Negative Seiten der PKV

Ich bezog "Mündigkeit" auf "unnötige medizinische Versorgung"
[...]
Zu hohe Kosten, unnötige medizinische Versorgung- braucht kein Mensch.
[...]

Ich finde es nicht sonderlich verwerflich bei so einer Diagnose andere ursachen auszuschließen, das wäre auch in meinem Sinne bei meinem Kind.
[...]
Mündig bin ich auch. Aber wenn ein Arzt bei Deinem Kind einen Herzfehler diagnostiziert, gehst du auch hin und die Untersuchungen werden gemacht. Mrt, ct, Röntgen ( könne ein Bruch sein), wie willst du das als mündiger Bürger in Frage stellen?
[...]
 
Hallo,

ich bin derzeit freiwillig in der GKV und hatte mich auch mal mit dem Thema Wechsel befasst. Diesen Gedanken habe ich allerdings aufgrund der nicht idealen Werte in Bezug auf BMI und meinem Alter (Ende 40iger) schnell wieder verworfen.

Darüber hinaus möchte ich über unsere positiven Erfahrungen mit einer BKK GKV berichten. Meine Frau hatte im Jahr 2010 einen schweren Motorradunfall, welcher im Nachgang bisher mehr als 20 Operationen nach sich gezogen hat. Die meisten OPs wurden bei einem Spezialisten in Aachen (500km von uns entfernt) durchgeführt. Darüber hinaus sind bis zum heutigen Tag wöchentlich Behandlungen in Bezug auf Lymphdrainage und Physiotherapie erforderlich. Außerdem werden in unregelmäßigen Abständen Hilfsmittel für den Alltag benötigt. Bisher gab es in all den Jahren nicht eine einzige Nachfrage oder Ablehnung der GKV in Bezug auf die Behandlungen. Wenn ich mir jetzt vorstelle, daß ich als Privatpatient diese Ausgaben hätte vorfinanzieren und nachhalten müssen... :eek: :o Bei solch einem schwerwiegenden Ereignis ist man mit so vielen anderen Dingen beschäftigt, dass man sich über einen reibungslosen Ablauf mehr als freut.
 
nicht vergessen sollte man aber, dass man als GKV-Versicherter im Alter den vollen GKV-Beitragssatz (AG + AN-Anteil ich glaube derzeit 15,5%) auf jedes zusätzliche Einkommen bezahlen muss.
Das kann auch gleich mal etliche tausend Euro ausmachen - denke ich an eine Abfindung, Direktversicherung oder Ähnliches, Natürliche werden auch private Rentenversicherungen und Mieteinnahmen davon betroffen.
Für PKV.Versicherte gilt das nicht - die zahlen lediglich ihre zugegeben hohen Monatsbeiträge - rechnet man aber diese o.a. 15,5 % zu den mtl. GKV-Beiträgen hinzu liegt man u.U. gar nicht so weit auseinander.

Aufgrund der aktuellen Gesetzgebung stimmt diese Aussage NICHT: in der GKV wird am Tag der Rentenantragstellung eine Rahmenfrist gebildet und die beginnt am ersten Tag der Beschäftigungsaufnahme (i.d.R. Ausbildungsbeginn) und endet am Tag der Rentenantragstellung. Wenn man in der zweiten Hälfte dieser Rahmenfrist zu 9/10 in der GKV versichert gewesen ist, wird die Mitgliedschaft als versicherungspflichtiger Rentner weitergeführt. Dann werden die Rente, Versorgungsbezüge und Einnahmen aus selbständiger Tätigkeit als beitragsrelevante Einnahmen berücksichtigt - sonst nix und das bis zur Beitragsbemessungsgrenze (diese wird jährlich angepasst).

Wenn man die o.g. Vorversicherungszeit nicht erfüllt, wird man als freiwillig versicherter Rentner weitergeführt und dann werden ALLE Einnahmen berücksichtigt, z.B. auch Kapitalvermögen (Zinsen) und Mieten/Pacht etc. = aber auch das wiederum nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Somit bleiben auch hier die Höchstbeiträge noch einigermassen überschaubar.

Abfindungen sind steuerpflichtig, aber in nahezu allen Fällen nicht sozialversicherungspflichtig.
 
Diese Kosten rechnet die PKV direkt mit dem Krankenhaus ab, zumindest meine. Mein Sohn hat das schon mehrfach durch Stürze von Bäumen und ähnlichem erprobt.
 
