Nürburgring vor Verkauf?

Es ist ein absoluter Skandal, was hier seit Jahren passiert! Die Undurchsichtigkeit aller Vorgänge und Beteiligter ist mit kriminell noch nett umschrieben. Die völlig unfähige und korrupte Landesregierung sollte man im Tausch in den Gulag stecken - begleitet von den Insolvenzverwaltern, Käufern undundund. UNFASSBAR das sowas mitten in Europa überhaupt möglich ist!
 
.... dann fehlt nur noch ein Militärflughafen in der Nähe und die reichen Russen können mit ihren Sportwagen in den Antonovs einfliegen und die Sau raus lassen :d
 
Meister Röhrich hats schon immer gewusst....

Warum sollten die die einfliegen lassen. Bei der Kohle stell ich mir den Wagen übers Jahr dort unter.
 
Hallo,

die Jungs haben doch ofter mal einen Spleen, vielleicht gar nicht mal so schlecht, wenn einer die Kohle hat, um sich solch ein Hobby zu leisten. Er hat Benzin im Blut und sieht nicht nur einen möglichen Kommerz.
 
Es ist ein absoluter Skandal, was hier seit Jahren passiert! Die Undurchsichtigkeit aller Vorgänge und Beteiligter ist mit kriminell noch nett umschrieben. Die völlig unfähige und korrupte Landesregierung sollte man im Tausch in den Gulag stecken - begleitet von den Insolvenzverwaltern, Käufern undundund. UNFASSBAR das sowas mitten in Europa überhaupt möglich ist!

Wenn das die einzige "Baustelle" der Regierung Beck wäre, würde ich Deine Forderung glatt als leicht überzogen ansehen.
Die Realität ins Auge blickend gleicht das hier geforderte fast einem all inclusiv Urlaub, als das was ich mit dem selbstherrlichen "Pack" machen würde.

.... dann fehlt nur noch ein Militärflughafen in der Nähe und die reichen Russen können mit ihren Sportwagen in den Antonovs einfliegen und die Sau raus lassen :d

Den gibt es bereits: Fliegerhorst Büchel.
Schätze aber, so lange da die westlichste Alliierte Großmacht noch da ihre atomaren Demokratieverstärker lagern, wird das nichts mit russischen Überflug und Landerechten.
 
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Den gibt es bereits: Fliegerhorst Büchel.
Schätze aber, so lange da die westlichste Alliierte Großmacht noch da ihre atomaren Demokratieverstärker lagern, wird das nichts mit russischen Überflug und Landerechten.

An der Ostsee üben sie doch schon fleißig ..... :(
 
Frag mich langsam, wer da im Spiel die Katz und wer die Maus ist.
Kalter Krieg II braucht die Welt wohl eher nicht. Man könnte mit dem verbrannten Geld sicher sinnvolleres anstellen.
 
Au weia! :eek: :o

Ich bekomme vom Nürburgring allenfalls die Presseberichterstattung mit, weshalb meine Meinung dazu die eines Laien ist. Aus dieser Sicht jedenfalls erscheint mir die "Übernahme aus Russland" als erheblich besorgniserregend. Wenn ich sehe, wie sowohl hier in Düsseldorf, als auch weiter südlich in anderen schönen Gegenden unseres Landes immer mehr Luxusobjekte "großflächig" durch ebenso reiche, wie mächtige und mutmaßlich ebenso skrupellose russische Schwerreiche erworben und hiernach unter - mitunter erheblich nachdrücklichem - Ausschluss der Öffentlichkeit zum Spielplatz deren Eitelkeiten gemacht werden, wird das aktuelle Ereignis mit einiger Wahrscheinlichkeit für den Nürburgring nichts Gutes bedeuten.

Diesen Menschen - ich formuliere es hier einfach so platt und allgemein - ist ohne Weiteres zuzutrauen, dass die Rennstrecke spätestens mittelfristig zum rein privaten Freizeitvergnügen umfunktioniert wird. Bestenfalls wird dann niemand sonst den Nürburgring nutzen können. Schlimmstenfalls wird der Eigentümer großzügig Einladungen an seine russischen "Freunde" aussprechen, die sich dann nicht nur auf der abgesperrten Rennstrecke austoben, sondern auch gleich noch im Umland der Eifel.

Gegen all das werden weder hiesige Gesetze helfen, noch Verträge. Das weiß man hierzulande aus der Erfahrung leider bereits allzu gut.
 
