Was mir hier auch noch fehlt, ist daß Vielfahrer, die man auf Grund Ihrer Kilometerleistung wirklich von Gelegenheitsfahrern abgrenzen kann, auch wesentlich erfahrener sind.
Sie kennen die Straße, sie kennen die Beschilderung, sie kennen die Stellen, wo gern geblitzt wird.
Wenn ich auf Urlaub fahre in einer Gegend, die ich absolut nicht kenne, kann es vor lauter Schauen oder aus sonstigen Gründen schon einmal passieren, daß man etwas übersieht.
Aber wenn dieser Umstand gegeben ist, bin ich auch nicht so schnell, daß es gleich Punkte hageln würde.
Was sich aber wirklich als Vielfahrer qualifiziert, der kennt zumindest seine Autobahnen - sollte man meinen.
Und wer auf Landstraßen und im Ortsgebiet, die er offenbar nicht kennt, aus beruflicher Notwendigkeit so drauftritt, daß er ernsthaft Gefahr läuft sein Punktekonto zu überziehen, ... den kann ich beim besten Willen nicht verstehen.
Dazu kommt auch noch, daß man heute ohnehin schon Navis nachgeschmissen bekommt, die einem das jeweilige Limit anzeigen, was auch die "Ich habs es übersehen"-Ausrede für mich stark abschwächt. Nicht generell, aber als "Vielfahrer" gönnt man sich so etwas eben, wenn man lieber "nach Gefühl" fährt als nach Schildern Ausschau zu halten.
Eine Blitzerwarnung gibt es dann auch noch im Navi, das genug Vielfahrer auch deshalb passiv nutzen.
Und trotz Erfahrung, Geschwindigkeitslimit-Info im Navi und Blitzwarner schafft man es, so oft in die Falle zu gehen?
Das verstehe ich nicht, solange man dem Vielfahrer keine Verstandesschwäche unterstellt.
Und auch was hier für eine Angst beschrieben wurde, vor Ablauf der Frist nicht noch einen Punkt anzuhäufen..
Genau das zeigt doch, daß das System ganz gut funktioniert hat. Es zwingt einem eine Verhaltensänderung auf, nachdem man mehrmals bewußt an die Grenze gegangen ist.
Und wenn jemand dann doch noch öfter Angst verspürt, dann übertritt er ja offensichtlich auch und hat die Konsequenzen verdient.
Kein Vielfahrer kann mir erzählen, daß er es wider beste Bemühungen nicht schafft, in einem punktefreien Bereich die Grenze zu überschreiten.
Gruß,
Marius