"Das hat mich heute gefreut"

Gestern Nacht bei Schnee ein wenig über die frisch zugeschneide, völlig freie und breite Landstraße gefahren. Traktion aus, Gasschübe, Heck einfangen... aber auch beeindruckend, wie stabil die Traktion eingeschaltet das Auto kriegt.
 
... aber auch beeindruckend, wie stabil die Traktion eingeschaltet das Auto kriegt.
Stimmt, das ESP regelt sehr gut. Hatte auch vorgestern bei frischem Schnee mit meinem F36 den Grenzbereich ein wenig ausgetestet. Mit ESP gehts eigentlich wie auf Schienen. Einfach nicht bremsen und laufen lassen. Die Kurven fährt die Kiste dann gemäß Lenkeinschlag, vorausgesetzt man hat auch noch gute Reifen drauf. Weiß gar nicht, was die meisten Autofahrer für Ängste haben. Zu schnell ist natürlich nicht gut, aber grundsätzlich kann man mit den heutigen Autos auch bei schlechtem Wetter ganz normal fahren.
 
Mit der Aussage in deinem letzten Satz wäre ich etwas vorsichtig, "ganz normal auch bei schlechten Wetter" funktioniert nicht immer. Die Elektronik der modernen Autos unterstützt den Fahrzeuglenker gut, das steht außer Frage, aber die physikalischen Grundgesetze lassen sich leider nicht überlisten. Bei spiegelglatter Fahrbahn z.B. (zählt bei mir auch zu schlechtem Wetter), nützen dir auch die besten Reifen und modernste Technik nix.
Und leider birgt die ganze elektronische Unterstützung einen riesigen Nachteil: das Auto fährt mehr oder weniger ganz normal bis zu einem ganz bestimmten Punkt und dann ist urplötzlich Feierabend und die Kiste schmiert unwiderruflich ab .....
Daher lassen sich einige Fahrer -wenn vielleicht auch ungewollt/unbewusst- dazu verleiten, gleich schnell, was bei glatter Fahrbahn aber im Umkehrschluss zu schnell bedeutet, zu fahren.
Dies musste leider auch ein Kumpel von meinem Sohn feststellen, der bei Reifglätte dachte, er könnte die Kurve dort genau so schnell nehmen wie bei trockener Straße. Zum Glück ist dem Jungen nix passiert, nur das Auto ist jetzt beim Verwerter.....

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Zuletzt bearbeitet:
Mit der Aussage in deinem letzten Satz wäre ich etwas vorsichtig, "ganz normal auch bei schlechten Wetter" funktioniert nicht immer.
Ich wusste schon beim Schreiben, dass gegen den Beitrag Einwände kommen werden, darum schrieb ich ja auch "Zu schnell ist natürlich nicht gut" bei der Einleitung des Satzes.
Grundsätzlich stehe ich aber zu der Aussage, die gilt natürlich nur dann, wenn man außer dem ESP auch das Gehirn eingeschaltet hat ;)
 
Und leider birgt die ganze elektronische Unterstützung einen riesigen Nachteil: das Auto fährt mehr oder weniger ganz normal bis zu einem ganz bestimmten Punkt und dann ist urplötzlich Feierabend und die Kiste schmiert unwiderruflich ab .....
Klar, man sollte es nicht übertreiben. Auch geht mit der ganzen elektronischen Unterstützung das Gefühl verloren, was zu tun ist, wenn es wirklich mal glatt ist. Deswegen schalte ich gerne mal ab und an alle Unterstützung aus und probiere (auf wirklich freier, breiter Straße, auf Plätzen etc.) mal wieder aus, wie er sich dann verhält.

Allein das "unwiderruflich" würde ich so nicht unterschreiben. Der Wagen fängt sich nach etwas Schlittern wieder ein, wenn man mit etwas Glück den Rand der Eisfläche etc. vor der Leitplanke/Baum erreicht. Ohne die Helfer würden das viele nicht so hinkriegen, gerade noch im Schockzustand, dass der Wagen kurzzeitig unkontrollierbar ist. Die Elektronik hat die Chance, noch etwas zu retten, wenn der Laie gar nichts mehr hinkriegen würde.
Klar, wenn die Physik gar nicht mehr will und man zum Beispiel mit 80 in eine Kurve fährt, durch die man nur mit 40 hätte fahren dürfen, kann auch die Elektronik nichts mehr retten. Aber wenn man mit nur 43 das Schlittern angefangen hat, kann die Elektronik bestmöglich das Auto auf die Kurvenbahn ziehen, wo der Laie viel zu spät und ggf. falsch reagieren würde, wenn die Geschwindigkeit wieder auf 38 gesunken ist und sich die Haftreibung einstellt. Sie kann auch den kurzen Fahrbahnkontakt einer Eislücke zum Eingreifen nutzen, den der Fahrer kaum mitkriegen würde und die Reaktionszeit länger als die Kontaktzeit wäre.

(Laie = kein wirklich guter Fahrer, meist Profi, sondern der Ottonormalverbraucher).
 
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