Ich finde es zynisch, hier mit dem "Selbst schuld"-Argument zu kommen.
Sehr viele sportliche Tätigkeiten sind mit einem Risiko verbunden. Sport ist aber gesund und bringt Lebensfreude, daher wird das Risiko zu Recht in Kauf genommen. Und ja, auch der Adrenalinkick zählt hier positiv dazu. Wer das anders sieht, ist ein Vertreter einer unrealistisch freudlosen Lebensart, die uns in unserer Entstehung sicher nicht von den Bäumen gebracht hätte.
Sport ist gesund. Sport ist Mord. Mord ist ungesund.
Kurzversion: Der gesundheitliche Benefit von Sport ist mit wenigen Ausnahmen durchaus umstritten.
Zynisch bist meist Du in Deinen Postings, was zB ich als Zeichen einer gewissen Lebensunzufriedenheit deute - generell; ich hoffe für Dich, daß dem nicht so ist. Einem glücklichen, authentischen Menschen genügt in seinem Umgang Offenheit ohne allem eine rhetorische Spitze zu geben.
Fahrlässig ignorant und schlicht falsch aber ist, pauschal jedem, der auf regelmäßige Adrenalinkicks verzichten kann oder auch bewußt will, eine unrealistisch freudlose Lebensart zuzuordnen. Alleine ein erfülltes Sexual- und Familienleben kann einem mehr geben als jedes provozierte Ausloten von Gefahren. Schmecken wir das noch ab mit kulinarischen Freuden, musikalischer Begeisterung, motivierter Ausübung mancher Hobbies, usw... und wir sind wo angelangt? Bei einer freudlosen Lebensart? Sollte dem so sein, genieße ich diese in vollsten Zügen.
Nach meiner Erfahrung ist es leider (für die Betroffenen) aber so, daß gerade Menschen, die ihren Platz im Leben nicht so recht schätzen, im Alltag bedingungslos funktionieren müssen, sich nach Änderung sehnen oder sich etwas beweisen müssen, oft diesen "Kick" brauchen, um sich noch lebendig genug zu fühlen.
Eins muß aber auch hierzu noch gesagt werden (für die notorischen Mißversteher): Michael Schumacher und viele andere "Profis" zähle ich hier nicht dazu. Gerade er ist wohl im Leben glücklich und geerdet, die Gefahr einfach steter Weggefährte, den er nur ungern gänzlich ziehen läßt.