Ich kann ebenfalls nur von der PKV abraten. Vorteile sehe ich nur in der schnelleren Terminvergabe bei "Wehwehchen",sobald es um schwerwiegende Erkrankungen geht sehe ich die GKV gleichauf in der Versorgung.
Nachteile sind für mich,dass du als Privatpatient noch mal gerne zum Kollegen oder zur Extrauntersuchung geschickt wirst,teilweise völlig unnötig und belastend.
Ein weiterer Nachteil,an den meist viel zu wenig gedacht wird,ist der Verwaltungsaufwand den man,grade im Alter wenn so etwas sowieso nicht so einfach ist,zu tragen hat. Ich habe Patientinnen kennengelernt die mit den vielen Rechnungen gar nicht mehr klar kamen(manche wurden doppelt bezahlt,andere gar nicht),wenn man älter ist und mit diversen Krankheiten gesegnet ist geht das alles nicht so leicht von der Hand.
 
Ich kann ebenfalls nur von der PKV abraten. Vorteile sehe ich nur in der schnelleren Terminvergabe bei "Wehwehchen",sobald es um schwerwiegende Erkrankungen geht sehe ich die GKV gleichauf in der Versorgung.
Nachteile sind für mich,dass du als Privatpatient noch mal gerne zum Kollegen oder zur Extrauntersuchung geschickt wirst,teilweise völlig unnötig und belastend.
Ein weiterer Nachteil,an den meist viel zu wenig gedacht wird,ist der Verwaltungsaufwand den man,grade im Alter wenn so etwas sowieso nicht so einfach ist,zu tragen hat. Ich habe Patientinnen kennengelernt die mit den vielen Rechnungen gar nicht mehr klar kamen(manche wurden doppelt bezahlt,andere gar nicht),wenn man älter ist und mit diversen Krankheiten gesegnet ist geht das alles nicht so leicht von der Hand.

Kann ich so absolut bestätigen: auch in der GKV gibt es Versicherte, die "Kostenerstattung" gewählt haben, weil sie z.B. eine Zusatzversicherung haben. Somit gehen die als "Privatpatienten / Selbstzahler" zur Behandlung . . . ich habe jahrelang (leider ergebnislos) versucht, meine damaligen "Führungskräfte" davon zu überzeugen, dass man div. Versicherte ab einem bestimmten Alter oder bei Auffälligkeiten entsprechend berät, die Kostenerstattung abzuwählen und die eGK zu nutzen. Wenn diese betr. Versicherten niemanden haben, der sich die Rechnungen mal ansieht, verlieren die total den Überblick und bleiben auf viele €€€€€ förmlich sitzen. M.E. gehört dieses in der GKV zur serviceorientierten Beratung des Kunden - sehen aber nicht alle so. Auch ein Grund, warum ich damit nix mehr zu tun haben will . . .

Ebenso kann ich die vielen (teils unnötigen / doppelten) Zusatzuntersuchungen und längere Behandlungsdauer von PKV-Versicherten bestätigen; das trifft im Krankenhaus aber auch für GKV-Versicherte zu, die eine private Zusatzversicherung haben: an einem Patienten mit Wahlleistungen kann das Krankenhaus RICHTIG gut verdienen . . . und letztendlich geht es nur noch darum. Früher wurde man vom Arzt gefragt: "wie kann ich Ihnen helfen" . . heute "wie kann ich mir und besonders meinem Konto helfen" . . .ja ja: früher war alles besser :rolleyes:;). Ein weiterer Grund, mit dem System nix mehr zu tun haben zu wollen . . . .
 
Nachteile sind für mich,dass du als Privatpatient noch mal gerne zum Kollegen oder zur Extrauntersuchung geschickt wirst,teilweise völlig unnötig und belastend.
Wenn Du es unnötig findest, fragst Du nicht nach warum das oder jenes "nötig" um es zu verstehen oder eben auch zu lassen?


Ein weiterer Nachteil,an den meist viel zu wenig gedacht wird,ist der Verwaltungsaufwand den man,grade im Alter wenn so etwas sowieso nicht so einfach ist,zu tragen hat. Ich habe Patientinnen kennengelernt die mit den vielen Rechnungen gar nicht mehr klar kamen(manche wurden doppelt bezahlt,andere gar nicht),wenn man älter ist und mit diversen Krankheiten gesegnet ist geht das alles nicht so leicht von der Hand.
Ist es wirklich so schwer auf Rechnungen einen Vermerk zu machen wie "erledigt am ..."?
.. oder im Leistungsantrag den Rechnungsbetrag zu übertragen um Antrag und Rechnung zur PKV zu senden?
 
