Es geht hier um religiöse Hintergründe. Wen eine deutsche Frau, bzw. eine Frau, die nicht durch ihren Glauben gezwungen ist, bei ihrem Ehemann zu bleiben, aus welchem Land auch immer sie kommen mag, dann ist das doch ein ziemlicher Unterschied. Selbstverständlich gehört auch solch ein Ehemann bestraft, keine Frage. Nur muss eben diese Frau vermutlich nicht fürchten, dass sie von einem anderen Familienmitglied abgeschlachtet wird, wenn sie ihn verlässt. Und das ist der Unterschied. Und aus dem Grund muss dann die ganze Familie weg. Denn die ziehen leider bei sowas alle an einem Strang.
keine religion verbietet die scheidung an sich bzw. schreibt sie vor, dass eine frau bei ihrem tyrannen bleibt. die mär, dass frauen gleich abgeschlachtet werden, weil sie sich emanzipieren oder weglaufen, ist auch einzelnen (!) vorkommnissen in der vergangenheit geschuldet, die wir leider in deutschland miterleben mussten, aber es bleibt trotzdem eine mär.
Mal abgesehen davon gibt es viele muslimische Frauen, die ihren Glauben leben, weil sie dazu stehen und sie tragen ihr Tuch aus Überzeugung und nicht, weil der Mann die zwingt.
diese einsicht ist löblich, aber kaum verbreitet.
... solange die abendländliche Kultur nicht bereit ist den radikal Islamisten (ISIS) auf Augenhöhe zu begegnen sehe ich für die Zukunft schwarz,
diplomatisch läuft man da ja gegen eine Wand!
Will damit sagen,
dass man dem Problem nicht Herr wird solange man nicht bereit ist auf ähnliche Weise/Härte gegen diese (...sind es noch, oder überhaupt) Menschen vorzugehen!
ich denke, die lösung liegt auf der hand. man muss der arabischen welt endlich mal die hand reichen und ihnen auf augenhöhe begegnen und aufhören diese menschen als primaten zu behandeln und sie für eigene zwecke zu instrumentalisieren.
bush senior erschuf seinerzeit indirekt die al quaida. als bush junior mit seinem gerechten krieg fertig war und vor dem "mission accomplished" banner stand, ist zeitgleich in falluja die noch brutalere version der al quaida entstanden, die ISIS. ganz einfache geschichte...
Zumal ich von einem zukünftigen EU Mitglied etwas mehr erwarte wie das zusehen wie eines ihrer ,,Probleme''
fremd gelöst wird ............. !
die NATO, zu der die türkei gehört, ist in der theorie ein verteidigungsbündnis. leider hat man 1999 mit dem rechtswidrigen angriff auf jugoslawien begonnen sie in ein angriffsbündnis zu konvertieren. dass die türkei derzeit zuschaut, wie vor der tür ein massaker tobt, ist sicherlich kontrovers zu diskutieren. einerseits muss man hilflosen menschen zur hilfe kommen (erst recht, wenn sie gegen die ISIS kämpfen), auf der anderen seite sind diese "hilflosen" menschen der syrische ableger der PKK, also der vereinigung, welche in der türkei seit vielen jahren terror verbreitet und einen eigenen staat auf dem gebiet der türkei, syrien und des irak herbeibomben will. möchte man solchen menschen helfen oder ihre strukturen endgültig besiegen (lassen)?
aktuell wird die türkei von der PKK erpresst und zwar dahingehend, dass man den krieg in die türkei zurücktragen werde falls die hilfe in kobane ausbleibt. die drohung wurde in den vergangenen tagen wahr gemacht als türkische militärposten angegriffen wurden. nun schlug die türkische luftwaffe gestern zurück und jetzt ist die aufregung groß.
dabei vergessen die kritiker aus dem westen was die türkei indirekt in diesem konflikt leistet........
- aufnahme von 1,5mio syrischen flüchtlingen
- wegschauen bei waffenlieferungen, die in richtung kobane gehen
- zur verfügungstellung von flugplätzen, damit die USA luftangriffe fliegen kann (was übrigens seit 2001 der fall ist - thema afghanistan, irak)
- versorgung der veletzten kurdischen kämpfer
wenn wir deutschen das nicht ausreichend finden und uns über jeden flüchtling empören (hiermit schließt sich auch irgendwo der kreis zum aktuellen thema hier), dann sollten wir mit gutem beispiel vorangehen und das kann nur heißen: kriegseintritt ohne mandat und "boots on the ground" oder sind uns menschenleben nicht strategisch wichtig?