Hallo,

die Jungs haben doch ofter mal einen Spleen, vielleicht gar nicht mal so schlecht, wenn einer die Kohle hat, um sich solch ein Hobby zu leisten. Er hat Benzin im Blut und sieht nicht nur einen möglichen Kommerz.

Das Hobby dieses Oligarchen ist es, Oldtimer in seiner Halle zu sammeln. Der ist vom Motorsport gaaanz weit entfernt.
 
Wenn der Russe das mal nicht von langer Hand geplant hat... :whistle:

Dieser Oligarch ist ein Pharma-Riese in Russland.
Einer der bisherigen zuschlagerhaltenden "Eigentümer" ist Herr Heinemann, der in einer Wirtschaftskanzlei Fachmann für "Pharmabereiche" ist. Und dann hätten wir da noch den ehemaligen König Kurt, der ja seit seinem Ausstieg in einem Pharmakonzern in Ingelheim unterkam. Sicherlich ist er dann auch recht gut mit einem ehemaligen Bundeskanzler Schröder befreundet? Der ja bekanntlich gute Kontakte nach Russland hat.

Was für vielfältige Zufälle :whistle:
 
Wahrscheinlich lädt er Herrn Putin ein. Der wird dann den Rundenrekord im Panzer aufstellen.
Natürlich mit nacktem Oberkörper.

Eberhard
 
Was unsere Urgoßväter in den schwierigen Jahren vor 1927 mit Schaufeln und Hacken geschaffen haben,
unsere Großväter eröffnet und unterhalten haben,
unsere Väter nach dem Krieg wieder "ans laufen" gebracht haben,
wir selbst, durch die 70er 80er 90er... Jahre "gebracht" haben,
unseren Kindern ab den 2000ern übergeben haben,
übernehmen nun Leute, die von all dies kein Ahnung haben und meinen, mit ein paar Millionen Euro, die sie selbst nicht haben, und sich externer Investoren bedienen, ein solches Volkseigentum aneignen zu können.

Der Nürburgring, ich meine damit: die Nordschleife, (der Rest ist uninteresstant) ist Volkseigentum. (Wer hats bezahlt???)
Da kann und darf niemand "privat-dahergelaufener" kommen und meinen, sich dieses Volkseigentum erkaufen zu können.

Der Ring muß im Eigentum der öffentlichen Hand bleiben.
 
Was nun einen neuen schlimmen schlechten Beigeschmack hinterläßt ist die Tatsache, dass dieser russische Pharma-Oligarch gar nicht alleine investiert hat.
Er ist "nur" der Vorsitzende - das auserwählte Gesicht nach außen - eines ganzen russischen Oligarchen-Konsortiums! Das läßt doch glatt schon wieder eine Spekulation zu. Hier wird im großen Stil "Geldwäsche" betrieben? Andererseits ist der Rubel ja sehr unter Druck und die russische Wirtschaft, na ja, durch EU-Saktionen ebenfalls. Klar das die Russen im Ausland ihr Geld unterbringen "müssen". Unter anderem soll in diesem Konsortium auch der Chelsea-Eigentümer Herr Abramovic investiert haben.

Das dürfte noch sehr interessant bzw turbolent werden, was da noch so für Einzelheiten im Laufe der Zeit ans Tageslicht kommen dürften.
 
Nicht uninteressant und läßt wohl weitere Spekulationen zu.

"...
Wie konnte z.B. ein Robertino Wild Geschäftsführer in einer AG sein? - Dort gibt es nur Vorstände und Aufsichtsräte. - Eine Nachrecherche brachte Sicherheit:

Am 30.10.2014 (20:01 Uhr) wurde beim Handelsregister in Düsseldorf eine Firma umgeschrieben, die bisher als „Rheingoldhöhe 34. VV AG“ sozusagen geparkt gewesen war und der nun mit der Firmierung „NR Holding AG“ unter der HRB-Nr. 73509 neues Leben eingehaucht wurde.

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Michael Lender, Osterspai
stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender: Robertino Wild, Düsseldorf
einfaches Aufsichtsratsmitglied: Hans-Ulrich Kloz, Forbach (Frankreich)
Vorstandsmitglied: Viktor Martin, Aschaffenburg
Als neue Geschäftsanschrift ist Mainstraße 58, 63526 angegeben.

