Veränderung der Arbeitswelt/-Bedingungen

Guter Punkt!
Apropos Arbeitszeit, was mich da immer wieder wundert ist, wie wenig das Arbeitszeitgesetz in vielen Firmen umgesetzt wird. Da ist mein Arbeitgeber keine Ausnahme, aber für mich passt es bzw. ich kann es mir so legen, dass es passt, daher kein Problem für mich, ich bin "jung" und hab keine Familie mit der ich meine Arbeitsweise vereinbaren muss. Mich wundert es nur, dass die Personalabteilungen da oftmals so drüber weg sehen (können), ich kenne einige Betriebe in denen die Arbeitszeit erfasst wird und im langfristigen Mittel sind das definitiv über 8h pro Tag. Erfolgen da keine Audits oder so? Ich meine wenigstens die offiziell erfassten Arbeitszeiten lassen sich ja sehr einfach prüfen oder wird an denen auch hinter den Kolissen gedreht?
Aber ich kann das aus meiner beruflichen Laufbahn tatsächlich nicht bestätigen.
Mein ganzes bisheriges Berufsleben lang (3 Konzerne bzw. Firmen, an 6 Standorten, auf zwei Kontinenten + die Schweiz) habe ich ausschließlich in Firmen gearbeitet, bei denen die Zeit elektronisch erfasst wurde. Niemals galt bei uns Vertrauensarbeitszeit, noch wurde sich nicht an geltendes Arbeitsgesetz gehalten. Selbst in den USA war das der Fall. Natürlich gibt es (viele) Überstunden, aber die wurden entweder abgegolten oder durch Freizeitausgleich abgebaut. Es gab aber auch Zeiten, da habe ich auf die Erstattung von Überstunden oberhalb einer bestimmten Grenze verzichtet. Diese Stunden habe ich also freiwillig der Firma geschenkt, indem ich auf eine Übertragung auf eine entsprechendes Zeitkonto verzichtet hatte.

Ich finde es auf jeden Fall interessant die verschiedenen Sichtweisen zu lesen. Im Endeffekt ist das Wichtigste ja immer, dass man selber zufrieden ist mit der Situation. :thumbsup:
same, same...
 
Bei mir werden die Überstunden ausgezahlt, was es hinsichtlich des Arbeitszeitgesetzes vmtl. nicht besser macht, oder? Noch ein Detail ist, dass mein Arbeitsvertrag eine gewissen Anzahl x an Überstunden pro Monat inkludiert. Ergo werden nur die Gesamtüberstunden y minus der inkludierten Überstunden x ausgezahlt. Meinem Eindruck nach, macht es das auch nicht besser, wenn es schon eine 40 h Woche per Vertrag ist, oder? Wobei da bin ich gerade dabei die inkludierten Überstunden loszuwerden.
 
@Ucla warum so bissig? Gelesen hast du den Artikel anscheinend ja gar nicht?!?

Der Artikel besagt einfach nur, dass die in einer alten Studie ermittelte Grenze von 75.000€, von der an die STATISTISCHE Zufriedenheit nicht mehr proportional mit dem Einkommen steigt, falsch ermittelt/beurteilt wurde.
Somit fällt für die Befürworter der höheren Besteuerung der Besserverdiener eine Argumentation weg. Bisher wurde diese Grenze von 75.000€ nämlich als moralische Argumentation für eine zulässige höhere Besteuerung von Besserverdienern herangezogen.
Das ist also der Inhalt dieses Artikels und das passt somit thematisch in diesen Thread.

Mit welchem Einkommen du dich persönlich glücklich fühlst thematisiert der Artikel doch überhaupt nicht und hat hier auch niemand erfragt oder sogar in Zweifel gestellt…
Ne hab Ihn nicht gelesen, weil kein Spiegel Online Konto habe und ich ihn daher gar nicht öffnen konnte. Das meinte ich mit "Paywall Artikel" sollte keinesfalls bissig rüberkommen.
Also: wenn du mit Deinem Leben, Deinem sozialen Umfeld, Deiner Arbeit und Deinem Einkommen glücklich bist, dann beglückwünsche ich Dich dazu und hoffe für Dich es bleibt auch noch sehr lange so… Ernsthaft!!!
Danke das wünsche ich dir auch! :) :-)
 
Bei mir werden die Überstunden ausgezahlt, was es hinsichtlich des Arbeitszeitgesetzes vmtl. nicht besser macht, oder? Noch ein Detail ist, dass mein Arbeitsvertrag eine gewissen Anzahl x an Überstunden pro Monat inkludiert. Ergo werden nur die Gesamtüberstunden y minus der inkludierten Überstunden x ausgezahlt. Meinem Eindruck nach, macht es das auch nicht besser, wenn es schon eine 40 h Woche per Vertrag ist, oder? Wobei da bin ich gerade dabei die inkludierten Überstunden loszuwerden.

