Best of "Verkäufer-Talk"

also, das ist ja wohl die höhe...:D

Das ich nicht mit einer Flasche Schampus empfangen werde ist mir klar. Aber wenn ich ein Laden betrete und Guten Tag sage, möchte ich auch ebenso freundlich begrüßt werden. Das habe ich als Kind so gelernt, immer freundlich sein.
Aber dort schein die es nicht nötig zu haben. Scheinbar macht der Erfolg überheblich.
 
Denke dass mit diesem Problem alle Automobilhersteller zu kämpfen haben.

Als damals der Volvo XC90 neu auf den Markt kam, fuhr ich zu meinem Volvo-Händler (hatte damals nen V70) um
mich über den neuen zu informieren und war auch fest entschlossen mir so einen zu bestellen.

Irgendwie nahm mich der Verkäufer (ok, ich kam dort mit einem meiner Firmenbusse und blauer Latzhose an) nicht ernst.
Wollte mir doch tatsächlich nen gebrauchten V40 andrehen. Hab dann auch wortlos das Autohaus verlassen und mir
2 Tage später nen BMW bestellt. Übringens auch in Latzhose!

Letztes Jahr hab ich nen neuen Lieferwagen bestellt. Musste dem Chefverkäufer bei Citroen deren eigene Preisliste
erklären. Denn wenn er ihn so bestellt hätte wie er es notiert hat. Wäre das Fahrzeug mit rundum Verglasung
und ohne langen Radstand ausgeliefert worden.

Neulich bei Fiat vorgefahren, denn meine Mutter will unbedingt so nen 500er! Da war nichts los in dem Autohaus.
Ich zu einem Verkäufer an dessen Schreibtisch und anständig gefragt ob er mir was zum 500er sagen kann.
Seine Antwort war knapp aber wirksam. "Dort drüben im Prospektständer könne ich mich bedienen"
Gut, dass es mehrere Fiat Händler gibt. Der sieht mich nicht mehr!
 
Kein Verkäufer sondern Service (ja ich gehe auch zum Freundlichen, habs ja ;))

Hallo Herr XY. wir haben gleich noch die Bremsflüssigkeit gewechselt, war laut Serviceliste fällig.
Ich: Bremsflüssigkeit wurde vor knapp 3000 km gewechselt?!
Service: Wurde aber so angezeigt, das fällig
Ich: Blick ins Serviceheft hätte gereicht um das zu sehen
Serv: Mechaniker hat das Serviceheft nicht gefunden.
Ich: Aha, wollen wir mal zum Auto
Serv: Komme gleich nach
Am Auto angekommen. Serviceheft liegt auf dem Beifahrersitz mit frischen Stempel drin!!!!!!
Eine Seite davor, schöner noch nasser Stempel vom Bremsflüssigkeitswechsel davor
Ich: War wirklich schwer zu finden und wer macht da bloß´immer die Stempel rein?
Serv: Roter Kopf und, naja müssen wir dann gleich beim nächsten Mal wieder etwas bei Ihnen gut machen.

Peinliche Vorstellung und da gibt es nichts zu verschweigen, die Niederlassung sitzt in Goslar und Umgebung, immer
der selbe Laden BaR und bereits mehrfach mangelhafte Erledigung der Aufträge (z.B. Tür Wassereinbruch)
Auch wird immer daraufhingewiesen, dass BMW anrufen könnte und ich zur Auftragsabwicklung
befragt würde, was ich doch aber bitte positiv beantworten möchte.&::j

Lache mich schon bei der Auftragsannahme schlapp.
Kann ich mal Ihren Schlüssel haben?
Ich: Der ist nicht zum auslesen.
Geben sie mir dochmal den Schlüssel
Ich: Der hilft ihnen nicht, aber bitte
Schlüssel wird dann jedesmal!!!!!!!! ca. 20 mal ins Geräte gehalte um dann mit einem wahren Geistesblitz zu
erkennen: Der kann ja gar nicht ausgelesen werden:j
 
Nicht BMW, sondern Audi bei der persönlichen Fahrzeugübergabe und Einweisung in die technischen Neuerungen des aktuellen A6 durch den Verkaufsleiter.

Verkaufsleiter:
"Das MMI hat einige Neuerungen gegenüber dem Vorgänger. Nun können Sie über das Tastaturfeld hier auf der Mittelkonsole Telefonnummern eingeben"

Glücklicher Neuwagenbesitzer:
"Und was mache ich, wenn in der Telefonnummer eine sieben, acht, neun oder Null vorkommt?"






