Man sollte dann hierbei wohl zwischen den Begriffen Schuld und Ursache unterscheiden. Dann kann die Schuld wohl ganz klar bei einem der Partner liegen, die Ursache eben bei beiden, wenn man es denn so definieren will.
Beim Beispiel Unfall ist es dann so: die
Ursache ist, dass Auto A dahergefahren kam, Fahrer von Auto B die rote Ampel übersah und Auto B in Auto A hineinsteuerte.
Schuld hat Autofahrer B.
Bei der Ehe kann es dann analog so sein: Ehepartner A hat in seiner Midlife-Crisis plötzlich Lust auf sexuelle Arbenteuer bekommen, wohingegen Partner B erstens noch keine Midlife-Crisis hat und zweitens alles beim alten lassen möchte.
Ursache war dann wohl das Alter von Ehepartner A, der Unwille von Ehepartner B auf flotte Dreier und eine günstige Gelegenheit für Partner A auf einer Party ohne Partner B. Schuld für das anschließende Scheitern der Ehe, ob vor- (besser) oder nach (schlechter) dem Vorfall, ist dennoch
in meinen Augen in diesem Fall ganz klar Partner A, weil er sich bewussst gegen die ehemalige Ehevorraussetzung und für Befriedigen seiner Triebe entschieden hat :).
Edit 2: Auch wenn Schuld
für mich nicht immer vorwurfsvoll gemeint ist. So ist die Natur eben, und wenn man dann in meinem beispiel die Eier hat und die Ehe vorher beendet, anstatt hintenrum zu betrügen hat man trotdzem noch das beste draus gemacht.
Edit: auch wenn ich "Partner A" usw. benutzt habe, hat meine Aussage 0 juristische Hintergründe. Ist nur meine Auffassung. Habe nur versucht, den Beitrag möglichst geschlechterfrei zu verfassen

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Edit 3: kritisch sieht das ganze natürlich aus, wenn man sich das kirchliche Versprechen "bis dass der Tod uns scheidet" gegeben hat. Aber auf sowas muss man sich ja nicht zwingend einlassen.