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Zetti springt nach gescheiterter kennfeldoptimierung nicht mehr an... Absolute ratlosigkeit

Liebe Mitleser und Interessierte, @schleifi hat Zauberhände 😊.
Er fuhr heute zum tuner und hat meinen zetti wieder zum Leben erweckt. Ins Detail kann ich leider nicht gehen da ich kein plan hab. Sie haben es mir erklärt aber bevor ich was falsches wiedergebe...
Fakt ist, es konnte alles im ruhigen geklärt werden.
Danke an euch für Tipps und Ratschläge

@schleifi du bist eine Maschine!! 😉
 
Liebe Mitleser und Interessierte, @schleifi hat Zauberhände 😊.
Er fuhr heute zum tuner und hat meinen zetti wieder zum Leben erweckt. Ins Detail kann ich leider nicht gehen da ich kein plan hab. Sie haben es mir erklärt aber bevor ich was falsches wiedergebe...
Fakt ist, es konnte alles im ruhigen geklärt werden.
Danke an euch für Tipps und Ratschläge

@schleifi du bist eine Maschine!! 😉

Und es zeigt uns/dir, dein „Tuner“ ist kein richtiger „Tuner“ sondern er kann nur eine gekaufte Software per Laptop aufspielen.
Wie 98% der sog. „Tuner“ 😢😎👍
 
Marc...mensch.... :D Danke für die sprichwörtlichen Blumen.

Ich habe mich die erste halbe Stunde nur damit beschäftigt, den IST-Zustand festzuhalten und nachzuvollziehen was beim Tuner und bei BMW schiefgelaufen ist und wie BMW zu der Aussage "Kombi defekt und der CAN-Bus spinnt total" kommt. Die ursprüngliche ECU war verbaut. Also erstmal mit ISTA-D einen Überblick darüber verschafft, welche Steuergeräte überhaupt alle erreichbar sind und was im Fehlerspeicher steht. Bis auf die DME haben sich alle gemeldet und wie erwartet hat die EWS, das Kombi und das DCS sich über fehlende Identifikation und Kommunikation seitens der DME beschwert. Allein die Tatsache, dass das Kombi das Gateway der Bus-Systeme im Auto ist und ich bis auf die DME jedes Steuergerät sauber diagnostizieren konnte, machte die BMW-Aussage über ein defektes Kombi eigentlich haltlos. Der Fahrzeugauftrag konnte auch sauber aus dem LSZ und dem Kombi gelesen werden und hat auch zur VIN vom Auto gepasst. An dem Punkt habe ich mir also keine Sorgen mehr um ein defektes Kombi oder Probleme im PT-CAN gemacht. Sah alles plausibel aus. Dann ran an die EWS. Wechselcode, Schlüssel und Startfreigabe war i.O. aber Synchronisation zur DME fehlte. Dann auf die DME. Mit INPA konnte ich die Identifikation und und die User-Info-Felder lesen. Stellglieddiagnosen und Abfrage der Messwertblöcke endeten in "ERROR-ECU". Soweit so gut. Ich wollte dann mit WinKFP die passende Programmierung auf die DME schieben aber das brach im Komfortmodus erstmal ab. Das hab ich dann erstmal so hingenommen. Dann wollte ich den Status der neuen, von BMW nicht programmierbaren DME checken. Die war über INPA erreichbar. Identifikation war möglich aber User-Info-Feld war noch leer. Die DME war also augenscheinlich jungfräulich. Dann der Versuch mit WinKFP im Komfortmodus zu programmieren schlug fehl weil WinKFP noch keine Basispgrogrammierung finden konnte. Also weiter im Expertenmodus. Ist bisschen aufwändiger und man sollte hier keine Fehler machen sonst hat man die neue ECU ganz schnell gebrickt. Dann hab ich erstmal die Basisprogrammierung aufgespielt. Hat ca. 1h gedauert und danach noch den Datenstand zum Auto. Nochmal 20min. Als das fertig war zogen schon die ersten Relais im Motorraum an und die Benzinpumpe surrte kurz. In INPA war dann auch alles auf der ECU bedienbar und alle Messwerte sahen plausibel aus. Dann noch den EWS-Abgleich angestoßen und das Auto startete. Ich denke, die alte DME könnte man auf die selbe Art und Weise auch wieder zum Leben erwecken aber wir haben es dann erstmal dabei belassen. Die Geschichte hat am Ende 3h gedauert weil ich parallel viel dokumentiert und lieber alles 3x gecheckt hab.

