Neue deutsche Nationalhymne :-(

... bis auf die Pöbeleien fand ich diesen fred eigentlich ganz interessant.

Ich fasse mal bis hierher zusammen:
  • Solidarität ist gut!
  • Schulden machen ist auch gut, aber nicht zuviele und nicht lange!
  • Von nix kommt nix!
Komisch, da muss ich gerade an diese Karikatur denken:

grwertschoepfung.jpg


Viele Grüße, Herbert
 
Mal zur Sache ..

... ich frage mich, wieso Griechenland einen Haufen Schulden einfach "erlassen" wird?

Wäre es denn nicht deutlich besser, wenn die Gläubiger erstmal ihre Zinsforderungen für eine gewisse Zeit, also befristet, aussetzen würden? So könnte sich der Staat erstmal selber rappeln und fangen bevor er dann an die Tilgung der Schulden geht.

Muss doch nun nicht sein, dass direkt was "erlassen" wird - wie soll das gehen, direkt mal aus den Büchern streichen und somit den Reingewinn der Banken reduzieren? Da dies erhebliche Summen sind, hat das doch noch weitreichendere Konsequenzen auf dem Kapitalmarkt.

Ist der "Schuldenschntt" nicht schon 'ne halbe Insolvenz?


Hmm, vielleicht denke ich auch nur zu kompliziert &:
 
Mal zur Sache ..

... ich frage mich, wieso Griechenland einen Haufen Schulden einfach "erlassen" wird?

Wäre es denn nicht deutlich besser, wenn die Gläubiger erstmal ihre Zinsforderungen für eine gewisse Zeit, also befristet, aussetzen würden? So könnte sich der Staat erstmal selber rappeln und fangen bevor er dann an die Tilgung der Schulden geht.

Muss doch nun nicht sein, dass direkt was "erlassen" wird - wie soll das gehen, direkt mal aus den Büchern streichen und somit den Reingewinn der Banken reduzieren? Da dies erhebliche Summen sind, hat das doch noch weitreichendere Konsequenzen auf dem Kapitalmarkt.

Ist der "Schuldenschntt" nicht schon 'ne halbe Insolvenz?

Hmm, vielleicht denke ich auch nur zu kompliziert &:

Ich denke aber genauso!
Was ist denn mit der privaten Insolvenz? Die Geldgeber gucken am Schluss in die Röhre, es wurde munter Geld ausgegeben, was man nicht hatte und ist nach 7 Jahren (?) in der glücklichen Lage, billig weg gekommen zu sein.
Ich verstehe so einiges nicht mehr und denke wahrscheinlich auch zu kompliziert.
 
Weil der Schuldenerlass bedeutet, dass die Banken garantiert "ihr" Geld nicht bekommen. Bei einem Aufschub der Zahlung wäre das noch nicht sicher. Bei den utopischen vereinbarten Zinssätzen würde die Erwartung, dass da das Damoklesschwert der Rückzahlung zu utopischen Konditionen noch droht, noch dazu führen, dass sich weitere Hilfsleistungen dem Verdacht ausgesetzt sähen, dass am Ende doch wieder nur die Banken subventioniert werden und/oder dass sich Investitionen und Maßnahmen ggfls. langfristig nicht lohnen können.

Ich denke, das ist das erste Indiz für eine ernsthaft gemeinte Hilfe für das Land und seine Leute.
 
ihr seid ja lustig.. jahrelang gehen wir zu unserem griechen und denken der ouzo ist umsonst. jetzt schicken sie uns halt die rechnung!

mfg
 
Als wir vor ein paar Wochen mal beim Schnellimbiss-Griechen waren, wollte der seinen Zaziki doch tatsächlich extra berechnen. :s

Und schon wieder lernen wir: Die Griechen sollten sich dringend ein Beispiel an den Türken nehmen. :+
 
Seht's mal so: wir sind dabei die Gewinner und lassen uns unsere eh schon starke, hoch effiziente Wirtschaft noch von der EU sponsern. Das ist es, was z.B. die Franzosen so ärgert...