Ahhh, verstanden!
Also bei uns bekommt man sogar automatisch eine Email, wenn man am Tag in die Nähe von 10h kommt. Die Email wird also immer bei 9 Stunden und 30 Minuten Netto-Arbeitszeit versand, so das man dann noch reagieren kann. Alles über 10h wird dann automatisch gestrichen, außer es sind Überstunden angewiesen worden. Hier in Österreich wird die Einhaltung dieser 10h wohl relativ streng überwacht. In dem Zuge gitl das gleiche sicherlich auch für die Wochen- und Monatsarbeitszeit. Genaueres weiß ich aber auch nicht...
 
Hier in Österreich wird die Einhaltung dieser 10h wohl relativ streng überwacht.
Das ist nicht nur in Österreich so...😉
Jeder Mitarbeiter wurde von unserer Firma ausdrücklich darauf hingewiesen dass diese 10 Stunden zulässige Höchstarbeitszeit unbedingt einzuhalten sind und Verstöße mit Abmahnung bzw. Im Wiederholfall mit Kündigung geahndet werden.
Musste jeder unterschreiben das er diesbezüglich geschult wurde und die Konsequenzen verstanden hat.
Hat mit der Haftung zu tun, Verstöße werden vom Gesetzgeber mit hohen Geldstrafen für die Firma geahndet.... Und wenn wirklich was passieren sollte auch rechtliche Konsequenzen für den direkten Vorgesetzten....
Dagegen wollen sich die Firmen absichern.

Frage mich zwar manchmal wie das Monteure usw. machen die nach 10 Stunden auch noch heimfahren müssen.... Aber ich habe es für mich akzeptiert und stemple spätestens bei 9:59 Stunden (netto Arbeitszeit) ab.... Denn ab 10:00 kommt automatisch die Aufforderung vom HR sich wegen des Verstoßes schriftlich zu rechtfertigen.....😱
 
Diese Aussendienstmitarbeiter sind dazu angehalten, sich in dem Ort wo sie tätig waren, eine Übernachtungsmöglichkeit in nächster Nähe zu suchen, eine längere Heimfahrt ist dann nicht mehr erlaubt. Ist im Grunde genommen auch richtig. Mehrere meiner Kollegen sind spät abends/nachts auf so einem Heimweg tödlich auf der Autobahn verunglückt, weil sie völlig übermüdet am Steuer eingeschlafen sind :(
Zum Glück in den letzten Jahren nicht mehr vorgekommen, seitdem auch in meiner Firma darauf strengstens geachtet wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist nicht nur in Österreich so...😉
Jeder Mitarbeiter wurde von unserer Firma ausdrücklich darauf hingewiesen dass diese 10 Stunden zulässige Höchstarbeitszeit unbedingt einzuhalten sind und Verstöße mit Abmahnung bzw. Im Wiederholfall mit Kündigung geahndet werden.
Musste jeder unterschreiben das er diesbezüglich geschult wurde und die Konsequenzen verstanden hat.
Hat mit der Haftung zu tun, Verstöße werden vom Gesetzgeber mit hohen Geldstrafen für die Firma geahndet.... Und wenn wirklich was passieren sollte auch rechtliche Konsequenzen für den direkten Vorgesetzten....
Dagegen wollen sich die Firmen absichern.