Der Tuner war die ganze Zeit dabei und er war am Ende auch sichtlich froh über das Ergebnis. Er war wirklich bemüht, das Problem zu lösen aber wurde leider auch immer wieder von den "Profis" die er im Netz gefunden hat, versetzt oder es kam irgendwann keine Antworten mehr. Er wollte sogar schon einen Unfall Z4 kaufen und alles umbauen. Geld war ihm an dem Punkt wirklich egal. Das er das Steuergerät gebrickt hat ist halt Pech. Das kann passieren. Er hatte auf jeden Fall immer signalisiert, dass er das verursacht hat und so oder so für den Schaden aufkommt und dem Kunde das Fahrzeug einwandfrei fahrend übergibt.

Zu BMW und den ganzen, im Vorgang beteiligten "Profis" und Firmen weiß ich ehrlich gesagt nicht, was ich da sagen soll. Mir ist bei der Erzählung des Tuners zum Verhalten der Mitarbeiter bei BMW schlichtweg die Kinnlade heruntergeklappt.
Das Auto stand 1,5 Monate bei BMW Gera und ein "alter" KFZ-Elektriker hat sich dort intensiv mit dem Problem beschäftigt und ein werksneues Steuergerät verbaut. Er war nicht in der Lage es zu programmieren, hat fälschlicherweise ein defektes Kombi diagnostiziert obwohl alles dagegen sprach. Der CAN-Bus wurde elektrisch geprüft und die Werte waren in Ordnung. Trotzdem wurde gesagt: "Der CAN-Bus spinnt total". Der Tuner hat für die nicht erbrachte Reparatur am Ende 3600€ zahlen müssen und bekam auf Nachfrage beim Serviceberater, ob es das jetzt mit der Arbeit gewesen ist und wie es weitergeht, die Antwort: "Das Auto ist alt und hat schon 9 Vorbesitzer. Da kann man nichts machen. Er solle es verschrotten und was Neues kaufen." Diesen Service bekommt man in einer BMW-Niederlassung für 200€/Stundenlohn von Leuten geboten, die so etwas gelernt haben, vielleicht sogar Meister sind und locker 20 Jahre Berufserfahrung haben. Und dann kommt der Informatiker mit BMW-Tools die jeder Dödel aus dem Netz laden kann und klärt des Problem in 3h. Das ist beschämend.

Ich habe dem Tuner angeboten, eine komplette Dokumentation der Arbeiten und Stati zu erstellen, damit er dort bei BMW aufschlagen kann. Er will das nicht. Marc würde ich das aber nochmal zusammenfassen damit er das dem Serviceberater und Techniker auf den Tisch legen kann. Sowas geht gar nicht.

Naja. Am Ende hat Marc das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen als das Schätzchen wieder geschnurrt hat. Dafür hat es sich doch gelohnt
 
Liebe Mitleser und Interessierte, @schleifi hat Zauberhände 😊.
Er fuhr heute zum tuner und hat meinen zetti wieder zum Leben erweckt. Ins Detail kann ich leider nicht gehen da ich kein plan hab. Sie haben es mir erklärt aber bevor ich was falsches wiedergebe...
Fakt ist, es konnte alles im ruhigen geklärt werden.
Danke an euch für Tipps und Ratschläge

@schleifi du bist eine Maschine!! 😉
Also doch kein Fall für den Europäischen Gerichtshof? Schön, dass man Dinge noch aufm kurzen Weg klären kann.
 
hallo @Trademarc
schön das der zettie wieder läuft !!

@schleifi sehr schön geschriebener text. wirklich. ja echt krass das mit bmw. als ich auch mal zu bmw musste, meinten die auch zu dem alten 10 jahre alten auto: "oh, der ist ja alt"
ich glaub bmw will die alten bastler karren gar nicht mehr.... das auch hätten sie ein stück etwas weiter lernen können, (von bastler zu bastler) sehen die nicht.
 
Also @schleifi fantastisch dass Du hier helfen konntest! In solchen Momenten zeigt das Forum seinen Wert nochmal auf besonderem Niveau!
Und leider ist es wieder ein Beleg für die Ignoranz von BMW und den Niederlassungen, vielleicht nicht alle, aber doch viele.
@Trademarc - Schön dass Du den Zetti diese Saison noch genießen kannst.
 
Marc...mensch.... :D Danke für die sprichwörtlichen Blumen.