Also - erst informieren und reflktieren, bevor's nur wieder Gemecker gibt und Stammtischparolen nachgeplappert werden :w
Genau das dachte ich mir, als ich dein Statement las. Die meisten deiner angesprochenen Punkte haben nichts mit der aktuellen Lage zu tun. Hinsichtlich der EU solltest du bedenken, Deutschland ist mit Abstand der größte Nettozahler der EU. Soviel zum Thema, wir lassen uns unsere Wirtschaft sponsern. Natürlich gewinnt die deutsche Wirtschaft mit ihrem Außenhandel. Der Staat profitiert ebenfalls davon. Aber nur weil Griechenland nicht mehr bei den Deutschen einkaufen würde, bricht nicht gleich die deutsche Wirtschaft ein. ;) Auch würde die griechische Wirtschaft dann nicht unbedingt woanders kaufen.

Hinsichtlich der Rettung der griechischen Wirtschaft wurde bereits vor Monaten vom Schuldenerlass gesprochen. Es ist derzeit auch die einzige Möglichkeit Griechenland zu helfen. Natürlich sind sie selbstverschuldet in diese Lage geraten. Auch haben sie den Zutritt zur EU nur durch Tricks erhalten. Dennoch bin ich der Meinung, wir sollten den Griechen helfen. Nur sollte es Hilfe zur Selbsthilfe sein. Und Deutschland muss darauf achten, sich selbst nicht in die Nähe der Überschuldung zu begeben.
 
Genau das dachte ich mir, als ich dein Statement las. Die meisten deiner angesprochenen Punkte haben nichts mit der aktuellen Lage zu tun. Hinsichtlich der EU solltest du bedenken, Deutschland ist mit Abstand der größte Nettozahler der EU. Soviel zum Thema, wir lassen uns unsere Wirtschaft sponsern. Natürlich gewinnt die deutsche Wirtschaft mit ihrem Außenhandel. Der Staat profitiert ebenfalls davon. Aber nur weil Griechenland nicht mehr bei den Deutschen einkaufen würde, bricht nicht gleich die deutsche Wirtschaft ein. ;) Auch würde die griechische Wirtschaft dann nicht unbedingt woanders kaufen.

Hinsichtlich der Rettung der griechischen Wirtschaft wurde bereits vor Monaten vom Schuldenerlass gesprochen. Es ist derzeit auch die einzige Möglichkeit Griechenland zu helfen. Natürlich sind sie selbstverschuldet in diese Lage geraten. Auch haben sie den Zutritt zur EU nur durch Tricks erhalten. Dennoch bin ich der Meinung, wir sollten den Griechen helfen. Nur sollte es Hilfe zur Selbsthilfe sein. Und Deutschland muss darauf achten, sich selbst nicht in die Nähe der Überschuldung zu begeben.

Da haben wir ja in vielen Punktn die gleiche Meinung - zumindest, was Deinen 2.ten Absatz angeht.

Korrekt ist auch, dass Deutschland der grösste Nettozahler ist (wir sind ja auch mit 80 Mio Einwohnern der weitaus grösste Staat in der EU).
Wir haben hier einfach eine (im Vergleich!) sehr gut laufende Wirtschaft, die (auch wieder im Vergleich) hoch-effizient arbeitet - z.B. dank moderner Technik, hohem Automatisierungsgrad und auch z.T. moderaten Lohnabschlüssen.

Fakt ist aber auch, dass wir ein gewaltiger Nutznießer der EU sind.
Sieh Dir mal die Exporte Deutschlands an, wo die größtenteils hingehen: an andere EU-Staaten!

Und das erleichtert uns die EU als gemeinsamer Wirtschaftsraum erheblich. mit ähnlichen Gesetzen, gefallenen Handelsschranken, Wegfall der Zölle, gemeinsame Währung usw.

Und auch wenn wir von den Zahlungen der EU einen großen Teil selbst leisten (mehr als andere), profitieren wir wieder davon.