Das ist also der neue Investor, hinter dem sich der neue – russische – Investor, Viktor Charitonin, verbirgt. Doch das ist nicht der einzige Teilhaber an dieser AG. Aber es entspricht einer „Sprachregelung“ (!), dass man diesen Mann der Öffentlichkeit als Geldgeber präsentiert.

Schon das ist wieder ein Teil der Verneblungstaktik, die auch hier genutzt wird. Aber schon durch die Herausstellung des Robertino Wild als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender wird klar, dass man ihm hier – aus welchen Gründen auch immer – einen Gefallen tun musste. - Oder ihn braucht, um gegenüber der EU den dort abgesegneten Firmenmantel der Käuferfirma aufrecht erhalten zu können. - Aber gibt noch einen anderen Grund. ..."
http://www.motor-kritik.de/node/919
 
Frau Dreyer spricht heute mit dem Papst.
Evtl gibt's ja ein Wunder.
 
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Dietmar Brück und Florian Zerfass haben nun über einige Details aus der gestrigen Gläubigerausschusssitzung berichtet. Hier nun ein paar Kommentare dazu, damit man die Fakten - soweit bekannt - einordnen kann.

Die wichtigste Frage war, ob der Gläubigerausschuss dem Verkauf der Anteile an das russische Konsortium zustimmen würde. Es gab allerdings keine Abstimmung zu diesem Punkt. Nach Darstellung Liesers handelte es sich um einen einfachen Gesellschaftertausch bei der CNBG, mit dem die Gläubiger nichts zu tun hätten, zumal ja jetzt auch das Geld ohne Probleme fließen würde.
Nach dem Lesen des WiWo-Artikels könnte man da zu einer anderen Auffassung kommen:
Der Sachwalter scheint sehr massiv in den Verkaufsprozess eingegriffen zu haben, um die Anteile an den Mann bzw. den Russen zu bringen. Das ist europarechtlich sehr bedenklich. Auch aus Sicht der Gläubiger bleiben da Fragen offen: wer zahlt den ganzen Aufwand, der durch das Wackeln von Wild verursacht worden ist?

Es hat also keine 3:2-Abstimmung oder was auch immer gegeben, weil dieser Punkt gar nicht zur Abstimmung stand. Ob der Gläubigerausschuss die Version von Lieser endgültig akzeptiert, oder ob das Land als Hauptgläubiger endlich mal eingreift und ihn stoppt, ist nicht absehbar. Ein Eingreifen des Landes erscheint nach den vielfältigen Abblockversuchen der Politiker bisher leider kaum realistisch.

Nun zu den Sicherheiten:
Robertino Wild hatte beim Verkauf und später noch einmal beim Ausbleiben der zweiten Rate persönliche Sicherheiten gestellt. Diese bestehen nach wie vor und sind vom Verkauf seiner Geschäftsanteile nicht berührt. Wild hat natürlich ein großes Interesse daran, diese Sicherheiten freizubekommen. Die Gläubiger und eigentlich auch der Sachwalter haben allerdings keinen Veranlassung, auf diese Sicherheiten zu verzichten, warum sollten sie?
Nun hat es anscheinend eine große Diskussion zu dem Thema gegeben, und die Mitglieder des Gläubigerausschusses haben sich gegen eine Freigabe ausgesprochen. Anscheinend wollte Lieser sich diese Freigabe durch den Ausschuss bestätigen lassen, um die Verantwortung abzuwälzen, wie er es schon beim Verkauf geschafft hat. Da die Freigabe aber wohl keine Unterstützung fand, ließ er die Abstimmung gleich ganz sein und gibt die Sicherheiten auf eigene Kappe frei. Damit trägt er die alleinige Verantwortung für diesen Schritt, die man bei einem Scheitern des Verkaufs mit einer Summe von 25 Mio € bewerten kann.
Durch dieses alleinige Vorgehen wird aber auch klar dokumentiert, dass der Sachwalter nur noch alleine unterwegs ist. Die vorgetragenen Bedenken des vom Land dominierten Gläubigerausschusses übergeht er und stellt sich damit gegen die Interessen auch des Landes.

