Herzliche Ausladung

  • Ersteller Ersteller Andreazzz
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Ich bin Arbeitgeber und auch ich schlage mich nicht gerne mit Leuten herum, die nicht meinen Anforderungen entsprechen.... Herausfinden tu ich dies aber in einem Gespräch bei dem ich Rückschlüsse auf die Person ziehen kann... Auch visuelle Komponenten spielen mit hinein, klar sollte der Bewerber gepflegt aussehen, klar sollte er ein gewissen Auftreten besitzen, das wird aber nicht durch Piercings, gefärbte Haare oder Baggy Pants bestimmt!
Vielleicht willst du aber auch akzeptieren, oder wenigstens tolerieren, dass andere Arbeitgeber das aufgrund ihrer Erfahrungen, und manche davon wird einige Jahre länger sein, als deine, ganz einfach anders sehen, als du. ;)
 
Die meisten Griffe ins Klo hatte ich im übrigen mit geschniegelten und der Norm angepassten Bewerbern, die haben sich nämlich verstellt und mir eine "Show" geboten... mir ist ein ehrlicher Bewerber, der mir auch zeigt, wer er ist, immer hundertmal lieber!
Ein Bewerber der ehrlich zu mir ist, mir seine schwächen verrät und eben nicht alles kann und das auch kund tut, da weiß man was man hat und es gibt keine bösen Überraschungen!
 
Vielleicht willst du aber auch akzeptieren, oder wenigstens tolerieren, dass andere Arbeitgeber das aufgrund ihrer Erfahrungen, und manche davon wird einige Jahre länger sein, als deine, ganz einfach anders sehen, als du. ;)

jein, ich nehme dies zur Kenntnis halte es aber immer noch nicht für richtig... im Gegenteil, ich halte dies für falsch!
 
Deine Meinung in Ehren, allerdings ist das Zitierte allerdings dann nicht weniger diskriminierend. ;)

Mein Satz ist nicht diskriminierend, er ist lediglich eine Feststellung... Die Anzeige sortiert Menschen nach Äußerlichkeiten, das ist Diskriminierend, wer das also gut findet, findet damit ja Diskriminierungen ok.... ;)
 
Mein Satz ist nicht diskriminierend, er ist lediglich eine Feststellung... Die Anzeige sortiert Menschen nach Äußerlichkeiten, das ist Diskriminierend, wer das also gut findet, findet damit ja Diskriminierungen ok.... ;)
Dann halten wir fest, dass du - jedenfalls mir - eine Diskriminierung unterstellst, obwohl ich ausdrücklich erläutert habe, dass und warum ich gerade nicht diskriminiere. Das ist offenkundig diskriminierend, womit ich unterstelle dass du es bist, der entgegen anderslautender Bekundungen gerne diskriminiert. ;)
 
Dann halten wir fest, dass du - jedenfalls mir - eine Diskriminierung unterstellst, obwohl ich ausdrücklich erläutert habe, dass und warum ich gerade nicht diskriminiere. Das ist offenkundig diskriminierend, womit ich unterstelle dass du es bist, der entgegen anderslautender Bekundungen gerne diskriminiert. ;)

Naja, das die Anzeige Diskriminierend ist, steht glaube ich völlig ausser Frage... Wenn Du die Anzeige, so wie sie dort geschrieben stehst, gut finden würdest (was Du ja auch schon bekundet hast das Du es so unglücklich formuliert findest, also nicht so in Ordnung findest), ja, dann würde ich unterstellen das Du Diskriminierungen OK fändest, da Du das damit offenkundig bezeugen würdest, was dann aber meinerseits keine Diskriminierung wäre! ;)
 
So oder so finde ich es jedenfalls toll, dass manche Unternehmer mit Konventionen brechen bzw. von vornherein eine unkonventionelle Mitarbeiterpolitik betreiben. Viele junge Unternehmen sind damit ja auch erheblich erfolgreich. :t

Damit meine ich natürlich dich, nicht etwa den Verfasser der Annonce. :) :-)
 
