Das Auto als unfreiwillige Datenquelle

69cruiser

Pass Gourmet
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6 Juni 2011
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anderer Wagen
Natürlich weiss man es oder vermutet es zumindest.

Das Auto sammelt sehr fleissig Daten über dessen Nutzung und weitere Benutzerdaten.
Diese werden aufgezeichnet, weitergegeben und weiterverwendet.

Unauthorisiert versteht sich.

Die Kopplung von Smartphones oder gar der Erwerb von zusätzlichen Online-Diensten potenziert diese Informationsfülle noch.

In welchem Umfang dies heute schon Realität ist, zeigt eine Studie der FIA.

http://www.fia.com/news/fia-reveals-what-data-being-tracked-and-how-public-reacts-connected-cars

Auch in der aktuellen AMS ist dazu ein sehr aufwühlender Bericht.

Hierzu auch ein Artikel aus BT:

http://www.bimmertoday.de/2015/12/23/fia-bmw-modelle-sammeln-daten-uber-fahrstil-und-navi-ziele/

Es wäre dringend anzuraten, die Autofahrer in ihren Datenschutzrechten zu stärken.
Wer freiwillig darauf verzichtet, soll dies tun, aber ungefragt geht mir die heutige Praxis der Hersteller schon deutlich zu weit.

Ich möchte hier kein Horrorszenario inszenieren, aber was mit diesen Daten bei weiterführender Verwendung, Analyse oder Manipulation durch Versicherer, Justiz oder auch Kriminelle möglich ist, mag man sich fast nicht ausmalen.
 
http://www.zroadster.com/forum/inde...-schönes-gekauft.103677/page-183#post-2265996

Hatte ich mich auch schon ansatzweise drüber ausgelassen was den Bürgern als Feature untergeschoben wird damit man dann
alle möglichen Daten abgreifen kann.

Und dann kommen Versicherungen die preisgünstige Tarife anbieten und die Herde läuft los weil man da ja dann sparen kann.....

Wenn man soweit ist kann man die Haustüre daheim auch ausbauen, alle die rein wollen kommen sowieso an die Daten und rechnen sich
aus wer eine Riskoperson ist, einen unstetigen Labenswandel etc führt.

Tolle Überwachungswelt die uns da untergeschoben wird
 
Ein sehr interessantes und wichtiges Thema. :t

Ich habe damit beruflich sehr viel zu tun und bin gespannt auf die Kommentare und Meinungen hier in der Diskussion. ;)
 
Auf dieser Seite des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. gibt es ein paar Informationen zu dem Thema "Connected Cars", einschließlich eines Links zu einem Diskussionspapier, in dem auch der Aspekt des Datenschutzes angerissen wird:

http://www.bvdw.org/medien/bvdw-ver...ussionspapieren-zu-connected-cars-?media=6776

Nicht überraschend wird das Thema durch einen Wirtschaftsverband freilich weniger unter Aspekten des Verbraucherschutzes behandelt, als eher unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Gleichwohl gibt insbesondere das Diskussionspapier vielleicht auch für die hiesige Diskussion ein paar Impulse.
 
Ich bin über das Thema vor einigen Wochen beim Neuwagenkauf gestolpert, als mir der Verkäufer die "Remote- Online-Dienste" andrehen wollte (205 CHF).
Bei Mercedes kann man so eine Box also käuflich erwerben, die der "Datenzentrale" sämtliche Fahrzeugdaten und Daten darüber hinaus permanent zukommen lässt.
Diese Daten werden dann mit persönlichen Daten verwurstet, die der Kunde zusätzlich noch preisgibt im Rahmen von u.a "Mercedes Me".
Darin sind auch Daten zur Fahrzeugfinanzierung, - Versicherung etc, sprich Einkommen, persönliche Daten etc. enthalten.

https://www.mercedes-benz.com/de/mercedes-me/

Mein Vorteil als Kunde: ich bekommen "individuelle" Dienstleistungen, kann mein Auto per Smartphone orten oder absperrren und mein Smartphone weiss, wieviel Sprit ich noch im Tank habe und anderer unnötiger Quatsch.
Im Gegenzug lass ich als Kunde und Privatperson "völlig die Hosen runter".

