren würde, soll man dir jetzt aufzählen? Oder reicht es dir wenn ich dir sage, dass in meiner Position ein gepiercer Berufsträger keine Chance hätte? ;) Daher gibt es unter den hunderten mir persönlich bekannten Kolleginnen und Kollegen auch keinen. Auch kein einziger unserer Ansprechpartner auf Seiten der Mandanten und Geschäftspartner trägt ein Gesichtspiercing.

Das alles ist auch kein Zufall, sondern schlichtweg Ausdruck dessen, dass mit manchen Berufe bestimmte intellektuelle, fachliche und soziale Anspruchshaltungen verbunden sind - die manche Verhaltensweise nun einmal ausschließen.
 
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In der Annonce steht: "Wir richten uns nicht an Menschen mit bunten Haaren" und im selben Absatz: "liefern wir ein Aushängeschild Deutschlands in die Welt"

Möchte Deutschland so intolerant in der Welt in dargestellt werden, wo junge interessierte Leute aufgrund ihrer Haarfarbe "ausgeladen werden"?

Zitat Prof. Zoz:


"Eine meiner Lebensweisheiten: You don´t wonna be usual - du willst nicht gewöhnlich sein"...
 
Das ist doch völlig unrealistisch. Natürlich beurteilt man Menschen auch nach ihrer Kleidung. Das tust du auch selbst, wenn du darauf verweist, dass ein Vorstandsmitglied einen casual friday pflegt.

Nur sollte man Menschen nicht (nur) anhand von Kleidung pauschal und vollständig aburteilen. Das ist es wohl, was du sagen willst. Das ist allerdings selbstverständlich und wurde hier und in der Annonce auch nicht gemacht.

Es geht hier auch nicht um Kleidung, es geht hier darum das Menschen nach Äußerlichkeiten bewertet werden! Na klar trägt ein Bänker ein Anzug, mit seinen Klamotten muss man sich natürlich auch in gewisser Weise anpassen so trägt ein Holzfäller zum Beispiel auch eine Schnittfeste Hose und Sicherheitsschuhe, das ist Teil der Arbeitskleidung wie für einen Bänker eben der Anzug! Aber warum soll der Bänker im Anzug nicht ein Piercing im Gesicht haben? Warum soll ein Bänker kein Tattoo haben welche sichtbar ist? Für mich beides völlig legitim Solange das auftreten gepflegt ist, was jedoch nichts mit gefärbten Haaren piercings oder anderen Äußerlichkeiten zu tun hat. Natürlich wird es kritisch wenn sich 20 piercings im Gesicht befinden oder fuck you auf der Stirn tätowiert steht, aber in der Anzeige wird es verallgemeinert und selbst ein Piercing wäre schon das KO Kriterium!
Und nach der Anzeige will er nicht nur keine Leute die in Bagy Pants zum Vorstellungsgespräch kommen, für mich hört es sich so an, dass er keine Menschen haben möchte die in ihrer Freizeit Baggy Pants tragen da er dadurch Rückschlüsse auf deren Charakter zieht. Er möchte keinen Menschen die ihre Hose auf halb Acht hängen haben und das nicht nur in der Arbeit.
 
Verallgemeinern darf man das aber nicht. ;) Sonst fühlen wir, die jüngere Generation hier, uns auf den Schlips getreten. :P
Ich mit meinen 27 Lenzen falle da nämlich exakt rein. ;)
Sehe ich genau so. Im übrigen fällt der Apfel nicht weit vom Stamm und so weit ich weiß, wurde bis vor 30 Jahren während der Arbeitszeit selbst Alkohol und Rauchen akzeptiert.
 
