Schwerer Skiunfall: Schumi im Koma

In meinem "Exil" kann ich kaum online sein. Aber ich bin so geschockt!!!!! Schumi ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Jugend. Mit ihm im Wohnzimmer bin ich aufgewachsen! Er war es, der mich mit Motorsportfieber lebenslang infiziert hat!

Ich fühle mich gerade so, als würde ich ihn persönlich kennen. Hoffentlich gewinnt er diesen Kampf!!!! Mensch, er muss doch....!
 
In meinem "Exil" kann ich kaum online sein. Aber ich bin so geschockt!!!!! Schumi ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Jugend. Mit ihm im Wohnzimmer bin ich aufgewachsen! Er war es, der mich mit Motorsportfieber lebenslang infiziert hat!

Ich fühle mich gerade so, als würde ich ihn persönlich kennen. Hoffentlich gewinnt er diesen Kampf!!!! Mensch, er muss doch....!

Geht mir ähnlich :(
 
Ich verteidigte Schumacher in einigen Diskussionen, aber in diesem Fall hält sich meine Solidarität in klaren Grenzen.
Der Krug geht so lang' zum Brunnen bis er bricht. Es ist immer derselbe Typ Grenzgänger, der es gemäß dieses Sprichworts darauf ankommen lassen und es "wissen" will.
Seine F1-Karriere hatte genug Unfälle, dann die Motorradrennen mit ungutem Ausgang - aber man muß sich eben immer noch einer weiteren Gefahr aussetzen wie nun ein bißchen heizen abseits der Piste. Da kann man bei Schadenseintritt nur hoffen, daß es die Action für denjenigen Wert war, leid tut dieser mir dann aber nicht.
Freilich wünsche ich ihm, wie jedem in gesundheitlicher Schieflage, gute Besserung.
 
Interessante Kenntnis :sneaky: "Abseits" der Piste ist bereits außerhalb der gespurten Piste, also auch das Gebiet zum Beispiel zwischen zwei Pisten. Da dürften sich schon viele von uns ebenfalls getummelt haben ohne deshalb zu Pistenpiraten zu werden. Zudem wurde bisher noch nirgends darauf hingewiesen, dass er "geheizt" sei.

Interpretierst Du da nicht etwas viel?

Schlimm genug, dass sich die Journalisten nicht auf Fakten verlassen, sondern munter drauf los spekulieren, wie es zum Unfall kam, wie seine Gemütslage war und sein Frühstück ... Nun wird auch hier und da geschrieben, es ginge ihm besser - andere sagen stabil, etc. Nein, hier müssen wir jetzt auch noch der Fantasie folgen?

Tim
 
Ich verteidigte Schumacher in einigen Diskussionen, aber in diesem Fall hält sich meine Solidarität in klaren Grenzen.
Der Krug geht so lang' zum Brunnen bis er bricht. Es ist immer derselbe Typ Grenzgänger, der es gemäß dieses Sprichworts darauf ankommen lassen und es "wissen" will.
Seine F1-Karriere hatte genug Unfälle, dann die Motorradrennen mit ungutem Ausgang - aber man muß sich eben immer noch einer weiteren Gefahr aussetzen wie nun ein bißchen heizen abseits der Piste. Da kann man bei Schadenseintritt nur hoffen, daß es die Action für denjenigen Wert war, leid tut dieser mir dann aber nicht.
Freilich wünsche ich ihm, wie jedem in gesundheitlicher Schieflage, gute Besserung.


Sorry...aber beim Skifahren setzt er sich keiner besonderen Gefahr aus....auch nicht dort wo er den Unfall hatte...war auch nicht herausfordernd....er war auch nicht schnell (wobei das in diesem Fall unbedeutend ist...evtl wäre sein Ski nicht am Felsen stecken geblieben wenn er schneller gewesen wäreI)...abseits der Piste ist was anderes als das wo er gefahren ist ...ein reines unpräpariertes Zwischenstück was zum durchfahren reizt....also eine ganz normale Situation...(siehe meinen Post Nr 22).....
so was kann jedem leidenschaftlichen Skifahrer passieren...da muss man nicht unbedingt das Risiko suchen....wie gesagt mir blieb im Gelände auch schon zwei mal der Ski am Felsen bei langsamer und mittlerer Geschwindigkeit und wurde nach vorne rauskatapultiert...das gehört dazu....in seinem Fall war es halt wirklich unglücklich dass er mit dem Kopf einen Felsen trifft...
 