6er Tastatur.jpg
 
Die Kunden stellen sich heute aber auch an. Für die 7 werden eben 3 und 4 gleichzeitig gedrückt, den Rest kann man an den Fingern abzählen. Die Null ist besonders bedienungsfreundlich mit maximaler Komfortorientierung konfiguriert. Hier muss nichts gedrückt werden. Kopfrechnen beugt der Demenz vor. Die Begrenzung auf sechs Ziffern in dem Block sorgt für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild der Mittelkonsole und große Tasten, die auch mit leicht zittrigen Fingern noch bedient werden können. Audi trägt damit vorbildlich der sich wandelnden Altersstruktur der Bevölkerung (und damit der Kunden) Rechnung. ;)
 
Nicht BMW, sondern Audi bei der persönlichen Fahrzeugübergabe und Einweisung in die technischen Neuerungen des aktuellen A6 durch den Verkaufsleiter.

Verkaufsleiter:
"Das MMI hat einige Neuerungen gegenüber dem Vorgänger. Nun können Sie über das Tastaturfeld hier auf der Mittelkonsole Telefonnummern eingeben"

Glücklicher Neuwagenbesitzer:
"Und was mache ich, wenn in der Telefonnummer eine sieben, acht, neun oder Null vorkommt?"

Man das ist doch nicht das Telefon.... Damit kannst du festlegen in welchem Gang du losfahren willst! :)

Oder hat der 6 Rückwärtsgänge?
 
Irgendwie nahm mich der Verkäufer (ok, ich kam dort mit einem meiner Firmenbusse und blauer Latzhose an) nicht ernst.
Wollte mir doch tatsächlich nen gebrauchten V40 andrehen. Hab dann auch wortlos das Autohaus verlassen und mir
2 Tage später nen BMW bestellt. Übringens auch in Latzhose!

was erwartest du? solch seriöse geschäfte wickelt man normalerweise in jogginghose oder zumindest im pinguin-outfit ab....tsts...%:
 
Vor Jahren habe ich mich mal in einem VW-Autohaus umgeschaut. Bei einem Wagen war der Beifahrersitz unter Sonderausstattung gelistet. Das weckte natürlich mein Interesse und ich blieb vor dem Fahrzeug stehen, was ein Verkäufer wohl als Kaufinteresse interpretierte, weil er hurtig herbeikam. So kam es zu dem folgenden, fast wörtlich wiedergegebenen, Gespräch:

&:: "Wenn der Beifahrersitz zur Sonderausstattung gehört, bedeutet das dann, dass der Wagen im Serienzustand nur noch über einen Vordersitz verfügt? Ich glaube nicht, dass sich das auf Dauer durchsetzen lassen wird."

:): "Selbstverständlich nicht! Gemeint ist, dass der Sitz als Sonderausstattung höhenverstellbar bestellt werden kann."

&:: "Ah ..., ja. Und warum steht das nicht so auf dem Zettel?"

:) (wissendes Lächeln): "Weil wir mit unserem Programm nur eine begrenzte Zeichenanzahl im Textfeld eingegeben können."

&:: "Aber da wäre doch noch genügend Platz für handschriftliche Ergänzungen - z.B. als kleine Fußnote."

:): "Unser Haupthaus gestattet kein Beschreiben mit Kugelschreibern u.ä."

&:: "Hat Ihnen schon einmal jemand vor mir diese Frage gestellt?"

:): "Nein, noch nicht."

&:: "Sie verkaufen hier aber Autos, oder?"

:): "Wie meinen Sie das?"

&:: "Ach, war nur so 'ne Frage."

Es klingt unglaublich, ist aber wirklich passiert.

Gruß

Kai
 
Bei VW hatte ich auch so meine Erlebnisse. Mein Frau mochte damasl ihren Golf IV heiß und innig.

Nur die Werkstatt hatte so Ihre Eigenheiten. Ich habe schon wild gestikulierend am Tresen gestanden und laut gefragt, ob es den jemanden geben könnte ("Is there anybody out there?"), der mir helfen kann, weil 2 Nasen direkt vor mir mit kopieren oder weiß was beschäftigt waren und mich über mehrere Minuten schlicht ignoriert haben. Die anderen Kunden in dem Laden hatten auf alle Fälle ihren Spass!

Die hatten auch die dumme Angewohnheit mir im Beisein meiner Frau immer die Rechnung oder sonst was von dem Auto erklären zu wollen. Ich haben denen dann immer erklärt: "Das ist nicht mein Auto und ich bin noch nicht einmal Kunde hier. Wenn Sie was zu erklären haben dann bitte meiner Frau!" Das haben die einfach nicht auf die Reihe bekommen. Eigentlich sauer hat dieses Benehmen meine Frau gemacht (zu Recht!).