Klar geht unsere Wirtschaft nicht hops, wenn die Griechen nichts mehr bei uns kaufen würden.
Auch nicht, wenn die Portugiesen nichts mehr kaufen, auch nicht bei den Iren (hier müssen wir nur sicherstellen, dass wir zumindest noch an den Whisky kommen... %:).
Bei den Italienern und Spaniern wird's schon merklicher...
Und in der Summe tut's dann doch weh!

Daß man sich über die Verteilung der Gewinne und der Verluste innerhalb der Volkswitschaft mal massiv Gedanken machen müsste, bestreite ich nicht.
Aber auch da haben wir hier bei uns noch weit bessere Verhältnisse, als z.B. in Griechenland oder in Italien (ja, ja, "Bunga-Bunga" und Co.!)
Aber auf Dauer wird es sicher nicht mehr gut gehen, daß (Beispiel Banken) Gewinne immer privatisiert werden und Verluste vergesellschaftet.
Man sieht es z.T. jetzt schon, dass weltweit teils heftig protestiert wird.
Dass vom Gesetzgeber hier nicht wirklich was vorwärts geht, ist auch klar. Da sind die Lobbyisten entsprechend gut vernetzt und eine Krähe hackt der anderen nur selten ein Auge aus.

Aber daß "die Griechen" es selbst verschuldet hätten, ist zu verallgemeinernd. Es haben -wie so oft- wenige verschuldet, aber die Masse darf es ausbaden. Und dagegen regt sich dort zu Recht Widerstand. Problem ist nur: er richtet sich nun z.T. gegen uns, da die Medien dort geschickt das Bild erzeugen, daß nicht die griechische Regierung oder die "stillen Bosse im Hintergrund" schuld sind, sondern die böse, böse EU, allen voran wir Deutsche.
So lenkt man eben geschickt vom eigenen Versagen ab. Das nennt sich dann Politik.

Gruß,
Rudi
 
Korrekt ist auch, dass Deutschland der grösste Nettozahler ist (wir sind ja auch mit 80 Mio Einwohnern der weitaus grösste Staat in der EU).
Die Einwohnerzahl hat nun wieder nichts unmittelbar mit der Nettozahlung als Fakt zu tun.

Fakt ist aber auch, dass wir ein gewaltiger Nutznießer der EU sind.
Sieh Dir mal die Exporte Deutschlands an, wo die größtenteils hingehen: an andere EU-Staaten!
Das mag ja sein. Das war aber auch vor dem Euro so. Deshalb sollte man das Märchen, Deutschlanf profitiert massiv vom Euro wegen der Exporte, nicht immer wieder aufwärmen. Sicher ist es ein Vorteil. Aber auch ohne Euro wäre der Fakt der Gleiche.

Klar geht unsere Wirtschaft nicht hops, wenn die Griechen nichts mehr bei uns kaufen würden.
Auch nicht, wenn die Portugiesen nichts mehr kaufen, auch nicht bei den Iren (hier müssen wir nur sicherstellen, dass wir zumindest noch an den Whisky kommen... %:).
Beim Whisky sind wir einer Meinung. :t

Bei den Italienern und Spaniern wird's schon merklicher...
Und in der Summe tut's dann doch weh!
Das denke ich eben nicht. Die Wirtschaftsflüsse würden sich nicht so stark verändern. Wenn dem so wäre, müsste Deutschland ja seit Einführung des Euros massiv an Wirtschaftskraft gewonnen haben. Genau genommen, dazu gibt es genügend wissenschaftliche Untersuchungen, ist die Steigerung der Wirtschaftskraft aber auf das, was du bereits genannt hast (moderne Technik, hohem Automatisierungsgrad, moderate Lohnabschlüsse) zurückzuführen. Nur zu einem kleinen Teil hat der Euro beigetragen.