Auf Fokus online gibt eine Bilderserie des Unfall Ortes. Dabei kann man weis Gott nicht von abseits der Piste sprechen. Bei der Draufsicht erkennt man gut das der Bereich zwischen zwei präparierten Abfahrten liegt. Da gehts grad mal um 70 oder 80 Meter.
 
Ich verteidigte Schumacher in einigen Diskussionen, aber in diesem Fall hält sich meine Solidarität in klaren Grenzen.
Der Krug geht so lang' zum Brunnen bis er bricht. Es ist immer derselbe Typ Grenzgänger, der es gemäß dieses Sprichworts darauf ankommen lassen und es "wissen" will.
Seine F1-Karriere hatte genug Unfälle, dann die Motorradrennen mit ungutem Ausgang - aber man muß sich eben immer noch einer weiteren Gefahr aussetzen wie nun ein bißchen heizen abseits der Piste. Da kann man bei Schadenseintritt nur hoffen, daß es die Action für denjenigen Wert war, leid tut dieser mir dann aber nicht.
Freilich wünsche ich ihm, wie jedem in gesundheitlicher Schieflage, gute Besserung.

:12thumbsd
 
Ich finde es zynisch, hier mit dem "Selbst schuld"-Argument zu kommen.

Sehr viele sportliche Tätigkeiten sind mit einem Risiko verbunden. Sport ist aber gesund und bringt Lebensfreude, daher wird das Risiko zu Recht in Kauf genommen. Und ja, auch der Adrenalinkick zählt hier positiv dazu. Wer das anders sieht, ist ein Vertreter einer unrealistisch freudlosen Lebensart, die uns in unserer Entstehung sicher nicht von den Bäumen gebracht hätte. Selbst Versicherungen müssen dies aufgrund der Rechtsprechung meist sogar bei sogenannten Risikosportarten wie Downhillbiken oder Drachenfliegen einsehen, da auch deren Ausübung nun mal Teil der Lebenswirklichkeit ist (außer es wurde grob fahrlässig gehandelt, z.B. hinsichtlich der üblichen Schutzausrüstung).

Es mag fahrlässig sein, in nicht gesichertem und auch vorher nicht besichtigtem Tiefschnee "Freeride" zu fahren (egal ob in freiem Gelände oder nur ein paar Meter zwischen den Pisten!), da hier immer mit Felskontakt zu rechnen ist und ein Sturz auf Fels auch aus dem Stand übel enden kann, aber zu sagen, er hat es schon immer riskant gewollt und kriegt nun die Rechnung dafür, das geht gar nicht.
 
[quote="Vullie, post: 1882682, member: 10291"
Es ist immer derselbe Typ Grenzgänger, der es gemäß dieses Sprichworts darauf ankommen lassen und es "wissen" will.
[/quote]

Ich habe heute Nachmittag auf irgendeinem TV-Sender ein altes Interview mit MS gesehen.
Möglicherweise wurde da ja auch was "passend" zusammengeschnitten und das zu zeigen im Hinblick auf seinen Unfall war schon etwas daneben, aber MS sagt darin sinngemäß, er lebe und liebe die Gefahr, das kalkulierte Risiko und könne das Schicksal ohnehin nicht beeinflussen! Es wurde auch die Örtlichkeit gezeigt und es war definitiv abseits der Piste, wenn auch nur 70 oder 80m!
Die Aussage "Schicksal" ist wohl in diesem Zusammenhang auch nicht ganz richtig, denn Zigtausenden von Skifahrern in diesem Gebiet blieb dieses angebliche "Schicksal" nämlich erspart, ganz einfach weil sie sich den vorgeschriebenen Gegebenheiten angepasst haben! So schlimm hätte es natürlich trotzdem nicht ausgehen müssen, dennoch ist es ja jetzt nicht mehr zu ändern.

Ich frage mich nur, was ich von einem Sicherheitshelm halten soll, der bei einem Aufprall aufplatzt anstatt zu schützen?
 