Ich habe mich die erste halbe Stunde nur damit beschäftigt, den IST-Zustand festzuhalten und nachzuvollziehen was beim Tuner und bei BMW schiefgelaufen ist und wie BMW zu der Aussage "Kombi defekt und der CAN-Bus spinnt total" kommt. Die ursprüngliche ECU war verbaut. Also erstmal mit ISTA-D einen Überblick darüber verschafft, welche Steuergeräte überhaupt alle erreichbar sind und was im Fehlerspeicher steht. Bis auf die DME haben sich alle gemeldet und wie erwartet hat die EWS, das Kombi und das DCS sich über fehlende Identifikation und Kommunikation seitens der DME beschwert. Allein die Tatsache, dass das Kombi das Gateway der Bus-Systeme im Auto ist und ich bis auf die DME jedes Steuergerät sauber diagnostizieren konnte, machte die BMW-Aussage über ein defektes Kombi eigentlich haltlos. Der Fahrzeugauftrag konnte auch sauber aus dem LSZ und dem Kombi gelesen werden und hat auch zur VIN vom Auto gepasst. An dem Punkt habe ich mir also keine Sorgen mehr um ein defektes Kombi oder Probleme im PT-CAN gemacht. Sah alles plausibel aus. Dann ran an die EWS. Wechselcode, Schlüssel und Startfreigabe war i.O. aber Synchronisation zur DME fehlte. Dann auf die DME. Mit INPA konnte ich die Identifikation und und die User-Info-Felder lesen. Stellglieddiagnosen und Abfrage der Messwertblöcke endeten in "ERROR-ECU". Soweit so gut. Ich wollte dann mit WinKFP die passende Programmierung auf die DME schieben aber das brach im Komfortmodus erstmal ab. Das hab ich dann erstmal so hingenommen. Dann wollte ich den Status der neuen, von BMW nicht programmierbaren DME checken. Die war über INPA erreichbar. Identifikation war möglich aber User-Info-Feld war noch leer. Die DME war also augenscheinlich jungfräulich. Dann der Versuch mit WinKFP im Komfortmodus zu programmieren schlug fehl weil WinKFP noch keine Basispgrogrammierung finden konnte. Also weiter im Expertenmodus. Ist bisschen aufwändiger und man sollte hier keine Fehler machen sonst hat man die neue ECU ganz schnell gebrickt. Dann hab ich erstmal die Basisprogrammierung aufgespielt. Hat ca. 1h gedauert und danach noch den Datenstand zum Auto. Nochmal 20min. Als das fertig war zogen schon die ersten Relais im Motorraum an und die Benzinpumpe surrte kurz. In INPA war dann auch alles auf der ECU bedienbar und alle Messwerte sahen plausibel aus. Dann noch den EWS-Abgleich angestoßen und das Auto startete. Ich denke, die alte DME könnte man auf die selbe Art und Weise auch wieder zum Leben erwecken aber wir haben es dann erstmal dabei belassen. Die Geschichte hat am Ende 3h gedauert weil ich parallel viel dokumentiert und lieber alles 3x gecheckt hab.

Der Tuner war die ganze Zeit dabei und er war am Ende auch sichtlich froh über das Ergebnis. Er war wirklich bemüht, das Problem zu lösen aber wurde leider auch immer wieder von den "Profis" die er im Netz gefunden hat, versetzt oder es kam irgendwann keine Antworten mehr. Er wollte sogar schon einen Unfall Z4 kaufen und alles umbauen. Geld war ihm an dem Punkt wirklich egal. Das er das Steuergerät gebrickt hat ist halt Pech. Das kann passieren. Er hatte auf jeden Fall immer signalisiert, dass er das verursacht hat und so oder so für den Schaden aufkommt und dem Kunde das Fahrzeug einwandfrei fahrend übergibt.

Zu BMW und den ganzen, im Vorgang beteiligten "Profis" und Firmen weiß ich ehrlich gesagt nicht, was ich da sagen soll. Mir ist bei der Erzählung des Tuners zum Verhalten der Mitarbeiter bei BMW schlichtweg die Kinnlade heruntergeklappt.
Das Auto stand 1,5 Monate bei BMW Gera und ein "alter" KFZ-Elektriker hat sich dort intensiv mit dem Problem beschäftigt und ein werksneues Steuergerät verbaut. Er war nicht in der Lage es zu programmieren, hat fälschlicherweise ein defektes Kombi diagnostiziert obwohl alles dagegen sprach. Der CAN-Bus wurde elektrisch geprüft und die Werte waren in Ordnung. Trotzdem wurde gesagt: "Der CAN-Bus spinnt total". Der Tuner hat für die nicht erbrachte Reparatur am Ende 3600€ zahlen müssen und bekam auf Nachfrage beim Serviceberater, ob es das jetzt mit der Arbeit gewesen ist und wie es weitergeht, die Antwort: "Das Auto ist alt und hat schon 9 Vorbesitzer. Da kann man nichts machen. Er solle es verschrotten und was Neues kaufen." Diesen Service bekommt man in einer BMW-Niederlassung für 200€/Stundenlohn von Leuten geboten, die so etwas gelernt haben, vielleicht sogar Meister sind und locker 20 Jahre Berufserfahrung haben. Und dann kommt der Informatiker mit BMW-Tools die jeder Dödel aus dem Netz laden kann und klärt des Problem in 3h. Das ist beschämend.