Es kann schon in Ordnung sein, wenn man einen bestimmten Typus Mensch sucht, natürlich braucht man für eine Bank einen Mitarbeiter der ein seriöses und gepflegtes Auftreten haben sollte, da er eben auch vertrauen signalisieren soll, das was ich halt schwierig finde ist dies an gefärbten Haaren oder Piercings fest zu machen. Oder noch besser gesagt, ich finde es schade, das Menschen mit Piercings, Tätowierungen oder bunten Haaren in unserer Gesellschaft gleich als unseriös angesehen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gesellschaftliche Änderungen, und dazu zählt die Akzeptanz von "bunten Haaren", Tattoos, "Blech im Gesicht" u.ä., sind keine Frage von Monaten und Jahren sondern oft von Generationen. Das wird gerade auch in diesem Thread hier sehr deutlich. Insofern muß jeder selber entscheiden, ob er seine Chancen auf einen bestimmten Job durch äußere Angepasstheit erhöht, oder ob er doch lieber zu den Pionieren einer Gesellschaft mit geänderten Ansichten gehören will. Meine Erfahrung ist, dass man es einem potentiellen Arbeitgeber derzeit lieber noch einfach macht, indem man nicht mit "ungewöhnlichem Äußeren" von den inneren Werten ablenkt. Wenn man erst mal im Job und etabliert (!) ist, geht dann oft viel mehr. Das hängt natürlich auch vom Beruf selbst ab, bei einem Webdesigner gelten da sicher andere ungeschriebene Regeln als bei einem Wirtschaftsanwalt. :) :-)


Bunte Haare kann man entfärben, Piercings entfernen und die meisten Tatoos unter langer Kleidung verstecken. Alles reversibel. Wem das im Zweifel wichtiger ist, als der Job, sollte natürlich schon so zum Vorstellungsgespräch gehen. Mit zunehmendem Fachkräftemangel werden sich die Anforderungen an äußere Erscheinungsbilder ohnehin ändern... :sneaky:

Wem allerdings elementare Sprach- und Kommunikationsfähigheiten abgehen, wer keinen 8-Stundentag durchhält, wer Arbeiten nur als lästige Unterbrechung der Freizeit ansieht, wer Ehrgeiz und Disziplin erst im Fremdwörterlexikon nachschlagen muss, der wird in unserer Gesellschaft auch in Zukunft keine großen Chancen haben - egal ob er mit bunten Haaren oder im Designeranzug daherkommt... :sneaky:
 
Aus meiner Sicht inhaltlich nicht vollständig geglückt, dem Grunde nach finde ich es aber klasse. :t


Unter arbeitsrechtlichen Gesichtspunkten wäre allerdings direkt eine erhebliche Rücklage zu bilden... :whistle:


Dem stimme ich zu 100% zu !
Die Einstellung ist grundsätzlich aus unternehmerischer Sicht nicht falsch, aber für mich ein ganz klarer Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.
 
Die meisten Griffe ins Klo hatte ich im übrigen mit geschniegelten und der Norm angepassten Bewerbern, die haben sich nämlich verstellt und mir eine "Show" geboten... mir ist ein ehrlicher Bewerber, der mir auch zeigt, wer er ist, immer hundertmal lieber!
Ein Bewerber der ehrlich zu mir ist, mir seine schwächen verrät und eben nicht alles kann und das auch kund tut, da weiß man was man hat und es gibt keine bösen Überraschungen!
Nicht wenige Arbeitgeber bieten doch auch nur eine Show und versuchen den Arbeitnehmer über den Tisch zu ziehen. Sei es beim Verschweigen des wirtschaftlichen Zustands des Unternehmens oder hinsichtlich charakterliche Schwächen des potentiellen Arbeitgebers.
 
Nicht wenige Arbeitgeber bieten doch auch nur eine Show und versuchen den Arbeitnehmer über den Tisch zu ziehen. Sei es beim Verschweigen des wirtschaftlichen Zustands des Unternehmens oder hinsichtlich charakterliche Schwächen des potentiellen Arbeitgebers.
Schlechtes macht schlechtes aber nicht wieder gut, das ist natürlich genauso falsch!
Zumal bringt das auch nichts, einem Bewerber etwas vor zu spielen, dass es nicht gibt, denn nach einer Weile wird der Mitarbeiter merken was Tango ist, dann ist es ein unzufriedener Mitarbeiter der dann auch nicht leistungsfähig/Leistungswillig ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich halte die Branche für die Kleiderwahl äußerst wichtig.
Wo z.b. im IT-Bereich Anzüge eher Unvermögen vermitteln, und bunte Haare sowie Piercings weniger stören, schaut es bei einem Betrieb mit konservativer Kundschaft wieder ganz anders aus. Verallgemeinern kann man also die Kleidung sowieso nicht. Nur ist dann auch jeder selbst schuld, wenn er mit falscher Kleidung in der falschen Branche tätig sein will. Ich selbst mag keine Anzüge, habe einen Job wo das auch vollkommen in Ordnung ist. Dennoch bin ich bei einem Autohändler beispielsweise irritiert, wenn der Verkäufer im Pollover und Jeans herumläuft. Bei einem Beratungsgespräch auf der Bank gleichfalls. Und ich bin weit entfernt von konservativ...
 