Helme schützen ja genau dadurch, indem sie kaputtgehen und dabei Energie aufnehmen, die sonst am Kopf landen würde. Wie ne Knautschzone beim Auto vom Prinzip. Innen haben sie Styropor, das beim Aufprall zerbröselt. Klingt primitiv, ist aber bei allen Helmen so, egal wie teuer, auch mit Carbonschale oder Luxusinnenausstattung. Einen Aufprall auf eine Felskante oder Zacken überlebt wohl nur ein Stahlhelm ohne Riss, dazu musst du nicht schnell sein. Skihelme sind für solche Aufprälle auch nicht gebaut, da bringt höchstens ein viel größerer Motocrosshelm was, aber auch der hat dann nur 1 cm mehr Styropor und eine bessere Schale.
 
Es mag fahrlässig sein, in nicht gesichertem und auch vorher nicht besichtigtem Tiefschnee "Freeride" zu fahren (egal ob in freiem Gelände oder nur ein paar Meter zwischen den Pisten!), da hier immer mit Felskontakt zu rechnen ist und ein Sturz auf Fels auch aus dem Stand übel enden kann, aber zu sagen, er hat es schon immer riskant gewollt und kriegt nun die Rechnung dafür, das geht gar nicht.

Auch wenn das so direkt nicht gesagt wurde und sehr hart klingen mag, so ist aber doch ein Fünkchen Wahrheit in dieser Formulierung!
Er hat das Risiko einmal zu viel geliebt und dieses Mal ist es eben nicht gut gegangen...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Helme schützen ja genau dadurch, indem sie kaputtgehen und dabei Energie aufnehmen, die sonst am Kopf landen würde. Wie ne Knautschzone beim Auto vom Prinzip. Innen haben sie Styropor, das beim Aufprall zerbröselt. Einen Aufprall auf eine Felskante oder Zacken überlebt wohl nur ein Stahlhelm ohne Riss, dazu musst du nicht schnell sein.

Gut erklärt, besser Helm kaputt als Kopf!
Schnell war MS ja offenbar nicht, obwohl vorher auch wieder etwas anderes behauptet wurde.
Wäre das jetzt ein Verkehrsunfall gewesen, hätte die Polizei - vlt. auch wider besseren Wissens - "unangepasste Geschwindigkeit" als Unfallursache angegeben, damit die Statistik wieder "passt"!
 
Zur Risikobereitschaft: einen erfolgreichen Rennfahrer, der risikoscheu ist, wirst du nicht finden. Und warum sollte er dann diesbezüglich in Interviews lügen?

Jeder von uns geht überflüssige Risiken ein, sonst würden wir statt Z3, Z4 oder noch schnelleren Gefährten alle in Groß-SUV unterwegs sein, keinen km mehr fahren als nötig und immer so, dass wir auf der ganz sicheren Seite sind. Oder nur Bus und Bahn fahren.

Machen wir das? Nein. Also sollten wir auch nicht richten über jemanden, der eine etwas höhere Schwelle hat als wir. Er ist ja nicht besoffen mit ner Alditüte als Fallschirm vom Hochhaus gesprungen.
 
Ich meinte auch nicht, dass er lügt, sondern dass dieses gezeigte Interview im Hinblick auf den Unfall evt. unpassend war.

Ich will mich auch nicht als Richter aufspielen, falls der Eindruck entstanden sein sollte, das steht mir bestimmt nicht zu!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Im Prinzip haben alle Seiten recht. Ja, man muss sich keinen überflüssigen Risiken aussetzen, also z.B. einfach gar nicht Skilaufen. Und wenn was passiert, kostet es die Solidargemeinschaft Geld. Würden wir aber alle versuchen möglichst risikoarm zu leben, hätten wir sicher entsprechend mehr Depressive, die Suizid begehen. Auch nicht schön. Schumi ist als Rennfahrer sicher risikobereiter als der Durchschnitt und nur dadurch der geworden, der uns alle begeistert hat. Jetzt war er einmal zuviel risikobereit und es ist ihm etwas passiert. Das ist für mich eher mehr Grund ihm die Daumen zu drücken als ein richtiges aber nicht hilfreiches "Selbst Schuld" zu äußern (geht nicht gegen dich Andreas, findet man aber inzwischen andernorts genug wie in dem von dir genannten TV-Beitrag).
 