Ich habe dem Tuner angeboten, eine komplette Dokumentation der Arbeiten und Stati zu erstellen, damit er dort bei BMW aufschlagen kann. Er will das nicht. Marc würde ich das aber nochmal zusammenfassen damit er das dem Serviceberater und Techniker auf den Tisch legen kann. Sowas geht gar nicht.

Naja. Am Ende hat Marc das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen als das Schätzchen wieder geschnurrt hat. Dafür hat es sich doch gelohnt
ich finde es klasse das sich jemand mit know how so reinkniet und es schafft wo andere abwinken ,
was mich noch mehr ärgert ist :
--
Der Tuner hat für die nicht erbrachte Reparatur am Ende 3600€ zahlen müssen und bekam auf Nachfrage beim Serviceberater, ob es das jetzt mit der Arbeit gewesen ist und wie es weitergeht, die Antwort: "Das Auto ist alt und hat schon 9 Vorbesitzer. Da kann man nichts machen. Er solle es verschrotten und was Neues kaufen."
--
die können doch nicht 3600 Kassieren für eine nicht erbrachte Arbeit ......das geht doch nicht ,würde ich so nicht Akzeptieren .
@schleifi :t:t
 
S
ich finde es klasse das sich jemand mit know how so reinkniet und es schafft wo andere abwinken ,
was mich noch mehr ärgert ist :
--
Der Tuner hat für die nicht erbrachte Reparatur am Ende 3600€ zahlen müssen und bekam auf Nachfrage beim Serviceberater, ob es das jetzt mit der Arbeit gewesen ist und wie es weitergeht, die Antwort: "Das Auto ist alt und hat schon 9 Vorbesitzer. Da kann man nichts machen. Er solle es verschrotten und was Neues kaufen."
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die können doch nicht 3600 Kassieren für eine nicht erbrachte Arbeit ......das geht doch nicht ,würde ich so nicht Akzeptieren .
@schleifi :t:t
So eine Aussage ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten!
 
Tja das ist natürlich ein dicker Hund vom Freundlichen , solch ein Verhalten ist aber nicht neu und habe ich so ähnlich hier bei uns am Ort auch schon erlebt ! Da hilft einem nur , wenn man den Stress aushalten will , die eigene Rechtschutzversicherung !!!
Vielleicht kann @keulejr etwas dazu sagen bzw. was ist rechtlich möglich !
 
Evtl. vergessen hier einige, die DME wurde doch vom „Tuner“ zerschossen - bei einem (in den Augen der BMW AG) „illegalen Softwaretuning/Schreibvorgang“.

Warum beim „Schreibvorgang“ die DME gebrickt wurde - steht immer noch aus.
Hat der „Tuner“ einen Fehler gemacht?
Was ist beim Schreibvorgang wirklich schief gelaufen?
War ein Ladegerät beim Schreivorgang angeschlossen?
Ist es ein offizieller „Tuner“ mit angemeldetem Gewerbe - dann sollte er doch versichert sein?
Wurde versucht die DME über einen Bench-Unlock zu retten?

PS Der Fehler der BMW-Niederlassung war, überhaupt diesen Reparaturauftrag anzunehmen💁 und nicht direkt abzulehnen.

PSS Ich bin wirklich sehr gespannt, wie das „juristisch gegen BMW“ ausgehen wird.

PSSS Der BMW-Serviceberater hätte sich natürlich anders ausdrücken müssen, seine Aussage (wenn es genau so gesagt wurde) geht gar nicht.
 
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Erst mal großen Respekt vor der erfolgreichen Leistung :thumbsup:
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Da weiß ich wieder warum ich meine Autos zu einer kleinen Werkstatt im Nachbarort bringe, die sind u.a. Profis für Porsche und machen sich auch an „normalen“ Autos zu schaffen.
 
Evtl. vergessen hier einige, die DME wurde doch vom „Tuner“ zerschossen - bei einem (in den Augen der BMW AG) „illegalen Softwaretuning/Schreibvorgang“.

Warum beim „Schreibvorgang“ die DME gebrickt wurde - steht immer noch aus.
Hat der „Tuner“ einen Fehler gemacht?
Was ist beim Schreibvorgang wirklich schief gelaufen?
War ein Ladegerät beim Schreivorgang angeschlossen?
Ist es ein offizieller „Tuner“ mit angemeldetem Gewerbe - dann sollte er doch versichert sein?
Wurde versucht die DME über einen Bench-Unlock zu retten?

