Wieso wird? Es zeigte und zeigt sich schön längst. Gewinne werden immer "privatiesiert" und Verluste generell "sozialisiert". Siehe "Bankenrettung",wo die Zocker ihre Gewinne privat eingestrichen haben und die ganzen Schulden und Verluste auf den Steuerzahler abgewälzt wurden,also sozialisiert.
Auch wenn ich Euch generell Recht gebe - in diesen zwei Punkten möchte ich widersprechen und Gegenbeispiele nennen:Das die "öffentliche Hand" nicht mit Geld umgehen kann, dass dürfte jedem vernünftig denkenden, mündigen Bürger schon längst klar sein.
Aber jenen Bürgern dürfte aber noch klarer sein, dass jede Privatisierung bisher noch viel teurer kam. Unsere Politiker reglementieren ungern mit immer wieder der gleichlautenden Begründung, dass der Markt sich selbst regulieren würde.
Meine Erfahrung? Bisher regulierten sich Kosten immer nach oben zu Lasten der Verbraucher und Gewinne für die Unternehmen (Anteilseigner) nach oben.
Ich kann daher Deinen Standpunkt zur Privatisierung weiterhin nicht nachvollziehen.
1. Opel wird, das haben Politiker inzwischen mehrfach betont, wenn es wieder mal kurz bevor stand, nicht mit Steuergeldern gerettet, sondern wird pleite gehen*. Ähnliches galt für Schlecker und Quelle. Verluste werden normalerweise nicht sozialisiert, die Banken waren eine Ausnahme (wenn auch eine fatale).
2. Nach der Privatisierung des Telefons wurde dieses deutlich billiger.
Ich möchte mit meinen Beispielen nicht behaupten, dass Verluste niemals privatisiert werden oder dass es nach einer Privatisierung auf jeden Fall billiger wird, sondern nur sagen, dass pauschale Aussagen wie die von mir zitierten nicht richtig sind.
* Zumindest solange schwarz/gelb an der Macht ist. Steinbrück dagegen war damals im letzten Wahlkampf (seine Meinung stand damals gegen Guttenbergs als amtierender Wirtschaftsminister) für eine Rettung Opels mittels Steuergeldern. Sollte im Herbst rot/grün an die Macht kommen und Opel mal wieder kriseln, bin ich mal gespannt was die SPD dann plötzlich dazu sagt.


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