Der Chefverkäufer war ein guter Kumpel und als ich ihn auf dieses merkwürdige Benehmen der Servicemitarbeiter angesprochen habe hat er nur mit der Schulter gezuckt: "Die sind halt so...!"

Muss ich erwähnen, dass meine Frau inzwischen auch BMW fährt und VW für uns von der Liste gestrichen ist? Wie heißt es bei Pretty Woman: "Ein blöder Fehler! Blöd!"
 
...und die Alditüte nicht vergessen :D
ne, das ist schlecht, weil so eine aldi-tüte einem verkäufer von premiumfahrzeugen einfach nicht gerecht wird. solche dem großbürgertum entspringenden menschen sind schließlich hochbezahlte berater mit speziellem wissen, welche sicher nichts mit aldi zu tun haben wollen, weil sie allabendlich in fünf sterne buden hocken und daheim nicht selbst kochen. es gibt gerüchte, wonach solche leute sogar stubenrein sind und daheim gar keine küche haben!:eek: :o

wenn man sich also nen G63 AMG in camouflage kaufen will, dann kann man nicht mit ner tüte voll mit fuffis ankommen....wobei stil hat das ja.:D
 
was seid ihr für bonzen, ich trag meine einkäufe in der hand nach hause. nix tüte.:j
 
was seid ihr für bonzen, ich trag meine einkäufe in der hand nach hause. nix tüte.:j

na wer hat der hat! Können uns ja auch nen BMW leisten!

Ausserdem brauch ich jede Menge an Chips, Salzstangerl und Bier um die fast
täglichen Öl- bzw. Reifenthreads hier im Forum zu überstehen.
Da brauchts einfach Tüten um des Zeugs heim zu schleppen.
 
Ein Bekannter fährt einen Mercedes 280 SL der Baureihe 107, Baujahr 1978.

Vor ca. 2 Jahren lief der Motor nur noch auf 5 Zylindern. Als mein Bekannter zum Vertragshändler fuhr und dem Service-Mitarbeiter das Problem schilderte, meinte dieser: "Dann werde ich zuerst mal den Fehlerspeicher auslesen lassen."

Kein Scherz!

Dem Service-Mitarbeiter muss man zugutehalten, dass er jünger war als das Auto.
 
Ein Bekannter fährt einen Mercedes 280 SL der Baureihe 107, Baujahr 1978.

Vor ca. 2 Jahren lief der Motor nur noch auf 5 Zylindern. Als mein Bekannter zum Vertragshändler fuhr und dem Service-Mitarbeiter das Problem schilderte, meinte dieser: "Dann werde ich zuerst mal den Fehlerspeicher auslesen lassen."

Kein Scherz!

Dem Service-Mitarbeiter muss man zugutehalten, dass er jünger war als das Auto.

Als ich mir vor vielen Jahren meinen Z1 gekauft habe, habe ich das gute Teil auch zuerst zu
meiner BMW-Werkstatt gefahren, mit der Bitte mal zu checken ob das Fahrzeug wirklich
original und unfallfrei ist.

Darauf hat der Servicemitarbeiter sofort sein Lackschichtdicken-Meßgerät gezückt und
gesagt, dass er das gleich sehen wird.

Ich hab ihn dann mal ne Zeit lang an meinem Auto messen lassen. Irgendwann meinte
er dass sein Gerät einen defekt haben müsste.

Irgendwie tat er mir dann leid, und ich habe ihn aufgeklärt. Aber eigentlich war er in einem
Alter wo er es besser hätte wissen können.
 
So spaßig der Fred ist, lässt er auch gewisse Einblick in das Verhalten der Kundenseite zu. ;) Wer nach einer unglücklichen Einleitung durch ein Mitglied des Verkaufspersonals oder aufgrund ihm nicht zuteil werdender Aufmerksamkeit gleich das Autohaus verlässt, bestätigt doch nur etwaig vorhandene Vorurteile, macht sich selbst zusätzliche Arbeit oder verzichtet gar auf das bevorzugte Automodell. Dann liest man hier Kommentare wie "Selbst schuld" oder "Ich habe woanders gekauft", die dem Verkäufer allerdings herzlich egal sind, weil er sie nicht kennt.

So scheint mir das auf beiden Seiten ein eher wenig optimales Verhalten zu sein.