Wenn Du es unnötig findest, fragst Du nicht nach warum das oder jenes "nötig" um es zu verstehen oder eben auch zu lassen?
Erstens geht es hier nicht um mich und zweitens sehe ich auch bei intelligenten und aufgeklärten Mitmenschen Gesundheitsängste und Unsicherheiten,die schnell zu einer Bereitschaft zu einer Zusatzuntersuchung führen. Außerdem ist bei vielen Untersuchungen ja nicht einmal Experten klar wie sinnvoll dieselbige wirklich ist,wie soll da der Laie klarsehen.

Ist es wirklich so schwer auf Rechnungen einen Vermerk zu machen wie "erledigt am ..."?
.. oder im Leistungsantrag den Rechnungsbetrag zu übertragen um Antrag und Rechnung zur PKV zu senden?
So etwas ist bestimmt nicht schwierig,sofern wir von "unserer" aktuellen Situation ausgehen. Diese Situation kann(und wird)sich eines Tages dramatisch verschlechtern und grade dann benötigt man die Krankenversicherung.
Der Fall,den ich vor Augen habe,war eine ca.75jährige Frau,alleinstehend,mit starker Diabetis und Schmerzmittelabusus(Tilidin). Diese,ehemalige Lehrerin,war auf Grund ihrer persönlichen Situation nicht mehr in der Lage in ihren Rechnungen Ordnung zu halten(zumal sie damit geflutet wurde). Auch nach einem Schlaganfall oder anderen neurologischen Pathologien(ja,auch beginnende Demenz)sind solche organisatorischen Hürden nicht immer einfach zu bewältigen.
Muss auch nicht bei jedem so sein,man sollte sich derartiger Probleme jedoch bewusst sein.
 
Ach so - ja gut, wenn Du Dich mit den Gedanken trägst welche Probleme die anderen haben könnten ... nun gut.
 
Hi,
ganz kurz mein Senf zu diesem Thema.
Ich möchte offen vorausschicken, dass ich als privatliquidationsberechtigter Chefarzt in einer Klinik mit eigener Ambulanz das Thema sicherlich nicht neutral sehe, dafür aber eingermaßen den Überblick über unser Gesundheitssystem habe.
  1. Unterm Strich bezahlt man als P-Patient mehr, bekommt aber auch mehr Leistungen. Insbesondere Kinder sind teuer, da nicht mitversichert. Ich bekomme alle 2 Jahre meine Gleitsichtbrille ersetzt - das würde mich in der GKV einen Tausender kosten. Auch die aufwendige Zahnkorrektur meiner Tochter wird komplett übernommen. Einzelzimmer kann man auch so zusätzlich buchen. Ob man Chefarztbehandlung braucht/will, muß jeder selbst entscheiden.
  2. Termine: Bei mir bekommen GKV und PKV Patienten gleich schnell (langsam!) Termine. Ich mache da keinen Unterschied, bin wahrscheinlich nicht geschäftstüchtig genug. Es gibt genügend Kollegen, die handhaben das anders. In unserer Region wartet man mit einem dicken Knie als GKV Patient 4-6 Wochen auf einen MRT-Termin, als PKV Patient geht das deutlich schneller. In Ordnung ist das natürlich nicht!
  3. Unnötige Untersuchungen: Ja, die gibt es bei PKV Patienten! Aber das sind m.E. negative Einzelfälle. Ich kenne P-Patienten, die gerade im Bereich der Labordiagnostik als "Melkkuh der Nation" herhalten. Nicht immer ist es der "böse" Arzt, manchmal hat sich auch der "mündige Patient" im Internet belesen und kommt mit einem "Wunschzettel" an Labordiagnostik. Genauso gibt es GKV-Patienten, bei denen aus Kostengründen nicht alles gemacht wird, was sinnvoll wäre. Auch das sind m.E. Ausnahmen. Es wird wie immer in unserem Land gerne geschipft, aber wir haben immer noch eines der besten Gesundheitssysteme der Welt!
  4. Kosten im Alter: Ja, das kann in der PKV zum Problem werden, trotz erfolgter Altersrückstellungen. Aber: Wenn die Kinder auf eigenen Beinen stehen, wird's erst mal billiger statt teurer. Und es bleibt - wie oben beschrieben - immer noch die Flucht in den Basistarif als Notlösung.
  5. Stichwort Übertherapie: Es gibt in unserem System Therapien, die sich besonders lohnen (Herzkatheter mit Intervention, Endoprothetik etc.). Deshalb wird in den Medien immer wieder transportiert, wir operieren zuviel oder wir sind Weltmeister im Herzkathetern etc. Es ist durchaus gerechtfertigt, dieses Problem zu benennen und offen zu diskutieren, es umfasst aber GKV und PKV gleichermaßen.
  6. Stichwort "2-Klassen-Medizin": Das ist immer der häßliche Begriff, den die GKV verwendet um die PKV zu denunzieren. Lassen wir mal die Kirche im Dorf: Wir leben in einem Land, in dem jeder AOK Patient eine Hepatitis C Behandlung für 40.000€, eine Rheumatherapie für 25.000€ pro Jahr (!) oder eine Organtransplantation (xxxxx€) erhält ohne Zuzahlung, ohne Parteibuch und ohne jemanden bestechen zu müssen. Das ist die wahre Stärke unseres Systems und ich hoffe, das bleibt auch noch lange so. Dass der PKV Patient dann vielleicht die Homöopathie, die Akupunktur oder auch nur seine Grippemittel erstattet bekommt, während der GKV Patient zuzahlt ist doch nur legitim! Irgendwie muß man die höheren Beiträge ja auch rechtfertigen, oder? Nein, ein Problem mit einer echten 2-Klassen Medizin" haben wir in Deutschland sicher nicht!
  7. Ich bin zufrieden mit meiner PKV, obwohl die Beiträge schon wirklich hoch sind. Ich kann daher jeden verstehen, der sich für GKV +/- Zusatzversicherung entscheidet. Für mich und meine Familie war es trotzdem bisher gut investiertes Geld.
Liebe Grüße
Sebastian
 