... Wie gesagt in der Anzeige steht ... dass er niemanden mit Piercing im Gesicht haben möchte was nichts über den Pflegezustand das Auftreten oder sonst irgendetwas über eine Person aussagt!
Gefärbte Haare, ich würde mal behaupten 30-50 % aller Frauen haben gefärbte Haare, also alles arbeitsunwillige Personen ohne ein gewisses Auftretten? ...
Och Mensch, Siefke, der Verfasser meint doch ganz offensichtlich keine Haargestaltungen der Damen im herkömmlichen Sinn, sondern eben solche, die hieraus hervorstechen und häufig auch genau zu diesem Zweck - oder gar als Kritik an der Gesellschaft - so getragen werden. :rolleyes:
 
Entschuldige, Siefke, aber das kannst du nicht ernst meinen. Wie viele Berufe und Positionen, in denen ein Piercing nicht funktionieren würde, soll man dir jetzt aufzählen? Oder reicht es dir wenn ich dir sage, dass in meiner Position ein gepiercer Beurfsträger keine Chance hätte? ;) Daher gibt es unter den hunderten mir persönlich bekannten Kolleginnen und Kollegen auch keinen. Auch kein einziger unserer Ansprechpartner auf Seiten der Mandanten und Geschäftspartner trägt ein Gesichtspiercing.

Das alles ist auch kein Zufall, sondern schlichtweg Ausdruck dessen, dass mit manchen Berufe bestimmte intellektuelle, fachliche und soziale Anspruchshaltungen verbunden sind - die manche Verhaltensweise nun einmal ausschließen.

Ganz schön traurige Gesellschaft oder? Aber ich bezweifle auch das es keine Anwälte gibt, welche ein Gesichtspiercing haben auch wenn die Anzahl mit Sicherheit sehr gering ist und gegen null läuft. Bist du wirklich der Meinung dass ein Anwalt mit einem Piercing im Gesicht ein schlechterer Anwalt wäre oder eine schlechtere Person ist?
Mir ist schon klar dass ein gepiercter Bewerber in einem Bewerbungsgespräch die schlechteren Karten hätte, aber das ist ein Umstand den ich nicht richtig finde! Und es ist doch schließlich an uns die Konvention und die Vorurteile der Gesellschaft aufzubrechen! Nur weil es Konvention in der Gesellschaft gibt heißt es ja nicht es diese richtig sind und dass das weiter unterstützt werden muss oder? Wenn wir eine solche Anzeige richtig finden unterstützen wir die Beurteilung von Menschen nach Äußerlichkeiten!
Ich finde es nie richtig nach Äußerlichkeiten zu gehen, von dort ist der Schritt nicht mehr weit zu sagen ich möchte keinen farbigen Mitarbeiter weil er nicht in unser Team passt da die ältere Dame vielleicht Vorurteile hätte! Die Situation ist natürlich eine etwas andere da sich der farbige nicht selber dazu entschieden hat farbig zu sein klar, aber die Sache dass man von Äußerlichkeiten auf einen Menschen schließt ist die selbe.
 
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Zitat Zoz :"Eine meiner Lebensweisheiten: You don´t wonna be usual - du willst nicht gewöhnlich sein"...
Schon irgendwie witzig das Zitat. Er selbst möchte ungewöhnlich sein, aber seine Mitarbeiter sollen gewöhnlich sein ? Seltsam, als ich das Video sah, musste ich irgendwie an Trump denken... :laugh4:
 
Och Mensch, Siefke, der Verfasser meint doch ganz offensichtlich keine Haargestaltungen der Damen im herkömmlichen Sinn, sondern eben solche, die hieraus hervorstechen und häufig auch genau zu diesem Zweck - oder gar als Kritik an der Gesellschaft - so getragen werden. :rolleyes:

Warum schreibt der Verfasser nicht einfach was er will??? Wir suchen junge Leute mit gepflegten Erscheinungsbild und sehr guten Deutschkenntnissen!!! Und kein Hahn hätte danach gekräht. Aber nein, er verliert sich in Diskriminierungen. Negativ formuliert. Das ist mal schlechtes Deutsch, tztztz :whistle:

Wahrscheinlich hat der Verfasser ein schlechtes, selbst gestochenes Tattoo, da würde ich wetten, weil er Tattoos nicht erwähnt :sneaky:
 
Ganz schön traurige Gesellschaft oder? Aber ich bezweifle auch das es keine Anwälte gibt, welche ein Gesichtspiercing haben auch wenn die Anzahl mit Sicherheit sehr gering ist und gegen null läuft. ...
Du missverstehst es. Ich habe nicht gesagt, dass es keine Anwälte mit Piercing gibt. Vermutlich gibt es reichlich davon. Sondern ich wollte dir erläutern, dass es in vielen Bereichen maßgeblich eine Frage der beruflichen Position - sprich: der Qualität der Berufsausübung, des damit verbundenen Renommees und der Erwartungshaltung des Gegenübers - ist.