Warum liegt es nicht nahe, einem nicht wie gewünscht agierenden Verkäufer kurz aufzuzeigen, wer vor ihm steht und dass man es ernst meint? So etwas geht mit einer Prise volksnaher Rhetorik durchaus höflich, wenn nicht gar charmant, praktisch nebenbei und ohne hochtrabende Ausführungen über das eigene Selbst. :) Sollte dann dennoch die Chemie nicht stimmen oder der Verkäufer mit dem Anspruch des Kunden überfordert sein, wird es mit einiger Wahrscheinlichkeit auch noch andere Verkäufer in der Niederlassung geben.

Mir ist, ganz generell, meine Zeit zu wertvoll, um mich auf eine Odyssee durch Verkaufsabteilungen unterschiedlicher Häuser zu begeben, bis ich einmal einen Verkäufer finde, der sich von vornherein perfekt verhält. Da verzeihe ich lieber ein zunächst unvorteilhaftes Verhalten und schaue, dass ich die Herrschaften sanft "eingenordet" bekomme. So funktioniert es übrigens auch als Arbeitgeber ganz gut. :)
 
naja Brumm, das ist halt dieses typisch deutsche "Es dem anderen zeigen zu wollen", "sich nicht verarschen lassen" und natürlich mein liebster: "DEN AKTE NOTRUF BUTTON ZU DRÜCKEN - REPORTER KÄMPFEN FÜR SIE"

Familie Klein aus B. verklagt das VW Autohaus, weil sie auf ihren neuen VW Up in Basisausstattung nur 15,6% anstelle von 15,7% geben!
 
... und natürlich mein liebster: "DEN AKTE NOTRUF BUTTON ZU DRÜCKEN - REPORTER KÄMPFEN FÜR SIE" ...

Besagten Reporter finde ich übrigens ganz grauenhaft. Bevor der für mich kämpfen dürfte, müsste er erst einmal gegen mich kämpfen. :b
 
Mir ist, ganz generell, meine Zeit zu wertvoll, um mich auf eine Odyssee durch Verkaufsabteilungen unterschiedlicher Häuser zu begeben, bis ich einmal einen Verkäufer finde, der sich von vornherein perfekt verhält. Da verzeihe ich lieber ein zunächst unvorteilhaftes Verhalten und schaue, dass ich die Herrschaften sanft "eingenordet" bekomme. So funktioniert es übrigens auch als Arbeitgeber ganz gut. :)
Mir ist ehrlich gesagt meine Zeit zu wertvoll, einen Verkäufer darauf aufmerksam zu machen, wie er seinen Job eigentlich zu machen hätte. Auch halte ich mich nicht damit auf, einen geeigneteren Kandidaten zu suchen - soll sich ein vorgesetzter darum kümmern. Gerne auf die von Dir beschriebene Art.
Dafür gibt es in der Regel zu viele Alternativen an anderen Händlern, als dass ich mich dort "engagieren" muss. Zudem möchte ich mein Auto letztlich an einem Ort kaufen, an den ich gerne für Service und Reparaturen zurückkehre.

Tim
 
Da fällt mir tatsächlich noch eine kleine, wenn auch herzlich unspektakuläre Anekdote ein: :)

Vor ein paar Jahren, als ich noch nichts mit Porsche zu tun hatte, war ich - erheblich leger gekleidet - aus irgendwelchen Gründen in deren Kölner Niederlassung. Dort kam sofort ein freundlicher Verkäufer auf mich zu und fragte mich, für welches Modell ich mich interessiere. Ich antwortete wahrheitsgemäß, dass ich keine Kaufabsicht hätte. Daraufhin meinte der Verkäufer, dass das doch gar nicht schlimm sei und er mir dann, wenn ich einverstanden sei, einfach mal die Booklets zu den aktuellen Modellen mitgeben würde. Ich war überrascht und fragte, warum er das denn tue, obwohl diese Booklets ja durchaus nicht ganz preiswert sind (was mir damals schon bekannt war). Er antwortete (sinngemäß), dass ich ja in ein paar Jahren womöglich doch mal an Porsche interessiert sei und er sich einfach freue, falls die Booklets mein Interesse wecken würden.

Das ist natürlich eine furchtbar langweilige Geschichte, weil der Verkäufer sich einfach nur vorbildlich verhalten hat. :)
 
Mir ist ehrlich gesagt meine Zeit zu wertvoll, einen Verkäufer darauf aufmerksam zu machen, wie er seinen Job eigentlich zu machen hätte. ...

Wenn es allein um die Motivation des Verkäufers geht, kosten mich ein paar motivierende Worte so um die 20 Sekunden meiner Zeit. Das ist es mir locker wert. Natürlich weiß ich nicht, ob deine Zeit noch unglaublich viel kostbarer ist, als meine. :)
 
Zurück
Oben Unten