Aber daß "die Griechen" es selbst verschuldet hätten, ist zu verallgemeinernd. Es haben -wie so oft- wenige verschuldet, aber die Masse darf es ausbaden.
Da ich jetzt nicht jeden Griechen persönlich kenne, und nicht beurteilen kann welcher Grieche welchen Anteil Schuld an der Situation hat, ist es zulässig von "den Griechen" zu sprechen. ;)
 
...Ist der "Schuldenschntt" nicht schon 'ne halbe Insolvenz?...
Ja, natürlich!!! Sogar 'ne ganze, wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe!

Aber es kommt ja alles noch viel schlimmer: Nun werden diese Schulden also erlassen - oder zu 50 resp. 60%.

Und dann???

Dann hat sich in GR immer noch nichts verändert:
  • Die zweitgrößte griechische Firma verdient ihr Geld mit Wetten! Wetten! Null Wertschöpfung!
  • Pensionskassen haben in Staatsanleihen investiert, die nun nichts mehr wert sind.
  • Staatsbetriebe mit viel zu vielen Mitarbeitern und viel zu hohen Löhnen, Gehältern und Pensionen
  • eine unglaublich niedrige Produktivität der Wirtschaft, die Hälfte der Türkei (und die wiederum ist von D noch weit entfernt!)
  • usw. usw.

Und womit soll das alles gerettet werden? Mit einem "Schirm", einem "gehebelten"! Das ist m.E. Gezocke!

Warum? Nun, der "Schirm" bürgt für Staatsanleihen der Banken. Aber immer nur für ca. 20%. Macht in der Summe also das 5fache an Geld, die "wundersame Geldvermehrung". Die Politik zockt also darauf, dass nicht alle 5 Staaten gleichzeitig pleite gehen, weil soviel Geld ist ja gar nicht da!

Der Staat bekämpft also die Staatenpleitewelle mit einem System, das genau zu dieser Pleite geführt hat. Nämlich Geld auszugeben, das man gar nicht hat! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!!! Das mit GR geht schief, soviel steht für mich fest. Das ist ein Fass ohne Boden, ohne Wertschöpfung, ohne Nachhaltigkeit.

Das mit dem Schirm wird vermutlich sogar funktionieren, denn dass 3-4 (oder gar 5) Staaten gleichzeitig kollabieren, kann ich mir (im Moment jedenfalls noch) nicht vorstellen. Aber vielleicht reicht ja auch nur meine Vorstellungskraft nicht aus....

Ich kann mich über soviel Naivität und so wenig ökonomischer Fachkenntnis nur wundern!

Grüße, Herbert
 
Korrekt ist auch, dass Deutschland der grösste Nettozahler ist (wir sind ja auch mit 80 Mio Einwohnern der weitaus grösste Staat in der EU).
Die Einwohnerzahl hat nun wieder nichts unmittelbar mit der Nettozahlung als Fakt zu tun.
Doch - durchaus: eine grosse und rel starke Volkswirtschaft zahlt mehr (Gesamtsumme); relativ gesehen zahlt z.B. Österreich pro Kopf nicht weniger, igs. aber schon, da Ö eine entsprechend kleinere Volkswirtschaft ist

Fakt ist aber auch, dass wir ein gewaltiger Nutznießer der EU sind.
Sieh Dir mal die Exporte Deutschlands an, wo die größtenteils hingehen: an andere EU-Staaten!
Das mag ja sein. Das war aber auch vor dem Euro so. Deshalb sollte man das Märchen, Deutschlanf profitiert massiv vom Euro wegen der Exporte, nicht immer wieder aufwärmen. Sicher ist es ein Vorteil. Aber auch ohne Euro wäre der Fakt der Gleiche.
Der Fakt als solcher ja, aber die Zahlen wären andere. Ausserdem ruduziert sich die EU nicht auf den Euro. Wie schon mehrfach erwähnt, fallen Handelshemmnisse weg, Risiken von Wechselkursschwankungen müssen nicht teuer abgesichert werden, es fand eine Angleichung des Wirtschafts- & Handelsrechts statt, es gibt igs. einen breiteren Zugang zu Beschaffungs- und Ziel-Märkten usw., usw.


