*ähöm* Tach auch!
ich bin zwar kein Atomkraftgegner, aber das muss ja längst nicht bedeuten, dass ich beim Glaubenskrieg mitmache, und gleichzeitig kein Befürworter von regenerativen Energien sein darf
Ich sehe unseren Ausstieg aus der Atomkraft als Risiko und gleichzeitig auch einmalige Chance für dieses Land. Es ist ein wenig wie beim Zocken an der Börse: Hoher Hebel = große Gewinn- wie Verlustchancen.
Man muss bedenken, dass allein die Sonne pro Stunde einen Energiebetrag an die Erde abgibt, die den Energiebedarf der ganzen Menschheit für ein komplettes Jahr abdeckt. Windkraft macht schon heute 10% unseres Nettostromverbauches aus. Gut, nun braucht man das alles nicht, so lange man Kernkraft hat. Aber auf kurz oder lang wird es sich so oder so auf regenerative Energien hinauslaufen, weil sauberer. Wenn die Deutschen sich nun aufmachen, Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien zu werden - wozu Deutschland ja durchaus das Potenzial hat - dann verschafft sich dieses Land einen ungeheuren Mehrwert.
Richtig lustig wird es, wenn Windkraft- oder Solaranlagen made in Germany es schaffen, billigeren Strom zu produzieren als konventionelle Anlagen. Dann boomt der Export und die Kassen sprudeln. Also ist es doch eine feine Sache, wenn man früher mit der Entwicklung beginnt, als der Rest der Welt und sich dadurch einen Vorsprung verschafft - Abhängigkeit & Gefahr von Atomstrom hin oder her!
Man kann natürlich auch weiter an Atom und Kohle festhalten, um dann, in ein paar Jahrzehnten, bei den Skandinaviern shoppen zu gehen