Spinnt man das Thema weiter zur "vernetzten Mobilität" oder zum Thema "autonomes Fahren", wird in Kürze praktisch jede Bewegung und jedes Verhalten von Jedem aufgezeichnet und verwertet.
Es ist sozusagen Grundlage für das Funktionieren und die Praktikabilität dieser Zukunftsvisionen, dass diese Daten zur Verfügung stehen.

Diese Pseudovorteile für die Kunden bereiten einen Riesen (Daten-)Markt mit unabsehbaren Folgen hinsichtlich Ueberwachung und Manipulation.

Ein Teil der Kundschaft wird halt nur die "Vorteile" sehen und mit einem Anflug von Fatalismus konstatieren, wenn sie es überhaupt ermessen, dass heute sowieso jeder schon Alles von sich preisgibt wenn er nur im Internet surft oder ein Smartphone benutzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Spätestens wenn sich das autonome Fahren etabliert hat wird jede Bewegung von zentralen Verkehrscomputern registriert und gespeichert. Unsere Generation hat dabei noch ein diffuses Unwohlsein,aber wenn ich sehe mit welcher Bereitschaft die Generation meiner Kinder freiwillig und mit Vergnügen Intimitäten über ihr Leben herausposaunt sehe ich Orwell hinter jedem Server lauern.
 
Ich bin Nutzer von Mercedes Me, keine Infos zu meinem Gehalt oder sonstigem. Versteh mich nicht falsch, ich respektiere die Bedenken der Datensammlung, aber ich freue mich auch über den Nutzen. Wobei ich hauptsächlich damit die Standheizung schalte und meine Frau wenn sie ihn benutzt ihn auch wiederfindet. :-)

ImageUploadedByzroadster.com1451735746.336762.jpg
 
Wer "hier" so viel die Hosen runterlässt wie wir (gerade 69cruiser), sollte sich über das Datensammeln keinen Kopf machen. Brummm ist da schon wesentlich "vorsichtiger" aber wer alle seine Beiträge zusammenträgt bekommt schon ein gutes Profil von ihm. (nur zB)

Kein Forum, kein FB, kein Whatsapp (ja, gar kein Smartphone), ein Prepaid Vertrag, keine Clubkarte (Tankstellen etc) und vor allem kein Payback.

Auch heute lässt sich das Datensammeln noch umgehen.

Trotzdem bin ich immer sehr erstaunt was alles möglich ist, meine Frau surft mit ihrem Ipad auf Modeseiten und ich bekomme hier im Forum Werbung davon - auf meinem Ipad. Hammer finde ich das - mache mir dazu aber gar keine Gedanken. Solange ich bestimmte Schlüsselwörter in WhatsApp vermeide werde meine Unterhaltungen wohl kaum näher begutachtet und hier im Forum sind wir doch unter uns ;).
 
In diesem Zusammenhang mal was Anderes,sind euch eigentlich auch schon per Email Datensätze zum Kauf angeboten worden?
Hatte letztens eine derartige Mail und war sehr verwundert.
 
Schon genau so oft wie Potenzpillen


Da sieht man wie gründlich die meine Daten gesammelt haben :Banane55:
 
Anonymisiert und nicht mit anderen Datenstaubsaugern "verknüpfbar" wäre durchaus akzeptabel - zu Produktverbesserung oder fpür Echtzeitdienste (aka RTTI). Alte Daten gehören entsorgt: weil sie eh nichts bringen. So ist es jedoch nicht. Megatrend BigData. Der Staat und die Industrie wollen den determinierten Menschen. Und was ist da normal? Ein mathematisches Modell gibt das vor. Ich beschleunige stark und verzögere hart - beim Autofahren. Damit bin ich mal so was von außerhalb der Normalverteilung ... wie bei so vielen anderen Sachen die von mir 'erwartet' werden. Was kein f*book, wutsup? Keine location based services aktiviert. Er setzt Crypto ein!? Immerhin werde ich deswegen (noch) nicht vom Versicherer oder von der Rennleitung "belehrt".