Klar geht unsere Wirtschaft nicht hops, wenn die Griechen nichts mehr bei uns kaufen würden.
Auch nicht, wenn die Portugiesen nichts mehr kaufen, auch nicht bei den Iren (hier müssen wir nur sicherstellen, dass wir zumindest noch an den Whisky kommen... %:).
Beim Whisky sind wir einer Meinung. :t
Obwohl ich da eh eher den schottischen Whiskies den Vorzug gebe, also kann Irland doch hops gehen... :b

Bei den Italienern und Spaniern wird's schon merklicher...
Und in der Summe tut's dann doch weh!
Das denke ich eben nicht. Die Wirtschaftsflüsse würden sich nicht so stark verändern. Wenn dem so wäre, müsste Deutschland ja seit Einführung des Euros massiv an Wirtschaftskraft gewonnen haben. Genau genommen, dazu gibt es genügend wissenschaftliche Untersuchungen, ist die Steigerung der Wirtschaftskraft aber auf das, was du bereits genannt hast (moderne Technik, hohem Automatisierungsgrad, moderate Lohnabschlüsse) zurückzuführen. Nur zu einem kleinen Teil hat der Euro beigetragen.
Dem ist auch so (an Wirtschaftskraft gewonnen): zumindest "relativ", denn trotz immer schwierigerem Umfeld und aufkommenden riesigen neuen Wirtschaftsmächten (u.a. China, Indien, ...) und massiven "Verteilungskämpfen" auf den Rohstoffmärkten ist es uns immer und immer wieder gelungen, Export-Weltmeister zu werden. Auch und ganz besonders Dank der EU. Denn:
ca. 2/3 unserer Exporte gehen in andere EU-Staaten!
Sicher ist die EU nicht die einzige Ursache, aber eine nicht ganz unerhebliche. Auch dazu gibt es genügend Studien.
Natürlich ist das klar "pro EU" gefärbt, aber die Zahlen sind nicht völlig aus der Luft gegriffen - schau mal z.B. hier:
http://ec.europa.eu/internal_market/benefits_de.htm
Und wieder: nicht "der Euro", aber die "EU" :w


Aber daß "die Griechen" es selbst verschuldet hätten, ist zu verallgemeinernd. Es haben -wie so oft- wenige verschuldet, aber die Masse darf es ausbaden.

Da ich jetzt nicht jeden Griechen persönlich kenne, und nicht beurteilen kann welcher Grieche welchen Anteil Schuld an der Situation hat, ist es zulässig von "den Griechen" zu sprechen.;)
Und eben gerade deshalb weil Du nicht jeden Greichen persönlich kennst, ist es eben NICHT zulässig, so zu verallgemeinern. ;)

Gruß,
Rudi
 
:t Herbert, Du hast den Durchblick. Einer der ganz wenigen in Deutschland - selbst die Politiker dürfte das Problem haben, und wurde natürlich von Lobbyisten beraten - der es erkannt und durchschaut hat, welche Gefahren / Zeitbomben gelegt wurden.
 
Jetzt mal was Anderes zum mehr oder weniger gleichen Thema:

Angeblich hat man Deutschland auch einmal alle Schulden erlassen ... und Griechenland soll auch auf Forderungen verzichtet haben.
Weiß da jemand was Näheres zu diesem Sachverhalt - die Story hat mich doch neugierig gemacht, als ich davon heute auf der Arbeit gehört habe?
 
Rudi... ich sach mal so. Nicht mal beim Wisky sind wir einer Meinung. Wie sollen wir da bei den anderen Punkten auf einen Nenner kommen. :D Das was du sagst ist zwar nicht falsch, aber meiner Meinung nach abstrahierst du nicht und mischt Dinge zusammen, die nicht unmittelbar zusammen hängen.

Allerdings sind wir im Punkt Hilfe einer Meinung. Auch wenn die Griechen selbstverschuldet in die Lage gekommen sind, sollte man helfen. Das zeichnet nun einmal eine Gemeinschaft aus.
 
