Veränderung der Arbeitswelt/-Bedingungen

Aber einfach "Wir haben das jetzt zwei Jahre gemacht - sie sehen doch es ging ich hab keinen Bock in die Firma zu kommen...das kostet Zeit und Sprit"
Sofern die Leistung im Homooffice genauso gut erbracht wurde, wie im Büro, hat diese Begründung erheblich Gewicht. Denn wenn der Mitarbeiter nun gezwungen wird, wieder ins Büro zu kommen, sinkt seine Zufriedenheit sicherlich erheblich - und das dürfte nicht im Sinne des Arbeitgebers sein. In diesem Fall wäre eine Büropflicht sicherlich zu begründen.

Gehalt orientiert sich nicht nur an Mehrleistung, Erfahrung und Verantwortung sondern sehr wohl auch an "höheren Mächten" , wie der allgemeinen Marktentwicklung. Denn wenn man die nicht mitmacht, dann gehen die Mitarbeiter eben zur Konkurrenz, die die Marktpreise zahlt.
 
@MM13 Wenn du echtes Homeoffice hast (bzw. nachweisbar überwiegend von Zuause arbeiten musst), dann hast du den Anspruch darauf. Bei mobilen Arbeiten nicht.
Meine Frau (andere Firma) bekam nur einen VPN Zugang, mehr nicht, später nen Laptop, sie zieht ihren privaten allerdings weiter vor. Sie hat bereits 49% Regel. Ich habe einen Arbeitslaptop und ein Headset allerdings auch schon vor Corona, bedingt dadurch das ich auch Dienstreisen habe. War aber auch während Corona fast durchgängig im Büro.

Selbst der Lokale Außendienst bekommt bei uns "nur" die nötige Hardware (denn auch das ist kein Homeoffice)

Sofern die Leistung im Homooffice genauso gut erbracht wurde, wie im Büro, hat diese Begründung erheblich Gewicht. Denn wenn der Mitarbeiter nun gezwungen wird, wieder ins Büro zu kommen, sinkt seine Zufriedenheit sicherlich erheblich - und das dürfte nicht im Sinne des Arbeitgebers sein. In diesem Fall wäre eine Büropflicht sicherlich zu begründen.

Gehalt orientiert sich nicht nur an Mehrleistung, Erfahrung und Verantwortung sondern sehr wohl auch an "höheren Mächten" , wie der allgemeinen Marktentwicklung. Denn wenn man die nicht mitmacht, dann gehen die Mitarbeiter eben zur Konkurrenz, die die Marktpreise zahlt.
Will ich in keinster Weise bestreiten. Das muss aber alles der Arbeitgeber abwägen. Büropflicht ist schon sehr polemisch - im Arbeitsvertrag den du unterschrieben hast steht ein Arbeitsort drin, es ist erstmal die Pflicht des Arbeitnehmers genau von dort aus zu arbeiten.
 
Sofern die Leistung im Homooffice genauso gut erbracht wurde, wie im Büro, hat diese Begründung erheblich Gewicht. Denn wenn der Mitarbeiter nun gezwungen wird, wieder ins Büro zu kommen, sinkt seine Zufriedenheit sicherlich erheblich - und das dürfte nicht im Sinne des Arbeitgebers sein. In diesem Fall wäre eine Büropflicht sicherlich zu begründen.

Gehalt orientiert sich nicht nur an Mehrleistung, Erfahrung und Verantwortung sondern sehr wohl auch an "höheren Mächten" , wie der allgemeinen Marktentwicklung. Denn wenn man die nicht mitmacht, dann gehen die Mitarbeiter eben zur Konkurrenz, die die Marktpreise zahlt.

Naja ist halt so ne Sache, Arbeitsstätte ist nun mal das Büro außer man hat Vertraglich etwas anderes festgelegt.
Wenn also der Arbeitgeber eben wieder will das du ins Büro kommst, musst das halt auch tun. Da braucht er keine Begründung, haben beide so im Vertrag unterschrieben.

Übrigens, woran nie jemand denkt, bezüglich HO etc. die Hardware die genutzt wird (DGUV) kommt jemand zu euch und checkt das? Was passiert im Falle eines defektes im schlimmsten Fall mit einem Brand und total Verlust der Wohnung oder dem Haus? Wer kommt dafür auf?
Ein Geschäftspartner hat Aktuell einen Fall bei dem ein Mitarbeiter im HO, über Spielsachen des Kindes gestolpert ist und sich dabei das Handgelenk gebrochen hat.
Das zieht jetzt einen riesen Schwanz hinter sich nach, denn der WEG zum Arbeitsplatz muss frei sein :P also da darf nichts rum liegen. Ist total bekloppt, ich weiss aber das ist halt leider so.
Das ganze landet jetzt nun vor Gericht wer denn für die ganzen Kosten aufkommt.


