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Mini R50 CVT Automatik Getriebeschaden

jazzoo

macht Rennlizenz
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26 August 2022
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im Norden
Wagen
anderer Wagen
Der Mini meiner ältesten Tochter. Im März gekauft, kurz vor der Probefahrt ging die Servopumpe kaputt. Der Verkäufer kam mir preislich entgegen, also gekauft und neue Pumpe eingebaut. So weit, so gut. Auto fuhr tadellos und sie war happy.

Das Auto ist jetzt knapp 178.000 km gelaufen, also Zeit für einen Getriebeölwechsel. Da sie aus Berlin wieder nach Hause gezogen ist, wollte ich mich demnächst darum kümmern. Vor einer Woche von jetzt auf gleich ohne Ankündigung Getriebeschaden. Morgens war ich noch tanken und als sie aus der Uni nachmittags wieder kam, meinte sie fahr mal damit, klingt komisch.

Habe für einen Schnapper ein Ersatzgetriebe gefunden, 2 Stunden von mir entfernt. Laut Scheckheft wurde alle 30.000 km das Öl gewechselt, bin also guter Dinge.

Der Ausbau allerdings war aufwändig.

Stoßstange ab
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Pralldämpfer ab
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Halter Pralldämpfer ab
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Batteriekasten und Lenkung gelöst
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Antriebswellen, Querlenker usw. müssen selbstverständlich auch ab.

Aggregatträger mit Querlenkern und Servopumpe muss auch raus
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Dann kann endlich das Getriebe raus
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Entweder wurde der Intervall von 30.000 km nicht eingehalten (Scheckheft nur bis 58.000 gepflegt, danach freie Werkstatt). Ich vermute aber falsches Öl (oder beides). Raus kam rotes, rein gehört gelbes speziell für CVT.
 

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@jazzoo Respekt vor der Aktion in der heimischen Garage - da macht sich so eine kleine mobile Hebebühne bezahlt! :thumbsup:

Hast du vor das Getriebe zu öffnen um zu gucken was defekt ist? Könnte mir vorstellen, dass das falsche Öl den CVT Gliederriemen bzw. die Riemenscheiben zerstört hat...

Sind die 30tkm für Getriebeölwechsel Vorgabe von BMW?

Das ist natürlich schon echt aufwändig und wird garantiert von vielen (mittlerweile Zweit-/Dritt/-Viert-)Besitzern und Werkstätten fahrlässig oder mutwillig verschwitzt. 🙈
 
@jazzoo Respekt vor der Aktion in der heimischen Garage - da macht sich so eine kleine mobile Hebebühne bezahlt! :thumbsup:
Danke schön. Ich habe ein Video gesehen, wie das jemand ebenfalls in seiner Garage gemacht hat. Auto stand vorne nur auf Aufstellböcken und da hat man deutlich weniger Platz. Also dachte ich mir, mit meiner Hebebühne und ca. 60 cm Platz wird das schon und ich kann das nebenbei im Homeoffice machen. Ich hätte das auch bei einem Freund in der Scheune auf seiner Bühne machen können. Geht aber nur nach Feierabend und hin und zurück sinds jeweils 40 Minuten Fahrt.


Hast du vor das Getriebe zu öffnen um zu gucken was defekt ist? Könnte mir vorstellen, dass das falsche Öl den CVT Gliederriemen bzw. die Riemenscheiben zerstört hat...
Das habe ich vor, möchte mir das Dilemma mal anschauen. Vermute auch, dass zumindest die Getriebekette zerstört ist.


Sind die 30tkm für Getriebeölwechsel Vorgabe von BMW?
Laut BMW ist das eine Lifetime Füllung und gibt keinen Wechselintervall vor. ZF z.B. empfiehlt alle 60.000 - 80.000 km das Öl zu wechseln. Der Schrauber von dem ich das Ersatzgetriebe gekauft habe, hat mir empfohlen alle 30.000 km zu wechseln und hochwertiges (gelbes) Öl zu verwenden. Fährt selbst seit Jahren Mini und hat damit die besten Erfahrungen gemacht. Der Vorbesitzer hat ja ebenfalls alle 30.000 km gewechselt.
Das ist natürlich schon echt aufwändig und wird garantiert von vielen (mittlerweile Zweit-/Dritt/-Viert-)Besitzern und Werkstätten fahrlässig oder mutwillig verschwitzt.
Ich finde den Aufwand das Getriebe zu wechseln höher, als regelmäßig zu wechseln. Allein die Kosten für ein Ersatzgetriebe stehen in keiner Relation und wenn es irgendwann keine mehr gibt, übersteigt eine Revision den Wert des Autos. Ich habe einen Kostenvoranschlag über 5.700 Euro für eine Revision erhalten.

