Blaulichtfahrer sind Raser

69cruiser

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6 Juni 2011
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Da geht mir echt der Hut hoch.
Wie viel ideologische Blödheit braucht es für eine solche Gesetzgebung.
Nicht nur, dass die Strafen völlig abgehoben sind, nein, vor lauter Verbohrtheit sind sogar Einsatzfahrten nicht als Ausnahmen deklariert.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/...ht-strafe-bei-blaulicht-einsatz-a-965526.html
Rettungskräften drohen sogar Haftstrafen.:j
Den Via sicura Protagonisten wünsche ich Alles Gute, wenn ihr Haus abbrennt oder ein Angehöriges dringliche Hilfe braucht.
 
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...also irgendwie seid Ihr schon etwas "schräg" drauf, Ihr Schweizer! Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei einfach im Gesetz zu vergessen - so etwas habe ich auch noch nicht gehört. Helfer im Einsatz als Raser zu behandeln und zu bestrafen? Wenn mir dies jemand am ersten April erzählt hätte, hätte ich über diesen schlechten Aprilscherz gelacht. Unglaublich!!!

Fast ist man geneigt, allen am Gesetz (zustimmenden) Beteiligten zu wünschen, dass deren Fahrzeuge in Brand kommen und das Fahrzeug nur deshalb komplett ausbrennen musste, weil die Feuerwehr mit 30 km/h dahin schleichen musste...
 
Also: die Ausnahmen sollten nicht für die "Schmirlappen" gelten, die mit ihren Videofahrzeugen auf Schnellfahrer (nicht Raser!) jagt gehen... Nur so kann ich mir dieses Hirnrissige Gesetz erklären ;)
 
Also: die Ausnahmen sollten nicht für die "Schmirlappen" gelten, die mit ihren Videofahrzeugen auf Schnellfahrer (nicht Raser!) jagt gehen...

Die können ja schließlich auch fahren :b.
Und was die einsatzgeilen Blaulichtfahrer in unserem Kreis angeht, da gehört wirklich der ein odere andere von in den Knast, damit die sich mal in aller Ruhe Gedanken machen können.
Wenn ich mir überlege, wie viele Unfälle die hier in den letzten Jahren verursacht haben - Statistiken sind ja nun aus verständlichen Gründen nicht zu bekommen, aber das geht über Feuerwehr (incl. Privat-PKW) über Rettungsdienste und Quotensieger sind mit Sicherheit die blauen Fahrzeuge. Da fliegt dann auch schon mal ein Schwerverletzter quer durch den Rettungswagen, wenn der eine Kurve mit 80 nimmt, wenn schon 50 zu viel sind. insbesondere die Verbrecherjagd "mit 140km/h in der Stadt" hat hier schon viel Leid und Unheil über Unschuldige gebracht!
Hoffentlich ist das nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme...
 
... armselig! Ist ja ungefähr so zielführend wie der Albig-Vorschlag!

Ich wünsche es diesen "Typen" nicht, aber ich frage mich, ob sie anderes darüber denken würden, wenn sie mit einem Herzinfarkt im Krankenwagen liegen und der Fahrer vor der roten Ampel halten muss oder mit vorgeschriebenen 30 zum Krankenhaus fährt.
 
Die können ja schließlich auch fahren :b.
Und was die einsatzgeilen Blaulichtfahrer in unserem Kreis angeht, da gehört wirklich der ein odere andere von in den Knast, damit die sich mal in aller Ruhe Gedanken machen können.
Wenn ich mir überlege, wie viele Unfälle die hier in den letzten Jahren verursacht haben - Statistiken sind ja nun aus verständlichen Gründen nicht zu bekommen, aber das geht über Feuerwehr (incl. Privat-PKW) über Rettungsdienste und Quotensieger sind mit Sicherheit die blauen Fahrzeuge. Da fliegt dann auch schon mal ein Schwerverletzter quer durch den Rettungswagen, wenn der eine Kurve mit 80 nimmt, wenn schon 50 zu viel sind. insbesondere die Verbrecherjagd "mit 140km/h in der Stadt" hat hier schon viel Leid und Unheil über Unschuldige gebracht!
Hoffentlich ist das nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme...



Ich denke das kann man so nicht pauschal sagen.
Ich weiß auch nicht was du für ein medizinisches Verständnis hast...

Ich selber bin bei der Berufsfeuerwehr und muss sagen das zum Teil aufgrund verschiedenster Krankheitsbilder keine andere Möglichkeit besteht als auf schnellsten Wege zum Unfallort bzw. ins Krankenhaus zu düsen (und das im Interesse des Patienten!)