Zur 4 Tage Woche kann ich nur sagen - in den meisten Betrieben wird das nicht Funktionieren vor allem aber in kleinen, wie denn auch.
WIr haben das tatsächlich spaßeshalber mal versucht, endete in einer einzigen Katastrophe. Sind nun mal an Prozesse gebunden die durchaus lange brauchen und auch beendet werden müssen.
Die Mitarbeiter hätten dann einfach die 4 Tage 12h min. machen müssen und bringen würde es nichts, weil die Kapazitäten nicht da sind um die Menge an Teile in der Zeit zu backen (Autoklavieren).
Bin praktisch nach der Arbeit heim, 2h gechillt und wieder ins Geschäft um abends den Autoklav wieder zu bestücken, bis 1Uhr nachts :D - nein Danke und keiner hatte auch bock so lange zu arbeiten.
Und nur 4 Tage arbeiten (8h) und den Rest eben "sausen" lassen - geht net, dazu sind wir nicht Reich genug :D
 
Gibt es eigentlich Chefs, die sich aktiv Gedanken darüber machen, wie sie ein positives Klima in die Firma bekommen und den Mitarbeiter motivieren, Bestleistung zu bringen? Ich vernehme da nix von…
Erschreckend war
für mich vor Jahren eine Schulung der BG in Schwelm.
Dort saß ich 2 Tage mit Firmeninhabern (1-200 Angestellte) an einem Tisch und wurden über Arbeitssicherheit aufgeklärt. Es kam ein interessantes Thema auf den Tisch. Ein Unternehmer hatte ein großes Lager und die Mitarbeiter mussten schonmal mit nem Fahrrad zum anderen Ende der Halle fahren. Wenn denn ein Fahrrad zur Hand war… somit schwang man sich auch schonmal seitlich an den Gabelstapler, der eh da hinfuhr. Natürlich Sicherheitsmäßig nicht zu vertreten.
Der Unternehmer echauffierte sich über die dummen Arbeiter.
Daraufhin fragte ich ihn, ob der sich an den Stapler schwingende Mitarbeiter denn so schneller mit seiner Arbeit wäre. Er bejahte, aber dafür wäre das Fahrrad da und wenn keines zur Hand dann muß er halt laufen.
Ich fragte, ob es möglich sei, eine Anhängevorrichtung an den Stapler anzubringen in etwa so wie bei den Müllwagen.
Dies wurde vehement abgelehnt. Ich war erschrocken. Es wurde nicht einen Millimeter „für“ den Mitarbeiter gedacht. Hier war ganz klar, wie der Unternehmer dachte: Er ist der Chef und der Mitarbeiter hat das zu tun, was er ihm sagte. Punkt.
Was ich damit sagen will… Unternehmer, die dem Mitarbeiter ein angenehmes Umfeld bereiten, sich um den Mitarbeiter kümmern, ihn ernst nehmen, seine Ressourcen nutzen sind in meinen Augen die schlauen, weitsichtigen…
Der obige Fall ist nur ein Beispiel. Ich habe meinen Mitarbeiter immer in alle Massnahmen/Änderungen mit einbezogen. Klar, entscheiden mußte ich dann, aber der Meinungsaustausch war immer sehr angenehm und brachte viel.
Ich behaupte mal, dass mein Mitarbeiter schon viel früher bei mir gekündigt hätte, wenn dass Umfeld nicht so gewesen wäre.
 
Was ich so wahrnehme geht es in Punkto Mitarbeiter-Motivation immer mehr bergab in D und das Branchen-übergreifend.
Als ich vor ca. 20 Jahren in der IT Branche anfing, war unsere Abteilung noch ein echtes Team und wir hatten jede Menge Spaß bei der Arbeit. Es wurde auch reichlich Blödsinn gemacht, aber wenn es drauf ankam, haben wir Gas gegeben und wenn ein Kollege dringend Hilfe brauchte haben wir freiwillig geholfen auch wenn es ein 16 Stunden Tag bis tief in die Nacht wurde.
Unsere damaliger PV hatte auch noch Rückgrat und hat sich für uns eingesetzt, diese Zeiten sind lange vorbei ....
Mittlerweile ist man ein kleines Rädchen im System, es gibt unzählige Manager wo ich bis heute nicht weiß, was die überhaupt machen und alles wird nur noch nach vorgegebenen Prozessen abgearbeitet, egal wie sinnlos diese sind, aber ich habe schon lange meinen Frieden damit gemacht.
Trotz der vielen negativen Entwicklungen bin ich im Grunde genommen zufrieden, insbesondere da ich mittlerweile komplett von zuhause arbeiten kann und wir kaum Stress haben. Meine beiden aktuellen Chefs habe ich bis heute nicht persönlich kennengelernt (bin seit 36 Monaten in der Abteilung), geht aber auch ohne, ich bin sowieso nie der Büro-Mensch gewesen :D
 