Frage mich zwar manchmal wie das Monteure usw. machen die nach 10 Stunden auch noch heimfahren müssen.... Aber ich habe es für mich akzeptiert und stemple spätestens bei 9:59 Stunden (netto Arbeitszeit) ab.... Denn ab 10:00 kommt automatisch die Aufforderung vom HR sich wegen des Verstoßes schriftlich zu rechtfertigen.....😱
Die Sache mit der Erinnerung ans Arbeitszeit Limit per Mail kenne ich noch von Siemens. Deshalb wundert es mich umso mehr, dass bei mir noch keine direkte Ansage von HR kam. Hin und wieder kommt mal indirekt über Vorgesetzte, dass man nicht mehr als 11h machen soll und wenn dann eine Begründung in die Zeiterfassung eintragen. Ka wie man auf 11h kommt, ab 9h sind ja 45 Min Pause Pflicht iirc. Bei Inbetriebnahmen oder sowas kommt es eben mal vor, dass man >11h braucht, nach 10:59h die Sachen zu packen und dann am nächsten Tag nochmal aufbauen ist nicht im Sinne der Firma und auch nicht in dem der meisten Kollegen, weil es unterm Strich deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.
Hoffe bei uns kommt es nicht zu (tödlichen) Unfällen wegen Übermüdung, ehrlich gesagt kann man momentan aber die Uhr danach stellen, wenn ich manchmal höre was Kollegen teilweise so treiben. Eine andere Sache ist, dass man seitens der Firma neuerdings nur noch die Pauschalen für Verpflegungsmehraufwand zahlen will, damit zahlst du in vielen Regionen jeden Tag satt drauf. Früher konnte man entweder Rechnungen für Mahlzeiten einreichen oder die Pauschale nehmen. Soweit ich weiß hat man nur auf die Pauschalen ein Anrecht. Sowas gibt den Leuten aber eben einen zusätzlichen Anreiz den letzten Tag so zu ziehen, dass man es noch heim schafft und nicht nochmal auswärts übernachtet.
Alles nicht so einfach, denke ich, aber auch Teil der neuen Arbeitswelt, meinem Eindruck nach wird Außendienst in immer mehr Branchen und Firmen üblich.
 
viele Arbeitsplätze führen heute mit großen Schritten in Richtung Burnout.
Ich glaube mich hat es auch erwischt und gehe nächste Woche zum Arzt.
Habe gestern mit einem guten Bekannten telefoniert, der hat das selbst nach 5 Jahren noch nicht ganz überstanden.
Er meinte meine Symptome sprechen dafür das ich das auch in den Knochen sitzen habe.
Ich schleppe das schon zu lange mit mir herum und hätte schon viel früher damit zum Arzt gehen sollen.
 
Ich glaube mich hat es auch erwischt und gehe nächste Woche zum Arzt.

Ich schleppe das schon zu lange mit mir herum und hätte schon viel früher damit zum Arzt gehen sollen.
Oh je. Bei einer derart erbarmungslos hohen Aktivität hier im Forum war der Burnout aber wirklich nur eine Frage der Zeit. Gute Besserung.
 
Ich glaube mich hat es auch erwischt und gehe nächste Woche zum Arzt.
Habe gestern mit einem guten Bekannten telefoniert, der hat das selbst nach 5 Jahren noch nicht ganz überstanden.
Er meinte meine Symptome sprechen dafür das ich das auch in den Knochen sitzen habe.
Ich schleppe das schon zu lange mit mir herum und hätte schon viel früher damit zum Arzt gehen sollen.
Mach es wie Mick, erzähl uns von deinen Problemen und Symptomen und dir wird hier geholfen.:D

Sorry, hab es auf die Schnelle nicht in deutsch gefunden.
 
Ich habe burn out Fälle in der Verwandtschaft. Damit ist nicht zu spaßen.
Richtig !
Ich benötige daher dringend ärztliche Hilfe.
Schiebe das schon zu lange vor mich her.
Spätestens seit ich gemerkt habe wie ich mich bei Kleinigkeiten z.B. meiner Familie gegenüber verhalte, erschrecke ich mich vor mir selbst.
So war ich früher nicht, ist ein schleichender Prozess…
 
Ich glaube mich hat es auch erwischt und gehe nächste Woche zum Arzt.
Habe gestern mit einem guten Bekannten telefoniert, der hat das selbst nach 5 Jahren noch nicht ganz überstanden.
Er meinte meine Symptome sprechen dafür das ich das auch in den Knochen sitzen habe.
Ich schleppe das schon zu lange mit mir herum und hätte schon viel früher damit zum Arzt gehen sollen.
Wenn man deine Themen hier im Forum verfolgt,muß ich dir zustimmen.

