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Es wird jetzt wieder eine Förderung für Ladeinfrastruktur geben, allerdings ausschließlich für Mehrfamilienhäuser, vielleicht hilft das?
www.bmv.de
Zitat:
"Insgesamt steht ein Fördervolumen von bis zu 500 Mio. Euro bereit. Die Ladeleistung pro Ladepunkt darf maximal 22 kW betragen. Interessierte können ihren Antrag auf Förderung ab dem 15. April 2026 einreichen.
Der Förderbetrag je zu elektrifizierendem Stellplatz beträgt:
- maximal 1.300 Euro ohne installierte Wallbox,
- maximal 1.500 Euro mit Wallbox oder
- maximal 2.000 Euro mit einem Ladepunkt, der bidirektionales Laden unterstützt.
(...) Bedingung für den Erhalt der Förderung, dass mindestens 20 Prozent der vorhandenen Stellplätze eines Mehrparteienhauses vorverkabelt werden müssen. Zudem müssen immer mindestens sechs Stellplätze in oder an einem Mehrparteienhaus elektrifiziert werden."
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Genau damit befasse ich mich in der kommenden Woche für 2 WEGs als Verwaltungsbeirat. Neben den technischen Aspekten (zur Verfügungstellung einer ausreichenden Versorgung, Lademanagement) gilt es auch die Kabelwege zu untersuchen (1 Garage wird durch einen Durchgang zur Außentreppe vom Gebäudekörper abgeschnitten).
Bei einem 6-Fam.-Gebäude bedeutet das, dass ein einstimmiger Beschluss gefasst werden muss, um die Förderung für die Elektrifizierung der 6 Stell- bzw. Garagenplätze zu bekommen. Da die Installationskosten die Förderung übersteigen werden. Das Problem wird sein, dass nur eine Gegenstimme ausreicht (deren Stellplatz natürlich dann konsequenterweise auch nicht elektrifiziert wird), um das Projekt zum Scheitern zu bringen. Als Vermieter einer Wohnung in Top-Lage muss man nicht zwingend die Vermietbarkeit durch eine zur Wohnung gehörenden Wallbox steigern - es melden sich bei einer Ausschreibung i.d.R. auch so schon mind. 70 Interessenten am ersten Tag, wovon mind. 10 als Mieter in Frage kommen.
3 der Wohnungen werden von den jeweiligen Eigentümern bewohnt - 3 werden vermietet.
Selbst mache ich meine Stimme als Vermieter von der Höhe der zusätzlich zu tragenden Kosten abhängig. Die derzeitigen Mieter haben kein eAuto - also kann ich hier den Mehrwert einer Wallbox nicht in Form einer höheren Miete einpreisen - was auch für deren Elektrifizierung gilt. Auf die Zukunft gerichtet, würde ich hier trotzdem etwas Geld investieren - auch wenn sich dadurch zunächst keine Rendite ergibt. Ob die anderen beiden Vermieter auch so denken werden, wird sich bei der nächsten Eigentümerversammlung zeigen.
Die Rahmenbedingungen des Förderprogrammes für Mehrfamilienhäuser sind da für kleinere Gebäude unglücklich gezurrt.
Anders sieht es bei dem anderen Gebäude mit 14 WE aus - da dürften die Chancen größer sein, mindestens 6 Stellplätze zu elektrifizieren. Doch auch das wird nicht zum Alleingang, denn 12 Plätze befinden sich in Doppelparkern - deren Ladesäulen auf den Parkbühnen inkl. der flexiblen Kabelführungen deutlich teurer ausfallen dürften. Hier droht das K.O. über die Installationskosten. Die Doppelparker grenzen allerdings viele Automodelle wegen der maximalen Höhe (1,53 m), die für die vorhandenen Doppelparker zulässig sind, aus. Damit wird es sogar bei Kleinwagen, wie etwa dem Renault 5, eng. Dessen feste Dachantenne würde leider beim Einfahren am Querträger der Bühne hängen bleiben.
Der Hausanschluss dürfte mit Sicherheit nicht dafür ausreichen, alle Stellplätze gleichzeitig zu versorgen - also ist hier ein Lademanagement erforderlich.
Diese beiden Fälle zeigen auf, dass es nicht so einfach ist, Wallboxen in Mehrfamilienhäusern mit WEG zu installieren. Die Zielgruppe für die Fördermittel werden sich wohl eher bei den größeren Wohnungsvermietern befinden. Egal - die Vorgespräche und Vorbereitung des jeweiligen Tagesordnungspunktes übernehme ich gerne.