Angeblich hat man Deutschland auch einmal alle Schulden erlassen ... und Griechenland soll auch auf Forderungen verzichtet haben.
Das war nach dem 2. Weltkrieg. Aber es wurde nicht alles erlassen. Wenn ich mich recht entsinne, waren es um die 60% und die Zinsen wurden gestundet. Ob die Griechen damals auf etwas verzichtet haben, dessen bin ich mir nicht sicher. Soweit ich weiß, waren die Gläubiger die USA und England. Das trifft natürlich nur auf das ehemalige "Westdeutschland" zu. Der Osten durfte kräftig an die Russen zahlen.
 
Jetzt mal was Anderes zum mehr oder weniger gleichen Thema:

Angeblich hat man Deutschland auch einmal alle Schulden erlassen ... und Griechenland soll auch auf Forderungen verzichtet haben.
Weiß da jemand was Näheres zu diesem Sachverhalt - die Story hat mich doch neugierig gemacht, als ich davon heute auf der Arbeit gehört habe?

Vor einigen Monaten hatte ich auch kurz in einem Interview eines Griechens vernommen, dass wir angeblich "Reparationsleistungen" nicht gezahlt hätten. Das würde das untermauern, dass mal ein Forderungsverzicht stattgefunden haben könnte. Aber das würde er heute gerne doch einfordern.
Andererseits finde ich es schon witzig, dass sich alles auf die Deutschen und unseren Banken einschiessen, wobei doch Frankreichs Banken und griechische Banken die größten Gläubiger seien.
 
Rudi... ich sach mal so. Nicht mal beim Wisky sind wir einer Meinung. Wie sollen wir da bei den anderen Punkten auf einen Nenner kommen. :D Das was du sagst ist zwar nicht falsch, aber meiner Meinung nach abstrahierst du nicht und mischt Dinge zusammen, die nicht unmittelbar zusammen hängen.

Allerdings sind wir im Punkt Hilfe einer Meinung. Auch wenn die Griechen selbstverschuldet in die Lage gekommen sind, sollte man helfen. Das zeichnet nun einmal eine Gemeinschaft aus.

Meine Güte ... hab ich heute Tippfehler! War ein langer Tag - sorry dafür.

Nun... vom Whisky wüsste ich dich zu überzeugen, wenn Du am 29.10. hier in München wärst... da bin ich mal wieder auf einem Whisky-Tasting, bei dem 5 ganz hervorragende schottische Whiskies "verköstigt" werden. Und das in einem IRISH Pub! %:

Vom Rest vielleicht nicht - aber das ist ja das schöne: es soll jedem seine Meinung und Sicht der Dinge erlaubt sein! :t

Natürlich versuche ich, so wenig wie möglich zu "abstrahieren", da ich in einer realen Welt lebe, nicht in einer abstrakten.
Daß ich jedoch Dinge mischen würde, die nicht bzw. nicht unmittelbar zusammen hängen würden, bezweifle ich. Lass ich jetzt aber mal so stehen, da mir nicht klar ist, welche Dinge Du meinst. Wenn ich es wüßte, könnte ich Dir ggf. die Zusammenhänge, die ich sehe, erläutern.
Aber sicher nicht mehr heute! :p :P

Gruß,
Rudi
 
Natürlich versuche ich, so wenig wie möglich zu "abstrahieren", da ich in einer realen Welt lebe, nicht in einer abstrakten.
Ich bin der Meinung, komplexe Dinge müssen um einen Focus auf den Kern zu bekommen abstrahiert werden. Sonst verliert man sich in Kleinigkeiten und verliert den Kern aus dem Auge. Aber wahrscheinlich spricht da der Informatiker aus mir. :D
Das Wisky Angebot nehme ich an. Sobald ich wieder mal einen Auftrag in München habe, komme ich darauf zurück. Ich mag auch den schottischen Wisky.
Bis morgen... Gruß Axel
 
Andreas,

was mich mal interessieren würde: in welchem Bundesland lebst Du?