Das CVT Getriebe arbeitet mit hohen thermischen und mechanischen Kräften und in der R50 Szene ist die Problematik bekannt. Weiß nicht, was BMW sich dabei denkt. Erinnert mich ein bißchen an die Klebelenkungsproblematik beim E85.
 
Das Gute an dieser ganzen Aktion ist außerdem, dass ich endlich den 2. Schlauch vom Ölbehälter wechseln kann. Ich kam damals schlecht, bzw. gar nicht an die untere Befestigungsschraube ran. Der ist porös und verliert minimal Öl.
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Das ist er. Nur der obere Teil ist flexibler Schlauch, und dann starr. Alleine den da durch zu führen bei eingebautem Zustand ist unmöglich. Ich glaube BMW baut auch den Aggregaträger bei einem Pumpentausch aus. Das war damals eine Fummelarbeit die Pumpe aus- und einzubauen.
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Ich finde den Aufwand das Getriebe zu wechseln höher, als regelmäßig zu wechseln. Allein die Kosten für ein Ersatzgetriebe stehen in keiner Relation und wenn es irgendwann keine mehr gibt, übersteigt eine Revision den Wert des Autos. Ich habe einen Kostenvoranschlag über 5.700 Euro für eine Revision erhalten.

Das CVT Getriebe arbeitet mit hohen thermischen und mechanischen Kräften und in der R50 Szene ist die Problematik bekannt. Weiß nicht, was BMW sich dabei denkt. Erinnert mich ein bißchen an die Klebelenkungsproblematik beim E85.
Natürlich ist Wartung immer günstiger als Reparatur, allerdings wird die Vielzahl der "Normalfahrer" zum einen gar nix von einer Wechselempfehlung wissen und sich zum anderen bei den aufgerufenen Werkstattkosten sagen "lieber nen Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach - fährt doch auch ohne 300€ Ölwechsel.".

Ist ja leider bei vielem so, siehe vorzeitige Ölwechsel, überhaupt Getriebeölwechsel etc. Die Mehrzahl der Kunden macht maximal was von der Serviceintervallanzeige vorgegeben wird, bzw. streckt auch da die ohnehin Longlife Intervalle noch nach Belieben.

Hab selbst nen Kumpel der meinte damals "och 56tkm ohne Ölwechsel und nur mit rückgesetzter SIA geht doch, Auto soll demnächst eh weg!" - ich bekomme bei sowas Plague!🤯
 
So, Arbeit erstmal eingestellt. Das Foto ist lediglich vom Ersatzgetriebe und noch nicht eingebaut.
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Ich bekomme den hinteren Schlauch vorne am Getriebe nicht ab. Man muss von oben und unten die Laschen zusammendrücken und dann abziehen.
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Habe eine Spitzzange zurecht gebogen aber hinten komme ich nicht damit nicht ran. Die Schläuche sind allerdings zu kurz um das Getriebe weiter abzusenken, die würden abreißen.
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Besorge mir morgen von einem Freund so eine und versuche es dann erneut.
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Mein Fazit bisher: sollte ich sowas nochmal machen, würde ich Motor und Getriebe komplett ausbauen und dann das Getriebe an- und abbauen und komplett einsetzen. Aus Erfahrung wird man klug. Spätestens jetzt zolle ich dem Kerl meinen Respekt, der das nur mit Aufstellböcken gemacht hat.
 
Den Schlauch habe ich letzten Endes raus bekommen.

Heute kam ich endlich dazu das Getriebe auszubauen. Öl, neue Dichtung, Ölfilter kam heute an, auf den Faltenbalgsatz warte ich noch.

Alles vorbereitet für den Einbau.

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FelgeHolzWagenheber Konstruktion :whistle:
Improvisieren zu können ist die halbe Arbeit. Das Auto steht nun so seit einigen Tagen und das ohne Motorbrücke😉

So, ich merke ich werde alt. Habe das Getriebe nicht reinbekommen, rutscht mir immer vom Wagenheber. Wie der Kerl das nur mit Muskelkraft geschafft hat, das Getriebe aus- und einzubauen bleibt mir ein Rätsel. Das Teil wiegt irgendwas zwischen 30-50 kg. Ich glaube er ist 30 Jahre jünger und hat noch Power. Egal, Montag kommt mein Sohn und hilft mir dabei.

Habe heute bei der Servopumpe am Aggregateträger weiter gemacht.

Zweiten Schlauch erneuert
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Die 2. fehlende Schraube rechts am Käfig der Pumpe eingesetzt.
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Diese beiden Schrauben sitzen hinten am Aggregateträger und sind im eingebauten Zustand nicht zu sehen. Ich habe sie damals nicht reinbekommen, weil das Loch mit dem Innengewinde nicht in der Flucht war. Man muss eine Schraube locker reindrehen und dann mit z.B. einem Schraubendreher die Halterung so drücken, dass die 2. Schraube reingeht. Geht nicht mit montiertem Aggregateträger.