Man muss das nicht gut finden. Es ist aber weltfremd, sich dem Umstand zu verschließen, dass fachlicher, sozialer und intellektueller Anspruch in jeder Gesellschaft mit gewissen Verhaltensweisen einhergeht. Auch im Berufsleben.

Man kann es auch platter und forumsnäher formulieren: Wer mit einer peinlich gepimpten (ohne das hier inhaltlich zu spezifizieren) Karre daherkommt, der muss nicht zwingend primitiv sein. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen höchst gebildeten und intelligenten Menschen handelt, tendenziell überschaubar sein wird.

Noch einfacher: Wie viele geistige Lenker unseres Landes legen ihre Karre bis auf den Asphalt tiefer und klemmen ein Ofenrohr dahinter? Und wie viele Hoffnungsträger unserer Zukunft tragen das Haar lila, haben Blech im Gesicht und lassen die Hose auf Halbmast? Ich meine: Nicht sonderlich viele. ;)
 
Warum schreibt der Verfasser nicht einfach was er will??? Wir suchen junge Leute mit gepflegten Erscheinungsbild und sehr guten Deutschkenntnissen!!! Und kein Hahn hätte danach gekräht. Aber nein, er verliert sich in Diskriminierungen. Negativ formuliert. Das ist mal schlechtes Deutsch, tztztz ...
Daher habe ich ja schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die Stellenausschreibungen nicht allzu gut formuliert ist. :) :-)
 
Warum schreibt der Verfasser nicht einfach was er will??? Wir suchen junge Leute mit gepflegten Erscheinungsbild und sehr guten Deutschkenntnissen!!! Und kein Hahn hätte danach gekräht. ...
Es geht aber darum, daß der Hahn kräht - am besten der ganze Stall. Das nennt man Öffentlichkeitsarbeit. Wenn die eigenen Produkte semioptimal sind, muss man eben anders Aufmerksamkeit erregen.
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Zitat Zoz :"Eine meiner Lebensweisheiten: You don´t wonna be usual - du willst nicht gewöhnlich sein"...
 
Zuletzt bearbeitet:
Dem widerspreche ich entschieden! Ich kenne keinen Beruf indem ein Piercing im Gesicht geschäftsschädigend ist! Aus dem Zeitalter in dem nicht mal ein Bänker ein Piercing haben darf sind wir glaube ich heraus! Auf der Bank wo ich meine Firmenkonten habe, habe ich zum Beispiel einen Mitarbeiter mit Piercing, mittlerweile bin ich nur noch bei dieser Bank wegen diesen Mitarbeiter, da er halt Verdammt gut ist! Er zeigt einen solchen Einsatz, dass sie die Schnitzer die sein Haus schon angerichtet hat wieder weg macht.
Wie gesagt in der Anzeige steht wieder im möchte einen gepflegten Mitarbeiter noch dass er einen Arbeiter mit Arbeitswillen oder einem gewissen Ego haben möchte, es steht dass er niemanden mit Piercing im Gesicht haben möchte was nichts über den Pflegezustand das Auftreten oder sonst irgendetwas über eine Person aussagt!
Gefärbte Haare, ich würde mal behaupten 30-50 % aller Frauen haben gefärbte Haare, also alles arbeitsunwillige Personen ohne ein gewisses Auftretten?Das ist eben der Punkt ist nicht von spezielle rumlaufen in Menschen geredet, nur weil jemand ein Piercing hat ist er noch lange nicht speziell, wenn ein Mensch blond oder braun gefärbte Haare hätte würde er aus dieser Anzeige schon herausfallen trotzdem sieht er nicht speziell aus! So wie die Anzeige geschrieben ist ist es total oberflächlich und kurz gedacht!