Im Jahr 2012 gab es nur in Österreich circa 70 000 Skiunfälle...
Er hatte einfach eine menge Pech bei seinem Unfall ......
Aber hoffe allein schon wegen seiner Familie das er es gut übersteht .....vor allem die Kinder sollten so etwas nicht erleben.
Niemand wünsche ich so einen Unfall ...auch meinem ärgsten Feind nicht.
 
Im Jahr 2012 gab es nur in Österreich circa 70 000 Skiunfälle...
Er hatte einfach eine menge Pech bei seinem Unfall ...

Genau das ist doch der springende Punkt. Ebenso ist es schlicht eine Tatsache, dass abseits der Piste das ohnehin vorhandene Risiko tendenziell höher ist. Wenn überhaupt, steht auch nicht die Vermeidung aller Risiken im täglichen Leben zur Debatte, sondern schlicht der verantwortungsvolle Umgang mit und die bestmögliche Minimierung der Risiken - insbesondere derjenigen risikobehafteter Sportarten.

So oder so: Wenn etwas passiert, so wie jetzt, ist es tragisch und man kann den Betroffenen, ob prominent oder nicht, nur herzlichst das Allerbeste wünschen.
 
Vorab möchte ich sagen, das ich genau wie viele andere, mit ihm die F1 gemocht habe. Ich erinnere mich gut,als Kneipen für ein Überseerennen die Nacht durchmachten um ihn zeigen zu können. Ja, ich war auch dabei. Und das man ihm jetzt hohe Geschwindigkeit anhängt ist logisch, aber nur eine Vermutung, die wohl nicht zu stimmen scheint.
Jeder der Ski fährt kennt wohl die Situation, das man mal einen Abzweig zu der richtigen Piste verpasst hat, und "mal eben" durch unpräpariertes Gelände fährt. Mögen es auch nur 50m sein. Ich hab mir dann auch gedacht- das machst nicht wieder. Nur ging es im dem Falle gut.
Aber was mich richtig auf die Pappel bringt, ist die Sache mit dem als Priester verkleideten Journalisten um Zugang zu ihm zu bekommen. Ja gibts denn überhaupt keine Grenzen und Moral mehr auf der Welt? Da kann ich langsam wirklich verstehen wenn Promis mal ausrasten und jemandem die Kamera zerdeppern. Auch wenn das nicht richtig ist.
Jedenfalls hoffe und wünsche ich ihm und seiner Familie, das alles wieder gut wird. Das gilt auch für alle anderen Menschen über die niemand spricht und ebenso mit ihrem Schicksal kämpfen. Egal ob durch Unfall oder schlimme Krankheiten...
In diesem Sinne,alles Gute Schumi und den vielen nicht genannten im neuen Jahr
 
@ mich Zitierende...

Schaut's: Ich will das Thema des Unfalls nicht einmal länger diskutieren, das war sicher nicht im Sinne des TE. Daß diese Ansicht nicht dem Geschmack der emotional Betroffenen entspricht, war auch vorher klar.

Kern der Aussage war aber nicht "Selber schuld" oder "Hat er nicht anders verdient", sondern ist schlicht Überzeugung, daß einen ein gewisses Schicksal (iSv Schaden, Konsequenz) ereilt, wenn man die Chancen darauf überstrapaziert - freilich ist dafür unerheblich wie oft man dem vorher entflohen ist. Und er entflieht dem ohnehin wieder, was mich freut.
Daß er ein Grenzgänger ist, dürfte evident sein, das brachte alleine sein Beruf mit sich... und an meiner Aussage "Heizen abseits der Piste paßt ins Bild" halte ich fest, denn das tut es für mich. Das heißt nicht, daß ich ihm das unterstelle, oder gar, daß er eine üble Pistensau wäre, die andere in Gefahr gebracht hat.

Sein Management dementiert, Experten erklären: Unfall hätte auch bei sehr geringer Geschwindigkeit passieren können, ... Ein etwaiges "Selbstverschulden" herunterzuspielen ist Teil des Spiels.
 
Da ich eine recht gute Skifahrerin bin, meine Ski beherrsche und sehr wohl "geländeangepasst" fahre (also egal ob Buckel, Tiefschnee, harte Pisten, Kunstschnee oder auch Sulz) ist mein Eindruck/Beobachtung von Häufigkeiten der Skiunfällen, dass diese nicht abseits der Pisten stattfinden, sondern eher auf normalen (meist roten) Pisten, da der Ski nicht vom Fahrer beherrscht wird .... man fährt irgenwie gerad aus runter und beherrscht die Carver eben nicht mehr, wenn diese an den Spitzen querflattern.