Schon mal was vom Länderfinanzausgleich gehört?
Das, was schon seit gut 60 Jahren in der BRD klappt, um struktur-schwachen Regionen zu helfen, indem wirtschaftlich stärkere Regionen einen Beitrag leisten, haben die "Macher" der EU auch dafür vorgesehen.
Und das ist gut so!
Das nennt man Solidarität. Und die braucht es, wenn man "in Frieden" mit Nachbarn zusammenleben will.
Beispiele, dass es ohne schief geht, gibt die Geschichte genug her.

[...]

Und wie viel Geld wollt Ihr Europa-Gegner denn lieber in Rüstungsausgaben stecken, um uns gegen feindlich gesinnte Nachbarn zu verteidigen?
Wollen wir es nicht doch lieber dafür ausgeben, dass es möglichst vielen bei uns und in unserer Nachbarschaft gut geht?

Ich finde es schade, wenn man zu kurz denkt und nicht über den eigenen Tellerrand blickt (oder blicken mag).

Gruß,
Rudi

Größtenteils einverstanden. Ich glaub ein Großteil des Unmuts richtet sich auch nicht gegen einen Ausgleich zwischen armen und reichen Ländern in welcher Form auch immer. Aber ich glaube - um beim Beispiel Länderfinanzausgleich zu bleiben - die Stimmung in Bayern oder BaWü wäre wesentlich schlechter, wenn im Osten standardmäßig beispielsweise alle 5 Jahre früher in Rente gehen würden, als anderswo. Und dagegen richtet sich eben der Frust. Warum sollen "wir" bis 67 (und vermutlich noch länger) arbeiten, um jemanden zu finanzieren, der eben genau nicht bereit ist, das zu leisten? Oder dagegen, dass wir, obwohl wir die Party größtenteils bezahlen, trotzdem der Buhmann sind. Und es ist leider auch nicht so, dass die Masse der deutschen BEVÖLKERUNG daran partizipiert, wenn die deutsche INDUSTRIE - oder besser - die deutschen BANKEN in Griechenland Profite abgreifen...
 
Da bin ich aber froh, dass man anscheinend alles verstanden hat, wenn man permanent das "es ist aber schön so" wiederholt. Das schafft doch gleich ein neues Vertrauen in die Politik und die Finanzmärkte ;)

Anscheinend ist eine Lösung nicht so einfach, sonst wären unsere professionellen Vertreter samt ihrem Beraterstab wohl schon darauf gekommen. Mein bescheidener Eindruck ist dass das Europa in seiner ggw. Form gescheitert ist. Das scheinen auch andere zu meinen und daher werden nun zwei Konzepte diskutiert: Verschärfte Integration der Union, alle Macht nach Brüssel, durch Transfer wird ein einheitlicher Standard geschaffen und dann zentral verwaltet. Das andere geht von einer Wirtschaftsunion der "Kernstaaten" aus, die sich relativ ähnlich sind und daher keinen bis sehr wenig Transfer brauchen. Ich für meinen Teil halte ich das zweite momentan für am plausibelsten.

Die Lösung ist schon einfach, nur müsste man sich dazu mit der BANKEN-MAFIA anlegen. Und dazu fehlt entweder der Willen, weil man schon zu korrumpiert ist oder die Macht, weil in den (schein)demokratischen Systemen die Macht eben nicht vom Volk ausgeht, sondern vom militärisch-industriellen Komplex. (Und ich will dabei nicht verkennen, dass es mir in diesem System vergleichsweise gut geht, Z4 fahren und so... ;) )

Hat sich schon mal jemand gefragt, warum - wenn zum Beispiel das Banken und Geldsystem so relevant für das funktionieren des marktwirtschaftlichen Systems sind - das ganze nicht verstaatlicht ist? Oder wie ein System funktionieren soll, in dem Notenbanken (mithin also der Staat) an private Banken Geld für einen bestimmten Preis ausgeben und diese Banken das Geld zu einem höheren Preis iweder an die Staaten zurückverleihen?
 
Zurück
Oben Unten