Aber traurig dass immer noch so viele Mensch mit Vorurteilen gibt!


Moin Moin

Wenn nun ein Knöpfchen im Ohr ,oder ein paar Strähnchen im Haar sind davon reden wir auch nicht.

gruß
Karsten
 
Moin Moin

Wenn nun ein Knöpfchen im Ohr ,oder ein paar Strähnchen im Haar sind davon reden wir auch nicht.

gruß
Karsten
Wo wird dann die grenze gezogen? Bunte Haare, ein bisschen bunte Haare oder knallbunte Haare??? Die anzeige spielt mit Verallgemeinerungen und Schubladen... wie gesagt, ich finde es eine Katastrophe!
 
Du missverstehst es. Ich habe nicht gesagt, dass es keine Anwälte mit Piercing gibt. Vermutlich gibt es reichlich davon. Sondern ich wollte dir erläutern, dass es in vielen Bereichen maßgeblich eine Frage der beruflichen Position - sprich: der Qualität der Berufsausübung, des damit verbundenen Renommees und der Erwartungshaltung des Gegenübers - ist.

Man muss das nicht gut finden. Es ist aber weltfremd, sich dem Umstand zu verschließen, dass fachlicher, sozialer und intellektueller Anspruch in jeder Gesellschaft mit gewissen Verhaltensweisen einhergeht. Auch im Berufsleben.

Man kann es auch platter und forumsnäher formulieren: Wer mit einer peinlich gepimpten (ohne das hier inhaltlich zu spezifizieren) Karre daherkommt, der muss nicht zwingend primitiv sein. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen höchst gebildeten und intelligenten Menschen handelt, tendenziell überschaubar sein wird.

Noch einfacher: Wie viele geistige Lenker unseres Landes legen ihre Karre bis auf den Asphalt tiefer und klemmen ein Ofenrohr dahinter? Und wie viele Hoffnungsträger unserer Zukunft tragen das Haar lila, haben Blech im Gesicht und lassen die Hose auf Halbmast? Ich meine: Nicht sonderlich viele. ;)

Ich glaube ich verstehe Dich schon sehr gut, stelle es jedoch in Frage!
Das unsere geistigen Lenker keine tiefergelegten Karren fahren liegt glaube ich auch daran, das dort andere Interessen vorliegen und nicht nur deshalb, das es nicht gerne gesehen werden würde... aber das artet jetzt aus ;).
Und ja, ich weigere mich zu glauben, das fachlicher, sozialer und Intellektueller Anspruch mit einem bestimmten ästhetischem Empfinden einhergeht.
Vielleicht gibt es so wenig Hoffnungsträger mit Lila Haaren und Blech im Gesicht, da Ihnen diese Gesellschaft keine Chance einräumt, da Sie ein Ästhetisches Empfinden besitzen, das nicht mit den Gesellschaftlichen Normen übereinstimmt????..... aber ich wiederhole mich, ist das nicht traurig? Vielleicht würde der zu tätowierte und gepiercte Skater und Genie Manuel B. das Mittel gegen Krebs erfinden, er bekommt aber leider keine Chance auf dem Arbeitsmarkt.... also macht er doch was anderes... schade!

Mir ist sehr wohl bewußt das unsere Gesellschaft so tickt und man sich oft leider anpassen muß um in gewisse Positionen zu kommen weil der kleine Geist alles das Verurteilt, was er nicht versteht.... aber ich stelle in Frage ob das der richtige Weg ist,... ob eine solche Stellenanzeige richtig gewählt ist?????
 