Ich kenne einige Krankheitsbilder bei denen es auf Minuten ankommt ob du dein Leben lang künstlich beatmet und hirntot im Bett liegst und das Kopfkissen vollsabberst oder ob du evtl. sogar wieder voll gesund wirst.

Du musst dich immer selbst in die Lage versetzen.. Was würdest du wollen wenn es beispielsweise um dein Kind geht?!

Und das Patienten hinten im Rettungswagen rumfliegen, Sorry aber das ist Schwachsinn!
 
Du musst dich immer selbst in die Lage versetzen.. Was würdest du wollen wenn es beispielsweise um dein Kind geht?!

Etwas zu Patientenfixiert in meinen Augen, mein erster Gedanke war mein Kind am Straßenrand.

Natürlich ist es wichtig den Patienten schnellst möglich zu errichen/transportieren, aber man muss immer die Risiken Abschätzen.

Einen Patienten schnell ins Krankenhaus zu bringen und dafür 3 überfahren ist ja auch nicht der Sinn des ganzen.

Die wenigsten hier wissen um den Stress und die Verantwortung einer Einsatzfahrt mit Sondersignalanlage, da ist schnell die falsche Entscheidung getroffen.
Im besten Fall ohne Folgen, in schlimmsten mit fatalen...
 
... armselig! Ist ja ungefähr so zielführend wie der Albig-Vorschlag!

Ich wünsche es diesen "Typen" nicht, aber ich frage mich, ob sie anderes darüber denken würden, wenn sie mit einem Herzinfarkt im Krankenwagen liegen und der Fahrer vor der roten Ampel halten muss oder mit vorgeschriebenen 30 zum Krankenhaus fährt.
Leider wäre das aber das Einzige was wirklich helfen würde bei soviel Starsinnigkeit.

Nach Via Secura wird quasi jeder Autofahrer kriminalisiert nach einer Übertretung.

Im Übrigen ist das der einzige Straftatbestand in der Schweiz der nicht verjährt. Mord und andere Delikte verjähren. Ergebnis fehlgeleiteter Rechtsprechungen und durch falsche Ideologien beeinflusste Verkehrsgesetzgebung. Alles wird damit begründet, dass die Zahl der Verkehrstoten sinkt. Die sinken aber im Vergleich zum Ausland im gleichen Masse. Daran sind nicht unwesentlich die technischen Innovationen Schuld, auch die der zum Teil verhassten deutschen Premiummarken. Ganz sicher aber nicht die drakonischen eidgenössischen Gesetze, die hier völlig über das Ziel hinaus schiessen.
Wie hat ein Verkehrsrichter mal in einem lokalen Interview gesagt: "Null Toleranz für Autofahrer"
 
In D sind die Sonderzeichen kein Freifahrtschein für gedankenlose Raserei, sondern sie ermöglichen den berechtigten Nutzern Verkehrsregeln in einem der jeweiligen Situation angepassten Rahmen zu übertreten und verpflichten zudem zu einer besonderen Aufmerksamkeit. Dem Sinn solch einer Regelung wird sich der verständige Mensch kaum verschließen und wenn überhaupt, gibt mal eine Diskussion um Einzelfälle, in denen Leute mit diesen Sonderrechten nicht richtig umgehen konnten, aber doch nicht um die Sache selbst. Umso erstaunlicher wäre es, wenn das in der Schweiz anders gesehen würde. Ich denke eher, man hat im missionarischen Eifer um die Verkehrssicherheit, hier schwer zu trennen vom Kampf gegen das Feindbild motorisierter Individualverkehr, schlicht einen handwerklichen Fehler bei der Gesetzgebung gemacht. Der natürlich und zu Recht von den Medien ausgeschlachtet wird. Zum Skandal würde das in meinen Augen erst, wenn ein Polizist oder Rettungswagenfahrer wegen eines solchen "Vergehens" tatsächlich verfolgt und belangt wird, statt diesen Fehler umgehend zu korrigieren.
In England ist es ein Straftatbestand, eine Briefmarke mit dem Konterfei IM der Queen auf dem Kopf stehend zu verkleben. Was wurde zuletzt jemand dafür ins Zuchthaus verfrachtet?
 
Da geht mir echt der Hut hoch.
Wie viel ideologische Blödheit braucht es für eine solche Gesetzgebung. ...