Genauso die hinteren Muttern der Gummihalterung. Man bekommt die im eingebauten Zustand nicht wieder drauf. Auch diese habe ich wieder montiert.
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Das sind die vorderen, die ich anschrauben konnte.

Das die hinteren, die fehlten. Das ist die linke Seite.
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Alles in allem glaube ich mittlerweile, dass BMW bei einem Servopumpenwechsel ebenfalls den Aggregateträger abbaut, aus den geschilderten Problemen. Was dann so ein Werkstattaufenthalt kostet, kann man sich ausdenken. Die Pumpe alleine hat original 440 Euro gekostet.

In sämtlichen Videos auf YT habe ich nur gesehen, dass die Leute das ohne Ausbau des Aggregateträgers gemacht haben aber mit Sicherheit am Ende vor den gleichen Problemen standen wie ich und damit gelebt haben, so wie ich bisher.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weiter gehts. Auch mit Hilfe meines Sohns war das doch alles andere als zielführend. Immer wenn wir kurz davor waren es am Motor anzubringen, rutschte uns das wieder ab und landete auf dem Boden. Immer knapp an Körperteilen vorbei.

Also abgebrochen und Nägel mit Köpfen gemacht. Habe mir eine Scherenhebebühne mit großer Auflagefläche gekauft und die FeHoWahe Konstruktion ersetzt durch meinen Wagenheber. Arbeitsschutztechnisch wurde mir das dann doch zu heikel.

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Die Bühne ist schon Klasse. Arbeitshöhe von 31 bis 79 cm und hebt 135 kg.

Warte allerdings immer noch auf den Faltenbalgsatz für die Antriebswellen. Bei BMW gibts nur noch für die Beifahrerseite, also alternativ bestellt. Habe nicht erwartet, dass das so ein Drama ist, besonders Getriebeseitig.
 
Achsmanschetten endlich angekommen und alles eingebaut. Und dann… die LETZTE Mutter geht nicht drauf. Gewinde und Innensechskant vom Traggelenk links im Ar…😳
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Neue bestellt.
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Zieht sich hin, das Auto steht jetzt hier seit über 2 Wochen…
 
So, Traggelenke drin. War eine undankbare Aufgabe die alten rauszubekommen.

Getriebeöl auch drin. Auch das ist ein Akt, sowas hatte ich auch noch nicht. Muss im kalten Zustand eingefüllt werden, bis der Höchsstand erreicht ist. Dann Motor an, alle Gänge durchschalten und jeweils 10 Sek. warten. Das Öl muss dann eine Temperatur zwischen 30-50 Grad haben und dann den Rest auffüllen.

Danach muss das Getriebe neu angelernt werden, blöd ist nur, dass ich mit In… keinen Zugriff auf das Getriebesteuergerät bekomme. Danach muss man eine Adaptionsfahrt machen und das Öl auf Betriebstemperatur bringen. Was für ein Aufwand. Muss mal schauen wie ich jetzt weiter vorgehe.

Hätte ich vorher gewusst, was für Probleme dieses Getriebe nach sich zieht, hätte ich das Auto nicht gekauft. Das ist wohl der Grund dafür, dass BMW bei der 2. Generation auf Wandlergetriebe gewechselt hat.
 
Was für ein Aufwand 🙈.

Früher war alles besser 🤣. Wir hatten mal einen BMW E30 320i touring, welcher einen Automatikgetriebe Schaden hatte. Nachdem Reparatur des Getriebes unwirtschaftlich gewesen wäre, haben wir einen Schlachter als Handschalter gefunden und alles umgebaut. Zwei, drei kleinere Probleme konnten ohne Diagnose Software gelöst werden. Wir hatten den alten Automatik Wahlhebel rausgeschmissen und das Kabel abgekniffen. Nachdem alles umgebaut war, ließ sich der Wagen nicht starten. Grund war, es fehlte das „P“ Signal des Wahlhebels 🙄. Am Ende haben wir es gebrückt und noch einen Schalter an versteckter Stelle eingefügt als Wegfahrsperre.
 
Nachdem Reparatur des Getriebes unwirtschaftlich gewesen wäre, haben wir einen Schlachter als Handschalter gefunden und alles umgebaut.
Die Reparatur in einer Werkstatt wäre in diesem Fall auch ein wirtschaftlicher Totalschaden geworden. Über einen Umbau habe ich auch schon nachgedacht aber mich dagegen entschieden. Wie lange soll das Auto noch meine Garage blockieren, der Winter naht?

Habe eine andere Alternative heute mit meiner Tochter besprochen: sollte ich hier nicht zum Erfolg kommen, würde ich das Auto zu BMW bringen und die sollen das mit der Adaption erledigen. Dann das Auto verkaufen und einen Mini der 2. Generation als Schalter kaufen. Vom Bj. jünger und besser ausgestattet. Sie denkt drüber nach😉
 
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