PS Der Fehler der BMW-Niederlassung war, überhaupt diesen Reparaturauftrag anzunehmen💁 und nicht direkt abzulehnen.

PSS Ich bin wirklich sehr gespannt, wie das „juristisch gegen BMW“ ausgehen wird.

PSSS Der BMW-Serviceberater hätte sich natürlich anders ausdrücken müssen, seine Aussage (wenn es genau so gesagt wurde) geht gar nicht.
Um den Fakt geht es eigentlich auch weniger. Den finanziellen Schaden hat am Ende doch der Tuner und er allein entscheidet sich wie das weitergeht. Weder der Tuner noch der Halter wollen aber juristisch gegen BMW vorgehen.

Der Tuner hat ein angemeldetes Gewerbe. Das Unternehmen hat auch mehrere Filialen und durchweg 5 Sterne Bewertungen bei Google. Das Verhalten im persönlichen Gespräch mit mir und Marc war offen und lösungsorientiert.
Er hat mir lückenlos die ganze Ereigniskette aufgezeigt. Externe Stromversorgung war angeschlossen. Mit der haben wir dann auch bei der "Rettung" gearbeitet. Sehr professionelles Gerät, das auch mit hohen Strömen umgehen kann.
Er hatte bei Marc ein anderes Flashtool als das was er sonst immer bei den älteren BMWs verwendet, benutzt. Was dort an welcher Stelle schiefgegangen ist kann ich im Nachhinein nicht beurteilen.

Die Niederlassung hat doch am Ende gar nicht mit dem gebrickten Steuergerät gearbeitet sondern mit dem "grüne-Wiese-Ansatz" in Form einer nagelneuen, jungfräulichen DME die sie selbst geordert haben. Der Ausgangspunkt war also der gleiche wie wenn sie ein Steuergerät selbst bei einem Flashvorgang gebrickt hätten. Was übrigens bei BMW selbst, nach Aussage einiger Werkstattmitarbeiter, durchaus häufiger vorkommt als man denkt.

Hier geht es am Ende um die Fehldiagnose des angeblich defekten Kombiinstruments und der CAN-Störung. Beides war selbst zum Zeitpunkt der Diagnose bei BMW und deren Protokollen und Fehlerspeicherauszügen haltlos.
Die Kundenkommunikation hierzu ist mehr als unglücklich.

Gestern hatte ich dazu noch ein Gespräch mit einem befreundeten Meister in der BMW-Niederlassung hier im Umkreis. Für solche Fälle gibt es von BMW klare Arbeitsanweisungen. Mit der ihnen zur Verfügung stehenden Software haben sie nur begrenzte Möglichkeiten zur Wiederherstellung nach abgebrochenen Flash-Vorgängen. Scheinbar hat BMW selbst wenig Vertrauen in den Sachverstand seiner Werkstattmitarbeiter. Das lässt auch Spielraum für Interpretationen. :rolleyes: Auf jeden Fall ist vorgesehen, dass nach so einen abgebrochenen Flash-Vorgang, der second-level-support in München in das Thema involviert wird. Die Kollegen haben auch deutlich mehr Möglichkeiten und lösen in der Regel solche Probleme. Auf Grund der Falschdiagnosen bzw. Schlussfolgerungen der Mitarbeiter des Servicepartners glaube ich und mein befreundeter Meister, dass das in dem Fall nicht passiert ist.

Wie bereits gesagt. Eine juristische Aufarbeitung wird hier nicht stattfinden, denn Marc und der Tuner wollen es dabei belassen. Der Tuner hat den Schaden. Das ist das unternehmerische Risiko und dafür gibt es auch Betriebshaftpflichversicherungen. Das will ich hier aber nicht weiter bewerten. Beide können sich nach der Aktion in die Augen schauen und gehen im Guten auseinander.

Das Ergo an der ganzen Geschichte ist für mich, dass BMW grundsätzlich weder Interesse daran hat, einen adäquaten Service für ihre älteren Fahrzeuge bzw. Youngtimer zu bieten, noch technisch darauf eingestellt ist, praxisnahe und kundenorientierte Lösungen für genau solche Fälle anzubieten. Kann man vom VAG-Konzern halten was man möchte aber wenn dort ein älteres KFZ steht, bei dem z.B. ein Steuergerät, Kombiinstrument etc. beschädigt ist, dann kann von den Mitarbeitern vor Ort ein gebrauchtes Ersatzteil codiert werden. Dafür gibt es einen Prozess. Die Daten werden ausgelesen und es erfolgt ein Abgleich mit der Datenbank ob es sich um ein Teil, eines als gestohlen gemeldeten Fahrzeugs handelt. Wenn alles in Ordnung ist, wird das Bauteil aufs Auto codiert und fertig. Dauert in der Regel maximal 24h.