Es geht doch nur um Beifallklatscher für eine lokale Showveranstaltung für Lokalpolitiker ! (siehe #4) Es soll halt alles seriös wirken, damit der Minister sich wohl fühlt. :laugh4:
 
w
Du missverstehst es. Ich habe nicht gesagt, dass es keine Anwälte mit Piercing gibt. Vermutlich gibt es reichlich davon. Sondern ich wollte dir erläutern, dass es in vielen Bereichen maßgeblich eine Frage der beruflichen Position - sprich: der Qualität der Berufsausübung, des damit verbundenen Renommees und der Erwartungshaltung des Gegenübers - ist.

Man muss das nicht gut finden. Es ist aber weltfremd, sich dem Umstand zu verschließen, dass fachlicher, sozialer und intellektueller Anspruch in jeder Gesellschaft mit gewissen Verhaltensweisen einhergeht. Auch im Berufsleben.

Man kann es auch platter und forumsnäher formulieren: Wer mit einer peinlich gepimpten (ohne das hier inhaltlich zu spezifizieren) Karre daherkommt, der muss nicht zwingend primitiv sein. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen höchst gebildeten und intelligenten Menschen handelt, tendenziell überschaubar sein wird.

Noch einfacher: Wie viele geistige Lenker unseres Landes legen ihre Karre bis auf den Asphalt tiefer und klemmen ein Ofenrohr dahinter? Und wie viele Hoffnungsträger unserer Zukunft tragen das Haar lila, haben Blech im Gesicht und lassen die Hose auf Halbmast? Ich meine: Nicht sonderlich viele. ;)

Noch ein anderes Beispiel.... würden wir heute das Jahr 1950 schreiben, könnte in der Anzeige auch stehen das man keine langhaarigen Hippies möchte.... wir hätten darüber diskutieren können, ob es den geistige Lenker oder Hoffnungsträger in unserem Land gibt, die lange Haare haben,.... Du hättest mir dann erklärt, dass fachlicher, sozialer und intellektueller Anspruch in jeder Gesellschaft mit gewissen Verhaltensweisen einhergeht.....
Ich glaube heute gibt es genug Hoffnungsträger oder auch geistige Lenker in unserem Land die eben keine Kurzhaarfrisur gezwungenermassen tragen müssen.
Auch Tätowierungen werden mehr und mehr gesellschaftlich akzeptiert, da man durch eine Tätowierung nicht zwangsläufig auf die fachlichen, sozialen und intellektuellen Kompetenzen schließen kann... einige Köpfe begreifen es sehr langsam aber Gott sei dank gibt es noch genügend Leute die nicht so vernagelt sind, so das sich auch diese Konventionen langsam auflösen werden.
 
... Auch Tätowierungen werden mehr und mehr gesellschaftlich akzeptiert, da man durch eine Tätowierung nicht zwangsläufig auf die fachlichen, sozialen und intellektuellen Kompetenzen schließen kann... einige Köpfe begreifen es sehr langsam aber Gott sei dank gibt es noch genügend Leute die nicht so vernagelt sind, so das sich auch diese Konventionen langsam auflösen werden.
Auch das klingt mir wieder danach, als ob du in deinem Verständnis zwei unterschiedliche Themen vermischst: Das eine ist die Toleranz gegenüber "andersartigem" Aussehen und Verhalten. Damit ist unsere Gesellschaft in der Tat durchaus weit: Nur noch wenige Menschen würden beispielsweise einen tätowierten Menschen aufgrund seiner (maßvollen) Tätowierung pauschal verurteilen. Das andere Thema, und darum geht es dem Anzeigenersteller womöglich eher, ist die langjährige unternehmerische Erfahrung: Wenn man unzählige Male von einem bestimmten "Typ" Arbeitnehmer enttäuscht wurde, dann möchte man diesen "Typ" als Bewerber vielleicht irgendwann nicht mehr haben. Das hat dann nichts zu tun mit fehlender Toleranz oder mit pauschaler Beurteilung. Sondern mit gemachten Erfahrungen und einer daraus resultierenden Prognose und Erwartungshaltung.

