Ich halte von der Viertagewoche nichts. Der Mensch wird auch in diesem reduzierten Setup die Grenzen des Systems antesten und effektiv nur noch 3,5 Tage arbeiten. Die kommende Generation fordert dann die Dreitagewoche. Das Fordern der Viertagewoche darf daher gern als Indikator für unseren Wohlstand angesehen werden denn die Kfz-Zuliefererindustrie, die sich in vornehmlich Ost-/Südeuropa befindet, darf weiter >>40 Std. arbeiten.
Das Thema Home office als neues "Normal" hat sich glücklicherweise nicht überall durchgesetzt. Virtuelle Teams sind eben doch deutlich anders als solche aus Fleisch und Blut. Ein Mix macht es, alles andere ist, wie bei den Antriebstechnologien, Ideologie.
Ich bin nicht ewig im Arbeitsleben aber mir gehts schon auf den Sack, was teilweise vom Arbeitgeber gefordert wird ohne dass man in Leistungsvorschuss gegangen ist, sprich Young Professionals. Die Liberalisierung der Arbeitswelt ist aber nicht mehr aufzuhalten.
Ü55? Die sind in Konzernen weich gebettet. Ab da steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man bei einer kommenden Optimierung (so alle 3-5 Jahre) nen goldenen Handschlag bekommt und so kann man einen 150k€ Mitarbeiter durch einen 70k€ Berufsanfänger ersetzen und wie gewohnt weiter machen. Sieht man in der Autoindustrie ganz häufig wenn altgediente Verbrennerkollegen keine Lust haben sich auf neue Technologien umschulen zu lassen und dann den Schleudersitzknopf drücken.
Auf der anderen Seite zeigt sich aber auch, dass viele bis über 70 noch einem Mini-Job nachgehen müssen und auch das Thema liberalisiert wird, weil man sieht, dass das Thema Altersarmut aktuell und die Renten mau sind.