Ich will mein Verhalten nicht kontrollieren und vergleichen lassen. Und ist schon echt scheiße, wenn der präferierte Onlineversender dann doch nicht blickt wer gerade am shoppen ist - und mir "my litte pony" empfiehlt. Blöd nur, wenn der Versicher oder der Staat es nicht blickt.

Apropos Datenaufzeichnung: In der Anleitung des Spaßmobil steht folgendes (link geklaut).

pPsfzsb9.jpg


BMW Anleitungen habe ich seit Jahren nicht mehr gelesen. Werde ich mal nachholen ...
 
Ich hab da ein klein wenig eine fatalistische Einstellung zu... Der Mensch tut das was er kann... Und das was er meint, dass es ihm den (kurzfristig & rein opportunistisch) grössten Nutzen bringt... Das war schon immer so - und das bleibt immer so - Punkt / Schluss / Amen...

Natürlich sind gewisse Dinge - welche die Menschheit in dem Zusammenhang anstellt - nicht wirklich prickelnd... Und - man sollte eigentlich meinen, dass sie - aus den Resultaten der Vergangenheit - etwas gelernt hat... Nur ist dem - auf weiten Strecken - leider nicht so!

Kriege - geschenkt... Gibt es noch immer... Verfolgung von Minderheiten - abgehakt... Interessiert auch nicht wirklich und wird täglich auf's neue begangen... Warmes Wetter an Weihnachten - juckt nicht... Denn - Hey Skifahren können wir auch mit und auf Kunstschnee - Auf Kunstschnee hergestellt aus Atom- und / oder Kohlenstrom...

Und so verhält es sich auch mit der Datensammelei... Das Ganze ist doch superfragwürdig... Und es wird - wie noch fast nichts zuvor - einen gewaltigen Einschnitt in unserem zukünftigen Leben darstellen... Einen Einschnitt dessen Tragweite wir jetzt noch gar nicht wirklich bewerten können...

Aber eben - Der Mensch geht IMMER BIS ZUM ÄUSSERSTEN!!! Und er tut es auch hier!!! Und so wird uns auch das exzessive Datensammeln - mit all seinen Schattenseiten - nicht erspart bleiben... Das ist schlicht "PART OF THE HUMAN RACE"...
 
Zum Glück kauf ich nur Autos ohne diesen Schnick Schnack
Das Angebot wird aber zusehends kleiner. Für viele von uns mag der Gebrauchtwagenmarkt für die automobile Phase des Lebens noch genug hergeben, aber in Bezug auf Neuwagen bin ich auf die Entwicklung gespannt. Insbesondere, ob die sogenannten Premiumhersteller, die ja eine Vorreiterrolle bei der Vernetzung spielen, weiterhin die Marktnische des "stand alone Autos" für die analogen Typen anbieten. Ganz optimistisch bin ich nicht. Es wurde schon darauf hingewiesen, dass die Generation der zukünftigen Autokäufer Generation das Thema "persönliche Daten in der Öffentlichkeit" offenbar recht entspannt sieht und zudem mehr an den Segnungen der digitalen Welt interessiert scheint als an der uns vertrauten Grundfunktion eines Autos.
Wobei die Datensammlung auch in nicht vernetzten Auto ja schon länger stattfindet. Ohne dass der Kunde informiert wird, was denn da alles gespeichert und wie und wofür es genutzt wird. Nur, dass für das Auslesen halt in der Werkstatt passiert. Die Frage, ob das mit dem Datenschutz konform geht, wird nur ganz vorsichtig gestellt. Welche Geheimnisse wohl so ein E85 M hütet. :whistle:
 
Ich bin über das Thema vor einigen Wochen beim Neuwagenkauf gestolpert, als mir der Verkäufer die "Remote- Online-Dienste" andrehen wollte (205 CHF).
Bei Mercedes kann man so eine Box also käuflich erwerben, die der "Datenzentrale" sämtliche Fahrzeugdaten und Daten darüber hinaus permanent zukommen lässt.
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Spinnt man das Thema weiter zur "vernetzten Mobilität" oder zum Thema "autonomes Fahren", wird in Kürze praktisch jede Bewegung und jedes Verhalten von Jedem aufgezeichnet und verwertet. ...
Etwas verallgemeinert dargestellt ist es wohl so, dass die Hardware bei den meisten Herstellern bereits so oder so im Fahrzeug vorhanden ist und reichlich Daten sammelt - bei einigen Herstellern bereits seit Jahren.