Auch das sage ich nochmal einfacher: Du kannst lange für Toleranz und Vorurteilsfreiheit streiten, Siefke, wenn erfahrene Unternehmer über lange Jahre die traurige Erfahrung gemacht haben, dass ein bestimmtes Erscheinungsbild häufig mit gewissen Mängeln einhergeht.

Ich glaube ich verstehe Dich schon sehr gut, stelle es jedoch in Frage!
Das unsere geistigen Lenker keine tiefergelegten Karren fahren liegt glaube ich auch daran, das dort andere Interessen vorliegen und nicht nur deshalb, das es nicht gerne gesehen werden würde... aber das artet jetzt aus ;).
Und ja, ich weigere mich zu glauben, das fachlicher, sozialer und Intellektueller Anspruch mit einem bestimmten ästhetischem Empfinden einhergeht.
...
Es ist ja auch, trotz allen gegenläufigen Argumenten, völlig legitim, das nicht gut zu finden und/oder es schlicht anders zu sehen. Die langjährige Erfahrung zahlloser Entscheidungsträger ist halt eine andere. ;) Immerhin gibt es ja durchaus viele Branchen, in denen man anders denkt und handelt. Vielleicht setzt sich das ja in den kommenden Jahren noch weiter durch. Nur liegt es maßgeblich an unserem beruflichen Nachwuchs, das zu fördern, indem der mit ausreichend gutem Beispiel vorangeht. :) :-)
 
Auch das klingt mir wieder danach, als ob du in deinem Verständnis zwei unterschiedliche Themen vermischst: Das eine ist die Toleranz gegenüber "andersartigem" Aussehen und Verhalten. Damit ist unsere Gesellschaft in der Tat durchaus weit: Nur noch wenige Menschen würden beispielsweise einen tätowierten Menschen aufgrund seiner (maßvollen) Tätowierung pauschal verurteilen. Das andere Thema, und darum geht es dem Anzeigenersteller womöglich eher, ist die langjährige unternehmerische Erfahrung: Wenn man unzählige Male von einem bestimmten "Typ" Arbeitnehmer enttäuscht wurde, dann möchte man diesen "Typ" als Bewerber vielleicht irgendwann nicht mehr haben. Das hat dann nichts zu tun mit fehlender Toleranz oder mit pauschaler Beurteilung. Sondern mit gemachten Erfahrungen und einer daraus resultierenden Prognose und Erwartungshaltung.

Auch das sage ich nochmal einfacher: Du kannst lange für Toleranz und Vorurteilsfreiheit streiten, Siefke, wenn erfahrene Unternehmer über lange Jahre die traurige Erfahrung gemacht haben, dass ein bestimmtes Erscheinungsbild häufig mit gewissen Mängeln einhergeht.


Es ist ja auch, trotz allen gegenläufigen Argumenten, völlig legitim, das nicht gut zu finden und/oder es schlicht anders zu sehen. Die langjährige Erfahrung zahlloser Entscheidungsträger ist halt eine andere. ;) Immerhin gibt es ja durchaus viele Branchen, in denen man anders denkt und handelt. Vielleicht setzt sich das ja in den kommenden Jahren noch weiter durch. Nur liegt es maßgeblich an unserem beruflichen Nachwuchs, das zu fördern, indem der mit ausreichend gutem Beispiel vorangeht. :) :-)

Wie schon gesagt, auch wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat ist das kein Grund andere auszuschließen... wenn ich als Unternehmer die Erfahrung gemacht habe, das z.B, Frauen anfangen Kinder zu bekommen wenn sie gerade eingearbeitet und wertvoll fürs Unternehmen sind, schreibe ich also in meine Stellenausschreibung hinein, das ich bloß keine Frauen möchte??? Das ist arbeitsrechtlich höchst schwierig....!
Schlechte Erfahrung sind noch lange kein Argument, Diskriminierungen gut zu heißen!

Selbst wenn ich schlechte Erfahrungen mit Mitarbeitern eines bestimmten Erscheinungsbildes gemacht habe, schau ich mir diese dennoch an, da man nichts über einen Kamm scheren kann, genau dafür ist eben ein Bewerbungsgespräch gut um sich dann mit dem Menschen zu unterhalten um eben durch sein Verhalten Rückschlüsse auf seinen Charakter und seine Person zu ziehen und nicht über Äußerlichkeiten. Das ist meine Überzeugung! Und deswegen bleibt diese Anzeige für mich eine Katastrophe!
 