Liest sich wie, früher war alles besser.:D

Ist dies eine individuelle und subjektive Wahrnehmung oder ist es tatsächlich so?
Ich meine auch, dass früher für die Mitarbeiter Motivation mehr getan wurde, aber, betrifft dies nur inzwischen ältere Firmen oder auch junge Startups?
Hat sich also grundlegend in der Gesellschaft was geändert oder hat man, wie manche auch in der Ehe, nur vergessen, dass nichts selbstverständlich ist?
Fragen über Fragen, bin einerseits froh, dass ich bald in Rente gehe.:D
 
Liest sich wie, früher war alles besser.:D

Ist dies eine individuelle und subjektive Wahrnehmung oder ist es tatsächlich so?
Ich meine auch, dass früher für die Mitarbeiter Motivation mehr getan wurde, aber, betrifft dies nur inzwischen ältere Firmen oder auch junge Startups?
Hat sich also grundlegend in der Gesellschaft was geändert oder hat man, wie manche auch in der Ehe, nur vergessen, dass nichts selbstverständlich ist?
Fragen über Fragen, bin einerseits froh, dass ich bald in Rente gehe.:D

Ist ne gute Frage.
Wenn ich an meine Kindheit denke, hat meine Mum nur bissl "heimarbeit" gemacht (Kettlerin / 4h Tag) und mein Dad hat 33Jahre in ein und der selben Firma gearbeitet.Bieten immer noch gleich viel wie damals, also machen wirklich was für die Mitarbeiter. Komischerweise haben immer weniger Lust auf diese "art von Betrieb?" falls man das so sagen kann.
Zudem hats halt doch gereicht das man sich von 1-1,5 Gehältern ein Haus hat kaufen können 5 Kinder groß gezogen hat und dabei immer noch 2 mal im Jahr in Urlaub fahren konnte.
Und wir hatten ja als Kinder immer alles... neue Fahrräder, Spielsachen, Klamotten.. neue Konsolen :D
Vllt fehlt einfach Grundsätzlich die Motivation zu Arbeiten weil man durch einen "normalen Beruf" sich solche DInge eben nicht mehr Leisten kann oder nur unter großen Opfern?
Evtl. täusche ich mich auch komplett. Ka - ist nur so ein Gedankengang.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist ne gute Frage.
Wenn ich an meine Kindheit denke, hat meine Mum nur bissl "heimarbeit" gemacht (Kettlerin / 4h Tag) und mein Dad hat 33Jahre in ein und der selben Firma gearbeitet.Bieten immer noch gleich viel wie damals, also machen wirklich was für die Mitarbeiter. Komischerweise haben immer weniger Lust auf diese "art von betrieb?" falls man das so sagen kann.
Zudem hats halt doch gereicht das man sich von 1-1,5 Gehältern ein Haus hat kaufen können 5 Kinder groß gezogen hat und dabei immer noch 2 mal im Jahr in Urlaub fahren konnte.
Und wir hatten ja als Kinder immer alles... neue Fahrräder, Spielsachen, Klamotten.. neue Konsolen :D
Vllt fehlt einfach Grundsätzlich die Motivation zu Arbeiten weil man durch einen "normalen Beruf" sich solche DInge eben nicht mehr Leisten kann oder nur unter großen Opfern?
Evtl. täusche ich mich auch komplett. Ka - ist nur so ein Gedankengang.
Ach weißt du, ich könnte dich für deinen Beitrag kurz und heftig drücken und dann ein Bier mit dir trinken.:D
 
… Ich meine auch, dass früher für die Mitarbeiter Motivation mehr getan wurde, aber, betrifft dies nur inzwischen ältere Firmen oder auch junge Startups? …
M. E. wird in vielen Branchen und Unternehmen mittlerweile für die Mitarbeiter(-innen) deutlich mehr getan, als es früher der Fall war.

Natürlich lässt sich das nicht über einen Kamm scheren. Aber die Arbeitgeber reagieren auf die im Laufe der Jahre veränderte Mentalität und Einstellung vieler Beschäftigter. Wahrscheinlich ist so etwas für ein Startup tendenziell naheliegender als für einen seit vielen Jahren bestehenden, „typisch deutschen“ (:X) Konzern. Und natürlich kommt es auf die konkrete Lage auf dem betreffenden Arbeitsmarkt an. Aber viele „Goodies“ für Arbeitnehmer gab es für 20 Jahren noch gar nicht…
 
M. E. wird in vielen Branchen und Unternehmen mittlerweile für die Mitarbeiter(-innen) deutlich mehr getan, als es früher der Fall war.
Das entspricht auch meiner Wahrnehmung.
Wir hatten erst kürzlich eine (anonyme) well-being Umfrage - ist mir in 30 Jahren nicht passiert - mit der die GF sozusagen die Mitarbeiterzufriedenheit über verschiedene Aspekte der Arbeit zu ermitteln versucht.
Was konkret daraus erwächst, kann ich jetzt nicht abschätzen, aber es gibt bereits Angebote zur betriebspsychologischen Betreuung und so weiter.
 