Es gibt auch Anstalten wo einen geholfen wird.
;)
 
Oh je. Bei einer derart erbarmungslos hohen Aktivität hier im Forum war der Burnout aber wirklich nur eine Frage der Zeit. Gute Besserung.
Diese Antwort zeugt von intensivem Nichtwissen über diese Erkrankung. Bitte mal einschlägig informieren, wie das geht sollte Dir berufsbedingt bekannt sein. Ich habe es hinter mir und kenne viele, die nach wie vor damit kämpfen. Gute Besserung an Cobra und viel Glück bei der Auswahl des Therapeuten.
 
Ich glaube mich hat es auch erwischt und gehe nächste Woche zum Arzt.
Habe gestern mit einem guten Bekannten telefoniert, der hat das selbst nach 5 Jahren noch nicht ganz überstanden.
Er meinte meine Symptome sprechen dafür das ich das auch in den Knochen sitzen habe.
Ich schleppe das schon zu lange mit mir herum und hätte schon viel früher damit zum Arzt gehen sollen.
Ich will das überhaupt nicht verharmlosen aber starte wirklich erst einmal mit einer fachlichen Diagnose.
Der Übergang zwischen (zu) hoher Belastung und einem tatsächlichen Burnout ist ein fließender und daher sicherlich nicht per Symptomabgleich mit einem Betroffenen zu diagnostizieren - erstrecht nicht von einem Laien.

Sollte sich deine Befürchtung bestätigen, dann wünsche ich dir eine rasche und vor allem nachhaltige Erholung.

LG Didi
 
Du hast meinen Kommentar offensichtlich komplett missverstanden. ;)
Genau!
@CityCobra wenn du das Gefühl hast das dir alles zu viel ist, dann fang damit an dich aus sozialen Netzwerken wie auch diesem Forum etwas zurück zu ziehen! Und das meine ich jetzt wirklich nicht im Sinne von "dann ist ein Störenfried weniger da und viele würden sich freuen" und genau das hätte ich @Brummm hier auch nicht unterstellt.
Manchmal "hilft" es bspw. einen Beitrag zu verfassen und dann einfach nicht auf Antworten zu drücken. Und auch das ist nicht im Sinne von "dann würdest du weniger Schwachsinn schreiben" gemeint, sondern für dich als Selbstschutz und "Therapie" auf dem Weg. 🙂
 
@CityCobra wenn du das Gefühl hast das dir alles zu viel ist, dann fang damit an dich aus sozialen Netzwerken wie auch diesem Forum etwas zurück zu ziehen!
Sowas wie Facebook, Instagram etc. nutze ich gar nicht und auch in anderen Foren bin eher sehr selten oder wenig aktiv.
Sollte ich für eine längere Zeit krank geschrieben werden muss ich mir eine sinnvolle Beschäftigung suchen, vielleicht kaufe ich mir ein neues Fahrrad.
 
Sowas wie Facebook, Instagram etc. nutze ich gar nicht und auch in anderen Foren bin eher sehr selten oder wenig aktiv.
Sollte ich für eine längere Zeit krank geschrieben werden muss ich mir eine sinnvolle Beschäftigung suchen, vielleicht kaufe ich mir ein neues Fahrrad.
Was ist mit deiner Arbeit? Oft ist dort der Kern des Übels.
 
Was ist mit deiner Arbeit? Oft ist dort der Kern des Übels.
Richtig, ist auch der Hauptgrund für mein Befinden.
Von daher muss ich Abstand finden und wahrscheinlich für eine längere Zeit, sonst geht das Spiel wieder von vorne los…
Und so eine Krankheit hat man nicht in ein paar Tagen überstanden.
 
Richtig, ist auch der Hauptgrund für mein Befinden.
Von daher muss ich Abstand finden und wahrscheinlich für eine längere Zeit, sonst geht das Spiel wieder von vorne los…
Und so eine Krankheit hat man nicht in ein paar Tagen überstanden.
Ein Job Wechsel ist nicht möglich?
Ja, diese Krankheit kann sich Jahre hinziehen.
Mein Schwager ist auch daran erkrankt. Er ist recht wohlhabend, mehrere Autos, Immobilien etc. Er wurde jedoch auf Arbeit von einer Frau (Vorgesetzte) gemobbt. Irgendwann ging nix mehr.
Nun ist er im Vorruhestand und es geht ihm besser. Ab und zu ist Alkohol ein Problem.
Seine Frau stand in schwierigen Zeiten an seiner Seite. Das war sehr wichtig.
 
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