Ja ich kann nur wie Dieter dazu raten die hohen Förderquoten mitzunehmen solang es diese noch gibt.
Vom Prinzip her wäre es natürlich sinnvoll erst Problemstellen identifizieren, Dämmen, Energieverbrauch runter, Verteilsystem optimierten und dann eine möglichst kleine Wärmepumpe zu wählen um dann das Optimum herauszuholen.
Aber so kritisch ist das auch nicht mehr Wärmepumpen können heute effizienter Temperaturen über 40°C erzeugen als noch vor ein paar Jahren. Und die wirtschaftlichen Rahmenbedingugen sind auch besser geworden durch gute Konditionen auf den Strom durch §14a EnWG und/oder div. Tarife. Meine läuft bspw mit Haushaltsstrom, das macht aus heutiger Sicht eigentlich so keinen Sinn mehr obwohl ich letztes Jahr nur 40% des Wärmepumpenstroms zukaufen musste. Bin aber ganz ehrlich gerade zu faul die Umstellung durchzuführen, da ich auch so höchst zufrieden mit den laufenden Kosten bin.

Abgekürzt, dein Gedanke ist zunächst völlig richtig, aber mit guter Umsetzung und unter Einbezug eines fähigen Energieberaters wird da seitens der Effizienz und der gegeben Rahmenbedingugen fast sicher auch ein Schuh draus. Und was die Heizkörper angeht gilt die simple einfache Regel, "bigger is better".
Was ist eigentlich eure Rückfallstrategie? Sagen wir mal im Winter sind 72 Stunden Stromausfall, wasacht ihr dann in Sachen Heizung? Habt ihr jeweils Nen Kachelofen oder könnt ihr einen Photovoltaik Speicher autark betreiben?
Jetzt kann man sagen "das passiert doch nicht" oder man erinnert sich an den Schwarzwald vor Jahren wo aufgrund des Wetters genau das passiert ist.
Ich persönlich habe da einfach gerne meine Energiequelle im Haus und kann dann zumindest ein paar Tage überbrücken ohne Angst haben zu müssen dass Leitungen einfrieren oder das Haus auskühlt.
Achso, ja mir ist klar dass eine Pellets Heizung Strom braucht, den kann man aber recht günstig zur Verfügung stellen, da genügt ein 1.5 kW Aggregat.
Ich will überhaupt nicht bestreiten das es teuer ist unser Stromnetz zu unterhalten und zu regeln. Aber das es funktioniert wird statistisch sofort deutlich, so lag die Ausfallzeit 2024 im deutschen Netz bei knapp 12min, in dem uns betreffenden Niederspannungsnetz sogar nur bei 2,4min im Jahr. Leider beginnt die offizielle deutsche Erfassung des sog. SAIDI (System Average Interruption Duaration Index) erst bei 2006, da waren es noch 21Min. Auch im Weltweiten Ranking belegt Deutschland einen Spitzenplatz, Schlusslichter in Europa sind Polen, Italien, Norwegen und Griechenland mit durchschnittlich ~70-100h/a. USA und China nochmal viel viel höher.
Kurzum höhere Mächte, klar das ist ein Risiko mit dem ich leben kann und werde. Meine Großeltern hatten das auch geschafft und da war das Netz viel schlechter, hatten die eine Rückfallstrategie, ne. Die hatten nur ne Ölheizung im Nachkriegsneubau, und sehr modern nichmal mehr nen Holzofen in der Küche. Und natürlich auch kein Notstomaggregat. Aber ja ich hab noch einen Kaminofen, den ich seit dem viel seltener verwende. Weil gerade in der Übergangszeit wenn die Wärmepumpe nur mit PV läuft kostet mich tatsächlich jede kWh aus einem Scheitel Holz mehr Arbeit und Geld.
PS: Ich habe mal eine Woche in einem Haus mit defekter Gasheizung gewohnt, nur mit dem Kachelofen einen Raum einigermaßen heizen können, schlafen mit zwei Decken. Duschen beim Sport. Ging.