Nicht zuletzt sollte man auch nicht übersehen, dass es nun wirklich keine allzu große Herausforderung ist, sich während der Arbeitszeit für den jeweiligen Job passend zu kleiden. Wer das dennoch nicht macht, wird sich dann auch in der Regel die Frage gefallen lassen müssen, warum er sich bereits mit dieser einfachen Anforderung augenscheinlich überfordert fühlt. :cautious:
 
Schau an: Es war also gar keine Stellenausschreibung, sondern eine Einladung zu einem Symposium. :) :-)
 
Mir geht immer wieder ein Herz auf, wenn ich mal in der Mittagspause sehe, dass meine gepiercten, schäbig gekleideten Hauptschulkids einer Oma im Aldi gegenüber ihre Einkäufe ins Auto heben. Und an den Omas und Behinderten laufen einige vorbei, die gut gekleidet sind und einen teuren Haarschnitt haben. :whistle:

Es ist mir völlig unbegreiflich, wie man im mittleren Alter die Menschen noch anhand ihrer Optik nicht nur beurteilen, sondern direkt ausschließen kann. Ich kann keinen Mann und keine Frau ernst nehmen, die so durch das Leben geht. Die optische Erscheinung darf nicht zu den Werten gehören, die wir der Jugend vermitteln - wenn man einen Menschen beurteilt, dann nach seinen Werten. Und die können völlig entkoppelt sein von der optischen Erscheinung.
 
- wenn man einen Menschen beurteilt, dann nach seinen Werten. Und die können völlig entkoppelt sein von der optischen Erscheinung.

Wir haben auch so einen Kollegen, optisch sehr gewöhnungsbedürftig, charakterlich im Umgang mit Menschen 100%ig in Ordnung, hilfsbereit, fachlich kompetent -
was nützt es aber, wenn er von Kollegen und Kunden in einem kleinen konservativen Landkreis nicht ernst genommen und verspottet wird?
 
Wir haben auch so einen Kollegen, optisch sehr gewöhnungsbedürftig, charakterlich im Umgang mit Menschen 100%ig in Ordnung, hilfsbereit, fachlich kompetent -
was nützt es aber, wenn er von Kollegen und Kunden in einem kleinen konservativen Landkreis nicht ernst genommen und verspottet wird?

Das ist dann etwas, was man in seinem eigenen "Mikrokosmos" entscheiden muss und unterliegt den Parametern wie Ehrlichkeit, Blendungsfähigkeit o.ä. und wie man diese beim Gegenüber wertet.

Ich suche Leute, die ehrlich, loyal, respektvoll miteinander umgehen. Danach kommt ein Arsenal anderer Kriterien und dann erst die pure optische Erscheinung (hygienisches Erscheinen kommt übrigens entkoppelt und deutlich vor optischer Erscheinung).

Wenn andere als erstes den Optik-Filter aufsetzen und dann nach menschlichen Eigenschaften suchen, können sie das gerne machen, aber ich mache das nicht und komme der Erfahrung nach auch kaum mit solchen Leuten klar.

Das kann jetzt keine Antwort auf Deinen Post darstellen, das weiß ich.
 
Jetzt wurde hier ein paar Mal über Kleidung geredet, das ist ja auch völlig in Ordnung, jeder Beruf erfordert seine Berufskleidung! Als Tischler habe ich ebend Latzhosen an, als Bänker einen Anzug und als Laborant einen Laborkittel sowie als Schlachter eben eine Umhänge Schürze. Will ich einen beruf ausüben muss ich mich in den Punkt anpassen und muss auch diese Arbeitskleidung die dort gefordert ist tragen, was ja kein Problem ist, denn nach der Arbeit kann ich wieder in mein anderes ich schlüpfen! Aber Tätowierungen, Piercings sowie auch gefärbte Haare sind Dinge die man eben nicht tagsüber für den Job ablegen kann und abends wieder zurück, diese Dinge betreffen meine Persönlichkeit hingegen betrifft der Anzug den ich tagsüber tragen muss nicht meine Persönlichkeit, es ist ein Kleidungsstück.

Bei den piercings kann man vielleicht sagen dass man sie tagsüber raus nehmen kann, da weiß ich nicht wie schnell sowas wieder zuwächst, bei Tätowierungen oder gefärbten Haaren sieht es eben schwieriger aus. Selbst wenn ich dem gepierctem Bewerber am Vorstellungsgespräch sage, dass wenn er bei mir arbeiten möchte er sein Piercing entfernen muss, wäre das auch noch in Ordnung, dann ist es die Entscheidung des Bewerbers. Diesen Bewerber aber von vornherein keine Chance geben weil er ein Piercing hat, das finde ich nicht richtig.