Und wieder ein Treuhänder?
Lieser führt ja immer wieder die 4-Monats-Frist an, innerhalb derer der Nürburgring aus dem Eigentum der Nürburgring GmbH verschwinden muss, da sonst die Schließung droht. Da er innerhalb dieser Frist keine Rechtssicherheit bei der EU bekommen wird, wählt er statt dessen eine Treuhänderkonstruktion, bei der das Eigentum, also der Ring, zu diesem Treuhänder geschoben wird. Die Nürburgring GmbH und damit auch der Gläubigerausschuss hätten dann keine Zugriffsmöglichkeit mehr auf den Ring. Und das, ohne den Kaufpreis erhalten zu haben.
Von dem Treuhänder aus würde dann das Eigentum irgendwann an die CNBG oder einen Nachfolger übertragen werden.
Statt dessen könnte der Sachwalter Fristverlängerung oder Aussetzung des Verfahrens in Brüssel beantragen, wie es in solchen Fällen üblich ist. Auch hier geht es ihm nicht um eine gute Lösung für den Ring, sondern vordringlich um die eigene Haut, wie es scheint.

Joachim Mertes: "Mir ist ein Russe mit Geld lieber als ein Nordrhein-Westfale ohne Geld."
Mir wäre ein Landtagspräsident lieber, der sein Hirn einschalten würde, bevor er den Mund aufmacht.

Die Demo in Mainz ist wichtig. Wer nichts tut, hat schon verloren.

http://www.rhein-zeitung.de/region_...en-umstritten-_arid,1231820.html#.VGHq56M_hbw
 
Der Verein Ja zum Nürburgring hat eine neue Beschwerde in Brüssel eingereicht.

Details dazu auf unserer Website:
http://www.ja-zum-nuerburgring.de/e...urgring“-fordert-den-widerruf-der-entsch.html

Damit nicht genug, es sind zwei weitere, schwerwiegende Beschwerden gegen die Entscheidung der EU-Kommission eingereicht worden durch HIG und Nexovation.
Einen guten Überblick der aktuellen Situation vermittelt mal wieder die WiWo:
http://www.wiwo.de/unternehmen/dien...g-kampf-geht-in-bruessel-weiter/11099892.html

Die Komplexität der Abläufe nimmt weiter zu, der Ton wird rauer. Ein kurzfristiges Ende ist nicht in Sicht.
 
Kommentar: Über Beschwerden und Klagen

Wiederum überschlagen sich am Nürburgring die Ereignisse. Innerhalb von wenigen Tagen sind drei massive Beschwerden gegen den Beschluss der Europäischen Kommission im Beihilferechtsverfahren des Nürburgrings eingereicht worden. Eine davon kommt vom Verein „Ja zum Nürburgring“. Da es schon vorher Beschwerden gab und auch immer wieder über Klagen bei den Europäischen Gerichten spekuliert wird, folgt hier eine kleine Übersicht über die wichtigsten möglichen Verfahrensschritte.

Die Entscheidung vom 1.10.2014

Die EU-Kommission hat an diesem Tag eine Entscheidung über zwei wichtige Punkte getroffen. Im ersten Teil entschied sie, dass über 400 Mio € an unrechtmäßigen Beihilfen an den Nürburgring geflossen sind. Im zweiten Teil entschied sie dann, dass der Verkauf an die CNBG EU-konform abgelaufen sei und der Käufer daher keine Gefahr läuft, die festgestellten Beihilfen zurückzahlen zu müssen.

Es gibt zwei Wege, um diese Entscheidung vom 1.10.2014 zu ändern:
  1. Die EU-Kommission korrigiert ihre Entscheidung, oder
  2. ein europäisches Gericht urteilt, dass die Entscheidung nichtig ist.

Beschwerden gegen den Beschluss

Um den ersten Fall geht es jetzt gerade. Die Kommission kann durch eigene Erkenntnisse zu dem Schluss kommen, dass sie ihre Entscheidung auf der Grundlage falscher oder unvollständiger Fakten getroffen hat. In einem solchen Fall hat sie die Möglichkeit, ihre Entscheidung zu korrigieren.

Die Kommission wird in der Regel eine einmal getroffene Entscheidung nicht ohne Not in Frage stellen. Aber es ist möglich, Beschwerde einzulegen, um die Kommission auf Dinge hinzuweisen, die sie vielleicht übersehen hat. Solche Beschwerden sind nun von „Ja zum Nürburgring“, H.I.G./Meyrick Cox und von NeXovation, Inc. eingereicht worden.