Bestellt der Kunde die Online-Apps oder -Dienste (ich nenne das mal zusammenfassend "Dienste"), wird lediglich zusätzliche Software installiert oder bereits vorhandene Software zur Nutzung freigeschaltet. Für das vorliegende Thema bringt das zwei zusätzliche Aspekte: Zum einen werden - je nach Art des Dienstes - Daten weitergehend erhoben und/oder verwendet. Zum anderen werden diese Daten ggf. an einen Dritten gegeben und durch diesen verarbeitet.

Insbesondere der zweite Aspekt wird künftig noch sehr relevant werden - weil die Hersteller ihre Autos zukünftig vermehrt auch für Dienste Dritter "öffnen" (bitte nicht allzu wörtlich verstehen) werden. Damit werden immer mehr und öfter fremde Unternehmen in den Besitz der im Rahmen des Fahrzeugbetriebs erhobenen Daten gelangen.
 
Zum Glück kauf ich nur Autos ohne diesen Schnick Schnack

Wenn ich das so alles hier lese - z.T. verstehe ich auch nicht alles, möglicherweise die Gnade der frühen Geburt? :) :-) - überkommen mich schon gewisse Ängste.
Ich habe ja immer gedacht, unser Brummm übertreibt es mit seinem Datenschutz, aber anscheinend hat er doch Recht.
 
Ich bin Nutzer von Mercedes Me, keine Infos zu meinem Gehalt oder sonstigem. Versteh mich nicht falsch, ich respektiere die Bedenken der Datensammlung, aber ich freue mich auch über den Nutzen. ...
Damit bist du in durchaus reichlicher Gesellschaft, weil wohl die Mehrheit der Autofahrer eher den Nutzen schätzt, als die Bedenken realisiert. ;)

Wer mit solchen Themen nichts zu tun hat, weiß auch gar nicht, und kann es auch nicht wissen, welche Unmengen an Daten über die meisten Menschen bereits verfügbar sind und wie viel man durch deren intelligente Verknüpfung über den einzelnen herausfinden kann. Bernhard hat es bereits treffend angedeutet, aber die Möglichkeiten sind wirklich spektakulär. Sie werden auch stetig noch spektakulärer, weil zum einen die Möglichkeiten der Datenerhebung stetig wachsen - siehe z. B. Fitness-Bänder oder eben Connected-Car-Technologien -, zum anderen die Datenbanken über viele Jahre hinweg heranwachsen.
 
...
Ich habe ja immer gedacht, unser Brummm übertreibt es mit seinem Datenschutz, aber anscheinend hat er doch Recht. ...
Sorry, jetzt habe ich es schon wieder getan. ;)

Es ist aber eigentlich so, dass ich, berufsbedingt, eher auf der anderen "Seite" stehe. Ich stelle hier nur, rein privat, einige nicht vertrauliche, gleichwohl nicht weithin bekannte Aspekte dar - und bemühe mich dabei durchaus um Sachlichkeit und um die Vermeidung von Schwarzmalerei. :) :-)
 
Damit bist du in durchaus reichlicher Gesellschaft, weil wohl die Mehrheit der Autofahrer eher den Nutzen schätzt, als die Bedenken realisiert. ;)

Wer mit solchen Themen nichts zu tun hat, weiß auch gar nicht, und kann es auch nicht wissen, welche Unmengen an Daten über die meisten Menschen bereits verfügbar sind und wie viel man durch deren intelligente Verknüpfung über den einzelnen herausfinden kann. Bernhard hat es bereits treffend angedeutet, aber die Möglichkeiten sind wirklich spektakulär. Sie werden auch stetig noch spektakulärer, weil zum einen die Möglichkeiten der Datenerhebung stetig wachsen - siehe z. B. Fitness-Bänder oder eben Connected-Car-Technologien -, zum anderen die Datenbanken über viele Jahre hinweg heranwachsen.
Hi Jan, alles verständlich und nachvollziehbar. Aber was müsste ich alles abschaffen?
Facebook
Google
Whats App
Pay pal
Zahlen mit Karte
Payback
Xing
Internetkäufe
Amazon
You name it...