Hi,
Stichwort "2-Klassen-Medizin": Das ist immer der häßliche Begriff, den die GKV verwendet um die PKV zu denunzieren. Lassen wir mal die Kirche im Dorf: Wir leben in einem Land, in dem jeder AOK Patient eine Hepatitis C Behandlung für 40.000€, eine Rheumatherapie für 25.000€ pro Jahr (!) oder eine Organtransplantation (xxxxx€) erhält ohne Zuzahlung, ohne Parteibuch und ohne jemanden bestechen zu müssen. Das ist die wahre Stärke unseres Systems und ich hoffe, das bleibt auch noch lange so. Dass der PKV Patient dann vielleicht die Homöopathie, die Akupunktur oder auch nur seine Grippemittel erstattet bekommt, während der GKV Patient zuzahlt ist doch nur legitim! Irgendwie muß man die höheren Beiträge ja auch rechtfertigen, oder? Nein, ein Problem mit einer echten 2-Klassen Medizin" haben wir in Deutschland sicher nicht!.

:t:t:t

das thema "zwei-klassen-medizin" wird vor allen dingen immer dann gern (in diversen talkshows) ausgegraben, wenn wahlen vor der tür stehen und gewisse politische strömungen diese unsägliche bürgerversicherung fordern. mit einer angeblich gerechten einheitskasse würde es dann in der tat abwärts gehen.

konkurrenz belebt das geschäft. das nebeneinander von GKV und PKV sorgt für medizinischen fortschritt. in kaum einer anderen gesellschaft gibt es ein dermaßen gutes gesundheitssystem.

viele grüße
rolf
 
Zuletzt bearbeitet:
die Unternehmen ihren Aktionären weiterhin Gewinne in Aussicht stellen müssen, wird mehr oder weniger unkommentiert gelassen.

Das ist so nur zum Teil korrekt.

Die Hälfte der Unternehmen führt die Unternehmensform einer PKV als AGs und etwa die andere Hälfte als "Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit"
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß ja nicht, ist das Thema nicht sehr individuell?

Ich Zahle für mich mit 45 Jahren nun 215 Euro in die PKV und für beide Kinder je 105 Euro. Die sind ja nun schon 18 und 19 und gehen hoffentlich bald ihrer Wege.

Ach ja, 4 Monatsbeiträge bekomme ich jedes Jahr zurück, weil ich natürlich als Selbstständiger eh nie zum Arzt gehe.

Wie soll das in der GKV billiger sein? Auch wenn ich im alter mal 800/ Monat bezahlen müsste kommt das für mich in Ordnung.
Zum Thema 2 KlassenMedizin; Wenn ich oder meine Kinder zum Arzt gehen "erwarte" ich eine bevorzugte Behandlung bei der Terminvergabe und bei der Wartezeit. In Ausgleich dafür (da bin ich mir sehr sicher) rechnet der Arzt mit mir ganz anders ab oder bestellt mich sogar noch ein-2 mal mehr zur "Nachkontrolle" wie einen GKV.
Bekomme ich nicht tief genug hinten.... wechsel ich den Arzt. Das ist ein geben und nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibt aber auch ein Haufen Leute die sich diese 800 Euro nicht mehr leisten können im Alter obwohl sie auch mal selbständig waren,warum auch immer
Nun ja, ein bisschen Finanzielle Vorsorge sollte man selber schon treffen. Ich zB spare jeden Monat die Summe, die ich im Vergleich zur GKV spare. Das summiert sich im Laufe der Zeit. Im besten Fall brauche ich das Geld im Alter nicht und kann darüber frei verfügen. Bei der GKV hätte ich diese Wahl nicht.