Wenn man unzählige Male von einem bestimmten "Typ" Arbeitnehmer enttäuscht wurde, dann möchte man diesen "Typ" als Bewerber vielleicht irgendwann nicht mehr haben. Das hat dann nichts zu tun mit fehlender Toleranz oder mit pauschaler Beurteilung. Sondern mit gemachten Erfahrungen und einer daraus resultierenden Prognose und Erwartungshaltung.

Nur weil der Umstand so ist (was mir ja klar ist), das Menschen aufgrund Ihrer Erfahrungen andere Menschen Verurteilen und Diskriminieren macht es die Sache noch lange nicht richtig oder?
Der Threatsteller hat die Frage gestellt, wie wir diese Anzeige finden und weil diese Anzeige auf Vorverurteilungen und Diskriminierungen setzt fide ich sie eben eine Katastrophe.
Und wer diese Anzeige eben für gut befindet sagt mit anderen Worten das Vorverurteilungen und Diskriminierungen aufgrund von Äußerlichkeiten völlig OK sind!
 
Wie schon gesagt, auch wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat ist das kein Grund andere auszuschließen...
Doch, Siefke, das ist ein sehr guter Grund. Weil man sich als Arbeitgeber nicht andauernd mit Menschen "herumschlagen" kann, die mit einiger Wahrscheinlichkeit den Anforderungen nicht entsprechen.

... Das ist arbeitsrechtlich höchst schwierig....! ...
Absolut. :t Aber das ist doch ein ganz anderer Aspekt, der hier bisher keine Rolle spielt und im Ergebnis immer auf denjenigen zurückfällt, der sich an dieser Stelle "arbeitsrechtlich" eine Blöße gibt. Nicht umsonst "empfahl" ich eingangs dem Ersteller der Annonce die Bildung einer Rücklage für den Arbeitsrechtler. :X
 
Doch, Siefke, das ist ein sehr guter Grund. Weil man sich als Arbeitgeber nicht andauernd mit Menschen "herumschlagen" kann, die mit einiger Wahrscheinlichkeit den Anforderungen nicht entsprechen.

Ich bin Arbeitgeber und auch ich schlage mich nicht gerne mit Leuten herum, die nicht meinen Anforderungen entsprechen.... Herausfinden tu ich dies aber in einem Gespräch bei dem ich Rückschlüsse auf die Person ziehen kann... Auch visuelle Komponenten spielen mit hinein, klar sollte der Bewerber gepflegt aussehen, klar sollte er ein gewissen Auftreten besitzen, das wird aber nicht durch Piercings, gefärbte Haare oder Baggy Pants bestimmt!
 
... Und wer diese Anzeige eben für gut befindet sagt mit anderen Worten das Vorverurteilungen und Diskriminierungen aufgrund von Äußerlichkeiten völlig OK sind!
Deine Meinung in Ehren, allerdings ist das Zitierte allerdings dann nicht weniger diskriminierend. ;)

Ich finde die Annonce - vorbehaltlich einer deutlich geschickteren und konstruktiven Formulierung - durchaus gut. Jedoch bedeutet das in keiner Weise, dass ich Vorurteile habe oder gerne diskriminieren möchte. Sondern ich bin es - offen gesagt - herzlich leid, Arbeitnehmer einzustellen bzw. deren Einstellung mit tragen zu müssen, die sich in der Berufsausübung dann als untauglich erweisen. Wenn das dann, über Jahre hinweg, immer wieder eine gewisse "Art" - man verzeihe bitte den platten Ausdruck - von Mensch ist, dann habe ich Verständnis dafür, dass dieses Problem in anderen Branchen womöglich noch deutlich weitreichender sein - und dieserhalb zu derartigen Annoncen führen - mag.
 
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