Die Beschwerden sind bei der EU eingetroffen. Sie dürften in Kürze mit der Bitte um Stellungnahme an den Partner der EU weitergeleitet werden, das ist Deutschland. Berlin leitet die Anfrage dann weiter zur Landesregierung nach Mainz, von da aus wird es dann wohl einen Hochgalopp zu den Insolvenzverwaltern geben. Diese werden dann zurückschreiben, dass alles in Ordnung war. Die Antwort geht dann zurück nach Brüssel und wird dort ausgewertet. Das Einholen der Stellungnahme dauert in etwa 1 Monat.

Kommt die Kommission zu dem Schluss, dass die Beschwerden stichhaltig genug sind, eröffnet sie ein förmliches Prüfverfahren. Das ist im Prinzip genau das Gleiche, was vor dem 1.10. passiert ist. Das Ergebnis dieses Prüfverfahrens ist dann die Entscheidung, ob der Beschluss vom 1.10. zurückgenommen wird oder nicht. Falls ja, werden die Gründe für die Korrektur so schwerwiegend sein, dass man von einem Neuaufsetzen des Verkaufsprozesses ausgehen kann.


Klagen gegen den Beschluss

Völlig unabhängig von den Beschwerden gibt es die Möglichkeit der Klage gegen den Beschluss vom 1.10.2014. Eine solche Klage können Parteien führen, die unmittelbar von der Entscheidung betroffen sind. Die Klage wird beim Europäischen Gericht eingereicht.

Es wird eine sogenannte Nichtigkeitsklage geführt, die zum Ziel hat, den Beschluss der Kommission für nichtig erklären zu lassen. Eine Klage vor dem Europäischen Gericht ist aufwändig und mit hohen Kosten verbunden. Sollte die Klage Erfolg haben, ist der Verkaufsprozess ebenfalls gescheitert.

Wer von den Beteiligten mit dem Urteil des Europäischen Gerichts unzufrieden ist, kann in die höchste Instanz gehen, das ist der Europäische Gerichtshof (EuGH). Dort wird dann bewertet, ob das Europäische Gericht den Fall angemessen bewertet und behandelt hat.
Hier wird dann die unwiderrufliche Entscheidung fallen, wenn es bis zu dieser Stufe geht. Das kann sich dann über mehrere Jahre hinziehen.


Beschwerde oder Klage?

Offensichtlich haben sowohl der Weg der Beschwerde wie auch der Klageweg das Ziel, den Beschluss der Kommission zu kippen. Es gibt allerdings (natürlich neben einer Reihe von anderen Dingen) einen wesentlichen Unterschied, den ich hier vorstellen möchte.

Bei einer Beschwerde erhält die Kommission Kenntnis über Details, die wichtig für die Entscheidung gewesen wären, offensichtlich aber so nicht vorlagen. Daraufhin kann die Kommission von sich aus sagen „das wussten wir damals nicht, sonst hätten wir anders entschieden“, und sie kann ihre Entscheidung selbst korrigieren. Damit läge der schwarze Peter eindeutig bei den deutschen Behörden, die ihn ganz schnell an die Insolvenzverwalter weiterreichen würden, die ja die Aussagen gegenüber der EU getroffen haben. Da wir es nun mit einer ganz neuen Kommission zu tun haben, spielt das schon eine wichtige Rolle.

Befindet die Kommission aber, dass die neuen Beschwerden die Entscheidungslage nicht wesentlich beeinflussen, wird sie ihre Entscheidung belassen. Dann wird es voraussichtlich zu den beschriebenen Klagen kommen. Die Argumente werden vor dem Gericht die gleichen sein, aber nun muss die Kommission für jeden einzelnen Punkt begründen, warum er keinen Einfluss auf die Entscheidung hatte.

Oder mit anderen Worten: Jetzt kann eine Kommissarin Vestager noch sagen: Das habe ich vorher nicht gewusst, und deshalb korrigiere ich die Entscheidung. Tut sie das nicht, dann macht sie Almunias Entscheidung und die Argumentations- und Handlungsweise der Insolvenzverwalter zu ihrem eigenen Standpunkt, und den muss sie dann vor dem Europäischen Gericht vertreten.

Es wird sich zeigen, welchen Weg die Kommission geht angesichts der umfangreichen Fakten, die ihr präsentiert wurden.

http://www.ja-zum-nuerburgring.de/kommentar-ueber-beschwerden-und-klagen.html
 
Vielleicht interessiert es den einen oder anderen hier auch. Ein neues Thema wollte ich deswegen nicht gleich aufmachen. Es ist aber eine durchaus sehenswerte Reportage, die da aufhört, wo dieses Thema anfängt.

 
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