Früher habe ich in der Gastro gejobbt, dort waren auch keine piercings akzeptiert, ein Kollege von mir, welcher gepierced war, hat während der Arbeit halt ein Pflaster über den Piercing getragen was dann wieder für beide Parteien o. k. war.
 
Das Problem an der Anzeige ist einfach, dass man folgende Aussage in ihr lesen kann:

Alle Leute die gepierced sind, bunte Haare haben oder die Hose nicht richtig hochziehen können sind Nichtsnutze, wollen die Welt nicht verändern und kriegen nichts auf die Reihe!

Und ich glaube da sind wir uns alle einig dass man das nicht an piercings, gefärbten Haaren oder den Stil wie man seine Hose trägt, fest machen kann!
 
"Kleider machen Leute" musste schon vor langer Zeit ein Schneider in der Schweiz erfahren. Zum Glück geht die Novelle von Gottfried Keller gut aus, aber sie zeigt, was unvermeidbar ist:

Die Menschen machen sie aufgrund des äußeren Erscheinungsbild eine Meinung.

Es kommt gar nicht auf ein Tattoo oder ein Piercing an, sondern auf die Gesamterscheinung von Kopf bis Fuß, nach der ersten Sichtung kommt die Körperhaltung, Gestik und Sprache dazu.

Es gibt Männer in Anzügen, die so billig wirken, dass man da lieber eine Jeans sehen würde. Es kommt auf das Gesamtpaket an.

Man kann anhand eines Fotos den Charakter eines Menschen grob beschreiben. Frisur, Kopfhaltung, Hände, Blick und allein der Kragen eines Hemdes verraten so einiges über eine Person.
 
Jetzt wurde hier ein paar Mal über Kleidung geredet, das ist ja auch völlig in Ordnung, jeder Beruf erfordert seine Berufskleidung! Als Tischler habe ich ebend Latzhosen an, als Bänker einen Anzug und als Laborant einen Laborkittel sowie als Schlachter eben eine Umhänge Schürze. Will ich einen beruf ausüben muss ich mich in den Punkt anpassen und muss auch diese Arbeitskleidung die dort gefordert ist tragen, was ja kein Problem ist, denn nach der Arbeit kann ich wieder in mein anderes ich schlüpfen! Aber Tätowierungen, Piercings sowie auch gefärbte Haare sind Dinge die man eben nicht tagsüber für den Job ablegen kann und abends wieder zurück, diese Dinge betreffen meine Persönlichkeit hingegen betrifft der Anzug den ich tagsüber tragen muss nicht meine Persönlichkeit, es ist ein Kleidungsstück.

Bei den piercings kann man vielleicht sagen dass man sie tagsüber raus nehmen kann, da weiß ich nicht wie schnell sowas wieder zuwächst, bei Tätowierungen oder gefärbten Haaren sieht es eben schwieriger aus. Selbst wenn ich dem gepierctem Bewerber am Vorstellungsgespräch sage, dass wenn er bei mir arbeiten möchte er sein Piercing entfernen muss, wäre das auch noch in Ordnung, dann ist es die Entscheidung des Bewerbers. Diesen Bewerber aber von vornherein keine Chance geben weil er ein Piercing hat, das finde ich nicht richtig.

Früher habe ich in der Gastro gejobbt, dort waren auch keine piercings akzeptiert, ein Kollege von mir, welcher gepierced war, hat während der Arbeit halt ein Pflaster über den Piercing getragen was dann wieder für beide Parteien o. k. war.

Dem stimme ich voll und ganz zu. :t
 
"Kleider machen Leute" musste schon vor langer Zeit ein Schneider in der Schweiz erfahren. Zum Glück geht die Novelle von Gottfried Keller gut aus, aber sie zeigt, was unvermeidbar ist:

Die Menschen machen sie aufgrund des äußeren Erscheinungsbild eine Meinung.

Es kommt gar nicht auf ein Tattoo oder ein Piercing an, sondern auf die Gesamterscheinung von Kopf bis Fuß, nach der ersten Sichtung kommt die Körperhaltung, Gestik und Sprache dazu.

Es gibt Männer in Anzügen, die so billig wirken, dass man da lieber eine Jeans sehen würde. Es kommt auf das Gesamtpaket an.

Man kann anhand eines Fotos den Charakter eines Menschen grob beschreiben. Frisur, Kopfhaltung, Hände, Blick und allein der Kragen eines Hemdes verraten so einiges über eine Person.
Das ist das wo drauf ich die ganze Zeit hinaus will, ein geflegtes Äußere oder ein seriöses Erscheinungsbild kann man nicht anhand eines piercings oder eines Tattoos festmachen, das Gesamtpaket ist entscheidend!
 
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