Ohjee. Ich wollte keine Grundsatzdiskussion über Leistungssteigerung entfachen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass man speziell beim B48 nicht alle über denselben Kamm scheren darf, was Leistungssteigerung betrifft.
Es existieren derart viele Varianten, selbst im Z4 wurde beim 20i während der Bauzeit, im Verborgenen sozusagen, zahlreiche Detail-Updates an Injektoren, Sensorik, allgemein Thermomanagement, Kühlung und Ventilmaterial durchgeführt. Generell kann man sagen: Je neuer der B48, desto haltbarer.
Der technische Aufwand wird wohl, wie schon seit längerem, wegen der Regularien wie Abgasvorschriften und NEFZ-Optimierung betrieben – zulasten der Leistungseffizienz und Haltbarkeit, notabene.
Die Vielfalt beim Z4 B58 ist trotz Detailpflege wie generell beim B58 überschaubarer und homogener.
Die über ein Dutzend offiziellen Varianten des B48 und die kaum durchschaubaren laufenden Detailanpassungen werden wohl der Grund sein, dass MHD keine B48-Maps anbietet.
MHD ist gut, günstig und bequem, nur müssen die Maps prinzipiell safe ausgelegt sein. Da verschenkt man etwas in Sachen Leistung und Verbrauch. Die Map-Switch-Funktion hätte ich jedoch ganz gerne.
Zur Gleichteilestrategie existieren durchaus bei Herstellern vereinzelte Modelle, bei denen sich das Motoreninnenleben zwischen zwei Leistungsstufen nicht unterscheidet. Man darf es einfach nicht blindlings pauschalisieren.
Danke noch für den Artikellink, den kannte ich noch nicht, und auch für die Berichtigung, dass der US-B58 ein B58TÜ1 ist!
OPF ist meiner Meinung nach bürokratisch übereifriger Mist. Ein Benziner generiert nur einen Bruchteil der Feinstaubemissionen eines Diesels. Ich habe jedoch leichte Zweifel, dass die 40 PS Unterschied zum US-B58 rein dem OPF geschuldet sind.
Nicht missverstehen: Ich bin ein Fan des B48 und bin ganz begeistert vom Enthusiasmus und Sachverstand, wie ThorstenWT das Letzte aus seinem Mini GP3 herauskitzelt und artgerecht hält. So eine Donnerkugel hätte ich auch gerne.
Den B48 würde ich persönlich und aktuell jedoch gerne einem anderen Verwendungszweck zuführen – Als Daily und sachte optimiert.
Der *30er hat deutlich besseres Potenzial als der *20er. Aber selbst den *20er fände ich, angemessen optimiert, einen sehr feinen Motor und vor allem gebraucht preiswert zu schießen.
Den Gewichtsunterschied auf der VA im Vergleich zum B58 merkt man dem G29 und G22 (ohne xDrive) an. Sie schmeissen sich beide quirliger in Serpentinen.
Nur „on the edge“ leistungsgesteigert und dann verbrauchsparend und vermeintlich materialschonend im EcoPro-Modus niedertourig mit hoher Last rumgondeln ist dann nicht. Der hohe Mitteldruck und das LSPI-Problem sind schädlicher als sportliche Drehzahlen. Nm belasten mehr als PS.
Im Z4 ist mir der Verbrauch egal, als Roadster dürfte er aber mindestens 100kg leichter sein.
Wie bei allem im Leben ist es die Dosis, die das Gift ausmacht.
Ich denke (Achtung – gefährliches Halbwissen und subjektives Empfinden), der goldene Schnitt hinsichtlich Haltbarkeit liegt wohl ohne große Hardware-Änderungen, lediglich mit Pflicht-DP, KFO mit xHP, beim B58 Z4 irgendwo zwischen 400–420 PS mit 100 Oktan. Werde aber höchstwahrscheinlich dem kleinen Kind im Manne nachgeben und brav wie ein Lemming ebenfalls gegen 450 PS anstreben

.
Teile ebenfalls die Meinung, dass eine Abstimmung auf dem Leistungsprüfstand das Optimum darstellt und Logfahrten in freier Wildbahn im Sommer das i-Tüpfelchen sind.