Noch eine kleine Anekdote dazu. Ich hatte vor 2 Wochen einen Termin in der Niederlassung vor Ort. Bei meinem E91 war der Airbagrückruf noch nicht erledigt. Mir war eigentlich schon vorher klar wie das ablaufen würde. E91 aus 2008 mit 324.000km. Ich bin dann direkt in den frisch umgebauten Servicebereich zu der feschen, jungen (mitte 20) Dame gegangen und meldete mich zu meinem Werkstatttermin. Als sie mich um den Schlüssel bat und ich ihn überreichte, war er da. Dieser leicht angewiderte, abschätzige Gesichtsausdruck. Als hätte man ihr etwas Verseuchtes in die Hand gedrückt. Dieses überhebliche und selbstgerechte Getue der einfachen Mitarbeiter in den Niederlassungen, die sich mit ihrem mickrigen Gehalt wahrscheinlich maximal ein gebrauchtes Kassenmodell aus der hintersten Ecke vom Gebrauchtwagenhof leisten können. Alles in den Niederlassungen wirkt, kalt, unmenschlich und unsympatisch. Ich hasse es. Wie gern geh ich da in die kleinen Betriebe um die Ecke, wo man auch mal direkt mit den Mitarbeitern reden kann und als Mensch auf Augenhöhe behandelt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
der second-level-support in München in das Thema involviert wird. Die Kollegen haben auch deutlich mehr Möglichkeiten und lösen in der Regel solche Probleme.
Da kann ich auch noch was beisteuern.
Vor einigen Jahren hatte sich ein Arbeitskollege einen nagelneuen 116d gekauft.
Noch in der Gewährleistungsphase streikte er plötzlich. Sprang einfach nicht mehr an.
Wurde zu einer BMW Werks-Niederlassung (SB oder SLS geschleppt) und der Versuch der Reparatur dort scheiterte trotz tagelangen Versuchen mit allen Künsten die die dort hatten.
Irgendwann wurde das Auto dann per Transporter nach München gefahren und dort werksseitig repariert und dann zurück gebracht.
Genaue Ursache kenne ich nicht, aber war irgendwas in der Elektronik, Software und Motorsteuerung, jedenfalls nichts mechanisches.

Das könnte dann vielleicht auch der von dir genannte second-level-support gewesen sein, nachdem die Niederlassung gescheitert war.

Einzig Gute war, dass es ihn nichts gekostet hatte. :rolleyes:
 
Um den Fakt geht es eigentlich auch weniger. Den finanziellen Schaden hat am Ende doch der Tuner und er allein entscheidet sich wie das weitergeht. Weder der Tuner noch der Halter wollen aber juristisch gegen BMW vorgehen.

Der Tuner hat ein angemeldetes Gewerbe. Das Unternehmen hat auch mehrere Filialen und durchweg 5 Sterne Bewertungen bei Google. Das Verhalten im persönlichen Gespräch mit mir und Marc war offen und lösungsorientiert.
Er hat mir lückenlos die ganze Ereigniskette aufgezeigt. Externe Stromversorgung war angeschlossen. Mit der haben wir dann auch bei der "Rettung" gearbeitet. Sehr professionelles Gerät, das auch mit hohen Strömen umgehen kann.
Er hatte bei Marc ein anderes Flashtool als das was er sonst immer bei den älteren BMWs verwendet, benutzt. Was dort an welcher Stelle schiefgegangen ist kann ich im Nachhinein nicht beurteilen.

Die Niederlassung hat doch am Ende gar nicht mit dem gebrickten Steuergerät gearbeitet sondern mit dem "grüne-Wiese-Ansatz" in Form einer nagelneuen, jungfräulichen DME die sie selbst geordert haben. Der Ausgangspunkt war also der gleiche wie wenn sie ein Steuergerät selbst bei einem Flashvorgang gebrickt hätten. Was übrigens bei BMW selbst, nach Aussage einiger Werkstattmitarbeiter, durchaus häufiger vorkommt als man denkt.

Hier geht es am Ende um die Fehldiagnose des angeblich defekten Kombiinstruments und der CAN-Störung. Beides war selbst zum Zeitpunkt der Diagnose bei BMW und deren Protokollen und Fehlerspeicherauszügen haltlos.
Die Kundenkommunikation hierzu ist mehr als unglücklich.