Ich will nicht sagen dass ich das alles nutze, aber was kann man denn nutzen?
 
Hi Jan, alles verständlich und nachvollziehbar. Aber was müsste ich alles abschaffen?
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Ich will nicht sagen dass ich das alles nutze, aber was kann man denn nutzen?

Wer raucht, kann sich auch bedenkenlos und ohne weitere Nachteile dem Alkohol hingeben? ;)
Immerhin gibt es ein paar Dinge auf der Liste, mit deren Nutzung ich gar nicht erst angefangen oder wieder beendet habe.:D
 
Neulich beim Automobilhersteller: "Unser Fahrzeuge sind bereits fahrende Rechenzentren." Es fehlt nur noch an Bandbreite den ganzen Rotz zeitnah aus der Karre zu bekommen. Wird aber ...
Neulich beim Automobilzulieferer: "Wir verbinden (Fahrzeug) Zustandsdaten, (Echtzeit) Wetterdaten sowie Daten andere Fahrzeuge um ..." Ich war ob der Datenmenge fasziniert die die gerne aus dem Auto in ihr Backend dumpen wollen. Und besonders über den Weg wie die Daten be- und verarbeitet werden und was dort als Mehrwert abfällt ... der sich gut weiterverkaufen lässt.

Solange das gesichert anonymisiert erfolgt, wieder gelöscht wird und nicht auf (m)eine Person rückschliessen lässt - be my guest. Evtl. dient es ja wirklich "der Sicherheit". Unsere Automobilhersteller und das Ökosystem darum sind ja als ausgewiesene IT Experten bekannt. Was soll da schon passieren :thumbsup:.

Und der Zugang Dritter (siehe Brummm) lässt sich bestimmt gut in den AGBs verstecken ... . Beim schnellen Durchblick der ConnectedDrive AGBs ist mir positiv aufgefallen, dass die Weitergabe an Dritte bei vielen Diensten ausgeschlossen ist - und Daten auch zeitnah (tbd) gelöscht werden. Wobei ich die wichtigen Passagen bestimmt überlesen oder nicht richtig verstanden habe.
 
Hi Jan, alles verständlich und nachvollziehbar. Aber was müsste ich alles abschaffen? ...
Wir diskutieren hier ja über Datensammlung und -verarbeitung durch Kraftfahrzeuge. Ob und was man generell gegen das Datensammeln tun kann oder sollte, ist ein ganz anderes Thema - und deine Frage kaum erschöpfend zu beantworten. ;)

Sehr knapp gesagt hilft es schon sehr, wenn man sich des Themas allgemein bewusst ist und unter diesen Prämissen Produkte, Dienste, Tätigkeiten, Verhaltensweisen etc. des täglichen Lebens hinterfragt:
Muss man wirklich 50 Apps auf dem Handy haben? Müssen die wirklich alle freien Zugriff auf die Handydaten erhalten?
Muss man unbedingt Paypal und ähnliche Dienste nutzen?
Muss man jeden persönlichen Kleinkram im Internet veröffentlichen, egal wie unwichtig er auch ist?
Muss man im Internet wirklich überall den echten Namen verwenden?
Muss man Informationen im Internet wirklich so darstellen, dass sie direkt mit der Person verknüpft sind?
Warum nicht einfach mal eine zur Datenerhebung erteilte Zustimmung widerrufen und die Löschung der Daten verlangen?
Warum nicht einfach mal Funktionen oder ganze Dienste abschalten bzw. deaktivieren, wenn man sie nicht benötigt?

Natürlich hast du Recht damit, dass man viele Datenerhebungen zur eigenen Person kaum vermeiden kann. Aber man kann durch umsichtiges Verhalten über die Jahre hinweg die Menge und Qualität der eigenen Daten beeinflussen.
 
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