Die Masse der Skifahrer braucht nie einen Kantenschliff, weil die sowieso nicht benutzt werden, man halt plan auf dem Ski steht und eh nur rumrutscht ....

Im Tiefschnee fährt es sich anders (empfinde ich entspannter auch mit unterschiedlichen Schneeverhältnissen = Firn), da auch nicht soviele lebende Slalomstangen unterwegs sind, die sich oftmals selber wegpogen.

Dass MSC mit Helm - und ich denke als sicherer Fahrer unterwegs - an einem Felsen abgebremst hat ist ein unglücklicher Zufall.

Ich hoffe, dass Michael Schumacher das gut übersteht.
 
Ich finde es zynisch, hier mit dem "Selbst schuld"-Argument zu kommen.

Sehr viele sportliche Tätigkeiten sind mit einem Risiko verbunden. Sport ist aber gesund und bringt Lebensfreude, daher wird das Risiko zu Recht in Kauf genommen. Und ja, auch der Adrenalinkick zählt hier positiv dazu. Wer das anders sieht, ist ein Vertreter einer unrealistisch freudlosen Lebensart, die uns in unserer Entstehung sicher nicht von den Bäumen gebracht hätte.

Sport ist gesund. Sport ist Mord. Mord ist ungesund.
Kurzversion: Der gesundheitliche Benefit von Sport ist mit wenigen Ausnahmen durchaus umstritten.

Zynisch bist meist Du in Deinen Postings, was zB ich als Zeichen einer gewissen Lebensunzufriedenheit deute - generell; ich hoffe für Dich, daß dem nicht so ist. Einem glücklichen, authentischen Menschen genügt in seinem Umgang Offenheit ohne allem eine rhetorische Spitze zu geben.

Fahrlässig ignorant und schlicht falsch aber ist, pauschal jedem, der auf regelmäßige Adrenalinkicks verzichten kann oder auch bewußt will, eine unrealistisch freudlose Lebensart zuzuordnen. Alleine ein erfülltes Sexual- und Familienleben kann einem mehr geben als jedes provozierte Ausloten von Gefahren. Schmecken wir das noch ab mit kulinarischen Freuden, musikalischer Begeisterung, motivierter Ausübung mancher Hobbies, usw... und wir sind wo angelangt? Bei einer freudlosen Lebensart? Sollte dem so sein, genieße ich diese in vollsten Zügen.

Nach meiner Erfahrung ist es leider (für die Betroffenen) aber so, daß gerade Menschen, die ihren Platz im Leben nicht so recht schätzen, im Alltag bedingungslos funktionieren müssen, sich nach Änderung sehnen oder sich etwas beweisen müssen, oft diesen "Kick" brauchen, um sich noch lebendig genug zu fühlen.

Eins muß aber auch hierzu noch gesagt werden (für die notorischen Mißversteher): Michael Schumacher und viele andere "Profis" zähle ich hier nicht dazu. Gerade er ist wohl im Leben glücklich und geerdet, die Gefahr einfach steter Weggefährte, den er nur ungern gänzlich ziehen läßt.
 
Es gibt Menschen, denen macht Rhetorik und Polemik Spaß oder sogar ein Risikosport als Hobby oder Beruf. Anderen geht das nicht so, was OK ist, denn jeder Jeck ist anders. Aber manche fühlen sich berufen, das was sie bei anderen nicht nachvollziehen können, als Ausgleich eines Defizits zu verstehen und darin "Lebensunzufriedenheit" usw. zu entdecken und diesen Menschen, wenn ihnen ein Unglück wiederfährt, sogar das Mitleid zu entziehen. Das wiederum ist nichts anderes als eben die zynische Rhetorik, die man selbst ja so verabscheut, getoppt von bedauerlichem Mangel an Empathie. Zusammen das Gegenteil dessen, was man von jemandem erwarten würde, der sich für einen "glücklichen, authentischen Menschen" hält. Das nennt man dann bigott. Macht aber nichts, weil die meisten so ticken.
 
OnTopic: Schumis Lage ist jetzt stabil :t Hoffen wir mal, dass er es ohne größere Schäden übersteht!
 
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