Danke für deine sehr ausführliche Schilderung - aber eigentliche liegt es doch an der Vorgehensweise bzw. an der „Falscheinschätzung“ des Tuners.
Eine DME - die lt. BMW „illegal“ mit einer fremden/geänderten Software beschrieben wurde - wurde beim Schreibvorgang gebrickt.
Für solche Fälle ist ein BMW-Händler garantiert NICHT die richtige Adresse bzw. der richtige Ansprechpartner.
Hier hätte BMW einen Werksspezialisten (i.d.R Ingenieure) kontaktieren müssen um den „Fall“ des illegalen Softwaretunings lösen zu können.

Für gebrickte Steuergeräte gibt es professionelle Hilfe - die gebrickte DME hätte der „Tuner“ einfach ausbauen und an einen „Profi“ einsenden können. Der Profi hätte dann im Bench-Modus die DME retten können.

Nicht falsch verstehen - ABER hier einfach ALLES auf BMW zu „schieben“ macht mich sehr, sehr traurig!

JUST MY TWO CENTS!​

 
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Danke für deine sehr ausführliche Schilderung - aber es liegt doch eigentliche an der „Falscheinschätzung“ des Tuners.
Eine DME - die lt. BMW „illegal“ mit einer fremden/geänderten Software beschrieben wurde - wurde beim Schreibvorgang gebrickt.
Für solche Fälle ist ein BMW-Händler garantiert NICHT die richtige Adresse bzw. der richtige Ansprechpartner.

Für gebrickte Steuergeräte gibt es professionelle Hilfe - die gebrickte DME hätte der „Tuner“ einfach ausbauen und an einen „Profi“ einsenden können. Der Profi hätte dann im Bench-Modus die DME retten können.

Nicht falsch verstehen - ABER hier einfach ALLES auf BMW zu „schieben“ macht mich sehr, sehr traurig!

JUST MY TWO CENTS!​

Ich verstehe deine Position durchaus und in einem Punkt hast du natürlich vollkommen recht: Der initiale Fehler wurde durch den Tuner verursacht. Die originale DME wurde bei seinem Flash-Vorgang gebrickt und er hätte danach auch direkt den Weg zu einem spezialisierten Steuergerätebetrieb gehen können, der die DME im Bench-/Boot-Modus wiederherstellt.

Das bestreite ich überhaupt nicht.

Ich glaube nur, dass wir dadurch ein Stück weit aneinander vorbeireden. 🙂

Meine Kritik an BMW beginnt nämlich nicht bei der ursprünglich gebrickten DME.

Das Fahrzeug stand nun einmal bei BMW und BMW hat den Reparaturauftrag angenommen. Dort wurde die ursprüngliche DME als defekt diagnostiziert und anschließend durch BMW selbst eine neue, jungfräuliche DME bestellt. Ab diesem Zeitpunkt hatte BMW im Grunde keinen „illegal geflashten“ Softwarestand mehr vor sich, sondern ein neues Ersatzsteuergerät, das in das Fahrzeug integriert und programmiert werden sollte.

Genau dieser Vorgang ist bei BMW gescheitert.

Und mein eigentlicher Kritikpunkt beginnt erst danach: Aus dem fehlgeschlagenen Programmiervorgang wurden ein angeblich defektes Kombiinstrument und ein „total spinnender CAN-Bus“ abgeleitet. Beides ließ sich aus den vorhandenen Diagnoseinformationen meines Erachtens nicht begründen und hat sich im Nachhinein auch schlicht nicht bestätigt.

Das Kombi arbeitete als Gateway, der Fahrzeugauftrag ließ sich korrekt auslesen, sämtliche anderen Steuergeräte waren erreichbar und der PT-CAN verhielt sich auch elektrisch plausibel. Die Fehler in EWS, Kombi und DSC passten dagegen sehr gut dazu, dass schlicht keine korrekt initialisierte DME vorhanden war.

Genau das ist für mich der entscheidende Punkt.

Ich schiebe BMW also keineswegs die ursprünglich gebrickte DME in die Schuhe. Das wäre sachlich falsch. Ich kritisiere die Diagnose und den Umgang mit dem Problem, nachdem BMW den Auftrag übernommen und mit einer von BMW selbst beschafften neuen DME weitergearbeitet hatte.

Wenn ein Betrieb sagt: „Mit dem manipulierten Steuergerät wollen und können wir nichts anfangen, wenden Sie sich bitte an einen Steuergerätespezialisten“, hätte ich damit überhaupt kein Problem. Das wäre eine klare und nachvollziehbare Entscheidung gewesen.