Mal langsam mit den jungen Pferden. Wenn ich es - nur auf die Schnelle - richtig verstehe, dann konnten auch bisher zu schnell fahrende Einsatzkräfte mit einer Geldbuße belegt werden - es passierte aber faktisch nicht. Im neuen Gesetz wurde nun entweder eine ausdrückliche Ausnahme schlicht vergessen und wird nachgepflegt, oder aber man wird die Korrektur - wieder - anderweit herbeiführen.

Im Ergebnis wird es doch sicherlich dabei bleiben, dass die Einsatzkräfte ungehindert ihre flotte Arbeit verrichten können. Insofern erscheint mir die aus ein paar Schlagzeilen resultierende Aufregung doch als etwas übertrieben. :) :-)


Nicht ausreichend durchdachte Gesetzesentwürfe - und leider auch auf dieser Basis in Kraft getretene Gesetze - gibt es übrigens nicht nur in der Schweiz. Weil die Juristen im Staatsdienst sich diesbezüglich mit hochwertiger juristischer Arbeit offenbar ab und an "etwas" schwer tun, gab es hier in Deutschland sogar einmal den Ansatz, ein Gesetz durch eine Anwaltskanzlei entwickeln zu lassen. Aus meiner Sicht ein guter Ansatz, der seitens der Legislative aber wieder aufgegeben wurde. :lipsrseal2
 
... Einen Patienten schnell ins Krankenhaus zu bringen und dafür 3 überfahren ist ja auch nicht der Sinn des ganzen ...

Diese Quote ist doch auch utopisch. Eher ist es doch so, dass durch die Einsatzkräfte zahllose Leben gerettet werden, mit einem statistisch geringen Risiko, dass durch die betreffenden Einsatzfahrten ein Unbeteiligter zu Schaden kommt.
 
Und das Patienten hinten im Rettungswagen rumfliegen, Sorry aber das ist Schwachsinn!

Eher fliegt das Personal durch den Wagen, weil sie oft während der Fahrt am Pat. hantieren müssen und schlecht bis gar nicht gesichert sind.

Ich wünsche es diesen "Typen" nicht, aber ich frage mich, ob sie anderes darüber denken würden, wenn sie mit einem Herzinfarkt im Krankenwagen liegen und der Fahrer vor der roten Ampel halten muss oder mit vorgeschriebenen 30 zum Krankenhaus fährt.

Deine Aussage ist nachvollziehbar und klar, die würden im Ernstfall anders reden. ( Es sind dann vermutlich auch diejenige Spezies Mensch, die sich als Nachbarn im Wohngebiet während eines Einsatzes beim Fahrer des NEF echauffieren kommen und verlangen, daß dieser die Strasse gefälligst wieder frei zu machen habe, da das Notarztauto schließlich verkehrsbehindernd abgestellt sei...;))
Aber vor einer roten Ampel (während einer Einsatzfahrt gleicht sie einem :11stopz:, ) laß ich mit Sicherheit anhalten, sofern die Strasse nicht schon anderwertig abgesperrt ist. Schon meiner eigenen Sicherheit zu liebe. Die von Andreazzz zitierten Rettungsrambos sind absolute Ausnahmen. Die gab und gibt es heute mitunter immer noch. Egal ob FW oder HiOrg. Und wenn ein Rett.-Assistent meint, er muß letzte Rille fahren, hat das, wenn ich an Board bin, auch unmittelbare Konsequenzen. Dafür sorge ich dann schon. Ich habe in fast 20 Jahren Rett.-Dienst schon ziemlich viel erleben müssen und ehrlich gesagt, sind Alarmfahrten mir fast immer ein Dorn im Auge gewesen, als Zivi fand ich das mal aufregend.

Wer Sonder- und Wegerechte in Anspruch nimmt, steht je nach Situation mit einem Bein immer im Gefängnis. Auf Dauer sind solche Alarmsituationen psychisch sehr belastend und man ist mitunter heilfroh, an einem Stück und mit Patient im Klinikum angekommen zu sein.
Ich mag mir gar nicht ausdenken, was passiert, wenn z.b. bei 80 km/h mit ca. 4 Tonnen Gesamtgewicht abrupte Ausweich- oder Bremsmanöver erforderlich werden, während man selbst versucht, als "ungesicherte Ladung" dem angeschnallten(!) Pat. zu helfen.
Viele Kollegen sind wegen des Themas "Ladungssicherheit" sensibilisiert und wenn es irgendwie geht, wird während der Fahrt nicht am Pat. gearbeitet, sondern überwacht und dokumentiert. Die o.g. wenigen Krankheiten, bei denen es präklinisch tatsächlich um Leben und Tod bzw. die eigentliche Dauer des Transportes geht, sind nicht die Regel, so viel steht fest.