Gruß
Markus
 
Gibt aber auch ein Haufen Leute die sich diese 800 Euro nicht mehr leisten können im Alter obwohl sie auch mal selbständig waren,warum auch immer

Wenn ich im Ruhestand 800€ in die PKV zahlen müsste, würde ich sofort den Vertrag unterschreiben.
Bezahle jetzt ja schon rund 700 in der gesetzlichen.
 
Wenn ich oder meine Kinder zum Arzt gehen "erwarte" ich eine bevorzugte Behandlung bei der Terminvergabe und bei der Wartezeit. In Ausgleich dafür (da bin ich mir sehr sicher) rechnet der Arzt mit mir ganz anders ab oder bestellt mich sogar noch ein-2 mal mehr zur "Nachkontrolle" wie einen GKV.
Bekomme ich nicht tief genug hinten.... wechsel ich den Arzt. Das ist ein geben und nehmen.

Stichwort "tief genug hinten": Ich würd's mal mit nem Proktologen versuchen, der kann das :) :-)
Stichwort Terminvergabe: Zum Glück gibts bei vielen Kollegen noch so etwas wie Berufsethos. Da geht die Terminvergabe nach medizinischer Dringlichkeit und nicht nach dem Motto "wer am besten zahlt, kommt zuerst dran". Ich hab mal eine leitende Stelle in der DKD in Wiesbaden ausgeschlagen. Jeden Tag frisch eingeflogene Scheichs zu behandeln hätte mich vielleicht reicher, aber nicht glücklicher gemacht ... :) :-)

Gruss
Sebastian
 
Stichwort "tief genug hinten": Ich würd's mal mit nem Proktologen versuchen, der kann das :) :-)
Stichwort Terminvergabe: Zum Glück gibts bei vielen Kollegen noch so etwas wie Berufsethos. Da geht die Terminvergabe nach medizinischer Dringlichkeit und nicht nach dem Motto "wer am besten zahlt, kommt zuerst dran". Ich hab mal eine leitende Stelle in der DKD in Wiesbaden ausgeschlagen. Jeden Tag frisch eingeflogene Scheichs zu behandeln hätte mich vielleicht reicher, aber nicht glücklicher gemacht ... :) :-)

Gruss
Sebastian
Berufs-was...

Dem selbständigen Kieferorthopäden in Bad Homburg/Königstein der 2 Wohnhäuser in Königstein, 3 Ferrari und jedes 1/2 Jahr den neusten Cayenne fährt wenn er mal nicht gerade die Robinson Clubs dieser Erde oder sein Domizil in Sylt besucht wird es nicht egal sein wie sein Patient zahlt.

Als angestellter Facharzt sieht die ganze Geschichte wieder anders aus.

Ich sagte ja schon - alles sehr individuell. Auch auf der anderen Seite.
 
Okay, jetzt wird's off-topic und der bisher ganz ansehnliche Thread hat es nicht verdient mit einer "Neid-Debatte" verunstaltet zu werden.
Der oben zitierte Fall hilft uns glaube ich nicht weiter. Wir sind uns (hoffentlich) einig, dass sich Geld verdienen und Moral nicht prinzipiell gegenseitig ausschließen. Vielleicht ist besagter Kollege einfach nur fleißig oder in seinem Fach besonders gut? Vielleicht hat er auch einfach nur ein glückliches Händchen mit Geld. Wir wissen's nicht und es gehört auch nicht hier hin. Gerade wenn ich oben zitierte Besitztümer hätte, wäre es mir egal, wie ein Patient zahlt, denn ich hätte sowie so mehr, als ich brauche (aber das ist natürlich nur meine persönliche Einschätzung). Davon abgesehen ist Kieferorthopädie sicher unbestritten eines der lukrativsten medizinischen Fachgebiete.
Dass es in der Medizin ebenso wie im Bankwesen oder in der Juristerei auch einzelne Menschen gibt, denen es nur und in erster Linie auf Ihren persönlichen Vorteil ankommt, ist unbestritten. Das hat mit der Wahl der richtigen Krankenversicherung aber herzlich wenig zu tun.

Gruss
Sebastian
 
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