Der Bericht von 1972 passt super zu diesem Thema:'


Es ist erschreckend zu sehen, wie viele Entwicklungen tatsächlich so, oder so ähnlich gekommen sind. Allerdings hat sich die da aufgezeigte Arbeitswelt seitdem stark in eine ganz andere Richtung entwickelt.
Die Optimierung von Arbeitsprozessen hat sich leider nie zum Wohle der Mitarbeiter entwickelt. Von einem Boreout sind die meisten meilenweit weg. Ganz im Gegenteil, viele Arbeitsplätze führen heute mit großen Schritten in Richtung Burnout. Unser Entwicklungs-Bereichsleiter hat mal in einem Meeting es sehr treffend formuliert:
Das, was wir heute von einem vermeintlich gering qualifizierten Produktdesigner verlangen, wäre in den 80er- und 90er-Jahren eine Aufgabe gewesen, die nur von einem hoch qualifizierten IT-Fachmann erwartet worden wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
In Hart aber fair ging es gerade um das Thema, keine ganz neuen Erkenntnisse, aber nett anzuschauen.
Ach ja, die Mitarbeiter von Galeria tun mir leid, die letzten Jahre zum Wohle der Firma Verzicht geübt und sitzen jetzt doch auf der Straße.:(
 
Ach ja, die Mitarbeiter von Galeria tun mir leid, die letzten Jahre zum Wohle der Firma Verzicht geübt und sitzen jetzt doch auf der Straße.:(
Das Einkaufsverhalten durch Online shopping hat sich einfach sehr stark verändert. Ich sehe auch bei uns in der City den immer größer werdenden Leerstand.
Zeitgleich entsteht ein riesen Problem durch immer mehr Homeoffice und Händler Pleiten im Bereich der Vermarktung von Büro- und Gewerbeimmobilien.
 
In Hart aber fair ging es gerade um das Thema, keine ganz neuen Erkenntnisse, aber nett anzuschauen.
Ach ja, die Mitarbeiter von Galeria tun mir leid, die letzten Jahre zum Wohle der Firma Verzicht geübt und sitzen jetzt doch auf der Straße.:(
Was sich anhand der Malermeisterin gezeigt hat ist, dass die 4 Tage Woche funktionieren kann. Sogar mit Vorteilen gegenüber der 5 Tage Woche. Ist halt Branchenspezifisch…
 
Zeitgleich entsteht ein riesen Problem durch immer mehr Homeoffice und Händler Pleiten im Bereich der Vermarktung von Büro- und Gewerbeimmobilien.

Vielleicht auch mal ganz gut, damit der ein oder andere wieder in den Bereich der Realität zurückgeholt wird...
 
Das Thema Kaufhof Galleria ist schon lange ein leidiges. Dieses tote Pferd wurde bis zum Erbrechen geritten. Millionen Euro Steuergeld sind geflossen.
Und wenn ich höre, die Innenstädte sterben aus, wenn Kaufhof wegfällt. Die sind doch nicht gut besucht. Also fehlen die auch nicht.
Neue Konzepte für diese Bunker müssen her. Vielleicht mit kleinen Geschäften die sich spezialisiert haben.
Für die Mitarbeiter natürlich traurig. Hätte man jedoch vor Jahren das zum Fenster rausgeschmissene Steuergeld sinnvoll in die Mitarbeiter für Umschulungen und Weiterbildung investiert, wäre es besser gelaufen.
 
Ihr seht ja was passiert wenn man in Paris die Müllabfuhr nur vier Tage arbeiten lässt. :D


Zum Thema Homeoffice. Manche kommen auf die coole Idee von Malle aus zu arbeiten obwohl ihr vertraglicher Arbeitsplatz in D liegt. Viele Vorgestzte haben damit auch kein Problem (weil unwissend), doch wenn der Mitarbeiter auf Malle medizinische Versorgung braucht und es um versicherungstechnische Dinge geht, sind alle schlauer...und ärmer.

Die Begründung könnte dann schnell lauten: Auf Malle zu sein hat keinen dienstlichen Hintergrund, selbst wenn an virtuellen meetings teilgenommen wurde. Nur mal so...
 
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