Im Rettungswagen während der Fahrt arbeiten zu müssen vermittelt mir ungefähr das Maß an Sicherheitsgefühl, was ich empfinden würde, wenn ich in einem Caravan während der Fahrt am Küchentisch säße und Zeitung lese...und das ist mit Sicherheit (Sicherheit klingt in diesem Zusammenhang so schön zynisch) kein angenehmes Gefühl.:thumbsdown:
 
Zuletzt bearbeitet:
Die perfekte Alarmfahrt, einmal quer durch die Stadt in 6 Minuten...:) :-)


 
Man muss natürlich auch noch die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Hilfsfrist von (bei uns) 8 Minuten bedanken.
Je nach Verkehr und Strecke wird das auch schon eng!

Also ein Spaß ist es nicht wirklich mit Sonderrechten zu fahren.
 
Der Spaß an den Sonderrechten, wird aber eher durch die anderen Verkehrsteilnehmer vermiest, die völlig unberechenbar reagieren, oder garnicht reagieren. Zetti, Eifelbub ihr kennt sicher den klassiker das Nebeneinander anhalten. :furious3:

Und in der Stadt braucht man auch nicht rasen, dort bringen es die Ampeln nicht das Tempo. Außerorts sieht das ein klein bissel Anders aus. Aber wie sagte mein ehemaliger LRA mal, dem Patienten bringt es nur etwas, wenn wir auch ankommen.
 
Einsatzfahrten stellen per se ein erhöhtes Risiko dar und erfordern von den Einsatzkräften ein gehöriges Mass an Fahrkönnen, Antizipation von potentiellen Gefahrensituationen und Reaktion.
Ihnen horrende Strafen bis hin zur Kriminalisierung in Aussicht zu stellen ist eine Unverschämtheit und auch nicht damit entschuldbar, es bei der Gesetzgebung einfach übersehen und vergessen zu haben,.
Dass es durchaus Notwendigkeit gibt, die Drangsalei und Diffamierung durch Via Sicura einem höheren allgemeinen Interesse zu unterstellen, kommt besagten Gruppen recht spät in den Sinn und es wird eiligst nachgebessert.
Die Ideologen, Unfallopferverbände wie Roadcross und die rot-grüne politische Autohasser-Lobby in der Schweiz haben sich diesen Schwachsinn ausgedacht und politisch durchgeboxt.
Wie differenziert und an die Realität angepasst diese Initiative ist, zeigt dieses Beispiel nur zu deutlich.
Lachhaft, wenn es nicht so ernst und traurig wäre.
 
Die Ideologen, Unfallopferverbände wie Roadcross und die rot-grüne politische Autohasser-Lobby in der Schweiz haben sich diesen Schwachsinn ausgedacht und politisch durchgeboxt.
Wie differenziert und an die Realität angepasst diese Initiative ist, zeigt dieses Beispiel nur zu deutlich.


Wieso Unfallopferverbände als Initiatoren? Sollten gerade die nicht eiin gesteigertes Interesse an einer gut organisierten und professionalisierten Rettung/FW/Polizei haben?&:




Einsatzfahrten stellen per se ein erhöhtes Risiko dar und erfordern von den Einsatzkräften ein gehöriges Mass an Fahrkönnen, Antizipation von potentiellen Gefahrensituationen und Reaktion.

Und selbst das alles nützt mitunter nichts. Für die meisten Autofahrer ist ein Blaulicht im Rückspiegel, v.a. wenn sie es plötzlich warnehmen, genauso stimulierend wie 1 mg Adrenalin i.v.;) Irrationales Handeln ist dann nicht selten
und verlangt allerhöchste Konzentration von den Einsatzkräften. Wenn dir z.B. ein Verkehrsteilnehmer mit direktem Augenkontakt zu verstehen gibt: Fahr, ich hab dich gesehen!, oder er rechts ran fährt und eine Gasse bildet,
und während du dann weiterfährst er plötzlich genau das gleiche macht (warum auch immer), dann kannst du nur noch hoffen. Später, in der juristischen Aufarbeitung, wird der Unfall verständlicherweise oft dem Fahrer des
Blaulichtfahrzeuges angelastet, weil er die Unfallsituation geschaffen hat. Doofe Situation das. Doof finden das auch die Autoversicherer und die wiederum lassen sich das Risiko einiges kosten. Ein Einsatzauto VK zu versichern
ist nicht billig...
 
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