Wenn derselbe Betrieb aber den Auftrag annimmt, ein neues Steuergerät bestellt, dessen Programmierung nicht hinbekommt, anschließend andere intakte Komponenten als Ursache diagnostiziert und nach über einem Monat sowie 3.600 € Kosten sinngemäß sagt „Das Auto ist alt, hat neun Vorbesitzer, verschrotten und etwas Neues kaufen“, dann darf man diesen Teil des Vorgangs meiner Meinung nach durchaus kritisch hinterfragen.

Dass es für abgebrochene Programmierungen bei BMW offenbar sogar definierte Eskalationswege bis zum Second-Level-Support gibt, macht die Sache für mich eher noch interessanter. Denn dann stellt sich zusätzlich die Frage, ob dieser Weg hier überhaupt ausgeschöpft wurde.

Der Fehler des Tuners und das spätere Versagen bei BMW sind für mich schlicht zwei unterschiedliche Sachverhalte. Das eine entschuldigt das andere nicht.

Am Ende könnte man das vermutlich noch sehr lange bis ins letzte technische und rechtliche Detail auseinandernehmen. Da aber weder Marc noch der Tuner Interesse an einer juristischen Aufarbeitung haben und beide mit der jetzigen Situation ihren Frieden gemacht haben, müssen wir das hier eigentlich auch nicht bis zum letzten Punkt ausdiskutieren.

Mir ging es im ursprünglichen Beitrag vor allem darum, den Ablauf aus technischer Sicht einzuordnen und zu erklären, weshalb ich die Diagnose und insbesondere den Umgang seitens des BMW-Betriebs kritisch sehe. Mehr muss man daraus am Ende auch gar nicht machen. 🙂
 
@schleifi

Genau so ist es👍👊 DANKE!

Leider sind die Reaktionen und Anmerkungen - unbeteiligter User - „alles haut nun auf BMW ein“ falsch, leider.
BMW hätte den Auftrag einfach nicht annehmen sollen💁

Ich arbeite NICHT bei BMW und habe NICHTS mit BMW zu tun. Jedoch nerven mich die „Stammtisch-Parolen“ einfach👍

JUST MY TWO CENTS!​

 
Zuletzt bearbeitet:
Dann müsste man der Vollständigkeit halber schreiben, "nicht BMW, sondern die Niederlassung XY/ die Vertragswerkstätte XY hat es nicht hinbekommen".
Ist aber auch egal, weil a) die meisten halt schreiben "VW" hat es nicht hingekriegt, und b) der Schleifi hat den Wagen wieder flott gemacht. 👍🏻👍🏻👍🏻
 
[...] b) der Schleifi hat den Wagen wieder flott gemacht. 👍🏻👍🏻👍🏻
Das scheint mir wirklich die bewundernswerte Leistung zu sein. Ganz großes Lob!
Und auch großen Dank dafür, die ganze Prozedur und ihre Tücken so sachlich, präzise und nachvollziehbar beschrieben zu haben. Nicht mal orthografische Fehler sind darin!
 
Kleines Update oder besser nicht-Update zu der Geschichte.

Ich hatte dem betreffenden BMW-Händler eine eMail mit einer freundlichen Zusammenfassung des ganzen Falls gesendet. Direkt an den Serviceleiter. Das ist jetzt über 2 Wochen her. Daten des betreffenden Fahrzeug und meine Kontaktdaten wurden mitgesendet. Der Betrieb hatte also alle Möglichkeiten um mich, oder den Marc selber zu kontaktieren. Scheinbar möchte man aber nicht mit sowas konfrontiert werden und ignoriert solche Sachen lieber komplett. Keine Antwort, keine Entschuldigung, keine Bitte um ein Gespräch oder irgend eine Kontaktaufnahme zur Klärung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß genau, es ist nur nett von dir gemeint - ich wäre jedoch vorsichtig mit den Behauptungen und würde „öffentlich“ hier keine Namen nennen.

Ich bin immer noch der (NUR MEINE) MEINUNG: Der Fehler wurde vom „Tuner“ gemacht, BMW sollte doch „nur“ das gebrickte Steuergerät retten und das Fahrzeug wieder „zum Laufen bringen“.
Der größte FEHLER lag bei BMW diesen Auftrag anzunehmen. Natürlich hat sich der BMW-Händler auch nicht richtig verhalten - das steht außerhalb jeder Frage 👍

Hier müsste „Fairerweise“ in erster Instanz der „Tuner angeklagt“ werden - dann müsstest du aber auch den Namen des Tuners hier „öffentliche Nennen“ der das ganze im „erster Instanz“ verbockt hat👍👊😀
 
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